Taxiunternehmer konzipiert neue Fahrgasterkennung

Eine Kamera zur Gesichtserkennung soll Tricksereien der Taxifahrer verhindern.
Guido Janssen möchte mit einer Kamera oberhalb der Dachkonsole Fahrgäste scannen und damit Betrügereien der Taxifahrer verhindern. (Foto: Werner Kuhnle)
Guido Janssen möchte mit einer Kamera oberhalb der Dachkonsole Fahrgäste scannen und damit Betrügereien der Taxifahrer verhindern. (Foto: Werner Kuhnle)
Dietmar Fund

In seinem neuen E-Klasse-Taxi der Baureihe W 213 von Mercedes-Benz zeigte der Taxiunternehmer Guido Janssen aus Nettetal eine neue Form der Fahrgasterkennung. In seinem Taxi war oberhalb der Taxameter-Dachkonsole eine kleine Kamera des Herstellers LUIS Technology GmbH eingebaut. Sie ist auf die Fahrgastsitze gerichtet und erfasst über eine Gesichtserkennung, ob dort jemand sitzt. Sobald das der Fall ist, wird ab einer Geschwindigkeit von 9 km/h das Taxameter eingeschaltet oder aber der Taxiunternehmer informiert, wenn der Fahrer ohne Taxameter fährt. Damit möchte Janssen Schummeleien der Taxifahrer auf eine einfachere Art und Weise unterbinden als mit Sitzkontakten oder Lichtschranken.

Janssen führt für seine Lösung als Vorteil an, dass sie im Gegensatz zu Lichtschranken keine mehrstündige Installation und keine Eingriffe in die Türverkleidungen erfordere und einfach rückrüstbar sei. Anders als Sitzkontakte könne man sie beim Fahrzeugwechsel ins neue Taxi übernehmen.

Guido Janssen ist seit 30 Jahren selbständig. Er kennzeichnet seine Fahrzeuge mit einem Aufkleber, die auf die „Videoüberwachung“ hinweisen. Mit den Datenschützern habe er kein Problem, da das System keine Bilder mache, sagte Janssen zu taxi heute. Denkbar sei aber, in Notfallsituationen mit der Kamera auch zu filmen.
 

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