Rollstuhltaxi: Aktuelle News, Fakten und FAQ zur barrierefreien Beförderung

Rollstuhltaxis ermöglichen barrierefreie Beförderung im Alltag. Diese Übersicht behandelt neue Fahrzeugmodelle, Umrüstungen und Sicherheitssysteme ebenso wie Fragen zu Tarifen, Zuschlägen, Förderungen und Fahrerschulungen. Ergänzend sind alle allgemeine Infos und ein FAQ zum Thema Rollstuhltaxi zu finden.

Systeme mit Dreh-/Klappsitzen (hier von Tribus), bei denen die Fahrgastsitze während der Beförderung von Rollstuhl-Fahrgästen an Bord bleiben, können durchaus der DIN 75078 entsprechen. (Foto: Dietmar Fund)
Systeme mit Dreh-/Klappsitzen (hier von Tribus), bei denen die Fahrgastsitze während der Beförderung von Rollstuhl-Fahrgästen an Bord bleiben, können durchaus der DIN 75078 entsprechen. (Foto: Dietmar Fund)

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Dieser Artikel besteht aus folgenden Rollstuhltaxi News:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2024:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2023:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2022:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2021:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2020:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2019:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2018:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2017:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2016:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2015:

Rollstuhltaxi News aus dem Jahr 2014:

Rollstuhltaxi News aus den Jahren 2009 - 2013:

Fahrtraining und Rollstuhlbeförderungs-Schulung beim Ortenauer Verkehrssicherheitstag

News vom 07.05.2024 von Thomas Kanzler

In großer Anzahl waren sowohl Betriebe als auch deren Beschäftigte aus dem regionalen und überregionalen Personenbeförderungsgewerbe der Einladung zum inzwischen 7.Ortenauer Verkehrssicherheitstag des Taxigewerbes am 4.Mai 2024 auf das Flughafengelände in Lahr gefolgt.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den gesetzlich vorgeschriebenen Unterweisungen des Fahrpersonals, welche um das ergänzende Standardmodul "Rollstuhlbeförderung" dieses in der Ortenau entwickelten Gesamtkonzeptes erweitert wurde. Hierbei wird insbesondere der Umgang mit mobilitätseingeschränkten Fahrgästen als auch die korrekte Handhabung der erforderlichen Sicherung von Rollstühlen in sogenannten speziell umgebauten Rollstuhltaxis verinnerlicht und trainiert.

Highlight des Tages für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sicherlich die Fahrt über einen Parcour und die simulierte Gefahrenbremsung auf glattem Untergrund. Hierbei wurde u.a. das Zusammenwirken von Fahrassistenzsystemen wie ABS/ESP eindrucksvoll verdeutlicht. Instruktoren fungierten Thomas Zehnle und Frank Jockers von der SVG Baden e.G.

Fragen rund um den Patienten-Transport

Ein weiteres Modul bei der Veranstaltung waren Themen wie "Sofortmaßnahmen für Taxifahrerinnen und Taxifahrer", "Was kann ich tun wenn bei einem Dialysepatienten auf der Fahrt Nachblutungen auftreten?" und "Wie gehe ich mit Krampfanfällen von Fahrgästen um?". In der Schulung von Frau Johanna Sievers konnten zahlreiche praxisrelevante Fragen gestellt und beantwortet werden.

Insgesamt 84 Schulungsteilnehmer bestätigen die Wichtigkeit und die Akzeptanz des Themas "Arbeitssicherheit" ein weiteres Mal. Die Stimmung unter den Teilnehmern war durchweg positiv, viele Gespräche und Diskussionen fanden auch betriebsübergreifend auf kollegialer Ebene statt. Die Kirchliche Sozialstation Jagsttal konnte als Gast mit der weitesten Anreise (knapp 250 Kilometern) und der Vorstellung eines eigens für eine Unterarmamputierte Mitarbeiterin umgerüsteten Fahrzeuges begrüßt werden.

Wer die Veranstaltung verpasst haben sollte: Eine identische Veranstaltung findet am 07.09.2024 wieder auf dem Flughafengelände in Lahr statt.

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Rollstuhltaxis: Citan und T-Klasse mit langem Radstand bestellbar

News vom 09.12.2023 von Dietmar Fund

Bei Mercedes-Benz kann man jetzt den Citan Tourer und die T-Klasse mit langem Radstand und bis zu sieben Sitzen bestellen. Für die Nachrüstung zum Taxi oder Mietwagen soll sich eine Lösung abzeichnen.

Am Nikolaustag des Jahres 2023 hat Mercedes-Benz eine wichtige „Katze aus dem Sack gelassen“: Den Kasten-Kombi Citan Tourer und den etwas feiner ausstaffierten Ableger T-Klasse kann man jetzt auch mit langem Radstand bestellen. Damit wird der vom Renault Kangoo abgeleitete und auch mit dem Nissan Townstar eng verwandte Caddy-Wettbewerber für das mobile Gewerbe und insbesondere als Basis von Rollstuhltaxis interessanter als der kurze Radstand.

Die Langversionen wachsen um 42 Zentimeter auf rund fünf Meter Außenlänge. Der Längenzuwachs von 38,4 Zentimetern beim Radstand von 3,10 Metern soll sowohl dem Fahrgastraum als auch dem Kofferraum zugutekommen. Er dürfte außerdem den Durchstieg in die dritte Sitzreihe erleichtern, die es auch in der T-Klasse gibt. Sie hat dann in der zweiten Sitzreihe drei Einzelsitze statt einer Bank. Alle Sitze der zweiten und dritten Reihe sollen sich verschieben, klappen und herausnehmen lassen, was für viel Variabilität sorgt. Die T-Klasse hat Schiebetüren auf beiden Seiten und ist in drei Ausstattungslinien zu haben.

Der Citan Tourer mit langem Radstand hat serienmäßig drei Einzelsitze, zwei weitere in der dritten Reihe gibt es als Option. Auch hier sind die Sitze beider Reihen verstellbar und klappbar. Vom Herausnehmen ist nicht die Rede. Auch der lange Citan Tourer hat serienmäßig zwei Schiebetüren. Am Heck kann man sich zwischen zwei Flügeltüren und einer Heckklappe entscheiden.

Trotz des Bestellstarts der langen Variante sind die Kasten-Kombis von Mercedes-Benz und Nissan bislang noch nicht als Taxi oder Mietwagen umrüstbar, weil es dafür noch an einem Wegstreckensignal fehlt. Dem Vernehmen nach zeichnet sich aber für Citan, T-Klasse und Townstar eine Lösung ab, während Renault bei diesem Thema nach wie vor kein Engagement zeigt.

Eine weitere Einschränkung liegt in der Motorisierung: Im Unterschied zur Variante mit kurzem Radstand gibt es nur den Citan lang Tourer 113, der ein Benziner mit 96 kW/131 PS ist. Immerhin gibt es den auch mit einem 7-Gang-Automatikgetriebe. Das gilt auch für die T-Klasse, bei der die Modelle anders heißen.

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Rollitaxi-Umrüster MobiTEC mit neuem Schienensystem

News vom 30.11.2023 von Dietmar Fund

Der Berkheimer Familienbetrieb hat neue Alu-Profilschienen entwickelt, die hauptsächlich für den seitlichen Einbau an den Wänden von 3,5-Tonnern gedacht sind.

Harald Damaschke, Gründer und zusammen mit seinem Sohn Marco und Michael Ritter Geschäftsführer des Rollitaxi-Spezialisten MobiTEC GmbH & Co. KG aus Berkheim, lässt gerade den Namen für neue Alu-Profilschienen schützen, die in erster Linie für die Montage an den Seitenwänden von 3,5-Tonnern gedacht sind. Sie werden dort als Ergänzung zum selbst entwickelten Alu-Systemboden eingesetzt, um Sicherungssysteme für Rollstuhlfahrende variabel verankern zu können. Das macht die Positionierung der Rollstühle einfacher, deren Maße bekanntlich weit auseinandergehen.

Eine weitere Verwendung finden die neuen Profilschienen in Fahrzeugen mit Heckausschnitten und einem Rollstuhlplatz, mit denen MobiTEC vor 25 Jahren begonnen hat und die seither das Hauptstandbein des Unternehmens sind. Dort erlauben sie, Kopf-Nackenstützen an mehreren Positionen zu verankern, anstatt sie fest einzubauen. MobiTEC realisiert so im derzeit gefragtesten Basismodell VW Caddy Maxi alias Ford Grand Tourneo Connect einen Siebensitzer, bei dem man hinter der vollen Bestuhlung noch die Kopf-Nackenstütze mitführen kann.

Beim Vorgängermodell, das Volkswagen Nutzfahrzeuge noch alleine gebaut hat, musste man entweder auf den siebten Sitz oder auf die Kopf-Nacken-Stütze verzichten. Die sieben Sitze brauchen viele Taxi- und Mietwagenunternehmen aber am Wochenende, um zum Beispiel Jugendliche zu Discos und Veranstaltungen zu fahren.

Harald Damaschke hat inzwischen den gesamten Stahlbau ins Unternehmen geholt und fertigt auch die Bodenwannen für die Heckausschnitte selbst, die zuvor von Lohnunternehmen in der Region bezogen worden waren. Dafür haben er und sein Sohn einen Schweißroboter und ein Laserschweißgerät angeschafft. Marco Damaschke ist gerade dabei, die Fertigungsabläufe weiter zu optimieren.

Wie Harald Damaschke berichtet, wächst sein Team im Januar 2024 wieder von derzeit 25 auf 28 Köpfe an, worüber er sehr froh ist. Schließlich warten auf dem Firmengelände und einem Parkplatz in der Nähe derzeit rund 120 Hochdach-Kombis und Transporter mehrerer Tonnage-Klassen auf die Umrüstung zum Kraftfahrzeug für die Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen. Der Einbau von Fahrhilfen und der Bau von Campervans, der in der Corona-Zeit begonnen hat, müssen deshalb gerade etwas zurückstehen.

Für das Jahr 2024 plant der Firmenchef, wieder verstärkt auf Messen aufzutreten. Erstmals möchte er auch auf der Rehacare International in Düsseldorf ausstellen. Dort gehe es ihm unter anderem darum, seine Einbau-Kits für Heckeinstiege bekannter zu machen, die er analog zu API und zu AMF-Bruns anderen Umrüstern zum Einbau anbietet, berichtete Damaschke beim Besuch von taxi heute Ende November 2023.

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Rollitaxis: Großes Missverständnis bezüglich klappbarer Sitze

News vom 13.10.2023 von Dietmar Fund

Auch die klappbaren Fahrgastsitze mancher Mehrzwecktaxis können der DIN 75078 für KMP entsprechen. Problematisch sind vielmehr viele Rollstühle mit verstellbarer Rückenlehne.

Bei der ersten Berichterstattung über das Rollstuhl-Taxi-Seminar der BG Verkehr, das vom 10. bis zum 12. Oktober 2023 im Sauerland stattgefunden hat, ist es zu einem bedauerlichen Missverständnis gekommen. Die in einer ersten Meldung aufgestellte Behauptung, Fahrzeuge mit Klappsitzen entsprächen nicht der DIN 75078, ist falsch und beruht auf einem großen Missverständnis. Matthias Koch, der bei der BG Verkehr für Kraftfahrzeuge zur Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen (KMP) zuständig ist und im Normausschuss mitarbeitet, hatte bei seiner Äußerung nicht auf Systeme mit Dreh-/Klappsitzen an den Seitenwänden Bezug genommen, sondern sich auf Rollstühle mit verstellbaren Rückenlehnen bezogen. Sie seien nur dann zulässig, wenn die Rückenlehne arretiert werden könne.

Wie Koch anmerkt, sind Klappsitze nicht Bestandteile der DIN 75078. Alle Fahrgastsitze würden nach europäischem Recht daraufhin geprüft, ob sie bestimmten Kräften standhielten. Ob sie fest oder in einem Systemboden arretiert oder dreh- oder schwenkbar seien, sei dabei unerheblich.

Den Bezug zu Systemen wie der Rollibox von Schnierle oder ähnlichen Systemen von Tribus oder European Van Services (EVS) hatte die Redaktion fälschlicherweise hergestellt, nachdem sie nun jahrelang über Dreh-/Klappsitze in den unterschiedlichsten Varianten von Kasten-Kombis und Transportern mit Systemböden berichtet hat. Wir bedauern das Missverständnis.

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Rollitaxi-Seminar: Das elektrische Londontaxi ist nicht DIN-konform

News vom 13.10.2023 von Dietmar Fund

Der KMP-Experte der BG Verkehr erläuterte bei einem Rollitaxi-Seminar, dass das so genannte London-Taxi LEVC TX nicht der für Rollstuhlfahrzeuge geltenden DIN 75078 entspricht.

Was bei Kraftfahrzeugen zur Beförderung von mobilitätseingeschränkten Personen (KMP) Stand der Technik ist und bei gerichtlichen Auseinandersetzungen nach Unfällen als Maßstab herangezogen wird, ist die DIN 75078. Sie legt Anforderungen an die Fahrzeuge der verschiedenen Fahrzeugkategorien fest und regelt auch, wie Rollstuhlfahrende und ihre Rollstühle zu sichern sind. „Die Anforderungen dieser DIN erfüllt das Londontaxi nicht, das nach europäischem Recht zugelassen wird“, erklärte Matthias Koch, KMP-Fachmann der BG Verkehr, am 11. Oktober 2023 in Sellinghausen bei deren dreitägigem Seminar mit dem Titel „Sicher und gesund arbeiten bei der Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen“.

Der KMP-Fachmann der BG Verkehr, der auch im Normausschuss mitarbeitet, wies bei dem nicht der DIN 75078 entsprechenden Londontaxi darauf hin, dass bei ihm der Fahrer den Rollstuhlfahrenden ins Fahrzeug hineinschieben und um 90 Grad in Fahrtrichtung drehen müsse, damit sein Rollstuhl und er selbst gesichert werden könnten. Das sei in dem engen Fahrzeug kein Vergnügen und bei Elektrorollstühlen oft sogar unmöglich. Wer nur selten einen Fahrgast im Rollstuhl befördern müsse, könne das sicher akzeptieren. Wer tagtäglich Rollstuhlfahrende als Fahrgäste habe, für den sei ein Fahrzeug mit Heckausschnitt wesentlich bequemer. Auf jeden Fall solle ein Unternehmer in seiner Gefährdungsbeurteilung erst prüfen, ob er mit dem einen oder anderen Konzepte besser fahre, bevor er sich für ein Fahrzeug entscheide.

Die neueste Fassung der DIN 75078 kenne seit dem 1. Januar 2023 auch einen Aufkleber zur Kennzeichnung der Rollstuhlplätze, ergänzte Matthias Koch. Er sei für die Anbringung an der Außenwand gedacht und markiere, an welchen Stellen die Schulter der Rollstuhlfahrenden sein solle, damit sie mit den fest eingebauten Schulterschräggurt ordnungsgemäß gesichert werden könnten. Bei Fahrzeugen, bei denen die Verankerung der Schulterschräggurte auf Airline-Schienen verschiebbar sei, machten die Aufkleber allerdings keinen Sinn.

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Rollstuhltaxis: Die richtige Sicherung sollte man unbedingt lernen

News vom 12.10.2023 von Dietmar Fund

Ein Seminar der BG Verkehr zeigte 13 Teilnehmenden, wie man Rollstühle und Rollstuhlfahrende korrekt sichert und brachte viele Tipps zum Umgang mit der Vielfalt von Rollstühlen.

Rollstuhlfahrende, die sich noch auf einen Fahrzeugsitz umsetzen können, sollten unbedingt dort befördert werden. Ist das Umsetzen nicht möglich, bieten Rollstühle mit Kraftknoten den größten Schutz. Haben sie das nicht, ist größte Umsicht geboten, um den Rollstuhl und den Fahrgast zu sichern. Das war die „rote Linie“, die sich durch das Seminar mit dem Titel „Sicher und gesund bleiben bei der Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen“ zog, das die BG Verkehr vom 10. bis zum 12. Oktober 2023 im Hotel Stockhausen im sauerländischen Sellinghausen veranstaltete.

Matthias Koch hatte das Seminar organisiert und Christian Ecke stand ihm als Co-Referent zur Seite. Der in Duisburg stationierte Koch ist in der Präventionsabteilung der BG Verkehr für Kraftfahrzeuge zur Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen (KMP) und für Fahrdienste verantwortlich und arbeitet auch im DIN-Normenausschuss für diese Kategorie mit. Ecke beschäftigt sich von Berlin aus mit dem Krankentransport, dem Rettungsdienst und den Bestattern. Unterstützung bekamen sie bei praktischen Übungen an einem VW Caddy Maxi mit Heckausschnitt und einem VW Crafter mit Systemboden und Hecklift von Kai Hemmioltmanns, Leiter After Sales Hubmatik und Schulungsleiter von AMF-Bruns, und seinem Technischen Berater Jens Specketer.

Mit ihrem Erfahrungsschatz erläuterten zunächst die beiden Referenten der BG und dann Kai Hemmioltmanns im Schulungsraum, dass es bei der Beförderung von Rollstuhlfahrenden darum geht, den Rollstuhl und die Fahrgäste an sieben Punkten zu sichern. Nach dem Einfahren in den Heckausschnitt beziehungsweise dem Positionieren in größeren Transportern solle man die Rollstuhlbremse anlegen und den Rollstuhl mit zwei Retraktoren hinten befestigen und die lose anziehen. Sie sollten möglichst in einer Flucht mit dem Rollstuhl liegen, während die beiden Retraktoren vorne möglichst seitlich nach außen versetzt in der Bodenschiene verankert werden sollten, weil das den Rollstuhl in Kurven besser festhält. Ist das erledigt, solle man die Rollstuhlbremse lösen und die Retraktoren fest anziehen. Danach sollte die Rollstuhlbremse wieder angelegt werden, damit der Rollstuhl beim Lösen am Zielort nicht wegrollen kann.

Wenn der Rollstuhl bereits einen Beckengurt hat, sollte man bei ihm auf einen korrekten Sitz auf den Beckenknochen achten, weil der am meisten Belastungen aufnehmen kann. Das gilt auch, wenn man einen im Fahrzeug befestigten Beckengurt anlegen muss. Da man bei dieser Prozedur unter Umständen den Fahrgast berühren muss, besonders in den engen Fahrzeugen mit Heckausschnitt, sollte man ihm unbedingt erklären, was man da gerade tut, um Missverständnisse zu vermeiden.

Das gilt auch für den letzten Sicherungsschritt, das Anlegen des Schulterschräggurts. Er muss unbedingt über die Schulter des Fahrgasts verlaufen, um seine Wirkung entfalten zu können. Keinesfalls darf er über die Armlehne oder die Räder hinweg verlegt werden, sondern er muss immer eng am Körper hinter der Armlehne vorbei verlaufen. Der Beckengurt und der Schulterschräggurt zusammen sind dann eine Art „zweigeteilter Dreipunktgurt“ und sind dann als Rückhaltesystem mit dem herkömmlichen Dreipunkgurt der Seriensitze vergleichbar.

Manche Rollstuhlhersteller markieren die festen Rahmenpunkte, an denen man Rollstühle ohne Kraftknotensystem sichern darf, mit einem Hakensymbol. Weil es Fahrdienste aber mit einer Vielzahl von Rollstühlen zu tun bekommen, sollten sie bei ihren Auftraggebern wie Behinderteneinrichtungen oder den Eltern von Schulkindern nachfragen, ob deren Rollstühle für die Beförderung in Fahrzeugen überhaupt zugelassen sind, rieten die drei Experten. Das gelte auch bei Kopfstützen an den Rollstühlen, die als medizinische Produkte zwar keine Schutzwirkung haben, aber nicht abgenommen werden dürfen. Erst recht sollte man sie auf die hohe Schutzwirkung von Kopf-Nackenstützen hinweisen, obwohl die nirgendwo vorgeschrieben seien. Sie verhinderten Schleudertraumata beim einem Heckaufprall, die starke gesundheitliche Beeinträchtigungen und hohe Folgekosten bei der Behandlung nach sich ziehen könnten. Die vier Rollstuhl-Fachleute gaben bei dem Seminar viele weitere praktische Tipps weiter, über die tai heute in der November-Ausgabe ausführlich berichten wird.

Die  BG Verkehr veranstaltet solche Rolli-Seminare seit einigen Jahren zweimal jährlich im Frühjahr und im Herbst. Für beide Termine im kommenden Jahr (3. bis 5. April und 22. bis 24. Oktober 2024) kann man sich bereits anmelden.

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Rollitaxi-Seminar: AMF-Bruns präsentiert Crafter Kombi-Prototyp

News vom 11.10.2023 von Dietmar Fund

Der Prototyp des VW Crafter mit dem neuen Systemboden und einer Seitenverkleidung von AMF-Bruns kann in Apen bereits bestellt werden. Außerdem ist er Gegenstand eines Projektes mit Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Der Rollitaxi-Umrüster AMF-Bruns aus Apen hat einen Prototyp eines VW Crafter mit Hochdach gebaut, der die Basis von Kombi-Umrüstungen werden könnte, die Volkswagen Nutzfahrzeuge ab Werk nicht selbst bauen wollte und will. Das Modell basiert auf einem verglasten Kastenwagen mit ab Werk bestellbarem Kombi-Paket. Zu ihm gehören außer der Verglasung auch eine Deckenverkleidung und eine eher spartanische Seitenverkleidung, bei der man zum Teil noch lackierte Flächen zu sehen bekommt. Die ersetzt AMF-Bruns durch eine selbst entwickelte, ansprechendere graue Innenverkleidung. Außerdem hat die neu entwickelte, leichter gewordene zweite Generation des Systembodens Smart Floor. Im Crafter-Prototypen erlaubt er erstmals das Einsetzen einer Sitzbank. Die beim Prototyp verbaute Deckenverkleidung mit Klimakanal kann man ab Werk alternativ zu einer etwas einfacheren bestellen.

Bisher mussten AMF-Bruns und andere Umrüster den unverglasten Kastenwagen als Basis nehmen und ihn erst einmal verglasen. Dieser Schritt ist nun entfallen.

Während man den Crafter Kombi von AMF-Bruns bereits in Apen bestellen kann, läuft noch ein „Projekt“ mit Volkswagen Nutzfahrzeuge. In seinem Rahmen prüft der Hersteller, ob er den Crafter Kombi im Rahmen eines „Ein-Rechnungs-Geschäfts“ bestellbar macht.

Hintergrund der Entwicklung ist, dass der ursprüngliche Plan, Crafter Kombi im Bus Modification Center im ehemaligen Bus-Werk von MAN in Plauen im Vogtland fertigen zu lassen, nicht mehr weiterverfolgt werden konnte, weil MAN den Standort verkauft hat. MAN ist bekanntlich eine Tochter des Volkswagen-Konzerns.

Vorgestellt haben den Prototypen Kai Hemmioltmanns, Leiter After Sales Hubmatik und Schulungsleiter von AMF-Bruns, und sein Technischer Berater Jens Specketer. Die beiden führten den rund 20 Teilnehmenden des Seminars „Sicher und gesund bleiben bei der Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen“ den Prototypen sowie einen VW Caddy Maxi 5 mit Heckeinstieg, sieben Sitzen und der Kopf-Nacken-Stütze „Future Safe“ vor. Es fand vom 10. bis zum 12. Oktober 2023 im Hotel Speckhausen im sauerländischen Schmellinghausen statt und wurde von der BG Verkehr veranstaltet. Alle Teilnehmenden bekamen dort die Gelegenheit, die Sicherung von Rollstühlen und Rollstuhlfahrenden systematisch selbst vorzunehmen und sich auch selbst einmal im Rollstuhl sichern zu lassen.

