Straßenverkehr in Deutschland hängt weiter an fossilen Energien

(dpa) Trotz des Elektrobooms bleibt der Straßenverkehr ein Fossilriese: Diesel und Benzin machen weiterhin mehr als 97 Prozent des Verbrauchs aus. Stromer kommen erst langsam voran.

Der Straßenverkehr in Deutschland hängt weiterhin stark an fossilen Energien. (Foto: Marijan Murat/dpa)
Der Straßenverkehr in Deutschland hängt weiterhin stark an fossilen Energien. (Foto: Marijan Murat/dpa)
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Der Straßenverkehr in Deutschland hängt weiterhin stark an fossilen Energien. Im Jahr 2024 war der Verbrauch nach Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zu den Vorjahren zwar weitgehend konstant und lag sogar 11 % unter dem Höchstwert aus dem Jahr 2019.

Aber weiterhin war der Straßenverkehr in dem Jahr für gut ein Fünftel (22,2 %) des deutschen Energieverbrauchs und für einen ähnlichen Anteil (21,4 %) der CO2-Emissionen verantwortlich.

Das entsprach einem Energieverbrauch von rund 2.134 Petajoule und CO2-Emissionen von 155 Mio. t. Die Zahlen unterscheiden sich nach Angaben der Statistikbehörde leicht von Zahlen des Umweltbundesamts, weil ein anderer statistischer Ansatz gewählt wurde.

Stromverbrauch steigt auf niedrigem Niveau

Trotz wachsender Elektromobilität dominierten im Straßenverkehr weiterhin die konventionellen Kraftstoffe. Diesel kam einschließlich Biodieselbeimischung auf 60,8 % des Verbrauchs, Benzin und Bioethanol auf 37,2 %. Strom und Gaskraftstoffe machten jeweils 1,0 % aus.

Der Stromverbrauch im Straßenverkehr stieg allerdings 2024 im Vergleich zum Vorjahr stark um 32 %. Hier zeigt sich die zunehmende Zahl von Elektroautos, deren Verkauf im vergangenen Jahr weiter zugelegt hat.

Für den Energieverbrauch sind den Angaben zufolge die privaten Haushalte zu 58 % verantwortlich. 42 % entfielen auf die Wirtschaft. (Quelle: dpa)

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