Volkswagen Nutzfahrzeuge industrialisiert autonomen ID. Buzz für MOIA

Mit dem Start der Vorserienproduktion in Hannover erreicht das Roboshuttle-Projekt eine neue Phase. Die Fahrzeuge sind Bestandteil einer integrierten Lösung für autonome Mobilitätsdienste in Städten.

Im Werk Hannover werden die autonomen Fahrzeuge zunächst wie reguläre Modelle gefertigt und anschließend mit zusätzlicher Sensorik und Rechnertechnik ausgestattet. | Foto: MOIA
Im Werk Hannover werden die autonomen Fahrzeuge zunächst wie reguläre Modelle gefertigt und anschließend mit zusätzlicher Sensorik und Rechnertechnik ausgestattet. | Foto: MOIA
Kathrin Köstner

Im Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover hat die Vorserienproduktion des autonomen „ID. Buzz AD“ begonnen. Damit starte nach Unternehmensangaben die Industrialisierungsphase des Projekts. Es handelt sich demnach um den europaweit ersten industriell produzierten Roboshuttle mit Technologie von Mobileye.

Das Fahrzeug ist Teil der sogenannten MOIA Turnkey Solution. Diese integrierte Lösung bündelt laut Mitteilung das Fahrzeug selbst, das autonome Fahrsystem, eine softwarebasierte Flottensteuerung sowie Betreiberleistungen für autonome Mobilitätsdienste in Städten.

Hochlauf auf rund 500 Fahrzeuge geplant

Im Laufe des Jahres soll die Vorserienproduktion am Standort Hannover auf rund 500 Fahrzeuge hochgefahren werden. Die Einheiten sind für verschiedene Projekte in Europa und den USA vorgesehen. Konkrete Einsatzorte nannte das Unternehmen nicht.

Zusätzliche Produktionsschleife für autonome Technik

Die selbstfahrenden Fahrzeuge durchlaufen zunächst die gleichen Fertigungsschritte wie die nicht-autonomen Modelle des ID. Buzz. Im Anschluss folgt eine zusätzliche Produktionsschleife. In diesem Schritt werden spezifische Komponenten integriert.

Dazu zählt ein kombiniertes Dachmodul, das Kameras, Radar- und LiDAR-Sensoren vereint. Zudem wird auf der Beifahrerseite ein Hochleistungsrechner installiert. Am Ende des Prozesses stehen die Kalibrierung der Sensorik und die Inbetriebnahme des jeweiligen Fahrzeugs.

Serienstart für 2027 vorgesehen

Der Start der Serienproduktion des ID. Buzz AD ist für das Jahr 2027 geplant. Mit dem aktuellen Anlauf der Vorserie bereitet der Hersteller nach eigenen Angaben die Skalierung der Fertigung für den späteren Markteinsatz vor. (Quelle: MOIA)

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