Taxi im Frühlingswetter: Sicherheit bei Regen, Nebel und Pollenfilm

Wechselhafte Wetterbedingungen im Frühjahr stellen auch Taxiunternehmen vor erhöhte Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Wie der ACE Auto Club Europa mitteilt, können sich Sonnenschein, Starkregen, Nebel oder sogar vereinzelte Schneefälle innerhalb kurzer Zeit abwechseln. Für Taxifahrer bedeutet das, Fahrweise, Geschwindigkeit und Fahrzeugtechnik konsequent an die jeweilige Witterung anzupassen.

Symbolbild: Wechselnde Wetterlagen im Frühjahr erfordern im Taxi-Betrieb eine angepasste Fahrweise und kontrollierte Geschwindigkeit. | Foto: KI-generiert
Symbolbild: Wechselnde Wetterlagen im Frühjahr erfordern im Taxi-Betrieb eine angepasste Fahrweise und kontrollierte Geschwindigkeit. | Foto: KI-generiert

Nach Angaben des Automobilclubs wechseln im Frühjahr trockene und nasse Fahrbahnen häufig abrupt. Damit verändert sich die Haftung der Reifen deutlich. Bei einsetzendem Regen verlängere sich der Bremsweg spürbar. Besonders kritisch sei ein Schmierfilm aus Pollen oder Blütenresten, der die Fahrbahn zusätzlich rutschig machen könne.

Für den Taxi-Betrieb mit häufigen Stopps und Anfahrvorgängen im Stadtverkehr bedeute dies ein erhöhtes Risiko. Der Club empfiehlt, die Geschwindigkeit kontinuierlich an die aktuellen Straßenverhältnisse anzupassen und ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten.

Aquaplaning abhängig vom Reifenprofil

Wie der ACE weiter erläutert, tritt Aquaplaning bei neuen Reifen mit einer Profiltiefe von sieben Millimetern meist erst ab etwa 80 km/h auf. Diese Profiltiefe werde jedoch in der Regel nur unmittelbar nach dem Kauf erreicht. Mit zunehmendem Verschleiß sinke die Fähigkeit der Reifen, Wasser von der Fahrbahn abzuleiten. Mit jedem Millimeter weniger Restprofil setze Aquaplaning früher ein. Je nach Wasserfilm könne es bereits bei 50 km/h auftreten.

Für nasse Fahrbahnen gilt laut Mitteilung daher grundsätzlich: Geschwindigkeit reduzieren, abrupte Lenkbewegungen vermeiden und nicht stark bremsen.

Beleuchtung und Sicht im Fokus

Plötzliche Schauer oder morgendlicher Nebel können die Sicht deutlich einschränken. Der ACE rät, die Fahrzeugbeleuchtung frühzeitig einzuschalten, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Tagfahrlicht reiche dafür nicht aus, da es lediglich nach vorn wirke. Auch auf die Lichtautomatik sollten sich Fahrer insbesondere bei Nebel und teilweise bei Regen nicht verlassen.

Nebelscheinwerfer dürfen bei entsprechenden Witterungsverhältnissen wie Nebel, Regen oder Schneefall genutzt werden. Sinkt die Sichtweite unter 50 Meter, ist die Nebelschlussleuchte einzuschalten und die Geschwindigkeit auf maximal 50 km/h zu begrenzen. Diese Vorgabe gilt ausdrücklich auch auf Autobahnen. Verbessern sich die Sichtverhältnisse, müssen Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte wieder ausgeschaltet werden.

Zusätzliche Aufmerksamkeit sei in den Morgen- und Abendstunden erforderlich, wenn tiefstehende Sonne blende. Saubere Windschutzscheiben und funktionierende Scheibenwischer seien daher ein wichtiger Sicherheitsfaktor.

Reifenwechsel nicht zu früh vornehmen

Trotz steigender Temperaturen können im Frühjahr weiterhin winterliche Straßenverhältnisse auftreten, insbesondere in den frühen Morgenstunden oder in höheren Lagen. Sommerreifen verlieren bei niedrigen Temperaturen an Haftung, da ihre Gummimischung verhärtet.

Der ACE empfiehlt, den Wechsel auf Sommerreifen erst bei stabilen Plusgraden von über etwa sieben Grad Celsius vorzunehmen. Zudem sollten Reifendruck und Profiltiefe regelmäßig kontrolliert werden. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Der Automobilclub rät jedoch, bei Winter- und Ganzjahresreifen mindestens vier Millimeter sowie bei Sommerreifen mindestens drei Millimeter Restprofil nicht zu unterschreiten. Ganzjahresreifen gelten dabei als Winterreifen. (Quelle: ACE – Auto Club Europa)

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