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Behinderten-Beauftragte zahlen Rollitaxi-Umrüstung

Ein Taxiunternehmer aus Weingarten soll gehandicapten Menschen im Landkreis Ravensburg auch spontane Fahrten ermöglichen.

Die Rollstuhlfahrer Maria Büschl-Schumacher (v.l.), Thomas Miehle und Sabrina Forsberg (alle SELIOS) nahmen vom Behindertenbeauftragten Jürgen Malcher symbolisch einen Scheck entgegen. (Foto Landratsamt Ravensburg)
Die Rollstuhlfahrer Maria Büschl-Schumacher (v.l.), Thomas Miehle und Sabrina Forsberg (alle SELIOS) nahmen vom Behindertenbeauftragten Jürgen Malcher symbolisch einen Scheck entgegen. (Foto Landratsamt Ravensburg)
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Dietmar Fund

Die beiden Behindertenbeauftragten des Landkreises Ravensburg spenden 8.300 Euro für den Umbau eines Taxis zum rollstuhlgerechten Fahrzeug. Damit entsprechen Jürgen Malcher und Selda Arslantenkin einem Antrag des Vereins Selbstbestimmt Leben in Oberschwaben (SELIOS e.V.). Er hatte für eine solche Lösung geworben, um gehandicapten Menschen im Landkreis Ravensburg auch spontane Fahrten beispielsweise zu einem Abendessen oder einem Kinobesuch zu ermöglichen. Sie müssen sonst mehrere Tage im Voraus bei Hilfsorganisationen buchen, die abends und am Wochenende gar nicht fahren.

Der Weingartener Taxiunternehmer Keskin Erbas hat sich dazu bereit erklärt, ein VW T6-Taxi rollstuhlgerecht umrüsten zu lassen. Auf Anregung des Vereins soll den Umbau MobiTEC in Berkheim übernehmen. Noch hatte der Unternehmer keine Zeit, sich über seine Alternativen Rampe oder Lift zu informieren. Einen Heckausschnitt als dritten Weg müsste der Umrüster für den T6 erst noch entwickeln.

„Mein Bruder setzt im Allgäu schon Rollstuhltaxis ein und erlebt dort eine große Nachfrage“, sagte Erbas zu taxi heute. Er bestätigt damit die Einschätzung, die Michael Müller, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes (BZP), Anfang November bei der Herbstversammlung in Köln getroffen hat.

Laut der Behindertenbeauftragten Selda Arslantenkin wird die Spende für das Rollstuhltaxi in Ravensburg eine einmalige Sache bleiben. Behindertenbeauftragte gebe es aber in jedem Kreis in Baden-Württemberg und der Bedarf nach Rollstuhlfahrten im Freizeitbereich sei da.

Taxi- und Mietwagenunternehmer, die sich die Anschaffung eines rollstuhlgerechten Fahrzeugs überlegen und wegen der Umrüstkosten noch zögern, könnten sich also sich auch in anderen Regionen der Republik mit Behindertenbeauftragten austauschen und mit ihnen Fördermöglichkeiten ausloten.

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