Einen Bericht über das lehrreiche Seminar bringt taxi heute in der November-Ausgabe.

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Rollstuhltaxis: Der lange Renault Kangoo lässt weiter auf sich warten

News vom 05.09.2023 von Dietmar Fund

Die Franzosen stellen den Grand Kangoo zwar auf der IAA Mobility vor, aber bestellen kann man ihn erst Ende 2023 und geliefert wird er Anfang 2024. Weiter unsicher ist die Umrüstmöglichkeit zum Taxi oder Mietwagen.

Nach einer ersten Vorstellung der ungefähren Karosserie des Kasten-Kombis Renault Kangoo mit langem Radstand auf der Nutzfahrzeug-IAA im Herbst 2022 in Hannover hat es ein weiteres Jahr gedauert, bis Renault am 5. September 2023 auf der IAA Mobility den neuen Renault Grand Kangoo vorstellen konnte. Er wird aber erst Ende 2023 bestellbar sein. Die ersten Auslieferungen sollen Anfang 2024 starten.

Wie sein kurzes Pendant, das mangels Wegstreckensignal nach wie vor nicht zum Taxi oder Mietwagen umgerüstet werden kann, gibt es den bis zu siebensitzigen Grand Kangoo sowohl mit Benzin- und Dieselmotoren als auch mit batterieelektrischem Antrieb. Während es einen Turbobenziner mit 96 kW/130 PS sowohl mit 6-Gang-Schaltgetriebe als auch mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gibt, ist der Turbodiesel mit 70 kW/95 PS nur mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe zu haben. Damit dürfte er bei den meisten Taxi- und Mietwagenbetrieben aus dem Rennen sein.

Die batterieelektrische Variante E-Tech leistet 90 kW/122 PS und bietet ein Drehmoment von 245 Newtonmetern. Ihre Batterie ist mit einer Kapazität von 45 kWh arg klein. Sie reicht nur für 265 Kilometer Reichweite, gemessen nach dem aktuellen WLTP-Messzyklus. Verlängern kann man die Reichweite im Eco-Modus, bei dem die Leistung auf 56 kW/75 PS und die Höchstgeschwindigkeit auf 110 km/h beschränkt ist. Rekuperieren kann man über den Wählhebel in drei Stufen. Eine Wärmepumpe soll bei der Klimatisierung des Innenraums Strom sparen.

Laden kann man immerhin an Wechselstrom-Ladesäulen mit 22 kW, was recht selten ist. Die maximale Ladeleistung von 80 kW an Gleichstrom-Schnellladern ist dagegen für heutige Verhältnisse recht niedrig.

Die sieben Einzelsitze in der Konfiguration 2-3-2 sind alle verschiebbar und lassen sich umklappen, versenken oder ganz ausbauen. Die gegenüber dem kurzen Radstand um 21,5 Zentimeter verbreiterten Schiebetüren erleichtern den Zugang in die dritte Sitzreihe. Angeboten wird der Grand Kangoo in drei Ausstattungsvarianten.

Den Grand Kangoo wurde wie der Kangoo gemeinsam mit Mercedes-Benz entwickelt. Die Marke mit dem Stern hat bereits vor ein paar Monaten auf Anfrage von taxi heute mitgeteilt, dass das Problem mit dem von Renault bisher nicht gelieferten Wegstreckensignal gelöst sein soll. Ob man den Citan also bereits zum Taxi oder Mietwagen umrüsten kann, sollten Interessenten am besten bei ihrem Händler nachfragen.

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Vito-Rollstuhltaxi: Werkstatt bietet zweiten Klima-Check an

News vom 29.08.2023 von Dietmar Fund

Nach einer Intervention beim Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland bietet die Freudenstädter Mercedes-Werkstatt dem Unternehmer Markus Schmid eine erneute Prüfung seiner Klimaanlage an und stellt in Aussicht, sie über die Taxi-Kulanz abzuwickeln.

Wie kürzlich berichtet, bemängelte der Hornberger Taxi- und Mietwagenunternehmer Markus Schmid, dass das Autohaus Möhrle in Freudenstadt nach einem starken Leistungsverlust seiner Klimaanlage vor einer erneuten zeitaufwändigen und kostenpflichtigen Überprüfung keinen Kulanzantrag stellen wollte. Er bat taxi heute darum, dazu eine Stellungnahme seitens des Mercedes-Benz Vertriebs Deutschland (MBVD) in Berlin einzuholen. Er ist für Vertriebs- und Service-Fragen aus der Taxi- und Mietwagen-Branche zuständig.

Der dort für Mercedes-Benz zuständige Pressesprecher antwortete, die Werkstatt bedauere den schlechten Eindruck, den der Kunde vom Mercedes-Benz Service gewonnen habe. Eine Prüfung des Kältemittelkreislaufes auf Dichtigkeit könne gerade bei Fahrzeugen mit Fondklimatisierung durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen. Die Werkstatt biete dem Kunden deshalb erneut an, nochmal zu einer gründlichen Prüfung auf Dichtigkeit vorbeizukommen.

Wörtlich heißt es: „Wenn der Kunde uns die Zeit für eine erneute Prüfung gibt, wird auch eine Ursache für den Verlust des Kältemittels gefunden werden. Liegt ein Befund vor, kann der Betrieb eine Kulanzanfrage stellen. Im Regelfall werden die Kosten im Zuge der Taxi-Kulanz übernommen, einzige Ausnahme bei diesem geringen Fahrzeugalter und der Laufleistung wäre ein eindeutiges Kundenverschulden (z.B. Unfallschaden), oder ein durch einen Aufbauhersteller (ABH) verursachter Mangel.“

Markus Schmid schrieb dazu, sobald eine Bestätigung hinsichtlich der Kostenneutralität vorliege, werde er einen erneuten Termin mit der Werkstatt vereinbaren.

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Rollstuhltaxis: Niedersachsen müssen individuell verhandeln

News vom 28.08.2023 von Dietmar Fund

Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hat Vereinbarungen zur Beförderung von nicht umsetzbaren Rollstuhlfahrenden gekündigt. Deshalb müssen die Betriebe nun Einzelvereinbarungen mit den Krankenkassen schließen.

Die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen e.V. des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hat zum 30. Juni 2023 die letzten Vereinbarungen mit Krankenkassen in Lüneburg und Cloppenburg bezüglich der Beförderung von nicht umsetzbaren Rollstuhlfahrenden gekündigt. Dafür galten bisher Rahmenvereinbarungen, die schlechter waren als die, die Unternehmer einzeln vereinbaren konnten.

Daher seien seit dem 1. Juli „sämtliche niedersächsischen Unternehmen selbstständig für die Ausarbeitung und den Abschluss von Einzelverträgen mit Krankenkassen im Bereich der nicht umsetzbaren Rollstuhlbeförderungen verantwortlich“. Im Bereich der sitzenden Krankentransporte gelte hingegen weiterhin der GVN-Rahmenvertrag. Darauf hat die Fachvereinigung in ihrem Rundschreiben vom 28. August 2023 hingewiesen.

Die Mitglieder bekamen mit dem Rundschreiben den Rat, bei den Kassen zur Abrechnung die Kopie der Zulassungsbescheinigung Teil I, den Nachweis der aktuellen Hauptuntersuchung sowie die aktuelle Genehmigungsurkunde vorzulegen. Wer diese Dokumente nicht rechtzeitig vorlege, habe keine Abrechnungsgrundlage.

Die Fachvereinigung gibt außerdem den Hinweis, dass Tarife der AOK häufig bei anderen Kassen akzeptiert würden. Wer also mit ihr schon eine Vereinbarung getroffen habe, solle sie bei Verhandlungen mit anderen Kassen vorlegen.

Ob die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen einen neuen Rahmenvertrag für die Beförderung nicht umsetzbarer Rollstuhlfahrender aushandeln solle, sei noch offen, sagte Stephen Schubert auf Anfrage von taxi heute. Er ist der Geschäftsführer der Fachvereinigung.

Offenbar ist es für die Landesverbände und ihre Fachvereinigungen schwer, in diesem Bereich einheitliche Vereinbarungen zu treffen. Über lange Zeit hat auch Martin Kammer, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV), um einheitliche Krankenfahrten-Tarife für die Rollstuhlbeförderung gerungen. Sein Verband steht nun unmittelbar vor Verhandlungen mit den Kassen zu diesem Thema.

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Vito-Rollstuhltaxi: Keine Kulanz bei fehlendem Kältemittel

News vom 15.08.2023 von Dietmar Fund

Ein Hornberger Taxiunternehmer bemängelt, dass sein Händler bei seinem Vito für die Reparatur der offenbar undichten Klimaanlage keinen Kulanzantrag stellen wollte.

An einem zum Inklusionstaxi umgerüsteten Mercedes-Benz Vito 116 CDI stellte der Hornberger Taxiunternehmer Markus Schmid zweieinhalb Jahre nach der Erstzulassung im Dezember 2020 einen starken Leistungsverlust seiner Klimaanlage fest. Das Autohaus Möhrle GmbH in Freudenstadt führte das auf einen starken Kältemittel-Verlust zurück. Der Unternehmer hingegen vermutete, dass möglicherweise ein Füllanschluss nicht korrekt verschlossen worden sei, sodass über diesen Zeitraum Kältemittel austreten konnte. Er verlangte vom Autohaus, einen Kulanzantrag zu stellen.

Das schrieb ihm allerdings Folgendes: „Eine Kulanzanfrage bezüglich des geringen Kältemittelstandes in der Klimaanlage konnte nicht gestellt werden, da keine Undichtheit an der Anlage festgestellt werden konnte. Eine Kulanzanfrage kann nur gestellt werden, wenn ein Bauteil defekt oder undicht ist. Bei Klimaanlagen besteht auch die Möglichkeit eines durch den Betrieb oder auch Nicht-Betrieb der Anlage bedingten Verlustes, was jedoch nicht Kulanzfähig ist.“

Das Autohaus bot Schmid an, eine erneute Prüfung durchzuführen, die zeitaufwändig sei und die er bezahlen müsse, sollte sie ergeben, dass keine Undichtigkeit vorliegt. Zähneknirschend bezahlte er die Rechnung für die Instandsetzung, bat jedoch taxi heute, dazu eine Stellungnahme des Herstellers einzuholen.

Die Redaktion hat den Pressesprecher des dafür zuständigen Mercedes-Benz Vertriebs Deutschland in Berlin umgehend um eine Stellungnahme gebeten. Er antwortete, die Werkstatt bedauere den schlechten Eindruck, den der Kunde vom Mercedes-Benz Service gewonnen habe. Die besagte Prüfung der Klimaanlage habe leider unter großem Zeitdruck stattgefunden, da der Kunde ursprünglich nicht deshalb, sondern für einen Wartungstermin gekommen sei und das Fahrzeug auch sofort wieder habe mitnehmen müssen. Eine Prüfung des Kältemittelkreislaufes auf Dichtigkeit könne gerade bei Fahrzeugen mit Fondklimatisierung durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen. Die Werkstatt biete dem Kunden deshalb erneut an, nochmal zu einer gründlichen Prüfung auf Dichtigkeit vorbeizukommen.

Wörtlich heißt es: „Wenn der Kunde uns die Zeit für eine erneute Prüfung gibt, wird auch eine Ursache für den Verlust des Kältemittels gefunden werden. Liegt ein Befund vor, kann der Betrieb eine Kulanzanfrage stellen. Im Regelfall werden die Kosten im Zuge der Taxi-Kulanz übernommen, einzige Ausnahme bei diesem geringen Fahrzeugalter und der Laufleistung wäre ein eindeutiges Kundenverschulden (z.B. Unfallschaden), oder ein durch einen Aufbauhersteller (ABH) verursachter Mangel.“

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Rollstuhltaxis: Neue Anbieter auf der Rehacare

News vom 24.07.2023 von Dietmar Fund

Neben etablierten Umrüstern wie Activa, AMF-Bruns und API stellen in Düsseldorf auch ein italienischer und ein britischer Anbieter von Heckausschnitten aus.

Vom 13. bis zum 16. September 2023 findet in der Messe Düsseldorf wieder die normalerweise jährlich abgehaltene Messe Rehacare International statt. Im Mittelpunkt der Messe stehen Angebote für Menschen mit Handicap selbst, doch im Bereich Mobilität stellen dort neben den Anbietern von Rollstühlen auch Umrüster von Fahrzeugen für die Beförderung von Rollstuhlfahrenden aus.

Traditionell in der Halle 6 sind auch in diesem Jahr wieder einige Stände solcher Umrüster angesiedelt. Das Borkener Unternehmer Activa Automobilservice stellt dort verschiedene Fahrzeuge mit FlexiRamp vor, die den Heckausschnitt abdeckt und daher für die Nutzung ohne einen Rollstuhlfahrgast im Taxi oder Mietwagen wichtig ist. Activa teilt seinen Stand mit seinem Bausatz-Lieferanten API. Ob er auch den liftbaren Heckausschnitt von Haag Rehatechnik ausstellt, ist noch nicht hundertprozentig geklärt. . Kirchhoff Mobility stellt einen Umbau des VW Caddy Maxi 5 mit Heckausschnitt aus. Er heißt „Nivo ProLine“ oder „Nivo ProLine Comfort“ und ist mit einer einteiligen oder einer zweiteiligen Auffahrrampe zu haben. Kombinierbar ist sie mit einer Flex-/Taxirampe. Altec aus Singen ist mit seinen Auffahrschienen und Rampen aus Aluminium mit dabei.

Wegen der Werksferien von AMF-Bruns war in Apen nicht zu erfahren, ob Verkaufsleiter Stefan Willjes an deren Stand etwas Neues im Bereich der Passivfahrer präsentieren wird. Udo Späker, Marketing-Ansprechpartner der Mobilitätsmanufaktor Kadomo in Hilden, kündigt einen VW Caddy Rolli-In an, ein Fahrzeug mit Heckausschnitt. Andreas Zawatzky, Geschäftsführer des Mobilcenters Zawatzky, stellt noch Informationsmaterial zusammen.

Automobile Sodermanns aus dem nahen Wassenberg wird auf jeden Fall auch ein Fahrzeug mit Heckeinstieg präsentieren. Sodermanns stellt laut Marketingleiter Ralf Sontag an seinem Standort mehr als 200 Umbauten aus. Interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer und –unternehmerinnen könnten einen Messebesuch also mit einer Stippvisite dort kombinieren.

Neu in der Halle 6 sind zwei Umrüster aus Italien und Großbritannien. Die Olmeda Special Vehicles spa wurde in Italien 1951 gegründet. Sie bietet heute in ihrem Geschäftsbereich Mobilität Fahrzeuge mit Heckausschnitt an, die der Geschäftsbereich Elektrofahrzeuge auch in elektrifizierter Form umbaut. Der Geschäftsbereich Kleinbusse kümmert sich um die Umrüstung der Transporter Fiat Ducato und Iveco Daily. Die Modelle der Stellantis-Marken stehen bei Olmeda im Vordergrund.

Allied Mobility aus dem englischen Coventry existiert seit 1993 und bezeichnet sich als führenden Hersteller von Rollstuhlfahrzeugen in Großbritannien. Das Unternehmen rüstet den VW Caddy Maxi und seinen Ableger Ford Tourneo Connect, den Peugeot Rifter und den Ford-Transporter Tourneo Custom mit Heckausschnitten aus.

Sowohl Allied Mobility als auch Olmeda informieren im Internet auch auf Deutsch über ihr Unternehmen und ihre Produktpalette. Deutsche Händler sind auf den Homepages allerdings nicht zu finden.

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Rollstuhltaxis: B-Style liefert Umbausatz für E-Kasten-Kombis

News vom 22.05.2023 von Dietmar Fund

Der Heckeinstieg für vier Modelle des Stellantis-Konzerns und eines von Toyota soll den Batteriesatz an Ort und Stelle lassen und damit die Herstellergarantie nicht gefährden.

Der niederländische Umrüster B-Style bringt jetzt einen Umbausatz namens B-Aktiv für einen Heckeinstieg in den batterieelektrisch angetriebenen Hochdach-Kombis des Stellantis-Konzerns und den von ihnen abgeleiteten Toyota Proace City Electric. Die Entwickler hätten den Umbausatz so konzipiert, dass der Batteriesatz nicht herausgenommen, nicht bewegt und auch nicht tiefer gelegt werden müsse, schreiben die Niederländer. Dadurch bleibe die Herstellergarantie für das Basisfahrzeug erhalten.

Für die zweite Sitzreihe des kurzen Radstands bietet B-Style zwei Alternativen an. Eine besteht darin, die Serien-Sitze in der Konfiguration 2+1 oder mit drei Einzelsitzen beizubehalten. Die andere sieht vor, sie durch zwei Einzelsitze zu ersetzen.

Der um zwölf Grad geneigte Rollstuhlplatz ist hinter der zweiten Sitzreihe 1.326 Millimeter lang. Die Höhe der Einstiegsöffnung beträgt 1.426 Millimeter, die Innenhöhe beträgt 1.326 Millimeter. Die Rampe lässt sich auch so einklappen, dass sie den Bodenausschnitt abdeckt, was die Niederländer als „Pop-up-Rampe“ bezeichnen. Andere Umrüster sprechen hier zum Beispiel von einer „Taxi-Rampe“. Dank der Alu-Wabenstruktur soll die Rampe sehr leicht und damit gut bedienbar sein. Eine weitere Erleichterung könnte die optionale Gasfeder bringen. B-Style verwendet Rückhaltesysteme von Braun Ability aus Schweden.

Für die dritte Sitzreihe der Versionen mit langem Radstand bietet B-Style zwei Klappsitze an. Sie machen die Fahrzeuge zum Siebensitzer, solange kein Rollstuhl-Fahrgast befördert werden soll. Optional kann der Rollstuhlplatz mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet werden.

B-Style liefert den Umrüstern mit seinem Umbausatz eine Sägeschablone mit. Sie soll ihnen das korrekte Aussägen des Heckausschnitts erleichtern, ohne viel vermessen zu müssen. Eine Schablone gibt es auch den Zuschnitt der hinteren Stoßstange, die bei B-Style mit der Heckklappe zusammen nach oben schwenkt.

Konzipiert wurde der Umbausatz für die weitgehend baugleichen batterieelektrisch angetriebenen Hochdach-Kombis Citroen e-Berlingo Electric, Fiat E-Doblò, Opel Combo-e Life, Peugeot e-Rifter und Toyota Proace City Verso Electric.

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Rollstuhltaxis: RETTmobil 2023 brachte nicht viel Neues

News vom 11.05.2023 von Dietmar Fund

Am interessantesten war in Fulda der Vergleich von vier Ford E-Transit, die für den Rollstuhltransport umgerüstet worden sind.

Nachdem alle wichtigen Baureihen von Kasten-Kombis und Transportern erneuert worden sind und der Ford Transit/Tourneo Custom noch nicht bei den Händlern steht, haben die Umrüstungen für die Mitnahme eines oder mehrerer Rollstuhlfahrenden momentan einen gewissen Höchststand erreicht. Daher kommen derzeit allenfalls noch neue Detaillösungen. Die wichtigsten hat taxi heute bereits in der Ausgabe 3-4/2023 vorab angekündigt. Das zeigte der Besuch der RETTmobil 2023 am Eröffnungstag 11. Mai 2023 ganz deutlich.

Die wohl interessanteste Neuerung präsentierte MobiLTEC in Gestalt eines Ford E-Transit L2H2, der mit neun Sitzen gerade noch die Gewichtsgrenze von 3,5 Tonnen für den Pkw-Führerschein einhält. Das Vorführfahrzeug eines Händlers hatte dazu einen besonders leichten Systemboden mit nur vier Schienen, auf denen in drei Reihen je zwei Einzelsitze des besonders leichten Schnierle-Sitzes entlang der linken Seitenwand angeordnet sind. Hinter der Serien-Schiebetüre hat das Fahrzeug eine Doppeltrittstufe. Ihre Serienversion ist nun an der C-Säule befestigt, wodurch die nicht mehr so weit in den Innenraum ragt und sich auch mit der Dreier-Serienbestuhlung von Ford vertragen würde.

Am Stand von Auto Bayer konnte man ebenfalls einen Ford E-Transit mit Systemboden anschauen. Das Fahrzeug in der Konfiguration L2H3 hatte keine Trittstufe und ist in dieser Form trotz zweier stabiler Haltegriffe weder Schulkindern noch älteren Fahrgästen zuzumuten.

Der Dritte E-Transit stand bei Tribus in der Konfiguration L2H3. Weil seine Basis das Modell mit Heckantrieb ist, liegt der 78 Millimeter flache, leichter gewordene Systemboden Triflex AIR 2.0 bei ihm deutlich höher als bei frontgetriebenen Varianten, was im Einstieg gut sichtbar wurde. Weil das auch die Innenhöhe einschränkt, kommt man nur mit der Dachhöhe H3 auf eine Stehhöhe von 1,90 Metern. Gekennzeichnet war das Mehrzweckfahrzeug als Fahrzeug für 7+1 Leute oder die Mitnahme von zwei Rollstuhlfahrgästen. Ausgestattet war der E-Transit mit einer elektrischen Trittstufe des Zulieferers Versa, die auch Schnierle verbaut.

Ebenfalls einen Ford E-Transit hatte das schwedische Unternehmen Braun Ability mitgebracht. Er hatte die Konfiguration L2H2 und war mit dem Prototypen einer mehrstufigen Trittstufe ausgestattet. Ob sie manuell wie bei MobiLTec oder elektrisch angetrieben auf den Markt kommen soll, war nicht zu erfahren. Ein deutscher Umrüster, der auf Systemböden und Sitze von Braun Ability zurückgreift, ist DIE Transform, der selbst nichts Neues zu bieten hatte.

Unspektakulär an einem Mercedes-Benz Sprinter mit Dieselantrieb angebracht war die neue elektrisch angetriebene „eTrittstufe“ von AMF-Bruns. Sie taucht bei einem seitlichen Aufprall nach unten ab und soll so die Batteriepacks elektrisch angetriebener Transporter nicht beschädigen. AMF-Bruns will sie zum Standard bei allen Fahrzeugen ungeachtet ihres Antriebs machen.

Der tschechische Bausatz-Lieferant für Heckausschnitte, API, zeigte zusammen mit dem Umrüster Activa Automobil-Service die nun fertige Serienlösung eines neigungsverstellbaren Heckausschnittes in einem Mercedes-Benz e-Vito. Die „FlexiRamp Pro“ wurde von Haag Rehatechnik entwickelt und vor einem Jahr als Prototyp vorgestellt. Der Rollstuhl-Fahrgast wird ganz normal über die Rampe ins Fahrzeug geschoben und gesichert. Danach wird der Fahrgastplatz, der sonst nach hinten geneigt wäre, elektrisch in eine waagerechte Position gebracht. Das ist für den Rollstuhlfahrenden angenehmer und hat den Vorteil, dass man trotz des wegen der Fahrbatterien kurzen Heckausschnitts auch Patienten in Pflegerollstühlen unterbringt.

Stephan Schwartz vom Berliner Büro von API zeigte eine ganz neue Option: Wenn man nach der Sicherung von Rollstuhl und Fahrgast die Rampe hochklappt, fährt der Rollstuhlplatz automatisch in die Waagerechte. Sonst müsste man das Anheben mit einem Taster in die Wege leiten. Diese Lösung kostet weitere 1.200 Euro Aufpreis.

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Rollstuhltaxis: RETTmobil-Aussteller sind veröffentlicht

News vom 26.04.2023 von Dietmar Fund

Auf der Ausstellerliste der RETTmobil International in Fulda finden sich fast alle Umrüster rollstuhlgerechter Fahrzeuge, die sich aktiv auch um Taxi- und Mietwagenkunden kümmern.

