Mitsubishi Eclipse Cross – ein Renault Scénic mit 8 Jahren Garantie!

Mitsubishi bringt einen neuen Eclipse Cross, rein elektrisch – und greift dabei auf den Renault Scénic E-Tech zurück. Ganz stark sind aber die Acht Jahre Garantie!

Der Eclipse Cross ist ein umgelabelter Renault Scénic E-Tech  - aber mit acht Jahren Garantie! | Foto: Mitsubishi Motors
Der Eclipse Cross ist ein umgelabelter Renault Scénic E-Tech - aber mit acht Jahren Garantie! | Foto: Mitsubishi Motors
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Mitsubishi erweitert sein Programm abermals mit einem weiteren Renault-Modell: Der Eclipse Cross ist ein E-SUV, das vor allem bei Reichweite punktet, beim Laden eher Gelassenheit erfordert und in Sachen Garantie groß auffährt. „Nach der Markteinführung des Outlander Plug-in-Hybrid-EV (PHEV) und des Grandis Hybrid-EV (HEV) ist die Einführung des brandneuen Eclipse Cross ein entscheidender Schritt in unserer Elektrifizierungsstrategie in Europa“, sagte Takao Kato, Präsident und Chief Executive Officer von Mitsubishi Motors. Und erinnert an den einstigen Pionier Mitsuubishi iMIEV:

 „Als Entwickler des weltweit ersten serienmäßigen BEV hat sich Mitsubishi Motors die Bereitstellung umweltfreundlicher Fahrzeuge zur Aufgabe gemacht und arbeitet seitdem auf die Erreichung der CO2-Neutralität hin. Wir werden weiterhin zur Verwirklichung einer dekarbonisierten Gesellschaft beitragen, indem wir unsere Palette an Elektrofahrzeugen erweitern und auf die vielfältigen Bedürfnisse unserer europäischen Kunden eingehen.“

Große Worte, solide Basis: der Eclipse Cross steht auf der AmpR-Medium-Plattform, die es aktuell bei maximal 150 kW Ladeleistung belässt. Offizielle Ladezeiten von Mitsubishi fehlen noch, doch beim Renault Scénic dauert der Sprung von 10 auf 80 Prozent 37 Minuten – Unterschiede sind nicht zu erwarten. Dafür bringen beide Modelle serienmäßig eine 22-kW-AC-Ladefunktion und eine Wärmepumpe mit. Wer öfter an öffentlichen AC-Säulen lädt, wird diesen Trostpflaster-Bonus zu schätzen wissen.

Start mit großem 87-kWh-Akku

Zum Start gibt es nur die große Batterie mit 87 kWh. Mitsubishi verspricht damit 600 Kilometer Reichweite nach WLTP. Real bleiben auch bei schlechtesten Bedingungen immer 400 übrig. Interessant: Renault kommuniziert beim gleichen Akku bis zu 625 Kilometer WLTP. Zwei Hersteller, eine Technik, zwei Zahlen – oft machen  Details an der Karosserie hier den Unterschied. 2026 folgt eine zweite Variante: die „Medium Range“ mit 60 kWh. Sie soll auf etwas über 400 Kilometer Reichweite kommen. Für Vielfahrer bleibt der große Akku erste Wahl, für Stadt- und Pendelverkehr könnte die kleinere Batterie praktischer sein.

Motor: Schnell genug für den Alltag

Angetrieben wird das E-SUV von einem 160 kW (218 PS) starken Elektromotor mit 300 Nm Drehmoment. Der Sprint auf 100 km/h dauert 8,4 Sekunden, Schluss ist bei 170 km/h. Damit ist man alltagstauglich flott unterwegs – ganz ohne unnötige Eskapaden im oberen Tempobereich.

In der höchsten Ausstattung sind rund 20 Assistenzsysteme verbaut. Darunter ein aktiver Spurhalteassistent und ein Querverkehrswarner – kleine Helferlein, die nicht nur bei langen Fahrten, sondern auch beim Ausparken im Alltag Nerven sparen.

Garantie: Acht Jahre!!!

Während Renault auf zwei Jahre Fahrzeuggarantie setzt, streckt Mitsubishi die Hand deutlich weiter aus: acht Jahre Fahrzeuggarantie! Beim Akku ziehen beide gleich: acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Damit signalisiert Mitsubishi ein Extra an Gelassenheit – und einen klaren Vorteil gegenüber dem französischen Bruder.

Preise: Noch ein gut gehütetes Geheimnis

Offizielle Preise gibt es noch nicht. Orientierung bietet der Renault Scénic E-Tech Electric 220 Long Range, der aktuell bei 47.900 Euro startet. Große Abweichungen sind beim Mitsubishi kaum zu erwarten – Überraschungen bleiben wohl eher im Detail.

Der Mitsubishi ist technisch fast ein Zwilling des Renault Scénic E-Tech – mit vergleichbarer Reichweite, identischer Ladeleistung und ähnlicher Ausstattung. Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Garantie, wo Mitsubishi großzügiger agiert. Wer also zwischen französischer Eleganz und japanischem Pragmatismus schwankt, findet hier im Grunde das gleiche Auto – nur mit unterschiedlichem Fokus auf die Absicherung.

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