Mercedes S-Klasse 2026: Feinschliff im Design, neue Elektronik, bewährter Luxus

Wenn eine neue S-Klasse kommt, hält die Autowelt für einen kurzen Moment den Atem an. Die aktuelle Mercedes S-Klasse ist bereits seit fast sechs Jahren auf dem Markt – erst jetzt gibt es eine Überarbeitung der Luxuslimousine aus Stuttgart.

Vor allem der neue Kühlergrill fällt auf - Mercedes hat die S-Klasse überarbeitet ins Modelljahr 2026 geschickt.| Foto: press-inform
Vor allem der neue Kühlergrill fällt auf - Mercedes hat die S-Klasse überarbeitet ins Modelljahr 2026 geschickt.| Foto: press-inform

Bei einer Modellpflege ist das Innehalten von Öffentlichkeit und Konkurrenz selbst aus Aushängeschild der Schwaben zugegeben etwas kürzer, doch eine S-Klasse ist eben in erster Linie eines: eine neue S-Klasse. Optisch hat sich bei der Neuauflage kaum grundlegendes getan. Reine Elektroantriebe verbleiben beim EQS. Dafür gibt es für das Topmodell im Schwabenportfolio neue Scheinwerfer vorne wie hinten und einen neuen, deutlich standesbewussterer Kühlergrill.

Viel ist das optisch zugegeben nicht, doch die Detailarbeit tut der S-Klasse fraglos gut. Der illuminierte Mercedes-Stern auf der Haube ist eine ebenso nette wie imageträchtige Spielerei und technisch herausfordernd. Auf dem Heimatmarkt wird es dieses Lichtspiel jedoch erst einmal nicht geben.

Fahrassistenz: Level zwei plus statt Level drei

Gleiches gilt für die Fahrerassistenzstufe drei, die in Deutschland bisher immerhin bis Tempo 95 auf Autobahnen für viel Geld zu bekommen war. Hier hatten Konkurrenz und Mercedes-Fans mit der Modellpflege des S223 / V223 eine Erhöhung der Geschwindigkeit auf mindestens Tempo 120 und damit einen deutlich höheren Realnutzen erwartet. Doch stattdessen ist Level drei nunmehr abgeschafft und die neue S-Klasse geht einen Schritt zurück zu Level zwei plus und der Technik des klassenniedrigeren CLA. Argumente sind dafür trotz niedriger Kaufquoten nur schwer zu finden.

Detailverliebt und mit überarbeiteten Triebwerken

Ansonsten bleibt vieles beim Alten, während die Triebwerke überarbeitet wurden. Das gewohnt breite Motorenportfolio besteht aus den Sechszylindermodellen S 350d 4matic (230 kW / 313 PS), S 450d 4matic (270 kW / 367 PS), S 450 4matic (280 kW / 381 PS / 640 Nm), den Plug-in-Hybriden S 450e (240 kW / 326 PS), S 500 4matic (330 kW / 449 PS), sowie dem Achtzylinder S 580 4matic (395 kW / 537 PS / 750 Nm) – je nach Modell als Normal- und Langversion. Die Plug-in-Versionen schaffen eine rein elektrische Reichweite von rund 100 Kilometern. Der leistungsstarke Zwölfzylinder bleibt der Panzerversion des S 680 Guard 4matic vorbehalten. Später folgen AMG- und Maybach-Varianten.

MB.OS kommt auch in die S-Klasse

Alle Modelle sind durch eine neue Fahrzeugelektronik durch das Bediensystem MB.OS ebenso vernetzt wie es bisher nur der neue Mercedes CLA war. Serienmäßig bleibt die Luftfederung; auf Wunsch bietet das S-Modell unabhängig vom Radstand einen elektronischen Wankausgleich und eine um bis zu zehn Grad mitlenkende Hinterachse.

Innen genießen die Insassen den bekannten S-Klasse-Luxus mit Großbildschirmen vorne wie hinten, nunmehr abnehmbaren Fernbedienungen und einer neuer Technik für Videokonferenzen. In Sachen Sicherheit bleiben nach aktuellem Stand mit bis zu 15 Airbags, beheizten Sicherheitsgurten und zahllosen Fahrerassistenzsystem kaum Wünsche offen. Durch ein erweitertes Manufaktur-Programm mit mehr als 150 Lack- und 400 Innenraumfarben lässt sich jede S-Klasse nahezu nach Belieben individualisieren. Das Basismodell des Mercedes S 350d 4matic startet bei 121.356 Euro.  

Für uns am Steuer: Stefan Grundhoff; press-inform

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