Taxi- und Mietwagenunternehmer und –unternehmerinnen, die sich den Besuch der RETTmobil International in Fulda vorgenommen haben, können jetzt in Ruhe ihren Messebesuch zwischen dem 10. und dem 12. Mai planen. Die Messegesellschaft hat endlich das Ausstellerverzeichnis auf die Homepage gestellt. Leider kann man es nicht als pdf-Datei herunterladen. Weil man sich auf die Stichwortsuche nicht immer verlassen kann, hat taxi heute die alphabetische Liste durchforstet und ist dabei auf folgende Aussteller gestoßen, die für die mobile Branche interessant sein könnten:

AAT Alber Antriebstechnik GmbH (Treppensteiger)

Activa Automobil-Service GmbH (Heckausschnitte)

Alphadynamik GmbH & Co. KG (Trittstufen und Rampen)

AMF-Bruns GmbH & Co. KG (Heckausschnitte, Systemböden und Trittstufen)

API DE GmbH (Bausätze für Heckausschnitte)

Autohaus Bayer GmbH (rollstuhlgerechte Fahrzeuge von Ford)

Braun Ability Europe GmbH (Systemböden, Sitze, Lifte und Rampen)

Autohaus Siebrecht GmbH (rollstuhlgerechte Fahrzeuge von Opel und anderer Stellantis-Marken)

DIE Transform GmbH (Heckausschnitt und Systemboden)

Emil Frey Fleet / DVI Mobile GmbH (Systemböden, Mehrzwecktaxis)

European Van Service GmbH (Systemböden, Mehrzwecktaxis)

Haberl Electronic GmbH & Co. KG (Wegstreckenadapter für Taxis und Mietwagen)

Hermann Schnierle GmbH (Sitzsysteme und Rollstuhlrückhaltesysteme)

Kienzle Argo GmbH (Unfalldatenspeicher, Kamerasysteme)

Mobility Reha / MR Service GmbH & Co. KG (Systemböden, Sitzsysteme, Mehrzwecktaxis, Trittstufen)

MobiLTec GmbH (Heckausschnitte, Systemböden, Mehrzwecktaxis)

MobiTEC GmbH & Co. KG (Heckausschnitte, Systemböden, Mehrzwecktaxis)

MPC Software GmbH (Software für Disposition und Krankenfahrten-Abrechnung)

opta data Gruppe (Krankenfahrten-Abrechnung)

Schoon Fahrzeugsysteme (Systemböden, Mehrzwecktaxis, Heckausschnitte, Rampen und Lifte)

Speedsignal GmbH Automotive (Wegstreckenadapter und Taxi-Alarmanlagen)

Tribus B.V. (Systemboden, Sitzsysteme, Rollstuhlverankerungen)

Die Liste versteht sich ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr. Im Gegensatz zu früheren Ausstellungen ist Kirchhoff Mobility als einziger größerer Umrüster in diesem Jahr in Fulda nicht vertreten.

Nach dem Besuch am ersten Messetag wird taxi heute aktuell online sowie in der Ausgabe 5-6/2023 über die Neuerungen berichten, die für das - und Mietwagenbetriebe wichtig sind.

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Rollitaxis: Barrierefreie Transporte brauchen einen Anreiz

News vom 24.04.2023 von Dietmar Fund

Wegen des hohen finanziellen, personellen und organisatorischen Aufwands machen sich Rollstuhltaxis erst nach langer Zeit bezahlt. Das berichtete ein Praktiker der Grupe Fahrservice GmbH bei einer Veranstaltung zum Thema Inklusionstaxis in Bamberg.

Wegen der alternden Bevölkerung werden immer mehr Menschen pflegebedürftig und sind eine potenzielle Kundschaft für Rollstuhltaxis. Noch aber sind die Zuschläge für sie in vielen Taxi-Tarifordnungen viel zu niedrig, um den mit Rollstuhltaxis verbundenen Aufwand für die Beschaffung, den Einsatz und nicht zuletzt das Fahrpersonal abzudecken. Bei einem Zuschlag von 10 Euro laut Taxi-Tarifordnung sind Rollstuhltaxis für Selbstzahler für die Grupe Fahrservice GmbH aus dem niedersächsischen Bad Grund kaum interessant. Bei ihren 16 rollstuhlgerecht umgerüsteten VW Caddy Maxi-Taxis kommt es mehr auf die Krankenfahrten-Tarife an, für die das Unternehmen im Rahmen von individuellen Sondervereinbarungen mit den Kassen eine Grundpauschale von 27 Euro inklusive der ersten 8 gefahrenen Kilometer vereinbart hat. Das berichtete Jan-Otto Jacobs, Verkehrsleiter der Grupe Fahrservice GmbH, am 22. April 2023 bei einer Veranstaltung über Inklusionstaxis im Katholischen Internat Aufseesianum in Bamberg. Er trat dort als Referent im Auftrag des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V., der Taxi-Zentrale Nürnberg eG und der Taxi München eG auf.

Jacobs nannte als einen wesentlichen Aspekt neben der Fahrzeuganschaffung, die man bei Inklusionstaxis einkalkulieren müsse, den erhöhten Aufwand für Suche geeigneten Personals und dessen Vorbereitung auf seine verantwortungsvolle Tätigkeit. Er habe hier positive Erfahrungen mit Mitarbeitern mit Migrationserfahrung gemacht, weil es bei der Beförderung von Rollstuhlfahrenden nicht so sehr auf die Konversation ankomme.

Rollstuhlfahrzeuge verursachten einen erhöhten Aufwand in der Disposition, weil sie oft längere Fahrtstrecken zurücklegten und auch für Rückfahrten freigehalten werden müssten. Man müsse bei ihnen deshalb den Bedarf über den ganzen Tag verteilt im Blick behalten und könne sie nicht so flexibel für andere Fahrten einsetzen wie normale Taxis.

Laut dem Referenten setzt sein Unternehmen den zeitlichen Mehraufwand pro Rollstuhlbeförderung mit durchschnittlich 20 Minuten oder rund 6,45 Euro inklusive der Nebenkosten für den Arbeitgeber an. Momentan bezahle sein Unternehmen einen Bruttolohn von 13 Euro pro Stunde, der eigentlich schon beinahe sittenwidrig sei, sagte Jacobs. Die Kassen gingen sogar nur vom Mindestlohn von 12 Euro aus, obwohl ihres Erachtens eher 14 bis 16 Euro Stundenlohn angemessen seien.

Der Praktiker rechnete den interessiert zuhörenden Teilnehmenden vor, dass bei einer Nutzung eines Rollstuhl-Caddys mit 8.000 bis 10.000 Euro teurem Umbau über vier bis fünf Jahre bei niedrigeren Wiederverkaufswerten als bei einem VW Touran für die Refinanzierung durchschnittlich 1,4 Rollstuhlfahrten pro Tag nötig seien oder 415 Rollstuhlbeförderungen pro Jahr. „Bei diesem Durchschnitt ist noch kein Mehrgewinn gegenüber einer üblichen Taxifahrt drin und damit auch kein Anreiz für ein Unternehmen“, stellte Jacobs klar. Bei monatlich 8.000 Fahraufträgen entfielen rund 10 Prozent auf Rollstuhlfahrten, für die aber 50 Prozent des Fuhrparks bereitgehalten werden müssten. „Wir müssen deshalb einen Anreiz für barrierefreie Transporte schaffen. Unser Wunsch ist eine bundesweite Förderung des Umbaus in Verbindung mit einer Anpassung der Vergütungsstrukturen der Kassen, um den personellen Mehraufwand abzudecken“, erklärte Jacobs.

Die Beispielrechnung bezog sich auf den Durchschnitt aller Rollstuhltaxis. Außer ihnen betreibt die Grupe Fahrservice GmbH auch freigestellte Verkehre, bei denen ganz anders kalkuliert wird. Das Unternehmen hat sieben Betriebssitze im Harz. Es setzt 32 Taxen ein, von denen die Hälfte auf Rollstuhlbeförderungen eingerichtet ist. Von 18 Fahrzeugen für den freigestellten Verkehr sind 8 auf die Beförderung von Rollstuhlfahrenden eingestellt.

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Rollitaxi-Zuschlag ist schwer durchzusetzen

News vom 24.04.2023 von Dietmar Fund

Ein Würzburger Zentralenvorstand musste hart argumentieren und hofft, dass er bald einen Grundtarif von 20 Euro für Fahrten mit Rollstuhltaxis genehmigt bekommt.

In der Regel lehnen Stadträte einen Zuschlag für ein Rollstuhltaxi in der Taxi-Tarifordnung ab oder setzten ihn zu niedrig an. Deshalb kenne die Taxi-Tarifordnung in Würzburg bisher nur einen Großraum-Zuschlag von 7 Euro, der auch bei Rollstuhltaxis genommen werden dürfe. Daher habe die Taxi Würzburg eG im April 2022 einen Tarifantrag gestellt, der einen Rollitaxi-Zuschlag von 20 Euro vorgesehen habe.  Man habe ihr aber schnell klargemacht, dass dann der ganze Taxi-Tarif abgelehnt werde, weil der Zuschlag als Diskriminierung Behinderter angesehen werde. Aus diesem Grund habe die Taxigenossenschaft diese Komponenten notgedrungen aus ihrem Antrag herausgenommen. Das berichtete Holger Klier, der seit 2003 einer der beiden Vorstände der Genossenschaft ist, am 22. April 2022 in Bamberg bei einer Veranstaltung zum Thema Inklusionstaxis. Der Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V. hatte sie zusammen mit der Taxi-Zentrale Nürnberg eG und der Taxi München eG organisiert.

Klier berichtete, dass es im September 2022 eine Gesprächsrunde mit der Sozialreferentin der Stadt, dem Fachbereichsleiter Allgemeine Bürodienste, dem Inklusionsbeauftragten, dem Behindertenbeirat und einer Bezirksvertreterin gegeben habe. Diese Runde habe sich zunächst gegen einen Zuschlag und stattdessen für eine Förderung von 8.000 bis 10.000 Euro für die Fahrzeug-Umrüstung ausgesprochen.

Die Taxigenossenschaft habe dann erklärt, wie sie auf die 20 Euro Zuschlag gekommen sei. „Wir haben mit der Größe des Fahrzeugs und dem hohen Aufwand für das Handling der Rampe und die Sicherung des Fahrgasts argumentiert“, berichtete Holger Klier. „Beim Einladen würde der zwar bezahlt, weil dabei der Taxameter schon läuft, aber nicht beim Ausladen, wo die Rückrüstung der Rampe rund 12 Minuten dauert. Dafür hätten wir analog zur fahrgastbedingten Wartezeit 7,20 Euro nehmen müssen.“ Die Genossenschaft veranschlage außerdem zwei Euro pro Fahrt für die Wartung und die TÜV-Prüfungen, die mit der Rollstuhl-Umrüstung verbunden seien. Zu guter Letzt seien noch fünf Euro für die längere Sperrzeit gegenüber einem normalen Taxi in der Vermittlung einkalkuliert worden.

„So haben es die Vertreter der Stadt verstanden“, erklärte der Zentralenvorstand. „Wir haben ihnen auch erläutert, dass die Fahrdienste von Hilfsorganisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund oder dem Bayerischen Roten Kreuz an Wochenenden nicht zur Verfügung stehen. Außerdem müssten gehandicapte Fahrgäste bei ihnen unter der Woche mit langen Vorausbestellungen rechnen und hätten keinerlei Flexibilität.“

Leider habe die Stadt inzwischen nur ein einziges Rollstuhltaxi mit 10.000 Euro gefördert, während fünf Unternehmer gerne eines gewollt hätten, bilanzierte der Würzburger. Mündlich sei ihnen zugesichert worden, dass der Grundtarif von 20 Euro komme, aber bisher sei er noch nicht umgesetzt worden.

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Ein Rollitaxi-Umrüster lüftet ein Geheimnis

News vom 23.04.2023 von Dietmar Fund

Nicht erst auf der RETTmobil ab dem 10. Mai, sondern bereits beim Inklusionstaxi-Treffen am 22. April 2023 in Bamberg zeigte MobiTEC seine Messeneuheit für den VW Caddy Maxi mit Heckausschnitt.

Wie man einen VW Caddy Maxi mit Heckausschnitt als Siebensitzer noch flexibler machen kann, zeigte Harald Damaschke, Gründer und Geschäftsführer des Berkheimer Umrüsters MobiTEC, am 22. April 2023 im Katholischen Internat Aufseesianum in Bamberg. Dort hatten der Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V., die Taxi München eG und das Organisationsteam der Taxi-Zentrale Nürnberg eG ein Treffen zum Thema rollstuhlgerechte „Inklusionstaxis“ für Interessierte aus ganz Deutschland auf Stuhlbeine und Räder gestellt.

Damaschke präsentierte Dreh-Klappsitze eines neuen türkischen Lieferanten, die ebenso wie die zweite Generation der Kopf-Nacken-Stütze von AMF-Bruns auf Schienen verschiebbar angeordnet waren. So lässt sich die Kopf-Nacken-Stütze nicht nur bei voller Bestuhlung als Siebensitzer seitlich weggeklappt mitführen, sondern auch in mehreren Positionen nutzen, wenn ein Rollstuhlfahrer zu befördern ist. Da die Schwenksitze der dritten Reihe in einem solchen Fall nicht gebraucht werden, kann man auch sie entsprechend ein Stück nach vorne verschieben.

MobiTEC verwendet erstmals nicht die gängigen Dreh-Klappsitze des niederländischen Umrüsters TriBus, sondern welche des türkischen Herstellers Sege. Er baut unter anderem auch Fahrgastsitze für Omnibusse und Minibusse sowie Fahrersitze für Spezialfahrzeuge. Möglich wurde die neue Lösung erst durch den Einbau der Kopf-Nacken-Stütze Future Safe 2 von AMF-Bruns, weil sie im Gegensatz zur ersten Generation keinen oberen Befestigungspunkt mehr braucht.

Ein weiteres neues Detail war ein Gurtschloss direkt an der Rampe. Wenn man den Retraktor dort einhakt, hat man ihn vor der Befestigung des Rollstuhls am Fuß der Rampe direkt bei der Hand und muss ihn nicht erst aus den Tiefen des Heckausschnitts fischen.

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E-Rollstuhltaxis: Gewicht ist das Thema der Stunde

News vom 08.11.2022 von Dietmar Fund

Weil bei den 3,5-Tonnern mit batterieelektrischem Antrieb die Nutzlast arg knapp ist, möchte der Umrüster AMF-Bruns seinen Systemboden und seine Einzelsitze in Kürze leichter anbieten.

Mit dem batterieelektrisch angetriebenen Ford E-Transit ist unter Taxi- und Mietwagenbetrieben, die mehrere Rollstuhlfahrende gleichzeitig befördern wollen, die Hoffnung aufgekommen, auch einen 3,5-Tonner mit elektrischem Antrieb einsetzen zu können. Nach der Reichweite, die für planbare Fahrten zu Behinderten-Werkstätten nun reichen dürfte, kommt allerdings nun das Gewichts-Thema auf. Die für das Fahren mit dem Pkw-Führerschein zu beachtende Grenze von 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse begrenzt die Anzahl der Sitz- beziehungsweise Rollstuhlplätze.

„Bei Elektrofahrzeugen ist das Leergewicht das Thema der Stunde“, sagte dazu Gerit Bruns, Geschäftsführer des Apener Umrüsters AMF-Bruns, auf der Europäischen Taximesse in Essen. „Wir arbeiten deshalb mit Hochdruck an unserem neuen Smart Floor, den wir im ersten Quartal 2023 auf den Markt bringen möchten.“ Der neue Systemboden werde wahrscheinlich 38 Prozent weniger als bisher wiegen, was innerhalb der 3,5-Tonnen-Grenze einen Sitzplatz mehr als bisher zulasse. Ebenfalls 2023 sollen außerdem neue Sitze kommen, deren Gewicht komplett samt Sitzfuß unter 15 Kilogramm liegen soll.

Wie Gerit Bruns außerdem berichtete, sollen alle neuen Elektrotransporter wie zum Beispiel auch der neue E-Ducato nur als Kastenwagen kommen und nicht als verglaste Kombis. Daher wird es dabei bleiben, dass die Umrüster die E-Kastenwagen verglasen und ihre Wände und das Dach wie bei einem Kombi auskleiden müssen.

In Arbeit ist laut Bruns auch eine neue, elektrisch ausfahrbare Trittstufe für batterieelektrisch angetriebene Transporter. Die Lösung, auf die er noch nicht näher eingehen wollte, werde so ausfallen, dass die Fahrzeughersteller sie als unkritisch empfinden würden. Die Hersteller haben offenbar eine Heidenangst, dass eine solche Trittstufe ihre Batterien beschädigen könnte, die bei allen Elektro-Transportern unter dem Laderaumboden zwischen den Achsen untergebracht sind. Aus diesem Grund hatte der Umrüster MobilTec aus Bingen auf der RETTmobil 2022 eine mechanische Lösung vorgestellt, die aber nach innen schwenkt und im Innenraum Platz kostet.

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Rollstuhl-Taxis: Landkreis überlegt Alternative zum Zuschlag

News vom 26.09.2022 von Dietmar Fund

Eine Investitions-Förderrichtlinie könnte im Landkreis Stade und in angrenzenden Landkreisen den kürzlich auf sieben Euro erhöhten Rollstuhl-Zuschlag ablösen, der Taxiunternehmern im Verhältnis zu ihrem Zusatzaufwand ohnehin zu niedrig ist.

Laut der Kreiszeitung Wochenblatt vom 23. September 2022 gibt es im Landkreis Stade Bestrebungen, den bei der kürzlichen Anhebung der Taxi-Tarife auf 7 Euro erhöhten Rollstuhl-Zuschlag ganz abzuschaffen. Er war von Behindertenverbänden, der Linken-Fraktion und den Grünen kritisiert worden, die auf Inklusion pochen (taxi heute berichtete).

Wie das Blatt berichtet, denkt die zuständige Dezernentin des Landkreises darüber nach, den Taxiunternehmen bei der Anschaffung eines rollstuhlgerechten Fahrzeugs einen einmaligen Investitionskostenzuschuss zu gewähren, anstatt den Rollstuhlfahrern die einzelnen Fahrten zu erstatten. Dazu könnte demnach eine Investitions-Förderrichtlinie beschlossen werden, die die Zahlung solcher Zuschüsse an Taxiunternehmen ermöglichen würde. Laut dem Artikel hat der Landkreis Cuxhaven bisher darüber nachgedacht, den Zuschlag aus dem Sozial-Etat zu erstatten, wofür die Dezernentin aus Stade keine Rechtsgrundlage gesehen habe. Sie wolle sich nun mit den angrenzenden Landkreisen abstimmen.

Die Fraktion Die Linke hatte sich im Stader Kreistag schon mehrmals für eine Zuschuss-Lösung eingesetzt. Zuletzt hatte sie für die Sitzung am 13. September 2022 beantragt, den Rollstuhl-Zuschlag von 7 Euro zurückzunehmen und stattdessen einen Fond zur Unterstützung von Taxiunternehmen bezüglich des Erwerbs von Rollstuhltaxen einzurichten. Im Antrag steht auch, ein Vergleich mit Großraumtaxen sei nicht statthaft, weil deren Besteller selbst wählen können, mit welchem Fahrzeug sie befördert werden wollten, Rollstuhlfahrer und –fahrerinnen hingegen nicht.

Bei der nächsten Kreistagssitzung am 4. Oktober 2022 möchte die Fraktion Die Linke das Thema erneut zur Sprache bringen und einen weiteren Antrag stellen.

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Rollstuhl-Taxis: Tribus präsentiert Sitzbelegungs-Erkennung

News vom 20.09.2022 von Dietmar Fund

Auf der IAA Transportation führte der niederländische Umrüster Tribus sein System Passenger Safety Check vor, das auch vor nicht korrekten Rollstuhl-Sicherungen warnt.

Ein Monitor zur Anbringung an die Armaturentafel sowie Sensoren, die in die Einzelsitze und Rollstuhl-Verankerungen integriert sind und Signale per Bluetooth übertragen, sind die Bausteine der Sitzbelegungs-Erkennung von Tribus. Der niederländische Spezialist für Systemböden und Bauteile, die Transporter flexibel einsetzbar machen, präsentierte sein System als „Passenger Safety System“ auf der IAA Transportation, die am 20. September 2022 mit einem Pressetag begann.

Auf einem Schaustück, das einen Systemboden der neuesten Version TriflexAir 2.0 mit Einzelsitzen sowie im Boden versenkten Rollstuhlbefestigungen aufwies, zeigte das Unternehmen, dass das System auch eine Anzeige im Boden selbst für die korrekte Rollstuhlverankerung im Boden enthält. An beiden Wänden entlang verlaufen rot beleuchtete Streifen. Leuchten sie dauerhaft, ist alles in Ordnung. Sobald aber eine Sicherung nicht korrekt eingerastet ist, blinkt das Leuchtenband auf der Seite, auf der etwas nicht stimmt.

Was die Sitze angeht, bekommen Fahrerinnen und Fahrer auf einem Display angezeigt, welche der Sitze belegt sind und ob sich die Mitfahrenden auf den belegten Sitzen angeschnallt haben. Setzt sich jemand auf einen Sitz, wird er in Rot angezeigt. Sobald sich die Person anschnallt, wechselt die Anzeige auf Grün. Auch wenn die Batterien der Sensoren schwächeln oder eine andere Störung auftritt, bekommt der Fahrer dies angezeigt.

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Iveco-Händler zeigt Fiat E-Scudo-Umbau zum Rollstuhl-Taxi

News vom 20.09.2022 von Dietmar Fund

Obwohl Fiat Professional auf der IAA Transportation nicht vertreten war, zeigte ein Mannheimer Iveco-Händler ein Rollstuhl-Taxi auf der Basis des Fiat E-Scudo, das MobiTEC umgerüstet hat.

Die Mannheimer Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH sieht einen Markt für rollstuhlgerecht umgerüstete, batterieelektrisch angetriebene Transporter bei Fahrdiensten. Deshalb hat sie bei MobiTEC in Berkheim einen Fiat E-Scudo mit einem langen Heckausschnitt versehen lassen, den sie auf der IAA Transportation präsentierte. Das berichtete Fiat-Kundenberater Deniz Boyraz, der den Stand zusammen mit Verkaufsleiter Andreas Obst betreute. Obst kennt Harald Damaschke sehr gut, den Firmengründer und Geschäftsführer von MobiTEC.

Wie Viktor Ermantraut von MobiTEC bei der Aufbereitung des Ausstellungsstücks am Pressetag berichtete, entspricht die Wanne des E-Scudo ganz der seiner Verbrenner-Brüder. Kombinierbar ist sie mit beiden lieferbaren Akku-Größen 50 oder 75 kWh. Sie ist 1.690 Millimeter lang und 865 Millimeter breit. Kombinieren kann man den Ausschnitt sowohl mit einer Taxi-Rampe, die ihn bei Nichtgebrauch abdeckt, als auch mit bis zu vier Dreh-/Klappsitzen.

MobiTEC rüstet auch die vergleichbaren Transporter des Stellantis-Konzerns und seines Kooperationspartners Toyota mit denselben Heckeinstiegen aus, unabhängig von der Art ihres Antriebs.

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Renault-Tochter Customize rüstet Rollstuhltaxis um

News vom 20.09.2022 von Dietmar Fund

Auf der IAA Transportation wurde ein Renault Kangoo mit Heckeinstieg gezeigt, der in Frankreich schon als Komplettfahrzeug sowie als Kit für Umrüster vertrieben wird.

