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Werbegeschenke: Streuartikel sind am unkritischsten

Komprimierte Hinweise auf die steuerliche Behandlung von Werbegeschenken und einige kreative Gegenstände selbst brachte die Werbemittelmesse Idee 2019 in Fürth.

Gabriele Harrer-Nägelein (l.) und Dr. Christina Fürst gaben wichtige Hinweise zur steuerlichen Behandlung von Werbemitteln. (Foto: Dietmar Fund)
Gabriele Harrer-Nägelein (l.) und Dr. Christina Fürst gaben wichtige Hinweise zur steuerlichen Behandlung von Werbemitteln. (Foto: Dietmar Fund)
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Dietmar Fund

Taxi- und Mietwagenunternehmer, die gute Kunden mit kleinen Aufmerksamkeiten erfreuen wollen, müssen für das Finanzamt in jedem Fall einige Aufzeichnungspflichten erfüllen und ein paar „Grenzwerte“ beachten. Bei Privatpersonen tun sie sich leichter, bei beschenkten Firmenkunden schwerer. Am einfachsten können sie Werbemittel, die der Fiskus als Werbegeschenke bezeichnet, noch als Streuwerbeartikel im Einzelwert von maximal zehn Euro netto unter die Leute bringen. Das waren die Kernaussagen eines interessanten, gut strukturierten Vortrags, den die Diplom-Kauffrau Dr. Christina Fürst und die Diplom-Betriebswirtin (BA) Gabriele Harrer-Nägelein am 2. Juni 2019 auf der Fürther Werbemittelmesse IDEE 2019 hielten.

Die beiden unterschieden nach Werbegeschenke im Wert von bis zu 10 Euro, zwischen 10 und 35 Euro und über 35 Euro. Diese Freigrenzen verstehen sich netto und ohne Verpackung und müssen pro Beschenktem und pro Jahr genau eingehalten werden. Ein Cent mehr, und der ganze Betrag ist weder als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar noch darf er dann von der Vorsteuer abgezogen werden.

Bei Firmenkunden ist zu beachten, dass sie Werbegeschenke als Betriebseinnahmen versteuern müssen. Das kann der Schenkende mit einer Pauschalsteuer von 30 Prozent umgehen. Wenn er das tut, kann er mit einem freundlichen Kärtchen oder Anschreiben darauf hinweisen und damit gleichzeitig seiner Hinweispflicht dem Beschenkten gegenüber nachkommen, rieten die beiden Steuer-Fachfrauen. Höhere Grenzen setzt das Finanzamt hingegen bei Geschenken für die eigenen Mitarbeiter.

Einen wichtigen Tipp gaben die Referentinnen zum Schluss auf die Nachfrage von Ralf Schneider, dem Geschäftsführer des Veranstalter Elke Wiedner Werbemittel GmbH: Die Freigrenze von 35 Euro pro Jahr für jeden Geschenkempfänger gilt ungeachtet der Streuartikel, die man ihm über das Jahr hinweg zukommen lässt. Mit denen darf man gute Kunden also im Rahmen des eigenen Werbebudgets praktisch unbegrenzt versorgen.

In welch pfiffige Erinnerungsstücke man seine Werbegelder investieren kann, zeigen viele der rund 40 Aussteller der Veranstaltung in der Stadthalle Fürth. Unter die Freigrenze von 10 Euro fallen unter anderem Coffee-to-Go-Becher aus nachhaltigem Material mit auslaufsicherem Deckel, Allzweckmesser von WMF, Sitzkissen mit dem Hinweis „reserviert“ von Reisenthel oder Vesperboxen aus nachhaltigen Kunststoffen von Koziol. Was den Ausstellern in Fürth Besonderes eingefallen ist, lesen Sie demnächst in taxi heute.

Im Jahr 2018 hat der Steuer-Fachmann Christian Anemüller den steuerlichen Umgang mit Werbemitteln bereits ausführlich beleuchtet. Einen Beitrag dazu mit dem Titel „Beim Schenken setzt der Fiskus Grenzen“ können Abonnenten von taxi heute in der Ausgaben 6-7/2018 nachlesen, zu finden über die Internetseite www.taxi-heute.de.

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