Nürnberger Unternehmer spricht Stadtrat auf Mindestlohn an

Christian Linz möchte die drei maßgeblichen Parteien des Nürnberger Städteparlaments auf die Konsequenzen des Mindestlohns hinweisen.
Dietmar Fund

Der Nürnberger Mehrwagenunternehmer Christian Linz hat sich offenbar einen Appell zu Herzen genommen, der beim Krankenfahrten-Seminar von taxi heute zu hören gewesen war: Taxi- und Mietwagenunternehmer sollten mit ihren örtlichen Politikern und Abgeordneten über die Konsequenzen des Mindestlohns und die seinetwegen dringend notwendige Anhebung der Taxitarife reden, hieß es dort.

Der Geschäftsführer des Taxiunternehmens „Die Taxiprofis GmbH“ hat in diesen Wochen Gesprächstermine mit Stadträten der CSU, der SPD und der Grünen. Bei den Vorgesprächen habe er festgestellt, dass ihnen die Problematik noch weitgehend unbekannt gewesen sei, schreibt Linz. Große Hoffnungen setzt er offenbar in ein Gespräch mit dem SPD-Abgeordneten Martin Burkert, weil er als Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages bei der Ausarbeitung des Tarifautonomiegesetzes federführend gewesen sei. Es regelt auch die Einführung des Mindestlohns.

Wie Linz gegenüber taxi heute berichtet, wolle in Nürnberg eine Gruppe von Fahrern eine Petition bei der Stadt Nürnberg einreichen. Aus ihr solle hervorgehen, dass sie zur Sicherung ihres Arbeitsplatzes dazu bereit seien, eine Entlohnung unterhalb der Mindestlohngrenze zu akzeptieren. Das hatte man bisher nur aus den neuen Bundesländern gehört.

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