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Melsungen: On-demand-Konzept mit Taxler

In der Kleinstadt mit knapp 14.000 Einwohnern ergänzen ein Kleinbus und ein Sechssitzer von Taxi Marggraf, der bedarfsgerecht angefordert werden kann, den Linienverkehr mit großen Bussen.

Mit Großplakaten wie diesem soll das erklärungsbedürftige neue Produkt beworben werden. (Foto: NVV)
Mit Großplakaten wie diesem soll das erklärungsbedürftige neue Produkt beworben werden. (Foto: NVV)
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Dietmar Fund

Unter dem Namen Mobilfalt Melsungen vermarktet der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) ein neues Angebot, das ab dem 15. Dezember 2019 on-demand-Verkehre zur Ergänzung der bestehenden Buslinien vorsieht. Er bezeichnet das als „fahrplanloses Anrufsammeltaxi-Angebot“. Es soll unabhängig von einem Fahrplan viele Bereiche der Stadt Melsungen sowie zwei Stadtteile erschließen.

Das neue AnrufSammelTaxi (AST) ergänzt einen Stadtbus und verkehrt auf vier Linien. Die Fahrgäste können ihre Wunsch-Abfahrtszeit telefonisch, über eine App oder online äußern. Die Vermittlungszentrale prüft dann, ob zu diesem Zeitpunkt nicht auch ein Linienbus fährt. Ist dies nicht der Fall, bekommt der Fahrgast eine Abfahrtszeit zwischen 15 Minuten und einer Stunde später angezeigt. Sie richtet sich auch nach anderen Fahrgästen, die in dieselbe Richtung möchten, da die Fahrten gebündelt werden. Zu bezahlen ist nur der Verbundtarif, Fahrkarten gibt es auch in den Fahrzeugen.

Die AST-Verbindungen werden montags bis freitags zwischen 5 und 23 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen zwischen 8 und 23 Uhr angeboten. Nach 19 Uhr sowie an den Wochenenden kann man das AST auch nutzen, wo sonst der StadtBus fährt.

Als Partner mit eingebunden ist das Taxiunternehmen von Jens Marggraf. Nach ersten Presseberichten beabsichtigt er, in Kürze ein batterieelektrisch angetriebenes LondonTaxi mit einem Dreizylinder-Benziner als Reichweitenverlängerer einzusetzen.

Konzipiert ist das Konzept für sechs Jahre. Während seiner Laufzeit trägt die Stadt Melsungen einen Großteil der veranschlagten Betriebskosten von rund 375.000 Euro jährlich. An ihnen beteiligen sich auch der Nordhessische Verkehrsverbund sowie der Schwalm-Eder-Kreis.

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