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Uber-Vertreter diskutierte in Südostbayern

Beim Mobilitätsforum des CSU-Landtagsabgeordneten Dr. Martin Huber sah Roland Werner Chancen in der Ergänzung des ÖPNV auf dem Land.
Auf dem Podium diskutierten (v.l.): Roland Werner (Uber), Dr. Martin Huber (CSU-MdL), Tobias Miethaner (Bundesverkehrsministerium) und Isabelle Brodschelm (Busunternehmerin). (Foto: Valentin Auer)
Auf dem Podium diskutierten (v.l.): Roland Werner (Uber), Dr. Martin Huber (CSU-MdL), Tobias Miethaner (Bundesverkehrsministerium) und Isabelle Brodschelm (Busunternehmerin). (Foto: Valentin Auer)
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Uber habe sich erst auf das deutsche Regelungssystem einstelle müssen, sehe aber einen Bedarf für seine Dienste in Deutschland besonders im ländlichen Raum. Gerade für die ersten und letzten Meter und zu Randzeiten stehe oft kein öffentliches Verkehrsangebot zur Verfügung. Allerdings seien die aktuellen Regelungen in Deutschland nicht mit dem Angebot von Uber vereinbar. Besonders die so genannte Rückkehrpflicht sei problematisch. Das erklärte Roland Werner, der bei Uber in Deutschland für die politische Kommunikation verantwortlich ist, am 23. März 2018 in Burghausen auf dem „Mobilitätsforum“, das der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Martin Huber veranstaltet hatte.

Für die Veranstaltung in den Räumen des Omnibusunternehmens Brodschelm hatte Huber auch Tobias Miethaner vom Bundesverkehrsministerium sowie Isabelle Brodschelm als Gastgeberin und Vertreterin der Busbranche als Referenten gewinnen könnten. Die vier bezogen in einer Podiumsdiskussion auch das Publikum mit ein, das laut dem Taxiunternehmer Dieter Hasenkopf aus rund 80 Zuhörern bestand. Er vertrat das regionale Taxi- und Mietwagengewerbe. Bei einer abschließenden Blitzumfrage erklärten 59 Prozent der Teilnehmer, für sie seien nicht die Kosten das Problem, sondern die Attraktivität der Verbindungen.

Gastgeberin Isabelle Brodschelm sagte auf Anfrage von taxi heute, in ihrer Region sei kaum jemand dazu bereit, auf sein Auto zu verzichten. Die bereits bestehenden Pooling-Angebote in Form von Anruf-Sammel-Taxis würden kaum genutzt und ihre Fahrgäste wollten am liebsten umsteigefrei zum Ziel kommen. Je ländlicher der Raum, desto geringer sei ihrer Erfahrung nach das Interesse an neuen Mobilitätsformen. Im Übrigen glaube sie nicht, dass spät nachts, wenn kein Taxi mehr zu bekommen sei, in einer Gegend, in der man gut verdiene, jemand für Uber aus dem Bett springe.

Brodschelm erklärte außerdem, sie habe angesprochen, dass sich das Bus- und das Taxi-Gewerbe vieles auch anders vorstellen könnten, sich aber an die Gesetze halten würden. Sie trat dafür ein, vor Ort mit dem Taxigewerbe zusammenzuarbeiten, was zu einer gegenseitigen Entlastung und gleichzeitig zu einem Mehrwert für die Fahrgäste führe.

Der Landtagsabgeordnete und Initiator Dr. Martin Huber erklärte abschließend, die Herausforderung bestehe darin, gewachsene Strukturen mit dem Strukturwandel in Einklang zu bringen. Man müsse den Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen und gleichzeitig auf neue Modelle der Mobilität setzen.

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