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Württembergischer Verband erreichte bei Kassen gute Konditionen

Der Vorsitzende des Verbandes des Württembergischen Verkehrsgewerbes freut sich über gute Abschlüsse für Krankenfahrten und ärgert sich über Politiker, die sich von App-Vermittlern vor deren Karren spannen lassen.
Michael Ehret ging mit den Politikern hart ins Gericht. (Foto: VV Württemberg)
Michael Ehret ging mit den Politikern hart ins Gericht. (Foto: VV Württemberg)
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Mit zwei neuen Rahmenverträgen mit den baden-württembergischen Krankenkassenverbänden hat der Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbes das wichtige Geschäftsfeld der Krankenfahrten in eine gute Zukunft geführt. Der erste Vertrag mit den Ersatzkassen berücksichtigt seit dem 1. Januar 2016 auch die Auswirkungen des Mindestlohngesetzes und bringt eine Besserstellung um rund 15 Prozent. Der zweite Abschluss mit der AOK und der Landwirtschaftlichen Krankenkasse bringt seit Mai 2016 einen von zehn auf sieben Prozent verringerten prozentualen Abschlag auf den Taxitarif. Das berichtete der Verbandsvorsitzende und Taxiunternehmer Michael Ehret am 11. Juni 2016 bei der Jahreshauptversammlung seines Verbandes.

Ehret kündigte allerdings auch an, dass die AOK gerne wie in anderen Bundesländern von der gefahrenen Strecke auf Besetztkilometer umstellen wolle. Dem könne man sich nicht verschließen, man müsse sich solch eine Umstellung aber genau ansehen.

Ehret kritisierte in seiner Rede das „Bürokratiemonster“ Mindestlohn, das den Unternehmern wegen der unverzichtbaren Aushilfen und Teilzeitkräfte einen Haufen unnötigen „Geschäfts“ beschere. So nennen die Schwaben auch die Arbeit und nicht nur gelungene Deals.

Umso unverständlicher findet der Verbandsvorsitzende die Unterstützung, die selbst CDU-Politiker den App-Vermittlern gewährten. Deren Konzept sei „nichts als fauler Zauber“, der Arbeitsplätze in Deutschland vernichte und zur Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben einlade. Ehret fragte rhetorisch, ob es diesen Politikern egal sei, dass das Geld an milliardenschwere Investoren ins Ausland gehe, statt hier Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu schaffen.
 

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