Zukunft des Taxis: Bundesverband diskutiert auf UITP-Gipfel in Hamburg

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen bringt sich auf internationaler Bühne ein. In Hamburg stand die Frage im Raum, wie sich autonome Fahrzeuge und klassische Taxis künftig ergänzen – oder verdrängen – werden.

Robert Henrich (Hochbahn), Martin Huber (Stadt Hamburg), Rainer Becker (Moia), Michael Oppermann (Bundesverband Taxi und Mietwagen), Thomas Zimmermann (FreeNow). Moderator*innen: Noemí Moya Villa, Director of Public Affairs & Communication, Freeno, Dirk Ritter (Stadt Hamburg). | Foto: Bundesverband Taxi und Mietwagen
Robert Henrich (Hochbahn), Martin Huber (Stadt Hamburg), Rainer Becker (Moia), Michael Oppermann (Bundesverband Taxi und Mietwagen), Thomas Zimmermann (FreeNow). Moderator*innen: Noemí Moya Villa, Director of Public Affairs & Communication, Freeno, Dirk Ritter (Stadt Hamburg). | Foto: Bundesverband Taxi und Mietwagen

Auf dem UITP Global Public Transport Summit, der weltweit größten Messe für den öffentlichen Personennahverkehr, stand in diesem Jahr auch das Taxigewerbe im Fokus. Die Veranstaltung fand am Vortag in Hamburg statt und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Verkehrspolitik, Verwaltung und Mobilitätswirtschaft zusammen.

Bundesverband diskutiert Zukunft des Taxis

Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen, war Teilnehmer einer Paneldiskussion mit dem Titel „Rethinking taxis in the public transport landscape: New On-Demand-Services & Robotaxis“. Dabei ging es um die Rolle des Taxis im künftigen Mobilitätsmix und dessen mögliche Einbindung in öffentliche Verkehrsangebote.

Fokus auf Zusammenarbeit und Infrastruktur

In der Diskussion wurde die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Gewerbe betont. Als Beispiel wurde Hamburg genannt, das sich in besonderer Weise um die notwendige Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Taxis bemühe – ein zentraler Aspekt für die Antriebswende im Gewerbe.

Autonomes Fahren als umstrittenes Thema

Ein zentrales Thema des Panels war das autonome Fahren. Die Diskussionsteilnehmenden waren sich einig, dass Robotaxis künftig Teil des öffentlichen Verkehrssystems sein werden. Über deren genaue Rolle bestand jedoch Uneinigkeit. Während einige Stimmen eine Verdrängung klassischer Taxis prognostizierten, wurde von anderen betont, dass weiterhin Bedarf für Fahrten mit menschlichen Fahrern bestehen werde. Besonders in Bereichen wie Krankenfahrten oder der Unterstützung mobilitätseingeschränkter Personen sehen Vertreter des Gewerbes weiterhin klare Vorteile des Fahrers gegenüber autonomen Systemen.

„Es wird immer Menschen geben, die nicht von einem Roboter gefahren werden wollen, sondern von einem Menschen, und das ist das, was das Taxi ist, Mobilität von Mensch zu Mensch“, sagte Oppermann Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen.

Wachsende Bedeutung des Taxigewerbes

Die prominente Platzierung des Themas Taxi auf dem UITP-Gipfel wird von Branchenbeobachtern als Hinweis auf die zunehmende Einbindung des Gewerbes in die Diskussionen rund um den öffentlichen Verkehr gewertet. Das Taxigewerbe, lange Zeit eher randständig betrachtet, rückt damit verstärkt in das Interesse von Politik, Verwaltung und Verkehrsunternehmen.

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