GVN: Taxi-Tarifkorridor ist ungerechter Unfug

Die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des Gesamtverbandes GVN fordert die niedersächsischen Behörden dazu auf, den nun gesetzlich möglichen Tarifkorridor nicht einzurichten, weil er zu Lasten gewöhnlicher Taxikunden ginge.

Von einem Tarifkorridor würden nur Firmenkunden profitieren, die gerne über Preise verhandeln, kritisiert die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des GVN. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
Von einem Tarifkorridor würden nur Firmenkunden profitieren, die gerne über Preise verhandeln, kritisiert die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des GVN. (Symbolfoto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN) appelliert an die Tarifgenehmigungsbehörden ihres Bundeslandes, den nach der jüngsten Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) möglichen Tarifkorridor für vorbestellte Taxifahrten nicht einzurichten. Die Fachvereinigung befürchtet, dass durch die Einrichtung eines solchen Tarifkorridors eine Mehrklassengesellschaft entstehen würde, deren Leidtragende ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen wären.

So schreibt die stellvertretende Vorsitzende der Fachvereinigung, Gundula Hauenstein, nach einer solchen Regelung würden „Omas und Opas, die dringend zum Arzt müssen“, Großkonzerne subventionieren. Die würden aufgrund ihrer Marktmacht immer Taxibetriebe finden, die zur Auslastung ihrer Fahrzeuge auch den Mindestpreis akzeptierten. Das führe aber zu einer Preisspirale, weil dann im Gegenzug die Tarife erhöht werden müssten, um noch auskömmliches Arbeiten zu erlauben. Zu guter Letzt gehe auch die Verlässlichkeit der Taxi-Fixpreise verloren.

Der abschließende Aufruf Hauensteins und des GVN an die Behörden: „Diesen ungerechten Unfug brauchen wir nicht.“

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