Stiftung Klimaneutralität: EU-Bonus bei E-Auto-Prämie einführen - ein Viertel aus China

Rund ein Viertel der geförderten E-Autos stammt aus China. Die Stiftung Klimaneutralität schlägt deshalb vor, die Kaufprämie industriepolitisch nachzuschärfen – mit einem Wertschöpfungsbonus auf heimisch produzierte Modelle. Mercedes, Ford und Nissan im Produktionsranking der geförderten Modelle vorn. 

Stern vorn: Mercedes-Benz kann auf eine komplette Produktion der geförderten Modelle in der EU verweisen, wie hier die CLA-Fertigung in Rastatt. | Foto: Mercedes-Benz
Stern vorn: Mercedes-Benz kann auf eine komplette Produktion der geförderten Modelle in der EU verweisen, wie hier die CLA-Fertigung in Rastatt. | Foto: Mercedes-Benz
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Rund ein Viertel der geförderten E-Autos stammt aus China. Die Stiftung Klimaneutralität hat daher vorgeschlagen, die Kaufprämie industriepolitisch nachzuschärfen – mit einem Wertschöpfungsbonus.

Jedes vierte Elektrofahrzeug, das Autofahrer mit der neuen Kaufprämie gekauft oder geleast haben, wurde in China gefertigt, konstatiert ein neues Gutachten, für das die Stiftung die Förderdaten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausgewertet hat.

Ingesamt stammt mehr als ein Drittel der geförderten Autos aus Nicht-EU-Ländern. Damit erreicht die Bundesregierung das industriepolitische Ziel, den Hochlauf der Produktion von E-Autos in Deutschland und Europa zu sichern, nur zum Teil, urteilen die Studienmacher.

Am Ende könnte den Berechnungen zufolge mehr als eine Milliarde Euro Förderung auf Autos entfallen, die nicht in der EU montiert wurden.

Der hohe Drittländer-Anteil folgt teilweise aus der Logik der Förderung: Die Einkommensgrenze schließt Haushalte mit hohen Einkommen aus, und der feste Förderbetrag wirkt bei günstigen Autos – etwa aus China – besonders stark.

Die Experten empfehlen deshalb einen EU-Bonus, der sich an der Bundesförderung für effiziente Gebäude orientiert, dem Förderprogramm des Bundes für Heizungen und Sanierung. Konkret schlagen wir vor, die Kaufprämie um 15 Prozent zu senken und gleichzeitig für Autos, die in der EU gefertigt wurden, einen Bonus in selber Höhe einzuführen.

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