On-Demand: „hvv hop“ streckt sich mit mehr Fahrzeugen weiter in der Fläche

Das Bediengebiet in Hamburgs südlichem Bezirk Harburg wird verdoppelt und die Flotte auf 28 elektrische und barrierefreie Fahrzeuge des britischen Herstellers LEVC aufgestockt. Damit haben die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) auch Fahrgäste mit Handicap fest im Blick.

Als „hvv hop“-Shuttle werden barrierefreie Elektroautos des britischen Herstellers LEVC eingesetzt. Die Fahrzeuge verfügen über sechs Sitzplätze, Fahrgäste im Rollstuhl können bequem über eine Rampe hineinrollen. (Foto: VHH)
Als „hvv hop“-Shuttle werden barrierefreie Elektroautos des britischen Herstellers LEVC eingesetzt. Die Fahrzeuge verfügen über sechs Sitzplätze, Fahrgäste im Rollstuhl können bequem über eine Rampe hineinrollen. (Foto: VHH)
Redaktion (allg.)
(erschienen bei busplaner von Martina Weyh)

Hamburg denkt groß und handelt groß beim Thema Verkehrswende auch in der Fläche – mit der Verdopplung des On-Demand-Bediengebietes auf insgesamt 43 km2 im südlichen Bezirk Harburg profitieren nach Angaben des regionalen Verkehrsbetreibers VHH nun rund 113.000 Menschen von der Ergänzung zum klassischen ÖPNV.

Mit 14 weiteren barrierefreien Elektro-Shuttles wächst die On-Demand-Flotte „hvv hop“ auf insgesamt 28 Fahrzeuge an. Bis vor Kurzem gab es im Hamburger Süden keine vergleichbaren Angebote. Beim Start im Januar dieses Jahres wurden zunächst Neuland, Wilstorf, Rönneburg, Langenbek und Sinstorf sowie Teile von Gut Moor mit „hvv hop“ besser ans Zentrum von Harburg und das Schnellbahn- und Busnetz der Hansestadt angebunden.

Laut VHH-Chef Lorenz Kasch konnten von Beginn an monatlich hohe zweistellige Zuwachsraten verzeichnet werden – bis dato haben über 10.400 Fahrgäste den On-Demand-Dienst auf über 8.500 Fahrten genutzt. Nun umfasst das Bediengebiet auch Marmstorf, Eißendorf und Heimfeld.

„Der kontinuierliche Ausbau von Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs – On-Demand-Angebote eingeschlossen – ist ein zentraler Lösungsansatz für eine klimafreundlichere und lebenswerte Metropolregion Hamburg“, sagt Lorenz Kasch, Geschäftsführer der VHH.

Als „hvv hop“-Shuttle werden Elektroautos des britischen Herstellers LEVC – sogenannte London-Taxis – eingesetzt. Die Fahrzeuge verfügen über sechs Sitzplätze – Fahrgäste im Rollstuhl können über eine Rampe hineinrollen und auch Passagiere mit Kinderwagen können bequem befördert werden.

Für App und Software zeichnet die DB-Tochter ioki verantwortlich. „hvv hopp“-Nutzerinnen und -Nutzer mit ähnlichen Routen werden mithilfe eines Algorithmus automatisch zu Fahrgemeinschaften gebündelt und gemeinsam befördert. Die Fahrt mit „hvv hop“ kann von einer beliebigen Adresse im Bediengebiet zu einer Haltestelle oder einem „hvv hop“-Haltepunkt erfolgen oder umgekehrt.

Gebucht werden können die On-Demand-Shuttles sowohl über die „hvv hop App“ als auch telefonisch. Sie sind täglich rund um die Uhr verfügbar, heißt es in der begleitenden Pressemitteilung. „hvv hop“ ist vollständig in den hvv-Tarif integriert – die Mitfahrt mit allen Zeit- und Einzelfahrkarten des hvv zuzüglich eines Aufpreises in Höhe von zwei Euro pro Person und Fahrt möglich.

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