Elektrotaxis: TÜV SÜD rät zu speziellen Reifen

Auch Taxi- und Mietwagenbetriebe, die auf Elektrotaxis umstellen, sollten beim Reifenersatz auf speziell für Elektroautos konzipierte Reifen achten. Das kann man aus allgemeinen Ratschlägen des TÜV SÜD ableiten.

Mit rollwiderstandsoptimierten Reifen, die das höhere Gewicht des Elektroantriebs und der Batterien tragen, können Elektrotaxis bis zu acht Prozent mehr Reichweite erzielen. (Foto: Dietmar Fund)
Mit rollwiderstandsoptimierten Reifen, die das höhere Gewicht des Elektroantriebs und der Batterien tragen, können Elektrotaxis bis zu acht Prozent mehr Reichweite erzielen. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Die Reifen für die Erstausrüstung von Elektroautos sind meist für den Elektroantrieb und daher auf eine möglichst hohe Reichweite und auf ein niedriges Abrollgeräusch ausgelegt. Sobald sie ihr zulässiges Mindestprofil erreicht haben, sollte man sie deshalb nach Möglichkeit durch ebenfalls auf Elektroautos ausgelegte Reifen ersetzen. Diesen besonders für Vielfahrer wie Taxi- und Mietwagenbetriebe interessanten Rat gibt der TÜV SÜD. Er weist darauf hin, dass nach Angaben von Reifenherstellern der niedrigere Rollwiderstand solcher Reifen bis zu acht Prozent mehr Reichweite bringen kann.

Die Reifenexperten des TÜV SÜD weisen darauf hin, dass man die Reifen für Elektroautos äußerlich kaum von Reifen gleicher Dimension unterscheiden kann, die für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ausgelegt sind. Eher selten sei eine Erweiterung des Namens durch ein „E“ für Elektrofahrzeuge. Oft verstecke sich die Optimierung für eine lange Reichweite in Markierungen, die bisher schon für Reifen üblich seien, die speziell nach Herstelleranforderungen produziert worden seien. Daher hält der TÜV SÜD eine gute Beratung durch den Reifenhandel oder die Fachwerkstatt für wichtig.

Seinen Erkenntnissen zufolge gibt es Reifen, die auf Elektroantriebe hin optimiert sind, bislang fast nur als Sommer- oder Ganzjahresreifen, während sie bei den Winterreifen noch selten und meist erst in der Entwicklung seien. Ganzjahresreifen hätten sich aber in den letzten Jahren weiterentwickelt und stellten daher je nach Region und Einsatzprofil unter Umständen eine gute Alternative dar.

Die Reifensachverständigen geben zu bedenken, dass der Abrieb der Reifen und damit ihre Nutzungsdauer nicht nur unter dem guten Beschleunigungsvermögen der Elektroautos leiden können, wenn man das häufig ausnutzt. Auch starkes Rekuperieren, wenn der Fahrer vom Gas gehe, sorge für mehr Verschleiß.

Solange übrigens die Dimension für das Elektrofahrzeug zugelassen ist und auch die Tragfähigkeit sowie die Geschwindigkeitsklasse passen, kann es mit jedem Fabrikat und jedem Reifentyp bestückt werden.

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