Bundesverband muss Frederik Wilhelmsmeyer verabschieden

Auf seiner Herbstversammlung verabschiedet sich der langjährige stellvertretende Geschäftsführer des BZP und des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen e.V. von seiner Taxi-Familie.

Frederik Wilhelmsmeyer (vorne ganz rechts) stand anders als hier im November 2016 in Köln selten im Rampenlicht. (Foto: Dietmar Fund)
Frederik Wilhelmsmeyer (vorne ganz rechts) stand anders als hier im November 2016 in Köln selten im Rampenlicht. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Nach 24 Jahren Tätigkeit im ehemaligen Taxi-Bundesverband BZP und seinem Nachfolger Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) möchte Frederik Wilhelmsmeyer einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Er war 20 Jahre lang stellvertretender Geschäftsführer und hat in den letzten zwei Jahren eine äußerst kräftezehrende Epoche erlebt, die durch den harten Existenzkampf vieler Taxi- und Mietwagenbetriebe und ein zähes Ringen um die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) geprägt war. Das sei nicht spurlos an ihm vorübergegangen und habe ihn sehr nachdenklich gemacht. Deshalb wolle er nun erst einmal eine längere Auszeit nehmen, um sich neu zu orientieren, sagte er zu taxi heute. Er wolle dem jungen Team der Geschäftsstelle aber für eine Übergangszeit noch beratend zur Verfügung stehen.

Wilhelmsmeyer und seine Familie waren mit dem Umzug des BVTM von Frankfurt am Main nach Berlin im Jahr 2018 nach Potsdam gezogen. Da seine Frau dort arbeite, werde der Lebensmittelpunkt der Familie erst einmal weiterhin dort bleiben, sagte Wilhelmsmeyer. Mittelfristig könne es aber sein, dass er sich zurück in seine Heimatstadt Münster verlagere.

„Er hat das Gewerbe durch Höhen und Tiefen begleitet und ist sehr schnell zu einem wichtigen Ansprechpartner für unsere Mitglieder und Partner geworden“, schreibt Michael Oppermann, Geschäftsführer des BVTM. „Frederik stand für Kontinuität und Erfahrung in einem Gewerbe und in einem Verband im Wandel. Für seinen Einsatz und seine Treue sind wir ihm außerordentlich dankbar.“ Er sei immer ein „unglaublich loyaler Kämpfer für die Interessen des Taxi- und Mietwagengewerbes“ gewesen.

Oppermann spricht im Weiteren nicht nur von Veränderungen in der Lebensplanung seines scheidenden Stellvertreters, sondern auch von „wirtschaftlichen Herausforderungen“ im Verband. Möglicherweise machen sich die aufgrund des Austritts dreier wirtschaftlich nicht unbedeutender Landesverbände gesunkenen Mitgliedsbeiträge ebenso bemerkbar wie das nachlassende Interesse der Taxi-Industrie am mobilen Gewerbe. Wilhelmsmeyer solle auf der Herbstversammlung des BVTM am 4. November 2021 gebührend verabschiedet werden, erklärt der Geschäftsführer.

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