Landratsamt Schwandorf kündigt Corona-Taxi an

Das Landratsamt Schwandorf teilte mit, dass ein Taxi- und Mietwagenunternehmer ein Fahrzeug einsetzt, das für die Beförderung Corona-kranker Patienten ausgerüstet ist.

Die Fahrer des Schwandorfer Corona-Taxis müssen immer eine FFP-2-Schutzmaske tragen und bei Rollstuhlfahrern sogar umfangreiche Schutzkleidung. (Symbolfoto einer FFP-3-Maske: Uvex)
Die Fahrer des Schwandorfer Corona-Taxis müssen immer eine FFP-2-Schutzmaske tragen und bei Rollstuhlfahrern sogar umfangreiche Schutzkleidung. (Symbolfoto einer FFP-3-Maske: Uvex)
Dietmar Fund

Seit dem Ostersamstag hält das Schwarzenfelder Taxi- und Mietwagenunternehmen Scholz einen Mercedes-Benz Sprinter mit Rampe und Rollstuhlplatz für die Beförderung von Patienten bereit, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Es könne in den Landkreisen Schwandorf und Amberg-Sulzbach sowie in der kreisfreien Stadt Amberg in Anspruch genommen werden. Das teilte das Landratsamt der Kreisstadt Schwandorf am 13. April 2020 in einer seiner Pressemitteilungen zur Corona-Bekämpfung mit.

Wie Unternehmer Stephan Scholz auf Anfrage von taxi heute berichtete, hat er dieses erste Fahrzeug nach den Vorgaben des bayerischen Innenministeriums ausgestattet. Sie erforderten unter anderem eine feste Trennscheibe zwischen Fahrer- und Fahrgastraum, leicht desinfizierbare Kunstleder- oder Ledersitze sowie den Einsatz einer so genannten FFP-2-Schutzmaske. Im Falle von Hilfsbedürftigen wie etwa Rollstuhlfahrern, denen man nahekommen müsse, seien für den Fahrer ein Schutzkittel und eine Schutzbrille vorgeschrieben. Beides bekomme er ebenso wie Desinfektionsmittel vom Landratsamt gestellt.

Scholz setzt vier VW Caddy, einen VW Crafter, einen Mercedes-Benz Sprinter, eine V-Klasse und eine E-Klasse ein. Er ist Vorstand der seit 15 Jahren bestehenden Interessengemeinschaft der 33 Taxi- und Mietwagenunternehmer im Kreis Schwandorf.

Wie seine Kolleginnen und Kollegen ärgert er sich darüber, dass die Kassen für Krankenfahrten mit Corona-positiven Patienten nichts für die Desinfektion bezahlen wollten und noch nicht einmal zur Zahlung einer Desinfektionspauschale bereit seien. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft haben miteinander vereinbart, dass jedes Mitglied je ein Fahrzeug mit einer einfachen Trennscheibe ausstattet und die Fahrgäste bittet, nur hinten einzusteigen. Die Scheiben wurden gemeinsam bestellt.

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