Renault rüstet in Frankreich Sonderfahrzeuge wie solche mit Heckeinstiegen werkseitig über das Tochterunternehmen Customize aus. Das zeigte auf der IAA Transportation einen aktuellen Hochdach-Kombi des Typs Renault Kangoo mit einem Heckeinstieg und einem Rollstuhlplatz. In der zweiten Reihe ist anstelle der Dreierbank der Serie in Fahrtrichtung links ein faltbarer Einzelsitz verbaut. Optional kann man ein „Duo-Paket“ oder ein „Trio-Paket“ mit ein oder zwei weiteren faltbaren Einzelsitzen hinzubestellen.

Für den Mittelsitz ist eine Aufnahme im Boden versenkt. Wenn man ihn nach vorne wickelt, bekommt man den Platz für den Rollstuhlfahrenden. Bei einer Fahrt ohne Rollstuhl-Fahrgast klappt man die Verankerung aus dem Boden hoch und arretiert den Mittelsitz auf ihr. Ähnliche Konstruktionen verwenden auch deutsche Umrüster.

Das Fahrzeug präsentierte Sebastian Hagen, der bei der Renault Deutschland AG in Brühl Umbauten von Customize betreut, das früher als Renault Tech firmierte. Nach seiner Aussage liefert Renault in Frankreich sowohl fertig ausgebaute Rollstuhlfahrzeuge als auch Ausbau-Kits für Umrüster. Für Deutschland sei dies auch geplant.

Wann der für den Taxi- und Mietwagen-Einsatz auch als Rollstuhlfahrzeug interessantere lange Radstand in den Pkw-Versionen des aktuellen Kangoo nachgereicht wird, konnte Hagen nicht sagen.

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Rolli-Zuschläge: Landkreis mit interessantem Taxitarif

News vom 12.09.2022 von Dietmar Fund

Der Landkreis Heidenheim hat seit diesem Sommer einen Taxitarif, der den Zuschlag für Rollstuhltaxis elegant umschreibt.

Nach einer Erhöhung des Taxitarifs zum 1. Juli 2022 hat der Landkreis Heidenheim zum 1. September 2022 eine erneute Anpassung genehmigt. Die Landkreisverwaltung habe in Abstimmung mit den Taxiunternehmen einen Tarif ausgearbeitet, der eine „kostendeckende Erhöhung“ vorsehe, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Die Heidenheimer Taxitarif-Verordnung enthält einen Passus, der im Zuge der derzeit in einigen Regionen Deutschlands geführten Diskussion um die Einführung beziehungsweise Erhöhung eines „Rollstuhl-Zuschlags“ interessant ist. Im Paragrafen 3 zu Beförderungsentgelten steht im Abschnitt A zu den Grundpreisen folgende schöne Formulierung: „Grundpreis bei Inanspruchnahme (unabhängig von der Personengruppe) eines besonders ausgestatteten Fahrzeugs oder eines besonders umgebauten Fahrzeugs: 15,40 €“. Der Mindestfahrpreis einschließlich einer Fortschalteinheit beträgt 15,50 Euro. Die Heidenheimer Formulierung geht also nicht ausdrücklich auf die Rollstuhlbeförderung ein.

Laut der Zentralstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landratsamtes Heidenheim gibt es diese Formulierung seit der Taxitarif-Verordnung vom 1. Juli 2022. Ihr gegenüber sei der Mindestfahrpreis zum 1. September 2022 von 13,50 Euro auf 15,40 Euro erhöht worden.

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Beim Jugend-Taxi soll der Rolli-Aufschlag wegfallen

News vom 08.09.2022 von Dietmar Fund

Der Kreis Kleve plant höhere Zuschüsse für seinen Night-Mover 2.0 und den Wegfall des Rollstuhl-Zuschlages, den künftig die Verwaltung tragen soll.

Der Verkehrsausschuss des Kreistags Kleve hat einstimmig beschlossen, den Zuschuss für das Jugend-Taxi „Night Mover 2.0“ von sechs auf acht Euro zu erhöhen. Außerdem soll der Extra-Zuschlag von acht Euro entfallen, den im Rollstuhl zu befördernde junge Menschen bisher bezahlen mussten. Ihn soll der Kreis Kleve übernehmen. Der Kreistag muss dem am 29. September 2022 noch zustimmen. Das berichtete die Lokalredaktion der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) am 5. September 2022.

Der Rollstuhl-Zuschlag wurde bislang für die Nutzung von Sonderausstattungen wie Rampen oder Hubliften erhoben. Er soll jetzt wegfallen, um jungen Menschen, die im Rollstuhl sitzen, dieselben Rechte wie allen anderen Jugendlichen zu gewähren. Im Zuge dieser Inklusions-Diskussion laufen derzeit hauptsächlich in Niedersachsen viele Diskussionen im Zusammenhang mit Tarifanträgen, die eine Erhöhung von Rollstuhl-Zuschlägen vorsehen (taxi heute berichtete). Die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) argumentiert dort für angemessene Zuschläge, erklärt aber auch, die höheren Anschaffungs- und Betriebskosten spezieller Rollstuhlfahrzeuge könnten auch durch Zuschüsse für deren Beschaffung abgedeckt werden. Insofern ist es ein interessanter Ansatz, dass der Landkreis Kleve den Zuschlag wohl selbst übernehmen wird.

Das Konzept Night Mover 2.0 basiert seit Dezember 2019 auf einer App, die im Juni 2020 Papier-Tickets abgelöst hat. Den Zuschuss für das Jugend-Taxi bekommen junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, die im Kreis Kleve wohnen, für die Heimfahrt oder zu einem Fahrtziel innerhalb des Kreises in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor gesetzlichen Feiertagen. Die Fahrt darf auch jenseits der Kreisgrenze starten und muss bei 25 in der App namentlich aufgeführten Taxiunternehmen gebucht werden.

Das Projekt „Night-Mover“ hat der Landkreis Kleve bereits im Jahr 2000 gestartet. Interessierte Leserinnen und Leser können die Liste der teilnehmenden 25 Taxiunternehmen im Downloadbereich dieser Meldung als pdf-Datei einsehen oder herunterladen.

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Bamberger Taxitarif behält zweistelligen Rolli-Zuschlag bei

News vom 17.08.2022 von Dietmar Fund

Auch die seit August 2022 gültige Taxitarifordnung enthält nur den schon seit 2016 geltenden Rollstuhl-Zuschlag.

In den letzten Wochen berichten Tageszeitungen landauf, landab über neu eingeführte und meist erhöhte Taxitarife. Unter den Artikeln waren auch solche, die auf den neuen Bamberger Taxitarif eingingen. Er gilt seit dem 1. August 2022 und enthält auch einen Rollstuhl-Zuschlag und damit ein Element, das Behinderten-Verbände in Norddeutschland gerade unter heftigen Beschuss genommen haben (wie taxi heute 8-9/2022 berichtete).

In der „Taxitarifverordnung“ der Stadt Bamberg vom 11. Juli 2022 ist ein Rollstuhl-Zuschlag von 10 Euro verankert. Er gilt für „die Nutzung eines mit einem Rollstuhl befahrbaren Fahrzeugs durch einen Fahrgast, der auf die Beförderung in einem derartigen Fahrzeug angewiesen ist“.

Laut Michael Fiegl, Vorstand der Bamberger Taxigenossenschaft eG, gibt es diesen Zuschlag schon seit 2016. Er sei seither unverändert geblieben. Seine Genossenschaft habe in diesem Jahr eine Erhöhung beantragt, aber die Stadt Bamberg habe sie abgelehnt, schrieb er auf Anfrage von taxi heute.

Interessierte Leser und Leserinnen finden die neue Bamberger Taxitarifordnung auf den Seiten 55 bis 58 des als pdf-Datei beigefügten Amtsblattes. Es kann im Downloadbereich dieser Meldung heruntergeladen werden.

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Auf der Rehacare stellen Rollitaxi-Umrüster aus

News vom 10.08.2022 von Dietmar Fund

Acht einschlägig bekannte Firmen präsentieren sich auf der Publikumsmesse, die auch über die Beförderung im Rollstuhl sitzender Menschen informiert.

Nach der Messe RETTmobil in Fulda und vor der Europäischen Taximesse im November in Köln können sich Taxi- und Mietwagenunternehmer und –unternehmerinnen auf der Rehacare International in Düsseldorf vom 14. bis zum 17. September 2022 über das Thema Rollstuhlbeförderung umfassend informieren. Traditionell ist diese Publikumsmesse im Bereich Mobilität vor allem den Selbstfahrern gewidmet, kümmert sich aber auch um die Beförderung von Menschen, die im Rollstuhl sitzen müssen und nicht umgesetzt werden können. Mit welchen neuen Größen- und Gewichts-Trends bei den Rollstühlen man es zu tun bekommen könnte und ob es in punkto Sicherung von Fahrgast und Rollstuhl Neues gibt, lässt sich in Düsseldorf auch in einer einzigen Halle herausfinden.

In der dafür vorgesehenen Halle 6 stellen mit Volkswagen Nutzfahrzeuge der Lieferant des derzeit gefragtesten Hochdach-Kombis mit Heckeinstieg aus. Von den Umrüstern sind in alphabetischer Reihenfolge Activa, AMF-Bruns, API, Braun Ability, Kadomo und Kirchhoff Mobility vertreten. Am Stand von API stellt auch Claus Haag aus, der als Entwicklungspartner des tschechischen Bausatz-Lieferanten für Heckausschnitte auftritt. Er will nach Möglichkeit einen Mercedes-Benz eVito mit liftbarem Heckausschnitt präsentieren. Wegen derzeit langer Lieferfristen bei Elektromotoren und Elektrofahrzeugen ist das aber noch unsicher.

Die Messe ist von Mittwoch bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet und am Samstag von 10 bis 17 Uhr.

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Rollitaxis: AMF-Bruns fertigt jetzt auch in Edewecht

News vom 20.07.2022 von Dietmar Fund

Der Rollstuhltaxi-Umrüster hat die Halle und einen Großteil der Mitarbeiter des bisherigen Marktbegleiters Reha Automobile Bad Zwischenahn übernommen, aber nicht das Unternehmen selbst.

Der Apener Umrüster AMF-Bruns hat seine Fertigungskapazitäten um eine nur gut zwei Jahre alte Halle in Edewecht erweitert, in der bis dato Reha Automobile Bad Zwischenahn gearbeitet hat. AMF-Bruns hat den Mitarbeitenden des Betriebs ein Übernahmeangebot gemacht, das mit acht von ihnen der größte Teil angenommen hat.

In der Halle wurden ab Mitte Juli 2022 Fertigungsplätze für Heckausschnitte und Ausbauten des Campervans eingerichtet, den AMF-Bruns neuerdings auf Basis des Ford Tourneo Custom ausbaut und demnächst sogar auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf ausstellen wird.

Laut Firmenchef Gerit Bruns hat sein Unternehmen bewusst nur die Halle übernommen und nicht das Unternehmen Reha Automobile Bad Zwischenahn. Weil dort ganz andere Teile verwendet worden seien, hätte AMF-Bruns keine Service- und Garantiearbeiten an Fahrzeugen vornehmen können, die vom Team des verstorbenen jungen Firmenchefs Markus Pacholke gefertigt worden sind. AMF-Bruns sei deshalb auch nicht als Rechtsnachfolger von Reha Automobile Bad Zwischenahn zu verstehen, sondern habe lediglich durch den Standort Edewecht seine Fertigungskapazitäten erweitert. Da es sich um eine reine Fertigung handle, werde es dort keinen Ausstellungsraum mehr geben.

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Kreistag Rotenburg beschließt Zuschlag für Rollstuhltaxis

News vom 05.07.2022 von Dietmar Fund

Zum Ärger des Behindertenbeirats enthält der neue Taxi-Tarif einen Zuschlag von sieben Euro pro Fahrt, der den Bezirksvorsitzenden der GVN-Fachvereinigung aus ganz anderen Gründen ärgert.

Der Kreistag des Landkreises Rotenburg (Wümme) hat am 23. Juni 2022 mehrheitlich beschlossen, die Taxi-Tarifordnung zum 15. August 2022 zu ändern. Sie bringt außer einer Anpassung der Tarife an die mehrfache Erhöhung des Mindestlohns und die allgemeine Preissteigerung die Einführung eines „Rollstuhlzuschlags“. Er darf für die Beförderung von Fahrgästen erhoben werden, die im Rollstuhl sitzend befördert werden und nicht auf einen Fahrgastplatz umgesetzt werden können.

Für diesen Rollstuhlzuschlag hatte der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) in seinem am 15. März 2022 gestellten Antrag zur Änderung der Taxitarife 15 Euro beantragt. Die Vorlage, die letztlich einstimmig beschlossen wurde, stützt sich mit den beschlossenen sieben Euro auf eine Empfehlung des Gutachters Linne + Krause. Es empfahl, „vorläufig“ einen Zuschlag in Höhe des erhöhten Großraum-Zuschlags zu erheben, der ebenfalls bei sieben Euro liegt. Das Gutachterbüro hatte zuvor ein im März 2020 vorgestelltes Gutachten aktualisiert und am 22. April 2022 vorgelegt.

Der Taxitarif war zuletzt am 1. Februar 2015 erhöht worden. Ihn hatten die Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Stade, Rotenburg (Wümme) und Verden gemeinschaftlich festgesetzt. Ob sie die Tariferhöhung zeitgleich durchführen und den Rollstuhlzuschlag ebenfalls einführen, müssen sie noch gesondert beschließen. Laut der „Kreiszeitung“ ist dieser Beschluss in den Landkreisen Verden und Osterholz bereits gefallen und steht im Landkreis Cuxhaven noch aus.

Letzteres bestätigt der Loxstedter Stefan Gödeke, Bezirksvorsitzender der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen im Gesamtverband des Verkehrsgewerbes Niedersachsen (GVN). Er hält die vorgeschlagenen 7 Euro für eine „Frechheit“ und hofft, dass der Landkreis Cuxhaven einen Rollstuhlzuschlag von 15 Euro beschließt. „Wenn die 7 Euro kommen, werde ich dafür nicht fahren, denn wir verlangen bei unseren Mietwagen schon seit langem 15 Euro“, sagte er auf Anfrage von taxi heute. „Die werden auch bezahlt, ohne mit der Wimper zu zucken, weil die Fahrgäste froh sind, dass sie zu allen Zeiten mobil sein können.“ Gödeke ärgert sich vor allem über den Gutachter Thomas Krause, der für kein Argument zugänglich gewesen sei und verkenne, dass er mit seiner Empfehlung den Versuch des GVN konterkariere, einen landesweit gültigen, auskömmlichen Rollstuhlzuschlag einzuführen.

Die Einführung des Rollstuhlzuschlags stieß prompt auf den Protest des Behinderten-Beirats des Landkreises, wie mehrere regionale Tageszeitungen berichteten. Linne + Krause verweist in seinem Gutachten indessen darauf hin, dass in Göttingen bereits ein Rollstuhlzuschlag von 15 Euro erhoben werde. In den Landkreisen Diepholz und Northeim würden 10,50 Euro berechnet, in Hildesheim und Nienburg 5,00 Euro.

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Tribus baut E-Ducato zum Rollstuhltaxi um

News vom 04.07.2022 von Dietmar Fund

Nach dem VW e-Crafter und dem MAN eTGE rüstet der niederländische Hersteller wegen der höheren Reichweite auch den Fiat E-Ducato um.

Der niederländische Umrüster Tribus hat bisher schon den VW e-Crafter und sein Pendant MAN eTGE mit einem Systemboden, Einzelsitzen und Hecklift zum Transporter für mehrere Rollstuhlfahrende umgebaut. Weil deren Reichweite arg knapp ist, setzt Tribus jetzt auf den neuen Fiat E-Ducato, den man auch mit einer 79-kWh-Batterie bestellen kann.

Weil das Gewicht der 3,5-Tonner für die Rollstuhlbeförderung schon bisher ein großes Thema gewesen ist, baut Tribus in den E-Ducato mit seinen schweren Batterien gleich die zweite Generation seines Systembodens ein. Sie heißt TriflexAIR 2.0 und soll deutlich leichter als die erste Generation geworden sein. Während erste Praxistests mit dem neuen Bodensystem schon abgeschlossen sind, steht die endgültige Spezifikation des Fiat E-Ducato noch aus. Zu seinen möglichen Reichweiten macht Tribus noch keine Angaben. Auch die aktuelle Preisliste von Fiat enthält dazu keine Informationen.

Den Elektrotransporter der Italiener kann man bisher nur als verglasten Kastenwagen in den Längen L2H2 und L4H2 bestellen. Der ist aber ohnehin die gängige Basis für Ausbauten, die mit Systemböden und einem Hecklift ein Mehrzweckfahrzeug für die Rollstuhlbeförderung aus ihm machen.

Interessierte Leserinnen und Leser können für eine erste Orientierung eine Preisliste des Basisfahrzeuges Fiat E-Ducato als pdf-Datei im Downloadbereich dieser Meldung herunterladen.

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Rollitaxis: Fachmesse Rehab könnte sich lohnen

News vom 06.06.2022 von Dietmar Fund

Auf der Karlsruher Messe stellen auch ein paar einschlägig bekannte Umrüster für die Beförderung von Fahrgästen aus, die im Rollstuhl sitzen.

Vom 23. bis zum 25. Juni 2022 findet auf dem Karlsruhe Messegelände die Fachmesse Rehab statt. Sie richtet sich primär an Besucherinnen und Besucher mit Handicap, umfasst aber auch den Themenbereich Mobilität. Dort geht es neben Umbauten für Selbstfahrer auch um Umrüstungen für die Beförderung von Menschen, die im Rollstuhl sitzen.

Zu den Ausstellern der Rehab zählen folgende Umrüster, die sich auch und zum Teil sogar nur der Beförderung von Rollstuhlfahrenden widmen: EDAG Werkzeug & Karosserie GmbH, Haag Reha Engineering GmbH & Co. KG, handicap mobil GmbH, Kirchhoff Mobility GmbH & Co. KG, Mobilcenter Zawatzky und MobiTEC.

Für Taxi- und Mietwagenunternehmer oder –unternehmerinnen aus dem Südwesten Deutschlands, die sich für Neuerungen im Rollstuhlbereich interessieren, könnte sich ein Abstecher nach Karlsruhe lohnen. Dort könnte man sich auch an den Ständen der Rollstuhlhersteller über deren Sicherungsmöglichkeiten informieren, bei denen vieles im Argen liegt.

Die Messe ist am Donnerstag und am Freitag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, am Samstag von 10 Uhr bis 17.00 Uhr. Ein Ticket kostet online 10 Euro und an der Tageskasse 15 Euro, das Parkticket 5 Euro.

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Rollstuhltaxis: AMF-Bruns zeigt Opel Combo-e Life als Siebensitzer

News vom 04.05.2022 von Dietmar Fund

Auf der RETTmobil präsentiert der Umrüster anstelle eines VW Caddy Maxi einen elektrisch angetriebenen Wettbewerber, der flexibel nutzbar ist.

Auf der Messe RETTmobil in Fulda können sich Taxi- und Mietwagenunternehmer, die auch im Rollstuhl sitzende Fahrgäste befördern möchten, den Hochdach-Kombi Opel Combo-e Life XL mit einem Heckausschnitt von AMF-Bruns anschauen. Er ist 810 Millimeter lang und hat damit dieselben Abmessungen wie bei den früheren Verbrenner-Modellen. Die Batterie wird leicht versetzt, aber an ihrer Kapazität verändert sich nichts. Der Umbau sei DIN-gerecht, sei mit 20-facher Erdbeschleunigung crashgeprüft und besitze eine Europäische Typgenehmigung, teilten die Apener am 4. Mai 2022 mit.

Bei dem Fahrzeug bleibt die Original-Sitzbank der zweiten Reihe in allen Funktionen erhalten. Für die dritte Reihe kann man zwei Dreh-/Klappsitze bestellen. Mit ihnen wird der Combo-e Life zum Siebensitzer. Weil das Rollstuhltaxi immer eine „EasyFlex“-Rampe hat, die den Rollstuhlausschnitt abdeckt, können die Fünf- oder Siebensitzer auch mit großem oder größerem Kofferraum genutzt werden. Auch der Einbau der inzwischen von vielen Auftraggebern geforderten Kopf-/Rückstütze „Future Safe“ ist möglich. Dann muss man allerdings auf einen der beiden Dreh-/Klappsitze verzichten. In dieser Konstellation wird das Fahrzeug auch in Fulda ausgestellt.

Auf der RETTmobil zeigt AMF-Bruns einen Prototypen. Ab September 2022 soll das Fahrzeug erhältlich sein.

MobiTEC aus Berkheim zeigt übrigens auf der RETTmobil ebenfalls eine Umbaulösung für den Opel Combo-e Life und seine Geschwister von Citroen, Peugeot und Toyota.

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Verkehrssicherheitstag im Zeichen der Rollitaxis

News vom 23.04.2022 von Dietmar Fund

Beim 3. Verkehrssicherheitstag der Interessengemeinschaft Taxi Ortenau e.V. und der SVG Baden standen erneut die Sicherung von Rollstühlen und Rollstuhlfahrern sowie das Mitfahren im Rollstuhl im Mittelpunkt.

Nach einer langen, durch die Pandemie bedingten Pause luden die Interessengemeinschaft Taxi Ortenau e.V. und die SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Baden am 23. April 2022 zum 3. Verkehrssicherheitstag in Offenburg ein. Er fand dieses Mal auf einem bei der Messe Offenburg angemieteten, großzügigen Parkplatz statt. Die Messe stellte außerdem kulant einen angrenzenden Parkplatz zur Verfügung, auf dem das Catering-Zelt und Biertisch-Garnituren aufgebaut werden konnten. Zusätzlich war dort genug Platz für die parkenden Taxis und Mietwagen der 74 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die meisten von ihnen kamen in diesem Jahr schon früh an, sodass die SVG-Instruktoren Thomas Zehnle und Bernd Maier nach einer kurzen einführenden Runde gleich mehrere Gruppen bildeten. Wie in den Vorjahren bestand die Möglichkeit, auf einem Kurvenparcours das Handling zu üben und anschließend mit Vollgas auf eine Gleitfläche zuzusteuern, um eine Gefahrbremsung zu üben.

Da der Umgang mit im Rollstuhl sitzenden Fahrgästen und deren Sicherung wie vor zwei Jahren erneut im Mittelpunkt standen, waren dieses Mal zwar wieder einige VW Caddy Maxi mit Heckausschnitt und einem Rollstuhlplatz zu sehen. Auffallend war aber die große Anzahl an Transportern, die mehr als einen Rollstuhlplatz anbieten. Deren Fahrer und Fahrerinnen hatten zum Beispiel im Ford Tourneo Custom und im Ford Transit Custom alle Hände voll zu tun, ihre ausladenden Spezialfahrzeuge mit Hilfe der Außenspiegel und der Tipps der Moderatoren durch die Pylonengasse zu steuern.

Ein Erlebnis für viele war es, selbst im Transporter hinten im Rollstuhl zu sitzen und zu erleben, welche Kräfte im Falle einer Notbremsung auch bei korrekter Sicherung noch auf den Rollstuhl-Fahrgast einwirken. Im Theorieblock informierten die Moderatoren mit Unterstützung von Mariecarmen Kraus, der neuen 2. Vorsitzenden der IG Taxi Ortenau, erstmals über den Umgang mit einem Kinderrollstuhl. Mitgebracht hatte sie ihre Tochter und ihren Enkel Noah als Rollstuhl-Fahrgast.

