Retzer Land finanziert Taxi zum Pauschalpreis

Mehrere österreichische Gemeinden taten sich zusammen, um ihrer Bevölkerung mit einem Taxiunternehmer als Partner günstige Fahrten zum Einkaufen oder zum Arzt anbieten zu können.

Gemeinsam wollten Vertreter von sechs Gemeinden und des Tourismusbüros ihre Region mit Taxifahrten zum Pauschalpreis attraktiver machen. (Foto: Retzer Land/Schleich)
Gemeinsam wollten Vertreter von sechs Gemeinden und des Tourismusbüros ihre Region mit Taxifahrten zum Pauschalpreis attraktiver machen. (Foto: Retzer Land/Schleich)
Dietmar Fund

Ein Alltagstaxi zum Fixpreis und die flexible Taxiversorgung am Abend kombinieren die Bürgermeister von sechs Gemeinden und das Tourismusbüro Retzer Land bei ihrer Initiative „Retzer Land Taxi“. Die Partner boten seit Anfang März 2020 so genannte Alltagsfahrten für einen Pauschalpreis von 3,80 Euro pro Person und Fahrt an. Er galt für Fahrten innerhalb des Retzer Landes und der Gemeinde Hardegg. Die Bürgermeister dachten dabei an Fahrten zum Einkaufen und zu Ärzten, aber auch an kulturell bedingte wie etwa an Fahrten zur Musikschule.

Nach Gesprächen mit mehreren Unternehmern hatten sich die Bürgermeister einen ersten Partner ausgesucht. Von ihm mussten sie sich wieder trennen, weil ihm eine beförderungsrechtliche Voraussetzung fehlte. Auf die hatte ein Wettbewerber hingewiesen.

Anfangs konnten die Fahrten zum Pauschalpreis von Montag bis Freitag zwischen 7 und 16 Uhr gebucht werden. Zwischen 16 und 24 Uhr galt an diesen Tagen der normale Taxitarif, ebenso samstags, sonn- und feiertags zwischen 10 und 24 Uhr.

Laut Projektleiterin Silvia Köhrer sind in dem Projekt Sammelfahrten vorgesehen, wenn sie sich ergeben. Man wolle aber niemand zwingen, zu lange zu warten. In ihrer Region im Weinviertel seien ohnehin viele Menschen in Kleingruppen zu vier bis sechs Personen unterwegs, die dann alle die Pauschale bezahlen müssten. Das mache die Fahrten in dem Bediengebiet rentabler, das um Retz herum ungefähr einen Radius von zehn Kilometern habe.

Für die Fahrten werde jetzt ein neuer Anbieter gesucht, weil die Randlage an der Grenze zu Tschechien eine Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur in der Region dringend erfordere, die für ihren Wein und ihre Buschenschenken bekannt ist. Das Konzept werde neu evaluiert, denn bisher hätten einige Taxiunternehmer signalisiert, in der jetzigen Form sei es für sie nicht kostendeckend.

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