Schon wieder 500 illegale Uber-Fahrzeuge aufgeflogen – höchste Zeit für klare Mindestpreise

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen (BVTM) reagiert mit eindringlichen Worten auf die aktuelle Meldung, wonach bei Uber und anderen Plattformen in Frankfurt am Main jedes fünfte vermittelte Fahrzeug komplett illegal unterwegs ist.

Michael Oppermann, Geschäftsführer des BVTM, betont: Die Verstöße von Uber seien keinesfalls Einzelfälle - sondern System.| Foto: BVTM
Michael Oppermann, Geschäftsführer des BVTM, betont: Die Verstöße von Uber seien keinesfalls Einzelfälle - sondern System.| Foto: BVTM

Der Bundesverband habe gewusst, dass dieser Sumpf existiert. Das aber erneut 500 illegale Uber-Wagen aufgedeckt werden, zeige, dass im Uber-Milieu Chaos und Kriminalität herrschten, so der Bundesverbands-Geschäftsführer Michael Oppermann zu den neuesten Enthüllungen.

„Nach über 1.000 illegalen Uber-Fahrzeugen in Berlin im letzten Jahr wurden jetzt 500 weitere in Frankfurt enttarnt“, erklärt Oppermann. „Diese Zahlen zeigen: Es geht hier nicht um einzelne schwarze Schafe, sondern der Betrug bei Uber hat System.“

Wie in Berlin wurden auch in Frankfurt solche Fahrzeuge identifiziert, die mit gefälschten Dokumenten, gänzlich ohne Dokumente, oder ohne gültige Versicherung unterwegs waren.

„Uber ist längst nicht nur eine Gefahr für das Taxigewerbe, sondern auch für die Fahrgäste“, betont Oppermann. „Ich frage mich: Wo ist die Verantwortung der Plattformen, die dieses System ermöglichen? Wer steht eigentlich gerade, wenn Fahrgäste zu Schaden kommen?“

Nicht nur eine Gefahr fürs Taxigewerbe

Für Fahrgäste drohen Risiken, denn es herrsche kein Versicherungsschutz bei Unfällen, keine rechtliche Absicherung bei Ärger. Das sei eine Spirale der Verantwortungslosigkeit, beklagt Oppermann.

Frankfurt bildet damit nur das jüngste Glied in einer Kette offenkundiger Gesetzesverstöße – und beweist, wie wenig die bisherigen „Kooperationen“ und sporadischen Razzien gegen massiven Missbrauch bewirken.

„Was wir jetzt brauchen, ist kein Lippenbekenntnis, kein Vertrösten auf später, sondern knallharte Regeln, die auch durchgesetzt werden“, so Oppermann weiter.

Der Branchenverband fordert, analog zu den bereits praktizierten Regelungen in Städten wie Essen und Heidelberg, endlich verbindliche Mindestbeförderungsentgelte für Mietwagen mit Fahrer einzuführen – deutschlandweit. Solche festen Tarife würden den ruinösen Preiswettbewerb beenden, die schwarzen Schafe aus dem Verkehr ziehen und der Branche insgesamt Stabilität und Fairness zurückgeben.

Damit würde Uber nicht verschwinden, aber es würde sichergestellt, dass der Wettbewerb nicht zulasten der Fahrerinnen und Fahrer und ihrer Fahrgäste geht.

 

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