Die quirlige Oma hatte außerdem leckeres Tiramisu zubereitet, während Bettina Schmid und einer ihrer Söhne einen Kaffee nach dem anderen und Kaltgetränke über den Tresen reichten. Als Mittagsimbiss gab es Bockwurst. Für diesen Service konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen etwas in die Box für die Kinderunfallhilfe werfen. Mit ihr wurden 351,20 Euro gesammelt. Dieser Betrag geht zu 100 Prozent an die Hilfsorganisation.

Die beiden Moderatoren hatten zur Sicherung von Rollstühlen und Rollstuhl-Fahrgästen neue Tipps auf Lager und rückten auch bei der Ergonomie im Fahrzeug neue Aspekte in den Vordergrund. Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung lesen Sie in der Ausgabe 6-7/2022 von taxi heute.

Die IG Taxi Ortenau und die SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Baden bieten am 10. September 2022 ebenfalls wieder zwischen 7 und 17 Uhr einen zweiten Verkehrssicherheitstag mit denselben Schwerpunkten an.

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Rollitaxi-Umrüster macht Systemboden leichter

News vom 16.03.2022 von Dietmar Fund

Der niederländische Umrüster Tribus hat seinen Systemboden überarbeitet, wodurch er bis zu 35 Prozent leichter geworden sein soll.

Schon seit jeher kommt es bei Fahrzeugen für die Beförderung mehrerer Rollstuhlfahrenden sehr auf das Gewicht der dafür verbauten Komponenten an. Diese Problematik hat sich durch die sowieso schon schweren elektrisch angetriebenen Basisfahrzeuge verstärkt, die jetzt auf den Markt kommen. Daher hat auch der niederländische Rollstuhltaxi-Spezialist Tribus seinen Systemboden nach zehn Jahren grundlegend überarbeitet. Er heißt nun „TriflexAIR 2.0“ und soll dank Leichtbauweise um bis zu 35 Prozent leichter als der Originalboden geworden sein.

Der neue Boden sei nach den höchsten Sicherheitsstandards im Mercedes-Benz Sprinter und im Volkswagen Crafter getestet worden und besitze eine M1-Typgenehmigung. Die anderen Marken und Modelle sollten noch in diesem Jahr folgen.

Die ersten Kleinbusse mit dem neuen Boden würden jetzt bei Kunden getestet. Wenn die Testphase erfolgreich laufe, solle die Serienproduktion im Juni starten, teilt Tribus mit.

Das Unternehmen wird im Mai erstmals auf einem Stand bei der RETTmobil in Fulda über den neuen Systemboden informieren. Wie bisher sind in ihn Befestigungselemente für Einzelsitze und die Sicherung von Rollstühlen und Rollstuhlfahrenden eingelassen.

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Rollstuhltaxi-Messe RETTmobil sieht alle Signale auf Grün

News vom 23.01.2022 von Dietmar Fund

Der Veranstalter der auch für Rollstuhltaxis wichtigen Blaulichtmesse sieht sich in der Lage, auf alle Corona-Entwicklungen reagieren zu können. Die Messe ist ausgebucht.

Die Vorbereitungen für die Blaulichtmesse und Rollitaxi-Plattform RETTmobil International, die vom 11. bis zum 13. Mai 2022 in Fulda stattfinden soll, laufen nach Plan. Laut Manfred Hommel, dem Geschäftsführer der Messe, ist das Gesamtkonzept der Messe hinsichtlich der Hygieneregelungen so aufgestellt, dass die Veranstalter „auf nahezu alle Entwicklungen sofort reagieren können“. Daher stünden vonseiten der Messegesellschaft „alle Ampeln auf Grün“.

Zugesagt hätten über 400 Aussteller aus 25 Ländern. Damit sei die Messe seit geraumer Zeit „eigentlich ausgebucht“. Dennoch kämen immer noch mehrmals pro Woche Anfragen von potentiellen Ausstellern.

Die RETTmobil International war in den Jahren 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Traditionell stellen dort alle namhaften Umrüster von Fahrzeugen für die Rollstuhlbeförderung aus. Welche dies in diesem Jahr sein werden, will die Messegesellschaft demnächst auf ihrer Internetseite anzeigen.

Einen Bericht über die Messe hat taxi heute wie in den Vorjahren wieder fest eingeplant.

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Activa: VW Caddy Maxi 5-Rollstuhltaxis mit neuen Ideen

News vom 11.01.2022 von Dietmar Fund

Im Caddy Maxi 5 kann man den Heckausschnitt mit den Serien-Sitzen der dritten Reihe kombinieren. Die Bedienung der Rampe und die Beleuchtung des Ausschnitts sind ebenfalls neu.

Der Borkener Rollitaxi-Umrüster Activa Automobil-Service GmbH bietet für die Umrüstung der Baureihe VW Caddy 5 gleich drei Varianten mit unterschiedlich langen Heckausschnitten an. Alle Ausschnitte haben eine nutzbare Breite von 81,5 Zentimetern.

Beim Caddy 5 mit kurzem Radstand ist der Ausschnitt 144 Zentimeter lang. Er kommt wohl eher für Fahrdienste in Frage, die Daueraufträge für nur einen Rollstuhlfahrer samt einer Begleitperson haben. Für den in Taxi- und Mietwagenbetrieben gefragteren Caddy Maxi 5 mit langem Radstand bietet Activa den „L-Ausschnitt“ mit 133 Zentimetern Länge sowie den „XL-Ausschnitt“, den es wiederum in zwei Längen gibt: In Länge 1 mit 136 Zentimetern und in Länge 2 mit 171 Zentimetern. Bei dieser größten Länge bekommt man den Platz für Pflegerollstühle, indem man die Sitzbank der zweiten Reihe umklappt.

Alle Ausschnitte werden mit einer „FlexiRamp“ genannten Auffahrrampe abgedeckt, die sich über die „ZeroEffort“ genannte Technologie mit wenig Kraftaufwand bedienen lassen soll. Neu ist ein neues Lichtkonzept für alle Rampen, das mit dem Öffnen und Schließen der Rampe gestaltet wird.

Weil der Caddy Maxi 5 gerne an Wochenenden auch als Mehrzweckfahrzeug mit sieben Sitzen genutzt wird, hat Activa eine neue Alternative zu den recht teuren Dreh-/Klappsitzen von TriFlex entwickelt, mit denen der Heckausschnitt in solchen Fällen normalerweise überbaut wird. Es wird nun möglich, auch die beiden Einzelsitze der Serienausstattung mit einer untergebauten Klappkonsole für diesen Zweck zu verwenden. Sie werden ohne Werkzeug auf der Konsole befestigt, müssen aber zur Beförderung eines Fahrgastes im Rollstuhl herausgenommen werden. Die Konsole wird dann zur Seite geklappt.

Wichtig für Unternehmer und Unternehmerinnen, die ein Ersatzfahrzeug brauchen und von Lieferfristen geplagt werden: Activa Automobil-Service hat 140 VW Caddy 5 und VW Caddy Maxi 5 bestellt, die für diverse Umbauten vorgesehen sind. In der Vergangenheit hat das Unternehmen immer wieder eine Tranche von Fahrzeugen umgerüstet und damit seinen Fahrzeugbau ausgelastet und war dadurch rasch lieferfähig.

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MobiTEC bringt App zum Konfigurieren von Rollstuhltaxis

News vom 24.11.2021 von Dietmar Fund

Der Berkheimer Umrüster bietet jetzt eine App an, mit der man Transporter mit Systemböden als Rollstuhltaxi zusammenstellen kann.

Der Berkheimer Rollitaxi-Spezialist MobiTEC bietet seinen Kunden jetzt eine App an, mit der sie Kraftfahrzeuge für die Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen (KMP) vorkonfigurieren können, bevor sie ein Beratungsgespräch führen. Der „KMP-Fahrzeugkonfigurator“ ist über die App-Stores der Android- und der Apple-Welt kostenlos abrufbar. Auch auf der Homepage ist ein Link dorthin eingerichtet worden. Zu finden ist er bei den zentralen Neuheiten, die man oben links wechselweise durchklicken kann.

Über die App kann man zunächst ein Basisfahrzeug von Herstellern von Citroen bis Volkswagen Nutzfahrzeuge auswählen und sich dann für einen bestimmten Radstand entscheiden. Angeboten werden Transporter zwischen der Bulli-Größe und den 3,5-Tonnern. Anschließend kann man bei einigen Marken und Typen auswählen, wie viele Längsschienen man haben möchte. Anhand kleiner Piktogramme kann man danach Rollstühle oder Elektrorollstühle anklicken und auf dem Boden platzieren. Ebenso steht eine ganze Reihe unterschiedlicher Sitze zur Verfügung. Eine Kopf-Nackenstütze kann man für die Seitenmontage oder für die Montage am Boden auswählen und ins Bild herüberziehen. Nachdem man an einen Lift mit starrer oder faltbarer Plattform gedacht oder eine Rampe eingeplant hat, kann man den Entwurf speichern und bekommt dann einen Code, mit dem man seine individuelle Konfiguration jederzeit einsehen und bearbeiten kann. MobiTEC prüft die Konfiguration auf ihre Umsetzbarkeit. Sie kann dann die Basis eines Beratungsgesprächs werden.

Der Berkheimer Umrüster hat die App zusammen mit dem Partner IT-Engineering Reith von Thomas Reith aus Langenau umgesetzt. Das Unternehmen entwickelt laut seiner Homepage Apps für den Mittelstand und die öffentliche Hand.

Einen ähnlichen Konfigurator auch für Fahrzeuge mit Heckausschnitt einzurichten, bei denen ebenfalls sehr unterschiedliche Sitzkonfigurationen möglich sind, ist laut Firmengründer Harald Damaschke bereits angedacht. Vor ihnen sollten allerdings erst die MobiTEC FlexVans eingebaut werden, die Kastenwagen-Ausbauten für kleine Fluchten aus dem Alltag.

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Auch Rollitaxi-Umrüster MobiTEC macht Camper mobil

News vom 18.11.2021 von Dietmar Fund

In Zusammenarbeit mit einem Nissan-Autohaus baut der Umrüster auch einen FlexVan auf der Basis seines Systembodens.

Den Berkheimer Rollitaxi-Spezialisten MobiTEC hat der Wohnmobil-Boom der Corona-Pandemie ebenfalls dazu animiert, auf der Basis seines Systembodens einen Transporter-Ausbau für kleine Fluchten aus dem Alltag anzubieten. Er nennt sich „FlexVan Camper“ und entstand zunächst auf der Basis des Nissan NV 300, einem Ableger des Stammvaters Renault Trafic und einem engen Verwandten namens Fiat Talento. Das teilte Viktor Ermantraut mit, der für das Marketing verantwortlich zeichnet und eine ähnliche Meldung über den „Smarttourer Campervan“ des Wettbewerbers AMF-Bruns gelesen hatte (taxi heute berichtete).

Auf dem Lightfloor kann man bis zu vier Einzelsitze hinter den auf Wunsch drehbaren Vordersitzen montieren. Hinter dem Fahrersitz lässt sich ein Küchenmodul und im Heck ein Schrankmodul mit Platz sparenden Rollos anbringen. Ein Bettmodul für den Einbau im Heck mit darunterliegendem Schränkchen macht Übernachtungen möglich. Durch die Schienen im Systemboden können Freizeitsportler auch Fahrräder oder sogar ein Moped in Halterungen mitnehmen. Rollstühle und Rollstuhlfahrer kann man selbstverständlich ebenfalls wie in Rollitaxis befestigen und sichern. Dieses Konzept mit an die Konturen angepassten Modulen entwickelt MobiTEC derzeit für die neue Generation der kompakten Transporter von Stellantis weiter, also für den Opel Zafira Life und die entsprechenden Modelle von Citroen, Peugeot und Toyota.

Zusätzlich bietet MobiTEC unter der Bezeichnung „FlexVan Camper Light“ ein Küchen- und Bettmodul für den Einbau im Heck an, das keine typspezifischen Konturen hat. Es kann deshalb in jedem Transporter verwendet werden, die die nötige Innenbreite aufweist.

Diese Module könnten für Taxi- und Mietwagenbetriebe interessant sein, die Schülerfahrten anbieten und per Systemboden auf Fahrgäste im Rollstuhl eingestellt sind. Während der Schulferien oder während Ferien in Fördereinrichtungen könnten sie ein solches Modul gegen die Sitze tauschen.

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Rollitaxi-Spezialist AMF-Bruns lässt es ordentlich krachen

News vom 16.11.2021 von Dietmar Fund

Der Apener Umrüster hat ein eigenständiges Forschungs- und Entwicklungszentrum in Betrieb genommen, bei dem auch für externe Auftraggeber Bauteile in Rohkarosserien dynamisch getestet werden.

Rund 35 Meter lang ist eine Halle, in der der Rollitaxi-Spezialist AMF-Bruns eine Crashbahn für dynamische Schlittentests aufgebaut hat. Sie wurde im Frühjahr 2021 wegen der Covid-19-Pandemie ohne die geplante offizielle Eröffnung in Betrieb genommen. Von Februar bis Anfang November 2021 wurden auf der Anlage bereits rund 110 dynamische Test mit bis zu 20-facher Erdbeschleunigung (20 G) durchgeführt. Auf dem Schlitten waren dabei Sitze, Rollstühle mit Dummys und Sicherungseinrichtungen sowie ganze Rohkarosserien montiert. Deren Spektrum reichte von Kasten-Kombis mit Heckausschnitt bis hin zu den Transportern, die das Unternehmen mit Systemböden zu Rollstuhlfahrzeugen umrüstet. Das berichteten Firmenchef Gerit Bruns und Malte Kahmann, der Leiter des Testzentrums, beim Besuch von taxi heute am 11. November 2021.

Die neue Testbahn wird von einem Zylinder mit Druckluft von bis zu 220 Bar angetrieben, die im Nebenraum erzeugt und gespeichert wird. Bei einem Testlauf werden die 75.000 Euro teuren und stets temperierten Dummys schlagartig beschleunigt und für ein paar Millisekunden einer Kraft von 20 G ausgesetzt, um die Wirksamkeit der Sicherungseinrichtungen und ihrer Verankerungen zu prüfen. Ein Hydraulikzylinder bremst sie dann wieder ab. Dank sehr heller LED-Lampen-Batterien und Hochgeschwindigkeitskameras können die Versuche genauestens dokumentiert und ausgwertet werden. Sie sind die Basis europäischer Typengenehmigungen, die AMF-Bruns zusammen mit dem TÜV Nord erteilen darf.

Seine dynamischen Tests hat das Unternehmen bisher bei einem externen Partner in Aschaffenburg gemacht. Da sie nun neben der direkt angrenzend untergebrachten Prototypen-Werkstatt und einer weiteren Werkstatt laufen, können die Entwickler bei Fehlern sehr schnell reagieren und Teile verbessern. Auch die statischen Tests, die schon bisher intern gemacht wurden, wurden im Zuge des Umbaus in das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum weiter verbessert und werden nun in der Prototypen-Halle erledigt. Rund 188 statische Tests wurden 2021 bis Anfang November durchgeführt.

In der Prototypen-Halle ist noch die Abtrennung einzelner Boxen mit separatem Eingang vorgesehen, um Prototypen für verschiedene externe Auftraggeber mit bauen und prüfen zu können. Das ganze Testzentrum ist baulich getrennt von den auf dem Werksgelände gegenüberliegenden Fertigungshallen für Transporter mit Systemböden und für „Kleinfahrzeuge“, wie die Kasten-Kombis mit Heckeinstieg bei AMF-Bruns genannt werden. Außer ihnen fertigen die Umrüster in Apen auch Sitzgestelle, Lifte, Rampen, Auffahrschienen und Trittstufen selbst und bauen Smartfloor-Systemböden ihres niederländischen Tochterunternehmens ein.

Gerit Bruns und sein Vertriebsleiter Stefan Willjes legen Wert auf die Feststellung, dass AMF-Bruns standardisierte und geprüfte Lösungen für die Rollstuhlbeförderung entwickelt, obwohl auch in Apen das Kundenspektrum von Einzelaufträgen von Privatkunden bis hin zu größeren Mengen von Fahrzeugen für große Fahrdienste reicht. Welchen Vorteil diese Firmenphilosophie für die Kunden bietet, schildert in Kürze ein ausführlicher Bericht in taxi heute.

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Stuttgart fördert Rollitaxis mit eigenen Standplätzen

News vom 18.08.2021 von Dietmar Fund

In Absprache mit dem örtlichen Taxigewerbe sollen insgesamt 17 exklusive Standplätze für Rollstuhltaxis eingerichtet werden.

Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart gehört bereits zu den wenigen Städten, die die Anschaffung und/oder den Betrieb von Rollstuhltaxis finanziell fördern. Mit ihren Fördergeldern wurden bislang aber nur vier solcher Fahrzeuge umgerüstet und insgesamt sind nur sieben von ihnen in Stuttgart und in der der südlich angrenzenden Region rund um den Flughafen unterwegs. Deshalb möchte die Stadt noch mehr Taxibetriebe zur Anschaffung solcher Fahrzeuge bewegen, in dem sie verteilt auf das ganze Stadtgebiet insgesamt 17 exklusive Standplätze für „Rolli-Taxen“ einrichtet.

Diese Standplätze seien in Absprache mit dem örtlichen Taxigewerbe ausgewählt worden, berichtet die Stadtverwaltung. Die Standorte reichen von nördlichen Außenbezirken bis in den Süden, haben einen Schwerpunkt mit drei Plätzen in der Stadtmitte und decken auch den Osten, Bad Cannstatt sowie die Trabantenstadt Neugereut im Nordosten ab. Die Stadtverwaltung weist mit ihrer Pressemitteilung darauf hin, dass Rollstuhl-Taxen auch über die Taxi-Auto-Zentrale bestellt werden können, wenn gerade keines am Standplatz wartet.

Nach wie vor könnten Zuschüsse für die Anschaffung weiterer Rollstuhl-Taxen beantragt werden, auch solche für kleinere Fahrzeuge, schreibt die Stadt. Damit sind Modelle gemeint, die weniger als vier Fahrgäste inklusive dem Rollstuhlfahrer befördern können. Diese Untergrenze hatte bisher gegolten. Insgesamt möchte Stuttgart bis zu zwölf Rolli-Taxen fördern. Gefördert werden 95 Prozent der Netto-Umbaukosten oder maximal 10.000 Euro je Fahrzeug. Die Rolli-Taxen müssen mindestens vier Jahre gehalten werden. Außerdem müssen die eingesetzten Fahrerinnen und Fahrer an einer speziellen Schulung teilnehmen.

Eine ähnliche Förderung gibt es auch in Berlin. Hamburg hingegen fördert nur Inklusionstaxis mit Elektroantrieb, bezahlt den Unternehmern aber nicht gleich zu Beginn die ganze Fördersumme, sondern zeitlich gestaffelt über mehrere Betriebsjahre hinweg (taxi heute berichtete).

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Free Now will Rollstuhltaxis in Berlin voranbringen

News vom 12.07.2021 von Dietmar Fund

Der App-Vermittler will die Zahl der verfügbaren Rollstuhltaxis bis Anfang 2022 auf immerhin 50 verdoppeln.

Free Now, das Mobilitäts-Joint-Venture von BMW und Daimler, möchte bis Anfang 2022 die Anzahl der in Berlin buchbaren Rollstuhltaxis von heute 25 mindestens verdoppeln. Dazu führe man bereits Gespräche mit Berliner Taxiunternehmen, teilte das Unternehmen mit. Es gebe laut einer Studie der Technischen Universität einen Bedarf von 250 „Inklusionstaxis“ an, die nötig wären, um auch spontane Fahrtwünsche von Rollstuhlfahrenden erfüllen zu können.

Laut Free Now fördert das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSO) die Ausrüstung eines Taxis mit einer Rollstuhlrampe mit 15.000 Euro. Diese Fördergelder seien aber nur noch bis Ende 2021 abrufbar.

Alexander Mönch, General Manager für Deutschland und Österreich, möchte die verbesserte Teilhabe von mobilitätseingeschränkte Menschen gerne mit einer Art Rundem Tisch voranbringen, nachdem die Situation gerade festgefahren sei. Die Initiative solle am besten Verkehrssenatorin Regine Günther ergreifen.  Mönch sieht als Vorbild für die Berliner die Aktivitäten der Hamburger an, anhand derer Free Now neulich angekündigt hatte, barrierefreie Taxis bundesweit über sein App vermitteln zu wollen.

Mit der Pressemitteilung des App-Vermittlers kommt wieder einmal Martin Maubach vom Sozialverband Deutschland – Landesverband Berlin-Brandenburg zu Wort. Er beklagt seit langem bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass in der Bundeshauptstadt viel zu wenige Taxis behindertengerecht ausgestattet seien. Menschen mit Behinderung könnten nach wie vor nicht spontan mobil sein. Der Berliner Senat habe seine eigenen Vorgaben zum Beispiel hinsichtlich einer ausreichenden Abdeckung oder bezüglich einer Wartezeit von höchstens 15 Minuten klar verfehlt.

Mönch erklärte erneut, Free Now wolle Inklusionstaxis als eigenen Service in seiner App buchbar machen und habe das Ziel, den Service innerhalb der kommenden zwei Jahre deutschlandweit anzubieten.

Interessierte Leserinnen und Leser können ein Positionspapier von Free Now im Downloadbereich dieser Meldung als pdf-Datei herunterladen.

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MobiTEC macht bei Rollitaxis Retraktoren verschiebbar

News vom 29.06.2021 von Dietmar Fund

Der Berkheimer Umrüster zeigte beim Inklusionstaxi-Tag in München erstmals eine Schiene, in der sich Retraktoren seitlich verschieben und an unterschiedlich breite Rollstühle anpassen lassen.

Harald Damaschke, Geschäftsführer von MobiTEC, hat immer wieder neue Ideen, die den praktischen Umgang mit Rollstühlen erleichtern. So zeigte er beim Inklusionstaxi-Tag der Taxi München eG am 26. Juni 2021 erstmals eine Aluschiene an der Stirnseite eines Heckausschnitts im VW Caddy Maxi 5, in der sich Retraktoren seitlich verschiebbar anbringen lassen. Damit kann man deren Verlauf besser an unterschiedlich breite Rollstühle anpassen. Mit denen müssen gerade Taxi- und Mietwagenbetriebe rechnen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene in Rollstühlen befördern.

Angebracht war die Schiene in einem Fahrzeug, das MobiTEC nun als „Basic“-Umbau für den VW Caddy Maxi 5 anbietet. Sie hat nur einen 1.375 Millimeter langen Heckausschnitt, durch den der Originaltank unter der mittleren Sitzreihe erhalten bleiben kann. Die hübsche blaue LED-Kette rund um den Heckausschnitt herum entfällt bei ihr ebenso wie die Taxi-Rampe und das Stoßstangen-Mittelteil.

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München fördert Rollitaxis mit klaren Vorgaben

News vom 27.06.2021 von Dietmar Fund

Für bis zu 10.000 Euro Förderung legt das Sozialreferat Wert auf bestimmte Betriebszeiten und Ausstattungen.

Die Landeshauptstadt München fördert den Umbau von Kraftfahrzeugen zu rollstuhlgerechten Taxis, die auch Menschen im Elektrorollstuhl befördern können, mit bis zu 10.000 Euro pro Fahrzeug. Das Sozialreferat möchte Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, insbesondere die spontane Nutzung von Taxis am Abend oder am Wochenende ermöglichen. Daher ist die Förderung auch an die Maßgabe geknüpft, dass die Betriebszeiten der geförderten Rollstuhltaxis während der Zweckbindungsfrist von vier Jahren oder 250.000 Kilometern an drei Wochentagen zwischen Montag und Freitag die Zeitspanne von 18 bis 24 Uhr abdecken. Außerdem müssen die Taxibetriebe pro Jahr 500 Stunden Einsatzzeiten an Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen nachweisen.

