Taxi als Melk-Kuh des Flughafens

Rund 200 Taxifahrer demonstrierten vergangene Woche auf dem Gelände des Münchner Flughafens gegen die dortigen Gebühren.
Redaktion (allg.)

260 Euro Jahresgebühr plus 1,20 Euro pro Fahrt müssen Taxiunternehmer aus München und dem Umland bezahlen, wenn sie eine Berechtigungsplakette zur Aufstellung am Münchner Flughafen haben wollen, beklagen sich die Initiatoren der Taxler-Demo, Mehmet Genc und Hans-Werner Kummerow vom Bavaria Taxiverein. In Frankfurt beispielsweise sei das deutlich weniger. Die Münchner Fluggesellschaft (FMG) sei deshalb eine „Taximolkerei“.

In einem offenen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und mit dieser Demonstration will man deshalb Gehör bei den Verantwortlichen finden.

Zu denen zählt auch Hubert Schmidt, Geschäftsführer der IsarFunk-Taxizentrale, die das Ausschreibungsverfahren der FMG vor einigen Jahren gewonnen hat und seitdem die Organisation des Taxiverkehrs am Münchner Airport regelt.

Man halte die Zahlungen für gerechtfertigt, da man die Kosten verteilen müsse, sagte Schmidt gegenüber der Tageszeitung „Münchner Merkur“. „Für Einrichtungen wie Sanitäranlagen, oder Aufenthaltsräume sollen diejenigen belastet werden, die solche Räume auch benutzen“, wird der IsarFunk-Geschäftsführer zitiert. IsarFunk gebe für die Müllbeseitigung und Reinigung der gepachteten Flächen monatlich 5.000 Euro aus.

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