Schuss auf Taxiräuber war Notwehr

Der Taxifahrer, der im Juni dieses Jahres in Wien im Verlauf eines Überfalls auf den Angreifer schoss und ihn dabei tödlich verletzte, wird dafür juristisch nicht belangt.
Redaktion (allg.)

Der 59-jährige Taxifahrer war in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 2013 in Wien von einem 21-jährigen Mann überfallen worden. Als der ihn von hinten umklammerte und mit einem Messer bedrohte, zog der Taxler eine Pistole und gab einen Schuss nach hinten ab. Der Angreifer stieg noch aus dem Taxi aus, brach aber wenig später zusammen und verstarb (wir berichteten).

Wie der Taxifahrer später in einem ORF-Interview berichtete, habe er eigentlich zu einem Elektroschocker greifen wollen. Das aber habe nicht geklappt. Der Räuber habe ausgeholt und "herstechen" wollen. Da habe er seine Waffe genommen und unter der Achsel nach hinten geschossen.

Juristisch wird der Fall für den Kollegen keine Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte nun, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde. Ein Gutachten habe die Version des Taxifahrers vollinhaltlich bestätigt. „Es handelte sich damit um eine glatte Notwehrsituation", sagte Staatsanwalt Thomas Vecsey.

(sk)
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