Lyft übernimmt Freenow: Neue Impulse für das deutsche Taxigewerbe?

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Guten Tag,

Wenn amerikanische Großkonzerne in den deutschen Taximarkt einsteigen, ist das selten ein Anlass zur Heiterkeit. Dieses Mal aber scheint es anders: Lyft übernimmt Freenow – und das deutsche Taxigewerbe bleibt gelassen. Der Deutschlandchef von Freenow, Alexander Mönch, gibt sich betont zugewandt: Lyft sei ein Freund des Taxigewerbes, kein trojanisches Pferd. In der Theorie klingt das nach einer Win-win-Situation. Immer mehr Taxi-Zentralen und -Genossenschaften kooperieren mit dem Mobilitätsanbieter, nach dem Motto: Freenow bringt die App, die Reichweite und das Bewertungssystem – und die Zentralen liefern die Fahrzeuge, die Fahrer und das regionale Know-how.

Doch selbst die beste App hilft wenig, wenn kein Fahrer mehr ans Steuer will. Der Mangel an Personal zieht sich wie eine bleiche Ader durch alle Gespräche. Die angekündigte Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro sorgt für gemischte Gefühle: mehr Attraktivität für den Beruf – und mehr Belastung für die Betriebe.

Gleichzeitig weht auch von anderer Seite politischer Rückenwind – zumindest ein laues Lüftchen. Der Bundestag schickt sich an, einen neuen Kanzler zu wählen. Im Koalitionsvertrag sucht man das Wort „Taxi“ zwar vergebens – aber auch „Uber“ hat es nicht hineingeschafft. Ein unentschiedenes Nullnull also. In der aktuellen Debatte um Mindestpreise, die sich von Hamburg bis München erstreckt, gibt es Erfolge und Rückschläge.

Was bleibt? Ein Markt im Wandel, eine Branche, die sich neu sortiert – und Unternehmerinnen und Unternehmer, die Tag für Tag versuchen, zwischen analoger Tradition und digitaler Zukunft den Motor am Laufen zu halten.

Thomas Kanzler
Chefedakteur taxi heute

Thomas Kanzler
Chefredakteur (V.i.S.d.P.)

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