So wird das Auto fit für den Winter
Ein Taxi sollte sorgsam gewartet werden. Und natürlich wissen die meisten Taxi-Fahrer, wie sie ihr Fahrzeug winterfest machen. Trotzdem, eine „Auffrischung“ kann nicht schaden.
1. Batterie checken – häufigste Pannenursache im Winter
Kälte setzt der Autobatterie besonders zu. Schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sinkt ihre Leistungsfähigkeit deutlich.
„Startprobleme gehören im Winter zu den häufigsten Pannenursachen“, erklärt Christopher Lang von ATU. „Der Zustand der Batterie sollte regelmäßig überprüft werden. Wer bereits eine schwächelnde Batterie hat, sollte sie umgehend checken und bei Bedarf direkt austauschen lassen – besonders, wenn sie älter als vier Jahre ist.“
Ein kostenloser Batteriecheck in der Werkstatt kann teure Abschleppkosten vermeiden.
2. Winterreifen rechtzeitig montieren
Winter- oder Ganzjahresreifen sind in Deutschland bei Glätte, Schnee und Eis vorgeschrieben. Sie bieten nicht nur besseren Grip, sondern auch deutlich kürzere Bremswege.
„Viele Autofahrer warten zu lange mit dem Reifenwechsel“, warnt Christopher Lang. “Jetzt im November ist es höchste Zeit für die Umrüstung. Am besten hält man sich an die Faustregel ‚O bis O‘, also von Oktober bis Ostern.“
Nicht vergessen: Auch der Reifendruck und die Profiltiefe sollten kontrolliert werden. Gesetzlich sind zwar 1,6 Millimeter vorgeschrieben, für eine optimale Sicherheit wird jedoch eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern empfohlen.
3. Frostschutz im Kühler und in der Scheibenwaschanlage prüfen
Zu wenig Frostschutz im Kühler kann schnell zu teuren Schäden am Motor führen. Ebenso wichtig ist der Frostschutz in der Scheibenwaschanlage, um auch bei Minustemperaturen jederzeit freie Sicht zu behalten.
„Autofahrer sollten den Frostschutz regelmäßig prüfen lassen und rechtzeitig nachfüllen“, rät Experte Lang. „Moderne Prüfgeräte zeigen exakt an, ob ein ausreichender Frostschutz gegeben ist.“
4. Wischblätter und Beleuchtung kontrollieren
Verschlissene Scheibenwischer oder defekte Leuchtmittel sind im Winter ein echtes Sicherheitsrisiko.
„Wenn die Wischer schmieren oder Streifen ziehen, ist das ein deutliches Zeichen zum Austausch,“ erklärt Lang. „Zudem sollte man vor allem die Scheinwerfer regelmäßig reinigen – Streusalz und Schneematsch mindern schnell die Lichtausbeute.“
5. Gummidichtungen und Türschlösser pflegen
Mit dem Frost kommen häufig auch festgefrorene Türen und Dichtungen. Im schlimmsten Fall lassen sich die Türen nicht mehr öffnen oder die Gummidichtungen nehmen Schaden. Mit speziellen Pflegeprodukten wie etwa Silikonspray oder Gummipflegestift können die Dichtungen vorbehandelt werden. Eingefrorene Türschlösser sollten mit speziellem Enteiserspray behandelt werden.
„Viele vergessen, den Enteiser außerhalb des Autos aufzubewahren – im Ernstfall bleibt man dann trotzdem draußen stehen,“ merkt Christopher Lang augenzwinkernd an.
6. Winter-Notfallausrüstung nicht vergessen
Ein Eiskratzer, Handschuhe, eine Decke, eine Taschenlampe und Scheibenfrostschutz zum Nachfüllen gehören im Winter in jedes Auto. Auch ein zusätzliches Scheibenenteiserspray und ein Ladekabel fürs Handy können im Notfall hilfreich sein.
Fazit
Wer sein Auto rechtzeitig auf den Winter vorbereitet, fährt sicherer, spart Pannenstress und verlängert die Lebensdauer wichtiger Fahrzeugkomponenten.
„Ein kurzer Werkstattbesuch kann im Winter viele Probleme verhindern,“ fasst Experte Christopher Lang zusammen. „Sicherheit beginnt mit Vorbereitung – und die sollte man jetzt treffen.“
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