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Landkreis Wunsiedel erprobt Fifty-fifty-Taxi

Mit einem „Fifty-fifty-Projekt“ prüft der Landkreis sichere Heimfahrten zum halben Preis, die eventuell per App abgewickelt werden könnten.

Die Initiatoren des „Fifty-fifty-Projekts“ in Wunsiedel starten mit Gutscheinen und peilen die Abwicklung per App an. (Foto: Landkreis Wunsiedel)
Die Initiatoren des „Fifty-fifty-Projekts“ in Wunsiedel starten mit Gutscheinen und peilen die Abwicklung per App an. (Foto: Landkreis Wunsiedel)
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Dietmar Fund

Am 19. Juli 2019 hat der Landkreis Wunsiedel ein „Fifty-fifty- Projekt“ gestartet, das junge Menschen in den Nächten an Wochenenden und vor Feiertagen sicher nach Hause bringen soll. Junge Leute zwischen 16 und 27 Jahren können dann zum halben Preis mit dem Taxi oder Mietwagen fahren, weil der Landkreis die andere Hälfte übernimmt.

Gestartet wurde der auf Gutscheinen basierende Probebetrieb, der bis Ende 2019 laufen soll, mit vier Taxi- und Mietwagenunternehmern. Beteiligt sind Mietauto Licha aus Selb, Mietauto Brunner aus Arzberg sowie Taxi Bär und Mietauto Adrian Rummel aus Marktredwitz.

Die jungen Leute müssen im Landkreis ihren Erst- oder Zweitwohnsitz haben. Außerdem muss die Fahrt im Landkreis beginnen und enden. Wenn sich das Projekt bewährt, soll es um eine App für die Bestellung ergänzt werden. Außerdem hofft der Landkreis, in diesem Falle noch weitere Unternehmer mit einbinden zu können.

Bei der angedachten App könnte derselbe Anbieter zum Zuge kommen wie im Landkreis Lichtenfels. Dort ist das seit längerem bestehende Fifty-fifty-Taxi vor rund einem Jahr ganz auf die Abwicklung per App umgestellt worden. Gleichzeitig hatte sich dort der Nachbarlandkreis Kulmbach dem Konzept angeschlossen.

Dr. Detlef Hühnlein von ecsec aus Michelau hat eine fifty-fifty-App für die Landkreise Lichtenfels und Kulmbach entwickelt. Mit dem Landkreis Wunsiedel liefen intensive Gespräche, die auf ein ähnliches System hinauslaufen sollten, sagte er auf Anfrage von taxi heute. Der Landkreis Wunsiedel habe aber das Ziel, mit dem Fifty-fifty-Projekt als Kern eine umfassendere Mobilitäts-App anzubieten. Derzeit liefen weitere Aktivitäten im Bundesland Brandenburg, in Eichstätt, Hof und Bamberg. „Es ist viel los, aber noch nichts auf der Straße“, lautete sein Fazit.

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