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Münchner Taxler kündigen persönlich bei Free Now

Stellvertretend für Kollegen mit rund 800 Taxi-Konzessionen übergaben fast drei Dutzend Münchner Taxiunternehmer ihre Kündigung an Free Now.

Fast drei Dutzend Vertreter des Taxi-Gewerbes versammelten sich vor dem Münchner Büro von Free Now, wo es leider keine Parkplätze für Taxis gibt. (Foto: Dietmar Fund)
Fast drei Dutzend Vertreter des Taxi-Gewerbes versammelten sich vor dem Münchner Büro von Free Now, wo es leider keine Parkplätze für Taxis gibt. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Am 18. September 2019 um 11 Uhr versammelten sich fast drei Dutzend Münchner Taxiunternehmer und Verbandsvertreter, um gemeinsam die Vermittlung durch Free Now zu kündigen. Florian Bachmann, Vorsitzender des TVM Taxiverbandes München e.V., Gregor Beiner und Murat Kilicsaymaz übergaben die Kündigungsschreiben von rund 800 Taxiunternehmern mit 1.200 bis 1.400 Taxifahrern, die sich bisher über die App vermitteln ließen, an den Stationsmanager in der Fäustlestraße. Er möchte nicht, dass sein Name genannt wird. Alexander Mönch, Deutschland-Chef von Free Now, war zwar im Haus, sprach aber nicht mit den drei Unternehmern, die den breit gefächerten Protest gegen die neu hinzugekommene Vermittlung von Mietwagen in vielen persönlichen Gesprächen organisiert hatten.

Florian Bachmann erklärte im Anschluss, sie hätten dem Unternehmen gegenüber auf eine Löschung der Unternehmerdaten aus Gründen des Datenschutzes gepocht. Außerdem hätten sie klargemacht, dass sich die Unternehmer Rückgewinnungsversuche verbitten würden.

Murat Kilicsaymaz ergänzte gegenüber seinen vor dem Büro von Free Now wartenden Kollegen, die Kündigung betreffe nur die Vermittlung über die App, die um Mitternacht abgeschaltet werde. Unternehmer, die einen Werbevertrag mit Free Now hätten, bekämen Post und müssten erst einmal nichts tun.

Da die Geschäftsgrundlage durch den Wechsel von der reinen Taxivermittlung über mytaxi zur Vermittlung von Taxis und Mietwagen durch Free Now eine andere geworden sei, sei der TVM der Meinung, auch hier ein Sonderkündigungsrecht wahrnehmen zu können. Schlimmstenfalls drohe Unternehmern, die die Werbung abnähmen, eine Strafe von 100 Euro. In solchen Fällen sollten sie nicht bezahlen, sondern sich beim TVM melden, der das dann an einen Rechtsanwalt weiterleite.

Der Mehrwagenunternehmer Gregor Beiner, der im TVM aktiv ist, dankte in dessen Namen allen anwesenden „Jungs und Mädels“ für ihren Zusammenhalt. Beiner wertete die Aktion als eine Art Starthilfe für Taxiunternehmer und –unternehmerinnen in anderen Städten, die sich ebenfalls zur Wehr setzen wollten.

Frank Kuhle, Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V. und Vorstand der Taxi München eG, sagte zu taxi heute, die Taxi München eG habe Folien für die Bewerbung der Gewerbe-eigenen App von Taxi Deutschland gestalten und produzieren lassen und übernehme auch die Folierung. Er sei froh, dass viele Unternehmer diese Chance wahrnähmen und auf andere Werbeeinnahmen verzichteten. Von dieser App und von taxi.eu, für das die Taxizentrale IsarFunk werbe, gebe es auch kostenlose Flyer und Aufkleber fürs Innere der Autos, um die Fahrgäste auf sie aufmerksam zu machen. Er hoffe, dass auch die Fahrer fleißig für diese Apps werben würden.

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