Technisch decken die Anforderungen alle Fahrzeuge mit drei Fahrgastsitzen inklusive dem Rollstuhlfahrenden ab, die DIN 75078 Teil I und II erfüllen. „Zusätzlich muss jeder Rollstuhlstellplatz im geförderten Fahrzeug mit einer geeigneten fahrzeuggebundenen Kopf-Rückenstütze ausgestattet sein“, heißt es in der Förderrichtlinie weiter. Die Landeshauptstadt München möchte so seit 2020 und bis Ende 2022 insgesamt 30 rollstuhlgerechte Taxis fördern.

Die Förderrichtlinie und den Ablauf des Förderverfahrens erläuterten Marcus Bauer und Angelika Setzke de Soto vom Sozialreferat bei einer Präsentation von „Inklusionstaxis“, zu der am 26. Juni 2021 die Taxi München eG eingeladen hatte. Vorstand Ertekin Kocer wollte damit den Austausch zwischen interessierten Taxiunternehmern und –unternehmerinnen und den Fachleuten des Sozialreferats anstoßen.

Eingeladen hatte Kocer auch die Umrüster AMF-Bruns und MobiTEC, die ihm Kollegen aus anderen Städten empfohlen hätten. Sie präsentierten drei umgerüstete VW Caddy Maxi 5, einen eVito L2 und einen Toyota Pro Ace mit Heckausschnitten und zum Teil mit Kopf-Nacken-Stütze. Ein Verkäufer des LEVC-Vertreters Autohaus München hatte einen LEVC TX in freundlichem Schwarz mitgebracht und das Taxi-Center Ostbahnhof stellte sein LEVC TX-Taxi aus.

Ein Thema in der Ausstellung war die Förderfähigkeit des „Ein-Rechnungs-Fahrzeugs“ LEVC TX, weil Rollstuhltaxis in der Regel als „Zwei-Rechnungs-Fahrzeuge“ verkauft werden. Nur die Rechnung des Umrüsters ist dann für die Förderung maßgebend. LEVC-Verkäufer Dieter Grünhage sagte dazu, den Anteil der Rollstuhl-Komponenten beim LEVC TX getrennt auszuweisen, sei unproblematisch. Während die in München geforderten Kopf-Rücken-Stützen seit Jahren auf einschlägigen Messen in typischen Basisfahrzeugen der Kasten-Kombis und Transporter zu sehen sind, ist das für das Elektrotaxi aus England noch Neuland.

Wie Harald Damaschke von MobiTEC berichtete, entscheiden sich bislang die meisten Taxibetriebe dafür, in den typischen Kasten-Kombis statt einer Kopf-Nacken-Stütze lieber einen weiteren Sitzplatz in Form eines Dreh-Klapp-Sitzes einbauen zu lassen.

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Rollitaxis: AMF-Bruns bringt neues Befestigungssystem

News vom 21.02.2021 von Dietmar Fund

Das neue Rückhaltesystem für Fahrgäste und Rollstühle soll weniger Platz beanspruchen und leichter geworden sein.

Der auf Fahrzeuge für die Rollstuhlbeförderung spezialisierte Umrüster AMF-Bruns hat die vierte Generation seines Personen- und Rollstuhl-Rückhaltesystems vorgestellt. Es heißt jetzt Protektor 2.0 und soll sich durch seine kompakte Form und den besonders flachen Winkel des Retraktorgurtes auszeichnen. Der soll den Kraftfluss vom Rollstuhl in den Fahrzeugboden optimieren. Laut Geschäftsführer Gerrit Bruns können mit der neuen Generation große Rollstühle deutlich besser gesichert werden. Getestet wurden die neuen Retraktoren auf der kürzlich in Betrieb genommenen hauseigenen Crashbahn, die AMF-Bruns auch Externen zur Nutzung anbietet.

Mit dem neuen Drehknauf, der sich gut anfühlen soll, ließen sich die Gurte leicht spannen, teilt das Unternehmen mit. Auch dank einem roten Hebel für das Lösen des Gurtes sollen sich die Elemente intuitiv bedienen lassen. Für das Design bekamen die Apener sogar eine renommierte Auszeichnung.

Auf seiner Homepage zeigt der Hersteller ein professionelles Video, das die neuen Bauteile in schönstem Licht zeigt. Leider fehlt ein erklärender Text.

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Rollitaxi-Spezialist bietet Online-Beratung

News vom 20.02.2021 von Dietmar Fund

Das Mobilcenter Zawatzky bietet jetzt auch Kunden, die einen Hochdach-Kombi zum Rollstuhltaxi umbauen möchten, eine Online-Beratung an.

Bleibt bei einem Umbau meines bevorzugten Kasten-Kombis zum Rollstuhltaxi mit Heckausschnitt der Serientank erhalten? Muss dafür die serienmäßige Auspuffanlage geändert werden? Kann ich den Heckausschnitt mit einer Taxi-Rampe abdecken? Solche Fragen stellen sich viele Taxi- und Mietwagenunternehmer, die über die Beschaffung eines Inklusionstaxis nachdenken. Das Meckesheimer Mobilcenter Zawatzky beantwortet solche Kundenfragen ab sofort auch online, wie Firmenchef Andreas Zawatzky mit seinem Newsletter vom 16. Februar 2021 mitgeteilt hat.

Wer sich online beraten lassen möchte, muss zunächst ein Kontaktformular ausfüllen, mit dem er seinen Namen, seine E-Mail-Adresse und sein Anliegen mitteilt. Gemeinsam mit dem Berater wird dann ein Vorgespräch geführt, um das genaue Anliegen zu klären. Zum vereinbarten Termin soll der Verkaufsberater dann online mit dem Kunden Kontakt aufnehmen. Zawatzky verspricht, dass der Berater per Videotelefonie auch Details eines Fahrzeugs zeigen kann.

Das Stammhaus des Mobilcenters Zawatzky befindet sich in Meckesheim. In Köln-Buchheim gibt es eine Niederlassung. Zu ihr hält auch Kai Rosselnbruch engen Kontakt, Taxi-Spezialist des Kölner Opel-Händlers Paul Bauer. Er lässt bei Zawatzky den Opel Combo Life zum Rollstuhlfahrzeug umbauen, das er dann bei Bedarf über den Kölner Umrüster Jürgen Weberpals zum Taxi umrüsten und extern folieren lässt.

Das Unternehmen rüstet auch den Ford Tourneo Connect, den VW Caddy Maxi 5 und die Verwandten des Opel Combo Life zum Rollstuhlfahrzeug um. Von der neu gestalteten Homepage kann man leicht Prospekte als pdf-Dateien herunterladen, in denen überall nur von Fünfsitzern die Rede ist.

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Rollstuhltaxis: Die RETTmobil wird auf 2022 verschoben

News vom 05.02.2021 von Dietmar Fund

Die Blaulicht-Messe, die sich auch zum Treffpunkt für Rollstuhltaxis und Mehrzweckfahrzeuge entwickelt hat, findet erst im Mai 2022 wieder statt.

Manfred Hommel, Geschäftsführer der Messe RETTmobil International GmbH, musste am 5. Februar 2021 die diesjährige Messe in Fulda absagen. Sie hätte ursprünglich vom 5. bis zum 7. Mai 2021 stattfinden sollen. Kurzzeitig sei auch an einen Ausweichtermin Anfang Juni gedacht worden, doch auch der habe sich wegen der Corona-Pandemie nicht verwirklichen lassen, schreibt die Messegesellschaft.

Sie hat nun „die Reißleine gezogen“ und die Messe gleich auf den Termin 11. bis 13. Mai 2022 verlegt. Der Standort Fulda wird beibehalten. Normalerweise findet die Messe jährlich statt. Schon 2020 war sie wegen des Corona-Virus abgesagt worden.

Fahrzeuge für die Rollstuhlbeförderung werden in diesem Jahr nun allenfalls auf der Messe Rehacare International in Düsseldorf ausgestellt. Sie ist für den 6. bis 9. Oktober 2021 geplant. Diese Messe ist allerdings vornehmlich auf selbstfahrende Rollstuhlfahrer ausgerichtet und stellt die Rollstuhlbeförderung nicht in den Mittelpunkt.

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Rollitaxis: MobilTec plant langen Heckausschnitt für Caddy Maxi 5

News vom 21.01.2021 von Dietmar Fund

Der Umrüster aus Bingen am Rhein will das neue Modell mit drei unterschiedlich dimensionierten Heckausschnitten als Rollstuhltaxi anbieten.

Nicht nur die Taxi- und Mietwagenunternehmer, die einen VW Caddy Maxi 5 mit werkseitigem Taxi- oder Mietwagen-Paket haben möchten, brauchen viel Geduld. Auch fast alle Umrüster von Rollstuhl-Taxis warten noch auf ein Fahrzeug, an dem sie praktisch überprüfen können, ob ihre per CAD längst laufenden Entwicklungen für Heckausschnitte in der Praxis auch bis auf den letzten Millimeter umsetzbar sind.

Zu ihnen zählt der Bingener Umrüstbetrieb MobilTec, der erst im Juni 2019 seine neue Fertigung bezogen hat. Geschäftsführer Philip Hammer plant, den Caddy Maxi 5 mit drei unterschiedlich großen Heckausschnitten anzubieten. Mit einer 851 Millimeter breiten und bis zu 1.750 Millimeter langen „Wanne“ möchte Hammer einen der längsten, wenn nicht sogar den längsten Heckausschnitt für dieses Fahrzeug anbieten. Beim Umbau sollen der Originaltank und der Original-Auspuff erhalten bleiben. MobilTec hofft außerdem, ohne den vom Werk speziell für Fahrzeuge mit Heckausschnitt konzipierten Teilesatz für eine abgeänderte Hinterachse auszukommen, weil auch der eine Auswirkung auf den Preis hätte.

Philip Hammer weist seine Kunden darauf hin, dass sie bei einer Verwendung des Caddy Maxi 5 mit Heckausschnitt und zwei Zusatzsitzen als Siebensitzer einen Fünfsitzer ab Werk mit der Vorrüstung für sieben Sitze bestellen müssen. Sie erhalten dann nicht nur die Sicherheitsgurte für die dritte Sitzreihe, sondern auch eine Auflastung, weil sonst das zulässige Gesamtgewicht nicht ausreicht.

Wer sieben Sitze und einen Rollstuhlplatz haben möchte, kann mit dem werkseitigen Siebensitzer nichts anfangen. Dessen beide Zusatzsitze der dritten Reihe könnte man nach dem Umbau nicht mehr verwenden.

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AMF-Bruns hat VW Caddy 5 Maxi zum Rollstuhltaxi umgebaut

News vom 11.01.2021 von Dietmar Fund

Der Apener Umrüster bietet wieder mehrere Varianten bis hin zum flexiblen Siebensitzer.

Taxi- und Mietwagenunternehmer, die einen neuen VW Caddy Maxi 5 als Rollstuhlfahrzeug einsetzen möchten und nicht auf die Bestellfreigabe des Taxi- oder Mietwagen-Pakets ab Werk warten möchten, können das Modell ab sofort bei AMF-Bruns in Apen umrüsten lassen. Die norddeutschen Rolli-Spezialisten verkünden stolz, dass es ihnen gelungen sei, trotz eines um zehn Zentimeter kürzeren Basisfahrzeugs einen Rollstuhlplatz zu verwirklichen, der gleich groß und noch komfortabler als bisher sein soll.

Sein Heckausschnitt ist 810 Millimeter breit und wie beim Vorgängermodell Caddy 4 Maxi 1.500 Millimeter lang. Die Innenhöhe beträgt 1.425 Millimeter. Die Original-Sitzbank der zweiten Reihe mit all ihren Funktionen bleibt erhalten. Auch der Original-Kraftstofftank wird nicht verändert, wodurch das volle Tankvolumen und eine korrekte Tankanzeige erhalten bleiben.

Wer das Fahrzeug alternativ zum Rollstuhltransport auch als Siebensitzer nutzen möchte, kann ab Werk einen Fünfsitzer bestellen und nach dem Einbau des Heckausschnitts zwei Dreh-/Klappsitze in der dritten Reihe montieren lassen. Für diesen Zweck bietet sich die EasyFlex-Rampe als Option an, die den Heckausschnitt in eingefaltetem Zustand abdeckt.

Alternativ zu einem der beiden Dreh-/Klapp-Sitze kann man auch die Kopf- und Rückenstütze „Future Safe“ bekommen. Neu ist auch das „Protektor 2.0“ genannte Rückhaltesystem für Rollstuhlfahrer und Rollstühle.

Die letzte Aussage von Volkswagen Nutzfahrzeuge zum Produktionsbeginn der Caddy Maxi 5 mit werkseitigem Taxi- oder Mietwagenpaket war im Dezember 2020, dass er ab der Kalenderwoche 11/2021 Mitte März gebaut werden soll. Die Bestellfreigabe war für Mitte Februar geplant. Mit der Bestellung des Taxi- und Mietwagenpakets ab Werk verbunden ist, dass der Service die Fahrzeuge als Taxi oder Mietwagen erkennen kann und ihnen dann gegebenenfalls vorbeugende Wartungs- und Produktpflegemaßnahmen zugutekommen.

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Activa-Rollitaxi Caddy 5 kommt mit neuer Rampe

News vom 09.12.2020 von Dietmar Fund

Das Konzept der überarbeiteten Flexi-Rampe lässt auch eine XL-Variante für besonders lange Rollstühle zu.

Der Borkener Rollstuhltaxi-Umrüster Activa Fahrzeugbau hat mit seinem tschechischen Rampen-Zulieferer für die Baureihe Caddy 5 den „FlexiRamp“ genannten Heckausschnitt weiterentwickelt. Seine Rampe, die bei Nicht-Gebrauch den Ausschnitt abdeckt, soll sich jetzt auf Knopfdruck ein Stück anheben und dann mit geringem Kraftaufwand ausklappen lassen. Wird der Vorgang unterbrochen, bleibt die Rampe in Position und klappt nicht ungebremst zurück. Weil nun einige Teile aus Aluminium gefertigt werden, wird das umgerüstete Fahrzeug um 20 bis 26 Kilogramm leichter.

Bislang hat Activa erst den Caddy 5 mit kurzem Radstand umgerüstet. Die Lösung für den Caddy Maxi ist aber in der Entwicklung. Wer bei ihm einen Heckausschnitt in normaler Länge benötigt, bekommt die L-Variante mit Originaltank und Original-Auspuffanlage. Soll das Fahrzeug auch auf besonders lange Rollstühle ausgerichtet werden, ergänzt der Fahrzeugbauer den L-Ausschnitt um die halbe Wanne der S-Variante für den kurzen Caddy. Das nennt Activa XL-Variante.

Den Bodenausschnitt leuchten nun LED-Leisten aus. Sie sind beim Sichern des Rollstuhls und der Rollstuhl-Fahrgäste sicher hilfreich, die oft in den frühen dunklen Morgenstunden abgeholt werden müssen.

Der Umrüster strebt wie bei den Vorgängermodellen wieder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Volkswagen Nutzfahrzeuge an.

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Stadt München präsentiert erste Rollstuhltaxis

News vom 03.11.2020 von Dietmar Fund

Die von der Stadt mit bis zu 10.000 Euro geförderten Fahrzeuge stehen nun an drei Abenden pro Woche und auch an Wochenenden oder Feiertagen zur Verfügung.

Am 30. Oktober 2020 wurden in München die ersten von der Stadt geförderten Rollstuhltaxis vorgestellt. Sie stehen Rollstuhlfahrern jetzt an mindestens drei Abenden pro Woche bis 24 Uhr zur Verfügung. Außerdem fahren sie auch an Wochenenden und an Feiertagen. Damit können Bürgerinnen und Bürger mit Handicap auch einmal recht spontan Taxi fahren, während sie sonst auf Hilfsorganisationen angewiesen wären, bei denen man lange im Voraus buchen muss und abends sowie an Wochenenden gar nicht befördert wird.

Die Stadt fördert die Rollstuhltaxis mit bis zu 10.000 Euro. Insgesamt stellt sie 300.000 Euro für Zuschüsse an Taxiunternehmer bereit, die ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug anschaffen. Das Förderprogramm ist im April 2020 gestartet. Über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg sollen nun zehn Umbauten pro Jahr gefördert werden.

Die Rollitaxi-Förderung geht auf den 2. Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zurück, den der Stadtrat im April 2019 beschlossen hat. Laut Franz Göppel, dem Sprecher des Facharbeitskreises Freizeit und Bildung im Behindertenbeirat, war für die Umsetzung der Umstand mit verantwortlich, dass viele Münchnerinnen und Münchner vehement Rollstuhltaxis gefordert hätten.

Welche Taxiunternehmer die ersten Rollstuhltaxis einsetzen und wie man sie buchen kann, schreibt das Presseamt leider nicht. Weitere Förderanträge können bis zum 31. August 2022 eingereicht werden.

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Rollstuhltaxis: VW veröffentlicht erste Preisliste des Caddy 5

News vom 21.10.2020 von Dietmar Fund

Kurz vor der Markteinführung der zivilen Varianten von Caddy 5 und Caddy Maxi 5 hat Volkswagen Nutzfahrzeuge die erste Preisliste für das Modelljahr 2021 veröffentlicht, die für Taxi- und Mietwagenunternehmer aber nicht mehr als erste Anhaltspunkte bietet.

Ende November soll in Deutschland der neue Caddy 5 am Markt eingeführt werden. Er soll als Kombi oder Van in den vier Ausstattungslinien Kombi, Caddy, Life und Style anrollen. Zum Start gibt es darüber hinaus die Ausstattungsvariante Move. Die für Nachtfahrten vorteilhaften LED-Scheinwerfer gibt es im Top-Modell Style und beim Move serienmäßig und sonst immerhin gegen Aufpreis. Ab dem Frühjahr 2021 soll es auch eine Version mit Allradantrieb geben. Das kündigte Volkswagen Nutzfahrzeuge am 21. Oktober 2020 zur internationalen Fahrvorstellung der Baureihe an, ohne die Ausstattungsstufen genau zu beschreiben.

Wichtig für das Taxi- und Mietwagengewerbe: Der für den Einsatz als Siebensitzer oder als flexibles Rollstuhltaxi sehr viel stärker gefragte Caddy Maxi 5 wird nur für das „kommende Jahr“ angekündigt, ohne einen konkreten Monat oder gar Termin zu nennen. Sieben Sitze wird es analog zum alten Modell sowohl beim kurzen Radstand als auch im Caddy Maxi 5 geben. Neu ist, dass sich die hintersten beiden Einzelsitze herausnehmen lassen und damit die schwere und sperrige Bank des Vorgängers ablösen. In der zweiten Sitzreihe gibt es nun drei Einzelsitze, die man einzeln herausnehmen kann. Wie bisher lassen sie sich auch klappen und wickeln.

Die erste Preisliste für den Caddy 5 des Modelljahres 2021 mit Stand 12. Oktober 2021 unterscheidet zunächst die Grundmodelle Kombi EcoProfi, Kombi, Caddy, Life, Move und Style. Sie führt nur die beiden 2-l-Dieselmotoren mit 75 kW/102 PS und 90 kW/122 PS mit 6-Gang-Schaltgetriebe auf, obwohl es auch ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe als Automatik geben soll. Beidseitige Schiebetüren gibt es erst ab der dritten der sechs aufgeführten Ausstattungsstufen, die Climatronic ist nur beim Topmodell Serie.

Zum Caddy Maxi 5 gibt es noch keine Preisliste. Zu den zahlreichen bisher veröffentlichten Pressefotos zählen auffälligerweise keine zum Innenraum des Caddy Maxi 5. Das lässt darauf schließen, dass er noch nicht ganz fertig ist. Näheres wird taxi heute hoffentlich bei der Fahrvorstellung am 26. Oktober 2020 erfahren und unmittelbar danach berichten können.

Interessierte Leserinnen und Leser können die erste Preisliste zum Caddy 5 im Downloadbereich bei dieser Meldung herunterladen.

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Rollitaxis: Caddy Maxi 5 von MobiTEC mit großem Ausschnitt

News vom 06.10.2020 von Dietmar Fund

Der Umrüster aus Berkheim versieht den neuen VW Caddy Maxi 5 mit einem besonders breiten und langen Heckausschnitt und liefert ihn auch als Siebensitzer.

Offensichtlich als Reaktion auf erste Veröffentlichungen über einen Umbau des niederländischen Umrüsters B-Style und des deutschen Wettbewerbers AMF-Bruns kündigt auch der Berkheimer Umrüster MobiTEC einen Umbau des VW Caddy Maxi 5 zum Rollstuhltaxi an. Er bekommt im Allgäu einen besonders langen und breiten Heckausschnitt. Außerdem wird es ihn nur mit der FlatFloor-Lösung geben, bei der der Boden zugunsten einer bequemen Sitzposition des Rollstuhlfahrers nur um 1,5 Grad geneigt ist. Dafür muss der Tank umgebaut werden.

Der Bodenausschnitt von MobiTEC ist rund 1.680 Millimeter lang, weil er für die Mitnahme von Pflegerollstühlen bis unter die Serien-Sitzbank der zweiten Reihe reicht. Dafür werden deren Sitzbankaufnahmen wie schon beim Vorgängermodell modifiziert. Für mehr Flexibilität bei der Mitnahme ausladender Rollstühle soll auch die Ausschnittsbreite von rund 865 Millimetern sorgen. Die Einfahrthöhe und die Innenhöhe betragen jeweils zirka 1.450 Millimeter.

Auch für den neuen Umbau gibt es eine Taxi-Rampe, die den Bodenausschnitt abdeckt, solange kein Rollstuhlfahrer mitfahren möchte. Durch das „Balancesystem“ soll sie mit wenig Kraftaufwand bedient werden können.

Zwei Dreh-/Klapp-Sitze für die dritte Reihe eines Siebensitzers liefert MobiTEC ebenfalls. Wie bei anderen Umrüstern kann man anstelle eines Einzelsitzers eine Kopf-Nackenstütze installieren, die dann immer noch einen Sechssitzer möglich macht.

Wann der Caddy 5 und der Caddy Maxi 5 mit werkseitiger Taxi- und Mietwagen-Ausrüstung bestellt werden können, steht momentan noch nicht fest. Dem Vernehmen nach soll dies kurz vor oder nach dem Jahreswechsel der Fall sein. Die werkseitige Taxi- oder Mietwagen-Ausrüstung ist deshalb empfehlenswert, weil das Fahrzeug beim Service nur dann als Taxi oder Mietwagen erkannt werden kann und in den Genuss spezieller Service-Maßnahmen und Kulanzen für das mobile Gewerbe kommen kann (wie taxi heute mehrfach berichtete).

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Auch AMF-Bruns kündigt Rollitaxi Caddy Maxi 5 an

News vom 06.10.2020 von Dietmar Fund

Nach dem niederländischen Umrüster B-Style gibt auch AMF-Bruns Details zu seinem Umbau des VW Caddy Maxi 5 als Rollstuhltaxi bekannt.

Ab dem Verkaufsstart des VW Caddy 5 und des Caddy Maxi 5 wird AMF-Bruns ihn auch als Rollstuhltaxi mit Heckausschnitt anbieten. Das verkündete der Apener Umrüster, nachdem zuvor der niederländische Umrüster B-Style über seinen Caddy Maxi 5 mit Heckausschnitt informiert hatte (taxi heute berichtete).

