Taxi-Bundesverband regt Hilfe bei Corona-Impfungen an

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hat Bundesgesundheitsminister Spahn vorgeschlagen, Impfstoffe und besonders Gefährdete zu den Impfzentren zu bringen und auch dem Fahrpersonal frühzeitig Impfungen anzubieten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (r.) solle ältere, anfällige Bürgerinnen und Bürger mit dem Taxi zu Impfzentren befördern lassen. Das schlägt der Bundverband Taxi und Mietwagen vor. (Foto: BMG)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (r.) solle ältere, anfällige Bürgerinnen und Bürger mit dem Taxi zu Impfzentren befördern lassen. Das schlägt der Bundverband Taxi und Mietwagen vor. (Foto: BMG)
Dietmar Fund

Das Taxi- und Mietwagengewerbe kann mit seinen 100.000 Fahrzeugen auch sehr kurzfristig bei der Verteilung der Corona-Impfstoffe unterstützen, zum Beispiel bei einer Feinverteilung von Kühlbehältern vor Ort. Außerdem ist es ein idealer Partner für die Beförderung der besonders gefährdeten Personen, die als erste geimpft werden sollen, aber oft kein eigenes Fahrzeug haben und öffentliche Verkehrsmittel nur eingeschränkt nutzen können. Darauf hat Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen e.V., am 8. Dezember 2020 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aufmerksam gemacht.

Oppermann schlägt in seinem Schreiben an den Minister vor, Fahrten zu Impfzentren und von ihnen weg unbürokratisch zu handhaben und dies über die Krankenkassen, die kassenärztlichen Vereinigungen und die Medien klarzustellen. Solche Fahrten sollten entweder eine Leistung der Krankenkassen darstellen oder aus dem Budget der Impfkosten gedeckt werden.

Außerdem spricht sich der Verbands-Geschäftsführer dafür aus, dem Fahrpersonal des Taxi- und Mietwagengewerbes frühzeitig die Gelegenheit zur Impfung gegen das Corona-Virus zu geben. Es solle daher in der Empfehlungsliste der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts berücksichtigt werden.

Laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten vom 7. Dezember 2020 hat die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart das Sozialministerium Baden-Württemberg und örtliche Behörden angeschrieben und ihnen ebenfalls den Transport der Corona-Impfstoffe angeboten. Mit Blut- und Organtransporten habe die Zentrale schon langjährige Erfahrungen und die Nachverfolgung sei via GPS gewährleistet, argumentierten die Taxiunternehmer demnach.

Laut dem Bericht hat das Sozialministerium für die frühe Phase der Impfungen bereits abgewunken, weil der erste zur Verfügung stehende Impfstoff sehr sensibel sei und mit minus 70 Grad Celsius transportiert werden müsse. Außerdem seien für solche Transporte derzeit verschärfte Sicherheitsvorkehrungen nötig. Die Taxizentrale möchte dennoch nicht lockerlassen, um bei einer späteren Verteilung auch an Arztpraxen als Dienstleister nicht vergessen zu werden.

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