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Taxi-Apps: die Gegenrevolution der Taxizentralen

Nach der ersten Empörung über die neue Liaison zwischen myTaxi und Daimler gehen Taxizentralen nun zum konstruktiven Gegenangriff über. Im Mittelpunkt stehen dabei die zentraleneigenen App-Lösungen.
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Redaktion (allg.)

Den Anfang machte die in Hamburg vermittelnde Zentrale Hansa Funk. Deren Vorstandsmitglied Thomas Lohse bezeichnete myTaxi als einen Wettbewerber wie jeden anderen auch, vor dem man sich in Hamburg nicht zu verstecken brauche – weder bei den Vermittlungskosten eines Auftrags noch bei der Verbreitung.

„Bei uns zahlt der Unternehmer einen monatlichen Beitrag von 465 Euro. Dafür vermitteln wir ihm über unsere Zentrale durchschnittlich rund 700 Touren pro Monat. Das heißt: Für eine Tour sind das rund 66 Cent, bei myTaxi zahlt der Fahrer pro Tour 79 Cent. Damit sind wir rund 17 Prozent günstiger als myTaxi.“ In den 66 Cent seien zudem weitere Leistungen für den Fahrer enthalten, etwa das Beschwerdemanagement und die Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs.

Auch zur Verbreitung nannte Lohse Vergleichszahlen. „Unsere Taxi 211211-App gibt es seit Oktober 2010. Täglich gehen darüber rund 550 Bestellungen – hier in Hamburg - ein. Und, das ist der wesentliche Punkt, mit unserer 211211-App kann bundesweit ein Taxi bestellt werden. Egal, ob in Hamburg, Berlin oder Düsseldorf. Insgesamt sind derzeit in Deutschland 21.000 Fahrzeuge mit 60.000 Fahrern erreichbar. Europaweit kommen wir mit unserer 211211-App auf rund 42.000 Taxis mit insgesamt 120.000 Fahrern. Bei myTaxi sind es gerade einmal 7.000 Fahrer.“

Trotz dieser Vorteile stehe man jetzt vor einer Herausforderung, räumte Lohse ein. „Wir müssen die Apps der verschiedenen Zentralen zusammenführen. Denn die aus Düsseldorf funktioniert auch in Hamburg, die aus Berlin auch in München. Wir müssen also für einen einheitlichen Auftritt sorgen, damit unser Angebot vom Kunden auch richtig verstanden wird.“.

Die ersten Schritte dazu seien bereits mit der Namensgebung „taxi.eu“ in die Wege geleitet: „Ende März treffen sich voraussichtlich alle europaweit mit unserer Technik arbeitenden Zentralen in Berlin. Ende des Jahres soll sich die neue App taxi.eu dann etabliert haben.“, so Lohse.

Präsentiert wurden diese Vergleichszahlen und Zukunftsprognosen übrigens im Anschluss einer Bilanzpressekonferenz, bei der Hansa-Funk erstmals die Geschäftszahlen gegenüber zahlreich erschienenen Medienvertretern offenlegte.

Demnach haben 800 Hansa-Funker im vergangenen Jahr 5,6 Millionen Touren abgewickelt und damit einen Umsatz von knapp 73 Millionen Euro erwirtschaftet, sagte der Vorstandsvorsitzende Dirk Schütte. Mit einem Marktanteil von 31 Prozent sei man damit in Sachen Auftragsaufkommen die erfolgreichste Taxizentrale im Großraum Hamburg.

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