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Taxibetrieb unterstützt bei Busbegleitern

Seit 17 Jahren werden in Dormagen 13jährige Schülerinnen und Schüler zu Busbegleitern ausgebildet, die bei Streitigkeiten schlichten und Vandalismus verhindern sollen.

Bei der Ausbildung der Busbegleiter wirken der Unternehmer Uwe Harth (ganz links), die Gesamtschule und die Kreispolizeibehörde Neuss zusammen. (Foto: Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen)
Bei der Ausbildung der Busbegleiter wirken der Unternehmer Uwe Harth (ganz links), die Gesamtschule und die Kreispolizeibehörde Neuss zusammen. (Foto: Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Dormagen)
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Dietmar Fund

Im Dezember 2019 hat die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule der Stadt Dormagen wieder 16 Schülerinnen und Schüler aus der achten Klassenstufe zu Busbegleitern ausbilden lassen. Nach 20 Stunden Schulung sind sie in den Schulbussen dafür verantwortlich, Streitereien unter den Schülern zu schlichten und Vandalismus zu verhindern, damit der Busfahrer nicht von solchen Dingen abgelenkt wird.

Die Schule hat ihr Busbegleiter-Projekt schon vor 17 Jahren gestartet. Zu den Initiatoren gehörte der Taxi- und Busunternehmer Uwe Harth, der dafür seine Busfahrerin Manuela Thelen bei der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra) für 5.000 Euro zur Trainerin ausbilden ließ. Harth setzt in seinem Unternehmen Taxi Hillmann GmbH 13 Taxis und einen Mietwagen ein. Busverkehre betreibt er mit 21 eigenen Bussen.

„Ich bezahle die ganze Veranstaltung, weil ich davon überzeugt bin“, berichtet der Unternehmer. „Ein Highlight für die Busbegleiter ist immer, dass sie als Anerkennung auf einem abgesperrten Gelände unter Anleitung eines Fahrlehrers Bus fahren dürfen. Die Einladung ins Brühler Phantasialand ist ihnen weniger wichtig.“

Weil die ausgebildeten Busbegleiter oft noch bis zum Abitur blieben und damit mehrere Jahre schlichtend tätig würden, habe er seit Beginn des Projektes keine Vandalismusschäden mehr, sagt Harth. Auch gestohlene Nothämmer seien seither kein Thema mehr.

Als Modell für reine Taxi- und Mietwagenbetriebe sieht der Unternehmer den Ansatz allerdings nicht. Bei ihren kleineren Fahrzeugen würde ein Busbegleiter schnell als „Aufpasser“ abgestempelt, während sich die Schüler in großen Bussen zum Teil gar nicht kennen würden und sie sich daher nicht so exponieren müssten.

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