Die Apener haben anhand der ersten Fahrzeuge beider Längenvarianten einen Heckausschnitt mit einer flachen Rollstuhlwanne konstruiert, der 815 Millimeter breit und trotz der um 10 Zentimeter geschrumpften Außenlänge des Basisfahrzeugs 1.500 Millimeter lang ist. Die Einfahrtshöhe beträgt 1.450 Millimeter. Neu ist eine „EasyUse“-Funktion der EasyFlex genannten Taxi-Rampe, die den Heckausschnitt abdeckt, solange kein Rollstuhlfahrer mitfährt. Die Rampe soll sich so leicht mit einer Hand bedienen lassen.

Beim Umbau bleibt der Originaltank erhalten. Damit sollten sich die Fahrer auch auf die Tankanzeige verlassen können.

Während die Originalbank in der zweiten Sitzreihe mit allen Funktionen erhalten bleibt, kann der Caddy Maxi mit zwei Dreh-/Klappsitzen in der dritten Reihe alternativ zum Rollstuhlplatz als Siebensitzer genutzt werden. Diese Möglichkeit schätzen viele Unternehmer, die am Wochenende Discofahrten anbieten. Anstelle eines der beiden Zusatzsitze kann man auch eine Kopf-Rücken-Stütze einbauen lassen.

Der Umbau verfügt laut dem Umrüster über eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer können bei Vertriebsleiter Stefan Willjes bereits Angebote einholen. Er ist vielen Rollstuhlspezialisten über die Messeauftritte von AMF-Bruns bekannt.

Wann der Caddy 5 und der Caddy Maxi 5 mit werkseitiger Taxi- und Mietwagen-Ausrüstung bestellt werden können, steht momentan noch nicht fest. Dem Vernehmen nach soll dies kurz vor oder nach dem Jahreswechsel der Fall sein. Die werkseitige Taxi- oder Mietwagen-Ausrüstung ist deshalb empfehlenswert, weil das Fahrzeug beim Service nur dann als Taxi oder Mietwagen erkannt werden kann und in den Genuss spezieller Service-Maßnahmen und Kulanzen für das mobile Gewerbe kommen kann (wie taxi heute mehrfach berichtete).

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Rollitaxis: Ford Transit kommt auch als Fünftonner

News vom 01.10.2020 von Dietmar Fund

Die neue Variante ist auch für den Ausbau als Kleinbus oder Rollstuhltaxi gedacht und mit der neuen 10-Gang-Wandlerautomatik zu haben.

Als „leistungsfähigsten Transit, den Ford je angeboten hat“ preisen die Kölner die neue Fünftonner-Variante ihres großen Transporters an. Bei fünf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht soll sie bis zu 2.500 Kilogramm Zuladung bieten und auf einem leistungsfähigeren Fahrwerk mit verstärkter Hinterachse, verstärkten Bremsen und tragfähigeren Reifen anrollen. Die Zuladung soll 300 Kilogramm höher als bei der bisher leistungsfähigeren Variante sein.

Die neue Version kommt nur mit Heckantrieb auf den Markt und wird in den Längen L2, L3, L4 und L5 zu haben sein. Sie ist als verglaster Kastenwagen unter der Bezeichnung Bus M2 (470er) auch eine Basis für den Ausbau zum Kleinbus oder einem Fahrzeug für die Beförderung einer größeren Anzahl von Rollstühlen.

Angetrieben werden die Fünftonner vom 2-l-Dieselmotor mit 125 kW/170 PS und einem maximalen Drehmoment von 390 Newtonmetern, der serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt ist. Optional gibt es für ihn die neue 10-Gang-Wandlerautomatik mit adaptiver Schaltstrategie.

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Stadt Regensburg unterstützt Rollitaxis

News vom 25.09.2020 von Dietmar Fund

Ein Regensburger Taxiunternehmer und sein Mietwagen-Partner haben eine Versorgungslücke geschlossen und dafür Unterstützung über die Pressearbeit der Stadt bekommen.

Im Frühjahr 2020 hat die Regensburger Stadträtin Wiebke Richter, die selbst im Rollstuhl sitzt, im Regensburger Wochenblatt beklagt, dass Rollstuhlfahrer in der Stadt keine für sie geeigneten Taxis vorfinden würden. Das hat den Taxi- und Mietwagenunternehmer Alexander Panfilov und seinen Kollegen Christoph Schloder nach Gesprächen auch mit Kliniken und Organisationen dazu animiert, Fahrzeuge mit Heckausschnitt und Rollstuhlrampe anzubieten. Im März beschaffte das Mietwagenunternehmen PS Fahrservice-Regensburg GmbH, in dem Panfilov Anteilseigner und Geschäftsführer ist und in dem Schloder arbeitet, einen VW T6 mit Rollstuhlrampe, der als Mietwagen konzessioniert ist. Im August legte das Taxi- und Mietwagenunternehmen von Panfilov nach und stellte einen Mercedes-Benz Vito als Taxi mit vergleichbarer Rollstuhl-Ausrüstung in Dienst.

Daraufhin organisierte die Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen eine Presseveranstaltung, zu der die Presseabteilung der Stadt eine Pressemitteilung herausgegeben hat. Es ging darin um die Vorstellung der beiden Fahrzeuge, die nun abgesehen von fest geplanten Krankenfahrten rund um die Uhr auch für private Fahrten von Rollstuhlfahrern gebucht werden können. Mit zugegen waren auch die Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, der Inklusionsbeauftragte Frank Reinel und sein Mitarbeiter Dr. Alexander Krisch.

Die Oberbürgermeisterin würdigte das neue Angebot als weiteren Beleg für ein „solidarisches, inklusives und mobiles Regensburg“, das die Selbständigkeit von Menschen mit Behinderung fördere. Der Behindertenbeauftragte Frank Reinel erklärte, mit dem Angebot würde endlich eine Versorgungslücke geschlossen.

Die Pressemitteilung macht auch darauf aufmerksam, dass sich die beiden Unternehmen auf die Bedürfnisse kranker, behinderter oder älterer Mitbürger spezialisiert hätten. Sie würden nun auch Fahrten zu kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr durchführen. Sie würden sogar Fahrten mit einer barrierefreien Limousine und Chauffeur anbieten. Eine bessere kostenlose Werbung können Taxi- und Mietwagenunternehmer kaum bekommen.

Laut der Stadt leben in Regensburg rund 24.000 Menschen mit einer anerkannten Behinderung. Rund 1.600 von ihnen seien auf einen Rollstuhl angewiesen.

Alexander Panfilov ist eines der Mitglieder der Taxi-Erfa-Gruppe um den Nürnberger Mehrwagenunternehmer Christian Linz.

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MobiTEC bringt Rollitaxi Combo als Siebensitzer

News vom 25.09.2020 von Dietmar Fund

Der Berkheimer Umrüster kombiniert einen breiten Heckausschnitt mit einer Taxirampe und zwei Dreh-/Klappsitzen.

Fünf Sitze und ein breiter Rollstuhlplatz oder sieben Sitze: Diese Wahlmöglichkeit lässt der neueste Umbau des Kasten-Kombis Opel Combo L2 der MobiTEC GmbH & Co. KG. Der Berkheimer Umrüster versieht die Variante mit langem Radstand sogar mit einem 865 Millimeter breiten Heckausschnitt, der den Taxi- und Mietwagenunternehmern mehr Spielraum bei Fahrgästen mit breiteren Rollstühlen bietet als die herkömmlichen, meist nur 810 Millimeter breiten Ausschnitte.

Mehr Flexibilität verspricht auch die Kombination dieses breiten Ausschnitts mit einer Taxirampe, die beim Fünfsitzer den Heckausschnitt abdeckt und den Kofferraum voll nutzbar macht, solange kein Rollstuhlfahrer mitfährt. Wer dann noch einen Siebensitzer haben möchte, um beispielsweise am Wochenende Diskofahrten anbieten zu können, kann zwei Dreh-/Klappsitze für die dritte Reihe bestellen.

Die Schwierigkeit bei der Kombination des breiten Heckausschnitts mit der Taxi-Rampe und den Dreh-/Klapp-Sitzen lag darin, bestimmte Verkleidungsteile so abzuändern, dass diese Einzel-Komponenten miteinander kombiniert werden konnten.

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Rolli-Taxler und Instruktoren tauschen Tipps aus

News vom 19.09.2020 von Dietmar Fund

Der zweite Ortenauer Verkehrssicherheitstag der IG Taxi Ortenau und der SVG Baden war eine gute Tauschbörse für Tipps zum richtigen Umgang mit Fahrgästen, die im Rollstuhl sitzen.

Einmal einen Rollstuhlfahrer richtig einladen, sichern und wieder ausladen und dann selbst einmal als Rollstuhlfahrgast einen Parcours für ein Sicherheitstraining miterleben: Das war der neue Programmpunkt des zweiten Ortenauer Verkehrssicherheitstages, den die Interessengemeinschaft Taxi Ortenau e.V. und die Straßenverkehrsgenossenschaft SVG Baden am 19. September 2020 auf dem Gelände einer Spedition am Nordrand Offenburgs veranstalteten.

Bernhard Grimm von Taxi Moßmann aus Lahr und seine örtliche Wettbewerberin Maricarmen Kraus von Taxi Munz hatten dazu je einen VW Caddy Maxi mit Heckausschnitt mitgebracht. Kraus stellte ihren mit einem Ausbau von AMF-Bruns für die praktischen Übungen zur Verfügung. Sie begleitete auch viele Fahrerinnen und Fahrer und gab ihnen Tipps sowohl zum Sichern der Rollstühle und ihrer Insassen als auch zum Fahren mit solchen Fahrgästen an Bord. Bernhard Grimm führte Interessierten gerne die Vorzüge seines Schöttler-Umbaus vor.

Wie Kraus und Grimm schickt auch Markus Schmid, Vorsitzender der IG Taxi Ortenau, keinen neuen Fahrer ohne eine persönliche Einweisung zu Rollstuhl-Fahrgästen. Er zeigt Neulingen, wie sie Rollstühle und Rollstuhlfahrer korrekt sichern. Nach dieser Übung fährt er zunächst selbst als Rollstuhl-Fahrgast mit und lässt dann die Neulinge im Rollstuhl Platz nehmen. Dass dies den Fahrstil ändert, wusste er also bereits, aber eine Vollbremsung im Rollstuhl war auch für ihn etwas Neues. „Es schlägt einem die Arme und Beine nach vorn“, berichtete er anschließend. „Es liegen Welten zwischen dem Sitzen auf einem Fahrgastsitz und dem Rollstuhl. Danach wird jeder Absolvent die Rollstuhlbeförderung anders angehen.“

Bernhard Grimm wies an seinem VW Caddy Maxi neueren Datums auf LED-Innenleuchten über der zweiten Sitzreihe und über dem Heckeinstieg hin. Sie muss man aber im Gegensatz zu zwei LED in der Heckklappe gegen Aufpreis mit bestellen. „Das sollte man nicht vergessen, sonst bemerkt man seinen Fehler spätestens dann schmerzlich, wenn man früh morgens in einer Gegend ohne Straßenbeleuchtung einen Rollstuhlfahrer und seinen Rollstuhl sichern möchte“, sagte Grimm ganz plastisch. Außerdem berichtete er, dass Rollstuhlfahrgäste, die noch genügend Kraft zum Festhalten haben, die stabilen Haltebügel links und rechts des Heckausschnitts lobten, die sein Umrüster Schöttler montiert habe.

SVG-Instruktor Bernd Maier zeigte den Absolventen des Trainings, wie man eine Heck- und Nackenstütze korrekt anbringt. Er riet ihnen dazu, sie auch zu nutzen, wenn sie im Fahrzeug verbaut seien, denn sonst könne die Versicherung nach einem Unfall Ärger machen.

Einen Bericht über die Veranstaltung mit weiteren konkreten Tipps lesen Sie in der November-Ausgabe von taxi heute.

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Letzter Aufruf für das Taxi-Rolli-Training

News vom 14.09.2020 von Dietmar Fund

Am Samstag, dem 19. September 2020 veranstaltet die IG Taxi Ortenau e.V. mit Unterstützung der SVG Baden wieder ein Sicherheitstraining, bei dem es außer um die Arbeitssicherheit auch um die Beförderung von Rollstuhlfahrern geht.

Letzte Chance für Kurzentschlossene: Markus Schmid, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Taxi Ortenau e.V., erinnert an das Sicherheitstraining für Taxifahrer, das er am Samstag, dem 19. September 2020 in Offenburg zusammen mit der SVG Baden veranstaltet. Wie im Vorjahr findet es am Nordrand der Stadt auf dem Gelände einer Spedition am Georg Dietrich Areal statt. Es beginnt um 7.30 Uhr und geht bis 17.00 Uhr. Besonderes Highlight ist in diesem Jahr wie von taxi heute mehrfach gemeldet, dass es auch um die Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen gehen soll.

In einem von zwei von Taxi-Moßmann und Taxi Munz gestellten Rollstuhltaxis üben die Teilnehmer, wie man Rollstuhlfahrer ins Taxi bugsiert, den Rollstuhl und sie korrekt sichert und am Ende der Fahrt wieder auslädt. Im zweiten Rollitaxi bleibt der Rollstuhl fest drin und jeder Teilnehmer kann dort sitzend den Parcours erleben. Jeder erfährt dort, wie es sich anfühlt, wenn der Fahrer zackig beschleunigt und durch einen Slalom lenkt, ohne dass man etwas dagegen tun kann. „Das hat bei meinen Unterweisungen in den Betrieben immer wieder dafür gesorgt, dass Fahrer ihren Fahrstil umgestellt haben“, berichtet Thomas Zehnle. „Man sollte diese Erfahrung immer mal wieder machen.“

Der Trainer und Arbeitsschutz-Fachmann der SVG Baden kann solche Dinge ebenso plastisch rüberbringen wie Tipps zum richtigen Sitzen im Taxi und andere Aspekte der Arbeitssicherheit und der Gesundheit am Arbeitsplatz Taxi. Die Bewirtung übernimmt wieder die IG Taxi Ortenau, was vor allem heißt, dass Markus Schmid und seine Frau Bettina eventuell unterstützt von ihren Söhnen Getränke und Bockwürste ausgeben.

Interessierte Taxifahrerinnen und Taxifahrer und natürlich auch das Fahrpersonal von Mietwagenfirmen können selbst entscheiden, wann und wie lange sie teilnehmen. Die Teilnehmer durchlaufen die einzelnen Stationen im Wechsel. Zwischendrin bleibt genug Zeit zum Fachsimpeln im Kollegenkreis. Angesprochen sind auch die Mitarbeiter von Unternehmen aus den angrenzenden Regionen. Die Mitgliedschaft in der IG Taxi Ortenau ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Laut Kraftverkehrsmeister und Sicherheitsfachkraft Thomas Zehnle von der SVG gilt die Teilnahme als eine Unterweisung gemäß Paragraf 12 Arbeitsschutzgesetz, die mindestens einmal jährlich gefordert ist. Die Teilnahme, die Kosten des Verkehrsübungsplatzes, der Technik und der Trainer sind über die Arbeitssicherheitsbetreuung bei der SVG oder die Mitgliedschaft im Arbeits- und Sicherheitstechnischen Dienst (ASD) der BG Verkehr abgegolten.

Markus Schmid bittet um vorherige Anmeldung (Tel. 0 78 33 / 9 55 89 83), damit keiner der Teilnehmer hungrig oder durstig bleiben muss. Bislang ist die Anmeldelage gut und es ist absehbar, dass die Veranstaltung weitere Kreise zieht als im vergangenen Jahr. Mit Thomas Zehnle treten übrigens wieder Bernd Maier als zweiter Trainer und die Auszubildende Laura Schmidt an, die sich laut Thomas Zehnle „um den Papierkram kümmert“.

Die Zusammenarbeit von IG Taxi Ortenau und SVG Straßenverkehrs-Genossenschaft Baden beim Thema Arbeitsschutz geht mit dem Verkehrssicherheitstag 2020 ins vierte Jahr. Ein Bericht über die Veranstaltung ist für die November-Ausgabe von taxi heute eingeplant.

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Verkehrssicherheitstag im Zeichen von Rollitaxis

News vom 12.08.2020 von Dietmar Fund

Beim diesjährigen Verkehrssicherheitstag der SVG Baden und der Interessengemeinschaft Taxi Ortenau e.V. geht es um die Arbeitssicherheit sowie erstmals auch um die Perspektive von Fahrgästen, die im Rollstuhl sitzen.

Nachdem der erste Termin wegen der Corona-Pandemie verschoben werden musste, laden die Interessengemeinschaft Taxi Ortenau e.V. und die SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Baden nun für Samstag, 19. September 2020 zum Verkehrssicherheitstag ein. Er umfasst ein Fahrsicherheitstraining, eine Unterweisung über die Ergonomie am Arbeitsplatz Taxi sowie erstmals auch eine Unterweisung zur Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen. Die Veranstaltung findet wie 2019 auf dem Gelände einer Spedition am Georg Dietrich Areal am Nordrand Offenburgs beim Güterbahnhof statt. Mit ihr geht die Zusammenarbeit der beiden Veranstalter ins vierte Jahr.

Gedacht ist die Veranstaltung für Fahrerinnen und Fahrer, und zwar nicht nur für die, deren Chefs Mitglieder in der IG Taxi Ortenau sind. Vielmehr kann auch die Belegschaft anderer Unternehmen aus anderen Regionen teilnehmen, was freilich die schriftliche Anmeldung bei der IG Taxi Ortenau voraussetzt. Die Teilnehmer durchlaufen die einzelnen Stationen im Wechsel. Zwischendrin bleibt genug Zeit zum Fachsimpeln im Kollegenkreis. Jeder kann selbst entscheiden, wann er kommt und wie lange er bleibt.

Laut Kraftverkehrsmeister und Sicherheitsfachkraft Thomas Zehnle von der SVG gilt die Teilnahme als eine Unterweisung gemäß Paragraf 12 Arbeitsschutzgesetz, die mindestens einmal jährlich gefordert ist. Die Teilnahme, die Kosten des Verkehrsübungsplatzes, der Technik und der Trainer sind über die Arbeitssicherheitsbetreuung bei der SVG oder die Mitgliedschaft im Arbeits- und Sicherheitstechnischen Dienst (ASD) der BG Verkehr abgegolten.

Die IG Taxi Ortenau übernimmt die Bewirtung. Außer dem Vorsitzenden Markus Schmid wird auch seine Frau Bettina wieder die Betreuung der Teilnehmer übernehmen.

Wenn nichts dazwischenkommt, wird taxi heute über die Veranstaltung berichten.

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Rollitaxis und E-Vans: Maxus-Importeur startet in Deutschland

News vom 04.08.2020 von Redaktion (allg.)

Was der britische Van-Hersteller LDV mit den Verbrenner-Maxus-Modellen bis zu seiner Insolvenz nie erreicht hat, holt SAIC jetzt nach: Maxus erhält einen offiziellen Importeur für Deutschland. Der Rolli-Umrüster AMF-Bruns hat eines der Elektromodelle schon bisher angeboten.

SAIC gehört zu den „Resteverwaltern“ der britischen Midlands und kaufte nach dem Zusammenbruch von MG Rover und LDV alle Überreste des British-Leyland-Erbes zusammen, um die Marken - teils verändert (aus Rover wurde Roewe, aus LCV dann Maxus) in China weiterzuführen. Mit der Maxomotive Deutschland GmbH hat nun der offizielle Importeur der Marke in Köln den Betrieb aufgenommen. Hinter dem Unternehmen steht die belgische Alcopa-Gruppe, die seit 2011 die Pkw von Ssangyong auf dem deutschen Markt vertreibt. Zur neuen Maxomotive-Geschäftsführung gehört neben Herman Claes und Didier Vanderperren auch Ulrich Mehling, der die Ssangyong-Aktivitäten hierzulande verantwortet.

Erste batterielektrische Maxus-Modelle vom Typ EV80 kamen bereits Anfang 2018 über das Start-Up Cargomobile in Norddeutschland auf deutsche Straßen. Die Aktivitäten ausgeweitet hat Maxus über eine Kooperation mit Leaseplan.

Die Maxus-Palette soll den Angaben zufolge vor allem batterieelektrische Vans umfassen. Ab sofort vertrieben wird der große EV80 für mindestens 50.000 Euro netto, im Herbst rollt der eDeliver 3 (ab 35.000 Euro netto) an den Start. Darüber hinaus gibt es das dieselbetriebene Modell Deliver 9 (ab 30.000 Euro netto). Während der EV 80 noch von den einstigen LDV-Vans abgeleitet wurde, handelt es sich bei eDeliver3 und Deliver9 um Neuentwicklungen. Letzterer zielt im 3,5-Tonnen Segment (auch optisch) auf Ford Transit, Mercedes-Benz Sprinter und Co. – die als Dieselmodelle aber ebenfalls zu sehr günstigen Konditionen angeboten werden.

Der kleinere, elektrische eDeliver3, der gegen VW T6 oder den Mercedes-Benz eVito antritt, leistet 85 kW und wird mit kurzem und langem Radstand sowie zwei Akku-Varianten angeboten. Zur Wahl sollen Batteriepakete mit 35 beziehungsweise 53 kWh Kapazität stehen, die für Reichweiten von bis zu 280 respektive 400 Kilometer sorgen sollen. Das Modell soll schnellladefähig sein. Demnach soll der Akku, den CATL liefert, per DC-Ladung binnen 45 Minuten auf 80 Prozent geladen werden können. Die Variante mit 2,91-Meter-Radstand verfügt über ein Ladevolumen von fünf Kubikmetern und eine Nutzlast von 855 Kilogramm. Die Version mit 3,29 Meter Radstand bietet 6,3 Kubikmeter Ladevolumen und eine Tonne Nutzlast. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 130 km/h abgeregelt.

AMF-Bruns, der bekannte Umrüster von Rollstuhl- und Mehrzweckfahrzeugen, bietet das Elektrofahrzeug Maxus EV80 von SAIC auf seiner Homepage nach wie vor als Basis für einen neunsitzigen Kombi oder eines Fahrzeugs für die Rollstuhlbeförderung an. Rollitaxis-Spezialist Stefan Willjes hat bereits ein Auge auf das kommende kleinere Modell geworfen.

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Activa Fahrzeugbau produziert Rollitaxis vor

News vom 12.07.2020 von Dietmar Fund

Der Borkener Umrüster eines großen Autohändlers möchte für den Neustart von Fahrdiensten nach den Sommerferien mit 100 Rollstuhltaxis zweier Baumuster startklar sein.

Olaf Benning, Vertriebsleiter des Borkener Umrüstbetriebs Activa Automobile-Service GmbH, geht in der Corona-bedingten Krise der Fahrdienste antizyklisch vor. Er rechnet damit, dass nach den Sommerferien in ganz Deutschland wegen der Abstandsregeln gerade kleinere Rollstuhlfahrzeuge stark gefragt sein werden.

Um dann gleich lieferfähig zu sein, hat das Unternehmen 100 VW Caddy 4 und Caddy Maxi sowie 180 Citroen Berlingo ebenfalls mit kurzem oder langem Radstand beschafft. Während die Franzosen alle ein Schaltgetriebe und eine einfachere Ausstattung haben, sind die Caddy zum Teil auch mit einem DSG-Getriebe als Automatik bestellbar. Über die Berlingo-Umbauten hat taxi heute im Zusammenhang mit der RETTmobil 2019 berichtet.

Nicht alle dieser Fahrzeuge sollen zwingend zum Rollstuhlfahrzeug mit Heckausschnitt umgerüstet werden, aber 50 Stück hat Benning schon in der Produktion der BTW eingeplant. Sein Ziel ist es, bis zum Ende der Sommerferien 100 fertig umgerüstete und sofort lieferbare Rollstuhlfahrzeuge auf Lager zu haben. Aktuell habe Activa bereits 60 umgebaute Caddy im Bestand.

