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Hochschule testet Taxi-Ladespur

Die Hochschule Hannover prüft zusammen mit der Taxizentrale Hallo Taxi 3811, wie sich das induktive Laden von Elektrotaxis an Halteplätzen darstellen ließe.

Bei der Vorstellung des Projekts war für Hallo Taxi 3811 der Taxiunternehmer Michael Frenzel (3.v.r.) dabei. (Foto: Fabian Wilking/Hochschule Hannover)
Bei der Vorstellung des Projekts war für Hallo Taxi 3811 der Taxiunternehmer Michael Frenzel (3.v.r.) dabei. (Foto: Fabian Wilking/Hochschule Hannover)
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Dietmar Fund

Mit einem Projekt namens „LaneCharge“ möchte die Hochschule Hannover (HsH) testen, ob Elektrotaxis auch mit kleineren und billigeren Akkus auskommen könnten, wenn man sie an Halteplätzen zwischendurch immer wieder kontaktlos induktiv laden kann. An dem auf vier Jahre angelegten Forschungsprojekt beteiligt sich neben der bekannten Entwicklungsfirma EDAG unter anderem auch die Hannoveraner Taxizentrale Hallo Taxi 3811.

In der letzten Phase des Projektes soll auf der Nordseite des Hauptbahnhofes Hannover in der Rundestraße eine erste Ladespur für induktives Laden angelegt werden. Dort sollen zwölf Ladespulen in eine rund 60 Meter lange Spur integriert werden.

Wie das induktive Laden funktioniert, wenn die Taxis dort halten und vorrücken, möchte das HsH-Team zuerst auf einem Testfeld prüfen. Dabei soll auch ermittelt werden, in welcher Position des Fahrzeugs zu den Ladespulen das induktive Laden am besten funktioniert. Dabei soll ein „Positionierungsassistent“ für das Elektrofahrzeug entwickelt werden.

Der Taxiunternehmer Michael Frenzel ist als Vertreter von Hallo Taxi 3811 ins Projekt eingebunden. Wie er gegenüber taxi heute berichtete, möchte die Zentrale zum Jahreswechsel zwei Elektrotaxis in Dienst stellen und am Neubau ihrer Zentrale zwei Schnellladesäulen installieren. Der Nissan Leaf und der Nissan e-NV200 sollen als Ersatztaxis zugelassen werden, die den angeschlossenen Taxiunternehmern zur Erprobung der Elektromobilität kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Leaf solle im Rahmen des Projektes ein Modul für das induktive Laden bekommen.

Auf Drängen der Taxizentrale wurde für das Projekt bewusst ein Halteplatz am Hauptbahnhof ausgewählt, der nachts auch von Discothekenbesuchern stark genutzt wird. Die E-Taxis und ein drittes im Rahmen des Projektes noch zu beschaffendes Fahrzeug sollen den Halteplatz täglich bedienen dürfen, während die Taxiunternehmer den Platz sonst nur alle vier Tage im Wechsel ansteuern dürften.

Insgesamt geht es der HsH um nichts weniger als die „Elektrifizierung der Taxiwirtschaft“. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität.

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