Taxiunternehmer entwickelt Veranstaltungsmobil

In Wertheim verkehrt auch 2017 wieder ein Sammeltaxi, das Senioren von Bushaltestellen aus zu bestimmten Veranstaltungen und wieder zurück bringt.
Das Veranstaltungsmobil fuhr an zwei Wochenenden auch zum Weinnachtsmarkt in Wertheim. (Foto: Stadt Wertheim)
Das Veranstaltungsmobil fuhr an zwei Wochenenden auch zum Weinnachtsmarkt in Wertheim. (Foto: Stadt Wertheim)

Nach seinem Start bei einer Handvoll Veranstaltungen im Sommer 2015 und einem guten Jahr 2016 verkehrt in der Stadt Wertheim auch 2017 wieder ein „Veranstaltungsmobil“. Es handelt sich dabei um ein Sammeltaxi, das ausgehend von Bushaltestellen in den Stadtteilen und den Ortschaften abends oder an Wochenenden zu bestimmten Veranstaltungen und wieder zurück fährt. Als Unkostenbeitrag zahlen die Fahrgäste dem Taxifahrer nur den Bustarif, während der Taxiunternehmer Florian Stemmer für die Bereithaltung und Nutzung von meist vier Achtsitzern eine Pauschale erhält, von der er die Einnahmen abzieht. Die Fahrt muss am Vortag der Veranstaltung bis 18 Uhr gebucht werden.

Florian Stemmer hat diese Idee mit dem Seniorenbeirat entwickelt und mit diesem Gremium für das erste Quartal 2017 schon Fahrten zu acht Konzerten und Theatervorführungen vereinbart. Er sieht das Konzept als Alternative zu einem Bürgerbus, den die Stadt Wertheim nicht habe anschaffen wollen. Das Taxi- und Mietwagenunternehmen mit 32 Mitarbeitern, das ohne Mietwagen 18 Fahrzeuge einsetzt, nutzt bei dem jungen Projekt seine Erfahrungen mit den Rufbus-Einsätzen, die abends die Linienbusse in der Region ersetzen.

Schon Stemmers Vater hat mit Uwe Schlör-Kempf, dem Jugendbeauftragten der Wertheimer Stadtverwaltung, im Jahr 1996 das strukturell ähnliche Konzept des Jugendtaxis Cad-mobil entwickelt, dessen Namen auf das Prinzip „Call and drive“ verweist. Jugendliche bis 18 Jahre fordern es also telefonisch an. Das Cad-mobil verkehrt ebenfalls nur zwischen Bushaltestellen, in diesem Fall zwischen Wertheim und Kreuzwertheim und nur an Freitagen oder Samstagen zwischen 20 und 1.45 Uhr.

Der Unkostenbeitrag der Mitfahrer richtet sich nach der Fahrtlänge innerhalb von drei Bezirken und deckt rund 40 Prozent der Kosten. Der Rest wird über den Haushalt der Stadt finanziert.

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