M3E: Kostenloses Planungstool für Ladeinfrastruktur in Firmen und Kommunen
Das Berliner E-Mobility-Beratungsunternehmen M3E hat ein neues digitales und kostenloses Analyse-Tool vorgestellt. Die Anwendung soll die Planung von Ladeinfrastruktur in Unternehmen und Kommunen deutlich vereinfachen. So lassen sich etwa mehrere Standorte erfassen, deren individuelle Bedarfe strukturiert abfragen oder die Förderfähigkeit prüfen.
"Langwierige Informationsbeschaffungsprozesse stehen derzeit noch einem schnellen und reibungslosen Aufbau von Ladeinfrastruktur (LIS) in Gewerbegebieten sowie an Unternehmensstandorten und in Quartieren im Weg. Für Kommunen sowie für Gewerbe, Immobilien- und Logistikunternehmen mit mehreren Standorten bedeutet es viel Arbeit, mit allen relevanten Akteuren zu kommunizieren, um notwendige Informationen zu sammeln und aufzubereiten. In der Regel geschieht dies noch aufwändig über individuelle E-Mail-Kommunikation und Excel-Tabellen", skizziert der Anbieter die Ausgangslage.
Das neue Tool verschickt etwa automatisch E-Mails mit Fragebögen, in denen relevante Abfragen gemacht werden. Fragebögen, Rückläufe und Standortdaten werden zentral gebündelt und können systematisch ausgewertet werden. Dafür sowie für weitere Anwendungen steht ein übersichtliches Dashboard zur Verfügung. Durch die effiziente Kommunikation und Datenerfassung sowie eine Live-Auswertung und Erinnerungsfunktion soll eine verlässliche Grundlage für die Planung künftiger Ladebedarfe und gebietsspezifische Ladestrategien und Investitionsentscheidungen entstehen. Daneben will das Tool auch dabei helfen, die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und Regularien zu überprüfen, wie etwa dem GEIG. Die nächste Generation des Analyse-Tools wird eine integrierte, automatisierte Konformitätsbewertung enthalten, kündigte der Anbieter an.
Große Herausforderung, die Bedarfe einzuschätzen
Für Kommunen und Stadtwerke sei es eine der größten Herausforderungen, die tatsächlichen Ladebedarfe in Gewerbegebieten zu kennen und daraus konkrete Handlungsoptionen abzuleiten. Korrekte Informationen und eine zentrale Datenbasis bilden die Grundlage, damit Kommunen und Stromversorger die Stabilität der Energienetze sicherstellen können.
Kompatibilität mit der Nationalen Leitstelle LIS angepeilt
Aktuell wird zudem an der Kompatibilität mit dem FlächenTOOL der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur gearbeitet, sodass die nächste Generation des „Bedarfscheck Ladeinfrastruktur“ einen direkten Export bzw. eine Meldung ermöglicht. Für Gewerbe, Immobilienunternehmen, Logistiker und Depotbetreiber stehen ebenfalls vorgefertigte, anpassbare Fragebögen für eine einfache Verwendung zur Verfügung, die eine systematische Planung und Vorbereitung von LIS-Projekten ermöglichen. Die neue Lösung eignet sich als Informations- und Analyse-Tool für Fuhrparkleiter:innen und Standortverantwortliche bei Logistikunternehmen und Flottenbetreibern sowie für Energieberater:innen, Projektentwickler:innen, Immobilieneigentümer:innen und Facility Manager:innen, die den Ladebedarf ihrer Liegenschaften bewerten und Investitionsentscheidungen vorbereiten wollen, werben die Berliner.
„Kommunen und Unternehmen haben an uns herangetragen, dass es sich bei der Datenerfassung um ein unterschätztes Problem handelt, für das es derzeit keine befriedigende Lösung gibt. Mit dem neuen M3E Bedarfscheck Ladeinfrastruktur lösen wir dieses Problem. Das Bedarfserfassungs- und Analyse-Tool hilft dabei, mit einem zentralen digitalen Prozess Ladebedarfe und -potenziale zu erkennen und Projekte mit klarer Datenbasis voranzubringen, ohne Excel-Wirrwarr und zeitraubende E-Mail-Kommunikation“, erklärt Christian Milan, Gründer und Geschäftsführer der M3E GmbH.
Neben einer deutlichen Arbeitserleichterung werde so auch Transparenz für Kommune, Unternehmen und Investoren geschaffen, sodass frühzeitig ökonomisch und ökologisch sinnvolle Synergiepotenziale freigesetzt werden, die Schluss machen mit unorchestrierten, netzgefährdenden Einzelmaßnahmen, so Milan weiter. Auf Anfrage ist eine Individualisierung mit Unternehmens- oder Verbands-spezifischen Anpassungen möglich.
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