Wirecard-Insolvenz betrifft auch Taxibranche

Der Taxi- und Mietwagenunternehmer Dirk Holl hofft, dass seine Tochter Inge`s Minicar in Karlsruhe trotz der Pleite weiterhin App-Zahlungen über die Wirecard Bank abwickeln kann.

Dirk Holl hofft, dass das App-Payment von der Insolvenz von Wirecard nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. (Foto: Holl AG)
Dirk Holl hofft, dass das App-Payment von der Insolvenz von Wirecard nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. (Foto: Holl AG)
Dietmar Fund

Inge`s Minicar Karlsruhe als Tochterunternehmen der Holl AG hat bisher bei seiner Smartphone-App zur Vermittlung von Mietwagen mit dem in Insolvenz gegangenen Zahlungsdienstleister Wirecard abgewickelt. Dazu hat die Holl AG einen Vertrag mit der Wirecard Bank AG geschlossen, die über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken mit 100.000 Euro pro Einleger abgesichert sei, teilt der Unternehmer Dirk Holl mit.

Er schreibt, dass die Bank laut der Finanzaufsicht organisatorisch und finanziell vom Mutterkonzern abgekoppelt werde. Dadurch könne Inges Minicar in Karlsruhe weiterhin die Bezahlung über die Smartphone-App anbieten.

Aktuell gebe es noch keine Funktionseinschränkungen beim App-Payment, teilte Holl per Presseerklärung mit. Er hoffe, dass die von seinen Kunden getätigten Zahlungen auch an das Unternehmen überwiesen würden.

Von den großen Taxivermittlern wie taxi.eu oder Taxi Deutschland, die ebenfalls ein App-Payment anbieten, hat sich zur Wirecard-Insolvenz bislang noch keiner geäußert. Talex mobile solutions hat im Hinblick auf sein Vermittlungssystem taxi.de und dessen App am 30. Juni 2020 darüber informiert, dass im Hinblick auf die Situation bei Wirecard Alternativen ausgelotet würden.

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