taxi heute-Test Audi A6 Avant e-tron - Nobles Taxi und Chauffeurs-Kombi
Der A6 fährt absatzseitig gerade wieder an die Spitze des Businesssegments und ist als Verbrenner oder elektrisch verfügbar. Und wird in Deutschland fast ausschließlich als Avant geordert. Startet elektrisch in der Basis ab 64.450 Euro und Audi gönnte unserem Testwagen „nur“ das mit 8.250 Euro sündteure Tec Pro Paket, dazu MMI experience pro für 3.575 Euro plus ein bisschen Ablage- und Gepäckpaket plus schönere Räder und induktiver Ladeschale und bumm – explodiert der Preis gleich auf 79.195 Euro brutto. Nun ja…
Mit dem Magnetgrau als Basisfarbe können wir gut leben, aber die Stoffe und Innenraummaterialien orientieren sich an…Dacia! Tatsächlich wirkt das graue Interieur mit seinem harten Recyclingstoff und der billigen Kunstlederverkleidung über der Hartplastik-Mittelkonsole so gar nicht wertig und zerklüftet. Dass man sich an die 1970er erinnert fühlt, als Audi zuerst auf Gewicht und Kosten schaute, bevor man unter Piech zur Premiumoffensive überging.
Die Verbräuche bleiben immer im Rahmen
Was umso enttäuschender ist, als IN-D 4629 E sonst wunderbar performte! Selbst wildeste Autobahnhatz mit einem 140-km/h-Schnitt (!!!) bei nicht allzu feinen Temperaturen ließen den Verbrauch unter 23 kWh/100 bleiben und im Test begnügte er sich brutto mit 19,84 kWh/100 km. Trotz nur neun Grad Außentemperatur und Winterreifen. Womit feststeht: Der A6 gehört auch in der Basis zu den Sparsamen und dürfte im Sommer bei 20 Grad auch gut unter 18 kWh/100 km brutto zu bewegen sein. Was der Bordrechner bestätigt, der netto selten über die 20er-Marke springt.
Das Fahrwerk lässt den A6 Avant e-tron leichter wirken als er ist
Dazu kommt auch hier wieder eine sehr gekonnte Abstimmung von Federung und Dämpfung und eine gelungene Lenkung. All das lässt den A6 merklich leichter wirken als den BMW i5 Touring und als die 2.328 Kilogramm, die er leer dann doch auf unsere Messwaage brachte. Aber auch das haben wir so erwartet, weshalb der A6 Avant e-tron nach wie vor zu unseren Favorites in Sachen Businesskombi zählt. Die 210 kW Dauerleistung respektive 240 kW im Launch-Control-Mode reichen für alle Lebenslagen immer aus, wir haben ihn so in 6,1 Sekunden auf 100 km/h geschossen und bis 210 km/h weitergetrieben, womit man auch auf deutschen Autobahnen immer flott genug unterwegs ist, um auch mal links draußen zu bleiben. Und man dürfte sogar einen 2.100 kg schweren Trailer anhängen, der die Reichweite natürlich dann merklich reduziert, zumal man sich mit einem 75,8-kWh-Akku „bescheiden“ muss, der eher selten 400 km am Stück reicht, aber dank 800-Volt-Technik im Idealfall binnen 21 Minuten von 10 auf 80% SOC laden soll. In der Realität brauchte das bei uns auch mal eine knappe halbe Stunde, doch grundsätzlich genügt das auch für längere Businesstrips.
Das Gepäckraumpaket lohnt sich
Das Business erleichtert er den Fahrenden, indem er vorn einen 27-Liter-Frunk fürs Kabel bietet und zwei Ladeklappen fahrer- und beifahrerseitig, wobei Letztere nur AC kann. Warum die langsam elektrisch öffnen, statt federgestützt einfach aufschnappen (was sie auch als Ersatzteil wieder teurer macht) bleibt das Geheimnis von Audi. Der Kofferraum startet mit 502 Liter und ist schön tief. Hier würden wir auf jeden Fall zum Ablage- und Gepäckraumpaket für 260 Euro raten, das diesen mit Netzen und extra Ablagen etwas „aufschlaut“.
Dazu kommt eine smarte Fahrassistenz samt verständigem Infotainment und einmal mehr fällt auf, dass Audi mit dem A6 hier zu den Konzerntugenden zurückfand, die weniger darin bestehen, möglichst auffällig zu sein oder irgendwelche Superlative zu bieten, sondern einfach darin, sich im Business möglichst wenige Patzer zu erlauben! Was dem A6 Avant e-tron unseres Dafürhaltens auch in der Basis schon sehr gut gelingt.
Und tatsächlich würden wir das teure Tech-Pro-Paket einfach ein bisschen umschichten, um das Ambiente haptisch an die Qualitäten anzupassen, die der Basis-Businessliner bietet. Dann könnte man vielleicht gar unter 70.000 Euro brutto einsteigen. Oder, da Tech- und MMI pro wirklich lecker sind – man legt das bisschen Detailkonfiguration für andere Leisten und Bezüge auch noch drauf und überschreitet halt dann die 80.000 Euro-Marke. An der Spitze des Businesssegments fährt man so oder so mit.
Audi Avant A6 e-tron in Daten und Zahlen:
L x B X H: 4.928 x 1.923 x 1.527 mm
Radstand: 2.946 mm
Kofferraumvolumen: 502 – 1.422 l + 27-l-Frunk
Synchronmotor hinten mit Permanentmagnet
Fahrwerk: Fünflenker Vorder- und Hinterachse
Max. Leistung kW (PS): 210 (240 in Launch Control)/ 286 (326 in Launch Control)
Max. Drehmoment: 435 Nm
Messwerte:
0-60/80/100 km/h: 3,3/4,8/6,1 sek.
50 - 80/80 - 120 km/h: 2,4/4,4 sek.
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Reichweite nach WLTP: 428 (63-kWh) – 582 (84 kWh RWD) km
Ladezeiten 75,8-kWh-Akku (83 kWh brutto):
2,3 kW AC: ca. 33 h
11 kW AC: ca. 8 h
225 kW DC 10 - 80%: ca. 21 min.
Leergewicht: ab 2.328 kg
Wendekreisdurchmesser: 12,3 m
Anhängelast ungebr./gebr. 750/2.100 kg
Stützlast: 100 kg
Grundpreise (Stand Okt. 2025): ab 66.140 brutto (55.579,83 Euro netto)
Verbrauch:
Stadt: 19,76 kWh/100 km (10,4 g CO2)
Land: 17,55 kWh/100 km (9,2 g CO2)
BAB: 20,94 kWh/100 km (11,0 g CO2)
Gesamt: 19,84 kWh/100 km (10,5 g CO2)
Kosten/km: 0,65 Euro
Taxi-Fahrzeuge (Pkw) , Taxi-Newsletter, Taxameter, Taxi-Fahrer , BZP – Deutscher Taxi- und Mietwagenverband , Straßenverkehrsordnung (StVO) , Krankenbeförderung , Weiterbildung , Taxi-Konzessionen , Verkehrspolitik , Mietwagenbranche , Taxi-Apps , Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz BKrFQG) , Taxizentralen , Personal, Gehälter, Arbeitsschutz , Wirtschaftsnachrichten , Werbung , Taxi-Folierung , Taxi-Umrüster , Straßenverkehr , Elektromobilität, Taxifuhrpark und -flottenmanagement , Taxi-Versicherungen , Hybrid, Diesel, Erdgas , Taxi-Magazin