Taxi-Gewerbe prüft Münchener OB-Kandidaten

In einer Podiumsdiskussion fühlte ein Vorstand der Taxi München eG einer Kandidatin und drei Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters auf den Zahn.
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Auch die Belange der Münchener Taxiunternehmer wurden am 17. Februar 2014 beim 2. Zukunftsforum Mobilität angesprochen, zu dem im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München rund 400 Zuhörer gekommen waren. Reinhard Zielinski, einer der drei Vorstände der Taxi München eG, und Dr. Michael Haberland, Präsident des Autoclubs Mobil in Deutschland e.V., baten die Bewerber von SPD, CSU und FDP sowie die Bewerberin der Grünen zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Auch morgen mobil in München?“.

Der Zentralenvorstand nutzte als Co-Moderator die Gelegenheit, auf die 15.000 Menschen hinzuweisen, die in München direkt vom Taxi lebten. Das Taxigewerbe könne es mit seinen rund 3.400 Fahrzeugen locker mit der Transportkapazität der Busse der Stadtwerke München aufnehmen. Deshalb frage er sich, weshalb dem Gewerbe in letzter Zeit 55 Standplätze verloren gegangen seien und der Verlust weiterer 6 drohe.

FDP-Fraktionschef Dr. Michael Mattar erwiderte darauf, Taxen seien für ihn ein Teil des ÖPNV. Die FDP habe sich immer für die Benutzung von Busspuren durch Taxis ausgesprochen und wolle statt weiterer Fußgängerzonen Begegnungszonen schaffen, in denen Taxis fahren dürften. Auch die Grüne-Vertreterin Sabine Nallinger erklärte, das Taxi sei ein wichtiges Verkehrsmittel. Sie habe sich deshalb dafür eingesetzt, beim Ausfall von Straßenbahnen die Fahrgäste zuerst mit Taxis zu transportieren und erst dann Ersatzbusse zu rufen. Der Wunsch Reinhard Zielinskis, die Verantwortung für das mobile Gewerbe von den in diesem Punkt unerfahrenen Bezirksausschüssen wieder an das Kreisverwaltungsreferat zurück zu übertragen, fand er in der Bewerberrunde keine Zustimmung.

Der CSU-Fraktionschef Josef Schmid und der FDP-Fraktionschef traten für den Bau weiterer Tunnels und die Grüne Welle ein und fühlten sich dabei von der amtierenden Stadtrats-Koalition von SPD und Grünen ausgebremst. Während Sabine Nallinger mahnte, man müsse sich gut überlegen, wo man sich den Bau neuer Tunnels noch leisten könne, wie SPD-Wirtschaftsreferent Dieter Reiter darauf hin, dass der Bestand an Kraftfahrzeugen in München immer noch zunehme. Einig waren sich alle, dass ein Baustellenmanagement nötig sei, das einzelne Bauvorhaben besser miteinander koordinieren soll.

„Die Veranstaltung bot uns die Möglichkeit, nachzufragen, ob der Stadtrat noch mit dem Gewerbe rechnet oder nicht. Wir konnten uns einmal wieder eindeutig in Erinnerung bringen und zeigen, dass wir Kapazitäten haben, die stark unterschätzt werden“, sagt Reinhard Zielinski im Rückblick. „Ich fand es sehr angenehm, dass sich die OB-Kandidaten gedanklich mit Taxi-Themen auseinandergesetzt haben.“

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