Chefanalyst betrachtet Google-Auto als Flop

Das selbstfahrende Wägelchen werde genauso scheitern wie die Datenbrille, schätzt Raimund Hahn.
Raimund Hahn geht mit Googles fahrendem Ei kritisch ins Gericht. (Foto: Rhino Inter Group)
Raimund Hahn geht mit Googles fahrendem Ei kritisch ins Gericht. (Foto: Rhino Inter Group)
Dietmar Fund

Während speziell technikgläubige Wirtschaftsmagazine das autonom fahrende Google-Auto bewundern, glaubt der Chefanalyst Raimund Hahn, dass es kein Erfolg wird. Der geschäftsführende Gesellschafter der Industriegroßhandelsgruppe Rhino Inter Group äußerte diese Einschätzung als Chefanalyst der globalen „Denkfabrik“ Diplomatic Council.

Für Hahn ist das technisch anspruchsvolle Projekt wie die Google Glass genannte Datenbrille ohne Gefühl für die Wünsche der Konsumenten angegangen worden. Google unterschätze wie viele Technologiefirmen die Bedeutung des Designs für Verbraucherprodukte. Während bei Internetprodukten das Design und die Haptik keine Rolle spielten, seien bei einem Auto die Form, die Haptik und der Sound Schlüsselkriterien für den Erfolg im Markt. Auch die „beinahe krankhafte“ Datensammelwut von Google werde die Verbraucher eher abschrecken, vermutet Hahn.

Die meisten Menschen wollten kein „potthässliches Auto“, das automatisch über die Straßen zuckle und dabei ihre persönlichen Daten sowie alle Daten, die der Wagen unterwegs sammelt, an einen einzelnen IT-Konzern in den USA übermittle, schreibt Hahn weiter.

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