Vattenfall und Netto ApS & Co. LG kooperieren beim Aufbau von Schnellladestationen

Zunächst sollen an über 270 Märkten von Netto rund 470 Ladesäulen mit 940 Ladepunkten aufgebaut werden.

Vor den Netto-Filialen des schwarzen Netto in Nord-und Ostdeutschland errichtet Vattenfall Schnellladestationen. | Foto: Netto
Vor den Netto-Filialen des schwarzen Netto in Nord-und Ostdeutschland errichtet Vattenfall Schnellladestationen. | Foto: Netto
Redaktion (allg.)
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Skandinavischer Schulterschluss in Deutschland: Vattenfall schloss eine Kooperation mit Netto ApS & Co. LG geschlossen, einer Tochter der Salling Group. Davon nicht betroffen ist der „rote“ Netto Marken-Discount als Edeka-Tochter. Die dänische Netto-Tochter ist teilweise auch als Hunde-Netto, schwarzer Netto oder Netto Nord bekannt. Der „schwarze“ Netto betreibt in Deutschland aktuell 343 Märkte in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg. Die Netto Aps. & Co. KG, mit mehr als 6.000 Mitarbeitern, ist ein Tochterunternehmen der dänischen Salling Group, die unter anderem auch Netto-Märkte in Dänemark und Polen betreibt.

Vattenfall plant nun, „vorrangig“ in den Jahren 2023 und 2024 Schnelllader an den Netto-eigenen Immobilien errichten, wobei man hier vor allem auf 180- und 360-kW-Ladesäulen setzt. Netto stellt dafür die Kundenparkplätze vor den Einzelhandelsmärkten zur Verfügung, Vattenfall übernimmt die Planung, Errichtung und den Betrieb der Stationen. Diese sind sowohl für Netto-Kundinnen und -Kunden als auch alle anderen Fahrerinnen und Fahrer von Elektrofahrzeugen während der normalen Öffnungszeiten von Netto frei zugänglich.

Je nach Standort werden ein oder zwei Ladesäulen errichtet – im Schnitt sind es 1,74 Ladesäulen je Filiale. Jede Säule wird über zwei Ladepunkte verfügen – Vattenfall und Netto geben aber nicht an, ob es sich um reine CCS-Ladesäulen oder einen CCS und einen CHAdeMO-Anschluss je Säule handelt.

Die für jeden zugänglichen Ladesäulen werden mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt. Die Ladesäulen werden in das InCharge-Ladenetzwerk von Vattenfall eingebunden und stellen laut der Mitteilung eine „deutliche Erweiterung“ dieses Ladenetzes dar. Die Konditionen für das Laden werden nicht genannt, dürften aber voraussichtlich den Vattenfall-Preisen oder jenen der Roaming-Anbieter entsprechen.

Die Tendenz geht klar zum Schnellllader: Immer mehr Einkaufsmärkte und Discounter errichten in Kooperation mit Energie-oder Ladetechnikanbietern DC-Ladestationen an ihren Märkten. Sodass man während eines Einkaufs vor allem im urbanen Raum, wo die Ladesäulen schon wieder knapp werden, gut nachladen kann – zumindest bilanzieller Grünstrom ist dabei Ehrensache.

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