Taxi-Fachvereinigung kritisiert Impf-Rangfolge in Niedersachsen

Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) und seine Fachvereinigung Taxi und Mietwagen kritisieren, dass sich Mitarbeitende im Transportwesen erst spät im Mai für eine Corona-Schutzimpfung anmelden können.

Die niedersächsische Sozialministerin Daniela Behrens bekommt massive Kritik von Seiten des GVN für ihren Impf-Fahrplan. (Foto: Ministerium)
Die niedersächsische Sozialministerin Daniela Behrens bekommt massive Kritik von Seiten des GVN für ihren Impf-Fahrplan. (Foto: Ministerium)
Dietmar Fund

Seit Dezember 2020 hat sich die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen e.V. des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN) dafür eingesetzt, dass Mitarbeitende von Taxi- und Mietwagenbetrieben wegen ihrer häufigen Kontakte zu Höchstrisikopatienten priorisiert geimpft werden sollten. Bislang vergeblich. Deutlich kritisiert die Fachvereinigung deshalb den „Fahrplan zur Terminvergabe an Angehörige der Prioritätsgruppe 3“, den das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung am 6. Mai 2021 vorgelegt hat.

Der Fahrplan sieht vor, dass nach zwei Startterminen am 10. und am 17. Mai erst ab dem 31. Mai Mitarbeitende im Transport- und Verkehrswesen einen Impftermin beantragen können. Dies wäre der letzte Schritt vor einer völligen Aufhebung der Priorisierung.

Michael Müller, Vorsitzender der Fachvereinigung, findet die Einreihung der Taxi- und Mietwagenbetriebe weit hinter der Feuerwehr und hinter Verwaltungsangestellten angesichts des hohen Infektionsrisikos für das Fahrpersonal und die Fahrgäste „völlig unverständlich“. Diese Ankündigung sei für mindestens 1.400 Taxi- und Mietwagenbetriebe und deren rund 15.000 Angestellte in Niedersachsen „ein erneuter Schlag ins Gesicht“. Die systemrelevanten Personenbeförderungsunternehmen der Taxi- und Mietwagen-Branche würden wieder vergessen.

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