On-Demand-Angebote sollen Anrufsammeltaxis ersetzen

Die Region Hannover plant mit den Verkehrsunternehmen ÜSTRA und regiobus On-Demand-Verkehre, die zunächst in drei unterschiedlichen Gemeinden erprobt werden sollen.

Das „Sprinti“-Konzept präsentierten (v.l.) Klaus Geschwinder, Teamleiter Verkehr der Region Hannover, Elke van Zadel, Geschäftsführerin der regiobus, Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz und ÜSTRA-Vorständin Denise Hain. (Foto: Amelie Hillebrand/ÜSTRA)
Das „Sprinti“-Konzept präsentierten (v.l.) Klaus Geschwinder, Teamleiter Verkehr der Region Hannover, Elke van Zadel, Geschäftsführerin der regiobus, Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz und ÜSTRA-Vorständin Denise Hain. (Foto: Amelie Hillebrand/ÜSTRA)
Dietmar Fund

Unter dem Namen „Sprinti“ möchten die Region Hannover, das Hannoveraner Verkehrsunternehmen ÜSTRA und die regiobus Hannover GmbH ab Sommer 2021 in drei Kommunen On-Demand-Verkehre bis zu dreieinhalb Jahre lang erproben. Sie sollen den Schienenverkehr, die dichten Buslinien und die Linien der Überlandbusse nicht nur in Schwachlastzeiten ergänzen. In der Wedemark und in Springe sollen sie die bestehenden Anrufsammeltaxis ersetzen und in Sehnde Linien- und RufTaxi-Angebote.

Die drei Entwicklungspartner wollen mit der Software des Daimler-Joint-Ventures ViaVan Fahrtwünsche zwischen virtuellen Haltestellen bündeln, die jeweils nicht mehr als 150 Meter vom Start- und vom Zielort entfernt liegen sollen. Die Fahrten sollen an Werkstagen von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts gebucht werden können, an Samstagen und Sonntagen zwischen 8 Uhr und 1 Uhr nachts. Die Pläne sehen für das Testgebiet 20 Fahrzeuge mit sechs Fahrgastsitzen vor, die barrierefrei auch für Rollstuhlfahrer sowie für Fahrgäste mit Rollatoren oder Kinderwagen zugänglich sein sollen. Buchen und bezahlen sollen die Fahrgäste ihre Fahrten über eine App.

Die Pilotverkehre sollen jetzt ausgeschrieben werden. Die Vergabe ist für den Spätsommer vorgesehen. In diesem Zusammenhang hat die Hannoveraner Taxizentrale Hallo Taxi 3811 GmbH erklärt, sich am Ausschreibungsverfahren zu beteiligen. Sie arbeite schon seit 2002 sehr erfolgreich mit der ÜSTRA in der TaxiBus GmbH zusammen und habe aus dieser Kooperation „ein Höchstmaß an Erfahrungen und Know-how“ vorzuweisen, vor allem in punkto Mobilität im ländlichen Bereich. Die Taxizentrale sei ein Unternehmen aus der Region, sodass seine Steuern in der Region blieben. Mit der Einbindung vorhandener Fahrzeuge ließen sich überdies Synergien erzielen. Das spare alle Beteiligten und den Steuerzahlern erklärte, erklärte Sven-Marcus Fürst, einer der beiden Geschäftsführer der Hallo Taxi 3811 GmbH.

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