On-Demand: Auch Taxis müssen sich verbessern

Das Beratungsunternehmen Arthur D. Little stellt in einer Studie fest, dass die On-Demand-Mobilität ihr Potenzial weltweit noch nicht ausschöpft und die Plattformen noch nicht gewinnbringend sind.

Die Berater von ADL plädieren für einen regulatorischen Rahmen für die On-Demand-Mobilität. Er soll für alle Marktteilnehmer wie Taxis und Vermittlungs-Plattformen gelten. (Foto: Arthur D. Little)
Die Berater von ADL plädieren für einen regulatorischen Rahmen für die On-Demand-Mobilität. Er soll für alle Marktteilnehmer wie Taxis und Vermittlungs-Plattformen gelten. (Foto: Arthur D. Little)
Dietmar Fund

Die meisten Plattformen, die On-Demand Ride Hailing anbieten, sind trotz starken Wachstums verlustbringend und müssen ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln, um nachhaltig profitabel zu werden. Aber auch traditionelle Mobilitätsanbieter, „insbesondere herkömmliche Taxiunternehmen“, müssen sich „neu erfinden, um sich zu differenzieren und relevant zu bleiben“. Das sind zwei der wichtigsten Erkenntnisse, die das Beratungsunternehmen Arthur D. Little (ADL) aus seiner Studie „Rethinking on-demand-mobility“ zieht. Sie wurde vom 2010 gegründeten ADL „Future of Mobility Lab“ erstellt und hat sich unter anderem mit Plattformen wie Uber, Lyft und Free Now sowie mit Taxiunternehmen weltweit beschäftigt.

Eine entscheidende Rolle bei künftigen Entwicklungen käme den Stadtverwaltungen zu, schreiben die Berater. Sie könnten Mobilitätssysteme durch Vorgaben unterstützen, müssten aber gleichzeitig den regulatorischen Rahmen vorgeben. Die Regulierungsbehörden müssten ein „Test- und Lernkonzept“ entwickeln, das gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle schaffe. Die Nahverkehrsbetreiber müssten kritisch untersuchen, inwiefern die On-Demand-Mobilität den Öffentlichen Personen-Nahverkehr ergänzen oder vielleicht sogar ersetzen könne.

Zu den Taxiunternehmen schreibt das Autorenteam der Studie, sie müssten sich die Stärke der Plattformanbieter zu eigen machen, deren fortschrittliche Technologie. Um mit den Plattformen mitzuhalten, müssten sie die Planung, Buchung und Bezahlung von Fahrten über Smartphones anbieten. Außerdem sollten sie Partnerschaften mit Verkehrsunternehmern sowie mit Anbietern des Car-Sharing oder des Bike-Sharing eingehen und mit Plattformen zusammenarbeiten, die „Mobility as a Service“ anbieten. Einen verbesserten Service und Kundenbindungsprogramme legt ADL den Taxiunternehmen ebenfalls ans Herz.

ADL stellt den in Englisch verfassten Bericht online zur Verfügung. Interessierte Leserinnen und Leser können die 24 Seiten als pdf-Datei im Downloadbereich dieser Meldung herunterladen. Auf den Seiten 13 und 14 gehen die Autoren speziell auf das Taxigewerbe ein.

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