Schicksalsschläge helfen Cannabis-Konsumenten nicht

Wer unter Hasch-Einfluss am Steuer erwischt wird, kann sich nicht mit der Trauer um für ihn wichtige Menschen herausreden.
Dietmar Fund

Wer unter Drogeneinfluss Auto fährt, kann es sich sparen, einem Richter von Schicksalsschlägen zu erzählen, die er zu verkraften gehabt habe. Das ergibt sich aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen mit dem Aktenzeichen 9 K 2633/14, auf das die Deutsche Anwaltshotline hinweist.

In dem verhandelten Fall ging es um einen Mann, der unter Cannabis-Einfluss in eine Verkehrskontrolle geraten war. Bei der anschließenden Blutprobe sprachen seine Blutwerte für einen gelegentlichen Cannabiskonsum. Der Angeklagte gab aber nur einmaligen Cannabis-Konsum und Schlafmangel zu und machte geltend, er habe um den verstorbenen Vater getrauert und seine Freundin habe ihn auch noch verlassen.

Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht und sah den mehrmaligen Konsum als erwiesen an. Daher hielt es den Entzug der Fahrerlaubnis für gerechtfertigt.

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