TMV zum Autogipfel 2025: Stoppt das Verbrenner-Aus und sichert Arbeitsplätze in Deutschland!
„Wir unterstützen als Taxi- und Mietwagenverband die Pläne des Bundeskanzlers für einen Stopp des Verbrenner-Aus auch als ein eindeutiges Zeichen für Brüssel“, betont TMV-Präsident Thomas Kroker.
Der Verband sieht in einem einheitlichen Kurs auf europäischer Ebene einen entscheidenden Faktor für die Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland und für verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher.
„Wenn sich die Kabinettsmitglieder nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen können, greift die Richtlinienkompetenz des Kanzlers, um bei den Beratungen in Europa mit einer Stimme zu reden“, so Kroker weiter.
Besonders deutlich wendet sich der TMV gegen ein vollständiges Aus für Verbrennungsmotoren ab 2035. Aus Sicht Kroker wäre dies ein falsches Signal – ökologisch wie ökonomisch. Für ihn ist eine technologieoffene Politik bei den Antrieben entscheidend:
„Alles andere würde uns nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa klima- und industriepolitisch im globalen Vergleich massiv zurückwerfen.“
Ein zentraler Kritikpunkt des Verbandes liegt in der Förderpolitik: Die steuerliche Unterstützung müsse verlässlich sein und dürfe nicht von einem Tag auf den anderen geändert werden.
„Hier haben wir bei der Förderung der E-Mobilität in der Ampelkoalition leider ein ziemliches Chaos erleben dürfen“, meint Kroker.
Gleichzeitig sieht der Verband eine Chance darin, unterschiedliche Antriebstechnologien gleichwertig zu fördern, von E-Mobilität über Wasserstoff bis hin zu alternativen Kraftstoffen wie HVO 100 oder E-Fuels.
Besser als Autogipfel wäre: Mobilitätsgipfel
Patrick Meinhardt verweist darüber hinaus auf die Struktur der deutschen Automobilwirtschaft.
„Der Autogipfel in dieser Form ist schon recht altbacken. Besser wäre es in Richtung eines Mobilitätsgipfels zu denken, in dem auch die mittelständische Wirtschaft und die Verbände, die mit den Fragen der Automobilpolitik unmittelbar zu tun haben, beteiligt wären.“
Für Meinhardt sind nicht nur die großen Hersteller entscheidend, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen, die Zuliefererarbeit leisten und Patente entwickeln. Ein moderner Ansatz müsse diese Unternehmen stärker einbeziehen, um die Innovationskraft des Autolands Deutschland zu sichern.
Der TMV signalisiert damit, dass er nicht nur eine klare Linie in der Antriebs- und Klimapolitik erwartet, sondern auch eine Neuausrichtung der politischen Formate. Ein Gipfel, der Innovation und Mittelstand gleichberechtigt in den Fokus nimmt, wäre nach Ansicht des Verbandes zukunftsfähiger als ein traditionelles Treffen der Großen.
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