Achtung, Taxifahrer: Wildpinkeln kann teuer werden

Weil es kein Notdurftrecht gibt, riskiert man beim Pinkeln in der Natur, wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt zu werden.

Die Taxifahrenden am Bahnhof Koblenz haben es gut: Für sie gibt es ein Toilettenhäuschen. (Foto: Dietmar Fund)
Die Taxifahrenden am Bahnhof Koblenz haben es gut: Für sie gibt es ein Toilettenhäuschen. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Nach Paragraf 118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes kann für das so genannte Wildpinkeln ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro verhängt werden. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein in seinem Newsletter hin. Er erläutert darin, dass es kein Notdurftrecht gibt. Aus diesem Grund sei es auch rechtens, dass Inhaber und Inhaberinnen von Läden, Cafés und Restaurants die Nutzung ihrer Toilette nur gegen Entgelt erlauben oder sie nur Gästen zur Verfügung stellen. Sie machen in solchen Fällen von ihrem Hausrecht Gebrauch.

Wenn es keine öffentlich zugängliche Toilettenanlage gibt und die Blase immer stärker drückt, kommen auch Taxifahrer in der höchsten Not auf die Idee, sich möglichst unbemerkt in der Botanik zu erleichtern. Sie können dabei also nur auf Verständnis von Passanten hoffen, während Fahrerinnen wohl eher auf ein Entgegenkommen von Gastronomiebetrieben oder Ladeninhabern hoffen müssen. Immerhin verfügen auch viele Supermärkte über Kundentoiletten, besonders solche mit einem kleinen Café in der Vorkassenzone.

Bei einem Seminar über On-Demand-Verkehre berichtete kürzlich ein Vertreter eines Verkehrsunternehmens, dass bei regelmäßigen Besprechungen mit seinen Fahrerinnen und Fahrern Toiletten-Stopps ein wichtiges Thema seien.

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