Der Umrüstbetrieb ist ein Tochterbetrieb der Bleker-Gruppe, die einst als großer Citroen-Händler gestartet ist und zunächst über diese Marke Tuchfühlung mit der Taxi-Branche aufgenommen hat. Die ersten „Strippen“ dazu hat damals Kurt Peters gezogen, langjähriger und legendärer Taxi-Ansprechpartner der Deutsch-Franzosen. Heute vertritt die Bleker-Gruppe zehn Automarken.

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AdBlue-Tanks verhindern Rollitaxi-Umbauten

News vom 14.04.2020 von Dietmar Fund

Laut dem Berkheimer Umrüster MobiTEC sind ein paar Basisfahrzeuge mit Dieselmotoren nach dem Wechsel zur aktuellen Abgasnorm Euro 6 d-TEMP nicht mehr zum Rollstuhltaxi umbaubar.

Nach dem Wechsel zur Abgasnorm Euro 6d-TEMP brauchen auch Diesel-getriebene Basisfahrzeuge für Rollstuhltaxis mit Heckausschnitt für die Abgasreinigung AdBlue. Die Unterbringung des dafür nötigen zusätzlichen Tanks kann einem Heckausschnitt für die Beförderung von Rollstuhlfahrern im Wege stehen. Darauf weist der Berkheimer Rollitaxi-Spezialist MobiTEC auf seiner Internetseite hin.

Wie dort nachzulesen ist, betrifft das den Renault Kangoo und den von ihm abgeleiteten Mercedes-Benz Citan, den Dacia Dokker und den Ford Grand Tourneo Connect. Wegen der Position des AdBlue-Tanks können alle Diesel-Versionen des Kangoo, des Citan und des Dokker bis auf Weiteres nicht umgerüstet werden. Das ist nur bei den Benzinern möglich. Ein wenig anders sieht es beim Grand Tourneo Connect aus: Während er mit dem Standard-AdBlue-Tank nicht umbaubar ist, kann man ihn mit einem kleinen AdBlue-Tank bestellen. Dann ist er umrüstbar, allerdings gegen Aufpreis.

Beim Citan und beim Kangoo betrifft das Problem beide Radstände und der Ford ist sowieso nur mit langem Radstand umrüstbar. Den Dokker wiederum gibt es nur mit einem Radstand.

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Rollitaxi-Mekka RETTmobil ist abgesagt

News vom 16.03.2020 von Dietmar Fund

Weil die Messe in Fulda ein Opfer des Corona-Virus geworden ist, wird taxi heute die neuesten Rollstuhltaxis in der Ausgabe 5/2020 vorstellen.

In Fulda hätte vom 13. bis zum 15. Mai 2020 die 20. „Blaulichtmesse“ RETTmobil stattfinden sollen, die immer auch interessante Neuheiten für den Rollstuhltransport bringt. Dieses Jubiläum fällt nun flach. „Aufgrund der Anordnung der hessischen Behörden ist die RETTmobil 2020 hiermit abgesagt“, heißt es lapidar und ohne weitere Erklärungen auf der Homepage der Messe.

Schon in den Vorjahren hat taxi heute die Messe als „Aufhänger“ genutzt, um über alle neuen Fahrzeuge und neues Zubehör für die Rollstuhlbeförderung zu berichten. Stets wurden dabei auch die Neuheiten von Umrüstern abgefragt, die auf der Messe keinen Stand hatten.

Deshalb wird die Redaktion für die Ausgabe 5/2020 erneut alle „Frühjahrs-Neuheiten“ der Umrüstbranche zusammentragen.

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Taxi-Bundesverband sucht nach Rolli-Goodies

News vom 16.03.2020 von Dietmar Fund

Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hat den Bundesverband Taxi und Mietwagen gebeten, bundesweit Unterstützungsmöglichkeiten für Rollstuhltaxis abzufragen.

Welche Städte, Gemeinden und Landkreise fördern die Umrüstung für die Rollstuhlbeförderung geeigneter Fahrzeuge, bezuschussen Fahrten mit Rollstuhltaxis oder fördern sie mit anderen Maßnahmen? Das bundesweit abzufragen, hat die Fachvereinigung Personenverkehr des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbes Niedersachsen (GVN) den Bundesverband Taxi und Mietwagen gebeten. Darauf hat die Fachvereinigung ihre Mitglieder mit ihrem Rundschreiben vom 10. März 2020 hingewiesen.

Die Fachvereinigung sieht eine Förderung in irgendeiner Form als notwendig an, weil rollstuhlgerechte Fahrzeuge teurer seien und refinanziert werden müssten. Ohne Förderung werde deren Angebot begrenzt bleiben, was Rollstuhlfahrer ebenso ausgrenze wie erhöhte Tarife, wenn sie sie selbst bezahlen müssten. Aus diesem Grund spricht sich die Fachvereinigung dafür aus, Rollstuhlfahrten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen, bei der der Staat und die Steuerzahler gefordert seien.

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Pellenz fördert nun auch Rollstuhltaxis

News vom 20.01.2020 von Dietmar Fund

Wie Jugendliche und Senioren können nun auch Rollstuhlfahrer mit einem 50prozentigen Zuschuss Taxi fahren.

Mit einem Zuschuss von 50 Prozent, der auf 8 Euro pro Fahrt gedeckelt ist, können seit dem 13. Januar 2020 Rollstuhlfahrer innerhalb der Verbandsgemeinde Pellenz mit einem Rollstuhltaxi fahren. Eine entsprechende Vereinbarung hat die Verwaltung mit Mario Rassuli geschlossen, dem Inhaber des Taxiunternehmens Taxi Döhrn aus Weißenthurm.

Das Unternehmen setzt fünf Taxen ein, die per Heckeinstieg einen Rollstuhlfahrer aufnehmen und außer ihm vier Begleitpersonen befördern können. Außerdem hat Taxi Döhrn einen „Rollibus“ für vier Rollstuhlfahrer und vier Begleitpersonen. Das schreibt die Gemeinde in ihrer Pressemitteilung.

Sie erklärt darin auch, dass das Team des Taxiunternehmens seine Fahrgäste auch zur Wohnung oder in die Arztpraxis begleite. Bei Bedarf warte der Fahrer auch gerne während des Arztbesuchs, ohne dass dafür weitere Kosten anfielen.

Nutzungsberechtigt sind alle nicht umsetzbaren Rollstuhlfahrer, die in der Verbandsgemeinde wohnen. Eine Altersgrenze gibt es für sie nicht. Die schon länger angebotenen Halbpreisfahrten im Rahmen des Jugendtaxis gibt es zwischen 16 und 21 Jahren, in den Seniorentaxis ab 70 Jahren.

Die preisvergünstigten Rollstuhltaxis können bei Taxi Döhrn telefonisch oder per E-Mail gebucht werden. Fahrgäste füllen dazu Vordrucke aus, die auf der Homepage herunterladbar oder im Taxi verfügbar sind. Das Taxiunternehmen rechnet monatlich mit der Gemeinde ab. „Wir möchten zunächst einmal die Nachfrage prüfen und starten mit Taxi Döhrn, sind aber aufgeschlossen für weitere Anbieter mit geeigneten Fahrzeugen“, sagte Stephan Ristow zu taxi heute. Er ist der Fachbereichsleiter für die Halbpreis-Taxis der Verbandsgemeinde. Taxi Döhrn habe seinen Sitz zwar nicht in der Gemeinde, aber das sei auch bei einzelnen Kooperationspartnern für das Senioren- und das Jugendtaxi auch so.

„Der Taxiunternehmer Mario Rassuli bewirbt das Rollstuhltaxi selbst sehr aktiv“, berichtete der Fachbereichsleiter. „Viele Fahrgäste haben seine Rollitaxis trotzdem noch gar nicht gekannt und wurden durch unsere Pressemitteilung darauf aufmerksam gemacht.“

Interessierte Leserinnen und Leser können den Vordruck der Gemeinde, der für alle drei geförderten Halbpreis-Taxis gilt, als pdf-Datei im Downloadbereich dieser Meldung herunterladen.

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Stadt Heidelberg weist auf erstes Rollitaxi hin

News vom 20.01.2020 von Dietmar Fund

Mit einer Pressemitteilung haben die Stadtverwaltung und ihre Behindertenbeauftragte das erste Rollstuhltaxi öffentlich bekannt gemacht.

Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, eine mobilere Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen, ist ein Thema, das Taxi- und Mietwagenunternehmer in der Stadt und auf dem Land viel stärker interessieren sollte. Wer eines anbietet, bekommt Unterstützung von Behindertenbeauftragten und der Stadtverwaltung. Das zeigt das Beispiel des ersten Rollstuhltaxis in der Stadt Heidelberg. Die Stadtverwaltung hat dazu eigens eine Presseveranstaltung organisiert und eine Pressemitteilung herausgegeben.

Erika Ochoa Coll, Geschäftsführerin der TLS Transfer & Limousinenservice GmbH, hat demnach am 16. Januar 2020 zusammen mit ihrem für die Leitung des operativen Geschäfts verantwortlichen Mitarbeiter Swen Buro auf dem Kornmarkt ihr erstes rollstuhltaugliches Taxi vom Typ Ford Grand Tourneo Connect mit Heckeinstieg vorgestellt. An dem Fototermin nahmen auch der Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckard Würzner, Czeslaus Mandalka, stellvertretender Vorsitzender des Beirats von Menschen mit Behinderungen der Stadt Heidelberg, die kommunale Behindertenbeauftragte Christina Reiß und Carola de Wit vom städtischen Bürger- und Ordnungsamt teil. Die beiden Damen hätten das Projekt gemeinsam initiiert, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Stadtverwaltung brachte so die Botschaft in Umlauf, dass nun auch nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer mit Elektro-Rollstühlen kurzfristig ein Rollstuhltaxi zu Zeiten buchen können, an denen Fahrdienste gewöhnlich nicht verfügbar sind – insbesondere abends, an Wochenenden oder an Feiertagen. Der Oberbürgermeister erklärte dazu, mit der Firma TLS habe die Stadt „einen erfahrenen Anbieter“ gefunden, der nun eine „wichtige Versorgungslücke“ schließe.  Mit einem Gutachten soll laut Carola de Wit vom Ordnungsamt jetzt der weitere Bedarf an Rollstuhltaxis in der Stadt ermittelt werden.

Ausdrücklich wirbt die Stadt auch unter den Rollstuhlfahrern dafür, das Rollstuhltaxi rechtzeitig zu buchen. Es werde nämlich sonst auch für reguläre Fahrten eingesetzt, was zur Auslastung des aufwändig umgebauten Kasten-Kombis ja auch nötig ist. Buchen kann man das Rollstuhltaxi nur über die Telefonnummer des Mietwagenunternehmens. Einen Rolli-Zuschlag sieht der Taxitarif nicht vor. Im Unterschied etwa zur Stadt Stuttgart fördert die Stadt Heidelberg das Projekt nicht mit einem Investitionskostenzuschuss.

Laut Swen Buro lag der Anreiz für die Beschaffung eines Rollstuhltaxis darin, dass die Stadt Heidelberg sonst seit langem keine neuen Taxi-Konzessionen mehr erteilt habe. Eine Schwierigkeit sei es gewesen, dass TLS aufgrund der bei Mietwagen nicht mehr nötigen Ortskunde zunächst Fahrer habe finden müssen, die sie erworben haben.

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Rollitaxi-Spezialist baut neues Test-Center

News vom 10.01.2020 von Dietmar Fund

Im Sommer möchte AMF-Bruns in Apen den Neubau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums einweihen.

Der auf die Rollstuhlbeförderung spezialisierte Umrüster AMF-Bruns möchte an seinem Standort in Apen künftig seine eigenen Zugversuche und sicherheitsrelevante Tests an Komponenten, Produkten und Umbauten in einem neuen Test- und Entwicklungszentrum durchführen. Es soll auch Prüforganisationen, Fahrzeugherstellern und Aufbauherstellern zur Verfügung stehen. Der Rolli-Spezialist hat dazu die AMF-Bruns Forschungs- & Entwicklungsgesellschaft gegründet und kooperiert mit dem TÜV Nord.

Zehn Mitarbeiter sollen im Neubau vor allem eine dynamische und statische Testanlage betreiben. Sie könnte außer für die Entwicklung von Rollstuhl-Rückhaltesystemen, Systemböden und Liften auch für die Entwicklung von Gurtsystemen und Kindersitzen genutzt werden.

Der TÜV Nord soll als technischer Service für europäische Typenzulassungen und Testdokumentation mit eingebunden werden. Das neue Center soll auch anderen Firmen Dienstleistungen im Bereich von Forschung und Entwicklung anbieten.

Nach der Eröffnung, die voraussichtlich im Juli 2020 stattfindet, wird taxi heute über das neue Test Center berichten.

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Taxi-Stammtisch zu Rolli-Regelungen

News vom 07.11.2019 von Dietmar Fund

Am 14. November 2019 befasst sich die IG Taxi Ortenau e.V. unter anderem mit einem AOK-Vertrag für Rollstuhlbeförderungen.

Am Donnerstag, dem 14. November 2019 veranstaltet die Interessengemeinschaft Taxi Ortenau e.V. ihren nächsten Taxi-Stammtisch. Er findet ab 19.30 Uhr im Gasthaus Brünnele in Offenburg statt.

Auf der Tagesordnung stehen dort ein Rollstuhlvertrag mit der AOK Baden-Württemberg, ein Taxi-Tarifantrag in Zusammenarbeit mit benachbarten Landkreisen und zur Abrundung eine „vorweihnachtliche Jahresabschlussfeier“. Wie immer heißt der Vorsitzende Markus Schmid auch Interessierte aus anderen Landkreisen willkommen, die im Personenbeförderungsgewerbe tätig sind.

Schmid hat auch bereits den traditionellen VW-Taxi-Stammtisch der IG Taxi Ortenau im Auge, der gewöhnlich Ende Januar stattfindet. Gastgeber ist im Januar 2020 voraussichtlich wieder das Autohaus Graf Hardenberg, dessen Vertriebsleiter momentan den Termin mit den Taxi-Ansprechpartnern der Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeug koordiniert.

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Zawatzky rüstet den Opel Combo Life XL zum Rollitaxi um

News vom 05.11.2019 von Dietmar Fund

Das Mobilcenter Zawatzky bietet den langen Kasten-Kombi von Opel zum „Kampfpreis“ an - in Köln zusammen mit Opel-Bauer auch als Taxi.

Ab 22.120 Euro (ohne MwSt.) für den Benziner mit 100 PS bietet das Mobilcenter Zawatzky in Meckesheim sowie in seiner Niederlassung Köln in Zusammenarbeit mit Opel-Bauer den Opel Combo Life XL Edition samt Umbau zum Rollstuhlfahrzeug an. Der Combo kann dank drei Serien-Einzelsitzen in der zweiten Reihe mit vier Fahrgästen und einem Rollstuhlplatz eingesetzt werden. Für den Fall, dass der Rollstuhlplatz nicht gebraucht wird, baut der Umrüster eine nach innen umklappbare „Taxi-Rampe“ ein, die den Boden dann abdeckt. Dadurch entsteht ein geräumiger Kofferraum. Zawatzky baut auch einen neuen Tank mit 42 Litern Fassungsvermögen ein.

Der Heckausschnitt ist dank der längs verschiebbaren Sitze der zweiten Reihe in seiner ganzen Länge von 150 Zentimetern nutzbar. Bei nach hinten geschobenen Sitzen bietet er noch eine Länge von rund 126 Zentimetern. Die Innenhöhe beträgt 140 bis 144 Zentimeter, die Durchfahrtshöhe 142 Zentimeter.

Die ungeteilte Rampe selbst ist 130 Zentimeter lang. Die nutzbare Rampenbreite beträgt rund 77 Zentimeter, während der Ausschnitt rund 81,5 Zentimeter breit ist. Laut Andreas Zawatzky haben die Räder des Rollstuhls dadurch beim Herausfahren rückwärts etwas Spiel und verkanten sich nicht.

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Gemeinde Eschede zahlt Rollitaxi am Bahnhof

News vom 03.08.2019 von Dietmar Fund

Mit einer geringen Eigenbeteiligung können Rollstuhlfahrer am Bahnhof im Rollitaxi von Bahnsteig zu Bahnsteig fahren.

Seit Ende Juli 2019 unterstützt die Gemeinde Eschede Rollstuhlfahrer am Bahnhof mit einem besonderen Service: Sie können in einem Rollstuhltaxi des örtlichen Taxiunternehmens Groth am Bahnhof von Bahnsteig zu Bahnsteig fahren, weil es dort keine Aufzüge gibt. Dazu muss das Taxi um den Bahnhof herum und über einen Bahnübergang fahren, was normalerweise gleich ins Geld gehen würde.

Dank der knapp 5.800 Einwohner zählenden Gemeinde im Landkreis Celle müssen die Rollstuhlfahrer nur ihren Schwerbehindertenausweis vorlegen und einen Eigenbeitrag von 1,50 Euro leisten. Den Rest bezahlt der Kämmerer, mit dem das Taxiunternehmen monatlich abrechnet.

Der Service gilt auch für alle Bürgerinnen und Bürger, die eine Treppe nicht alleine bewältigen können und unter anderem auch für Blinde. Da die Treppen am Bahnhof Schienen aufweisen, die von Fahrgästen mit Kinderwagen als praktikabel empfunden werden, gilt das Angebot für sie nicht.

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Mercedes-Benz Van Rental bietet Rollitaxis zur Miete an

News vom 20.05.2019 von Dietmar Fund

Die Tochter Van Rental vermietet jetzt Sprinter Mobility mit Systemböden, die mit Einzelsitzen und Rollstuhlverankerungen flexibel einsetzbar sind.

Bei Mercedes-Benz Van Rental kann man jetzt rund 50 Transporter vom Typ Sprinter Mobility kurzzeitig oder bis zu 24 Monate lang mieten. Ihr Kennzeichen ist ein rollstuhlgerechter Umbau durch den zertifizierten VanPartner AMF-Bruns. Er versieht sie mit einem Smartfloor-Systemboden, in dem sich für Rollstuhlfahrten bis zu sechs Einzelsitze verankern oder bis zu fünf Rollstuhlplätze einrichten lassen. Am Heck haben die Fahrzeuge ein Linearlift und am seitlichen Einstieg eine elektrisch angetriebene Trittstufe zur Überwindung des beim Sprinter recht hohen Einstiegs. Für Einsätze, bei denen kein Rollstuhlfahrer mitfahren möchte, sind auch bis zu acht Fahrgastsitze möglich.

Das Miet-Angebot ist zunächst an rund 120 bereits vorhandene Mietstützpunkte gekoppelt. Sie befinden sich nicht nur in Niederlassungen, sondern auch bei Vertragspartnern von Mercedes-Benz.

Wie Gerrit Bruns, Geschäftsführer von AMF-Bruns, anlässlich der Kooperation mitteilt, sind Mietangebote für Transportdienstleister in diesem Bereich bisher dünn gesät. In der Tat hat darauf bisher nur der Taxi- und Spezialfahrzeug-Vermieter Alexander Czernig aus Chemnitz aufmerksam gemacht. Kurz nach Mercedes-Benz Van Rental hat auch European Van Service (EVS) aus Hannover sein neues Miet-Angebot für Kraftfahrzeuge für mobilitätseingeschränkte Personen (KMP) auf der RETTmobil 2019 vorgestellt.

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Mobility Reha testet Rollitaxis erst einmal selbst

News vom 16.05.2019 von Dietmar Fund

Der Fahrdienst mit angegliedertem Umrüstbetrieb zeigte auf der RETTmobil erstmals Lösungen, die sich im eigenen Einsatz bewährt haben.

Seit Kurzem macht Mobility Reha aus Bestwig verstärkt Werbung für seine Umbauten, die der Fahrdienst zunächst einmal für seine eigenen Einsätze entwickelt hat. Auf der RETTmobil in Fulda erläuterten Seniorchef Rüdiger Müller und sein Sohn Tobias ihre Devise, „nur Dinge einzubauen, die sich in ihrem Fahrdienst in zwei Wintern bewährt haben“, wie es Rüdiger Müller formulierte.

In einem eigenen Ford Transit L3H3, der wegen seiner Stehhöhe als Messefahrzeug ausgewählt worden war, demonstrierten die beiden ihren Systemboden. Bei ihm liegen die Aluschienen zur Befestigung von Einzelsitzen oder Rollstuhl-Rückhalteeinrichtungen zwischen Holzelementen, deren Breite sich leicht an unterschiedliche Abstände der Sitzfüße anpassen lässt. So kann der Taxi- oder Mietwagenunternehmer dasjenige Sitzsystem verwenden, das er bereits in anderen Fahrzeugen hat, um die Tauschbarkeit zu sichern.

Die Einzelsitze von Mobility Reha müssen zum Verschieben nicht aus der Verankerung gehoben und wieder neu eingesetzt werden, sondern lassen sich mit nur einem federbelasteten Hebel entriegeln, danach verschieben und wieder verriegeln. Über die Verklebung des Bodens können die Gurtkräfte in die Fahrzeugstruktur eingeleitet werden.

Das Problem klappernder Rampen geht das Unternehmen mit einer zweigeteilten Alu-Rampe an, die seitlich keine Verriegelung hat, die ein Quell von Geräuschen sein kann. Sie werde mit einem Anschlagpuffer durch die geschlossene Flügeltüre am Heck so gehalten, dass sie nicht klappern könne, berichtete Rüdiger Müller. Als einen weiteren Vorzug seiner Rampe nennt er, dass sie im Heck nicht auf einer ausladenden Bodenplatte befestigt ist. So bleiben einige Zentimeter mehr Platz, um Rollstuhlbefestigungen zu verankern.

Mobility Reha hat einen Fahrdienst mit rund 200 eigenen Fahrzeugen. Der Fuhrpark besteht hauptsächlich aus Transportern von Ford, umfasst aber auch Mercedes-Benz Sprinter und Peugeot Boxer.

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Rolli-Umrüster EVS vermietet jetzt auch Rollstuhltaxis

News vom 15.05.2019 von Dietmar Fund

Der Umrüster bietet 3,5-Tonner mit Vollausstattung zur Miete und als Unfallersatzfahrzeuge an.

Der für die Umrüstung von Transportern zum Mehrzweck- und Rollstuhltaxi bekannte Hannoveraner Fahrzeugbauer European Van Service (EVS) steigt jetzt in die Vermietung von Kraftfahrzeugen zur Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen (KMP) ein. Er hat dafür zunächst sieben 3,5-Tonner umgerüstet.

Alle verfügen über einen Systemboden und lassen sich so mit Einzelsitzen, mit Rollstuhlplätzen oder einem Mix aus beidem ausrüsten. Alle haben eine elektrische Trittstufe und einen Linearlift des italienischen Herstellers Autolift an der Hecktüre. Als Basisfahrzeuge stehen Ford Transit, Opel Movano, VW Crafter und Mercedes-Benz Sprinter zur Verfügung.

Laut Vertriebsmann Aris Diamantidis werden die Mietfahrzeuge von EVS angeliefert und auch wieder abgeholt. Wer sie als Unfallersatzwagen braucht, kann sein Unfallauto auch bei EVS instand setzen lassen.

EVS hat für die Vermiet-Schiene die Marke www.kmp-mieten.de geschaffen. Derzeit wird man unter dieser Adresse aber noch auf die EVS-Homepage weitergeleitet. Ähnliche Mietfahrzeuge mit AMF-Systemböden hat kürzlich Mercedes-Benz Van Rental in Dienst gestellt.

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RETTmobil bringt viele neue Rollstuhltaxis

News vom 08.04.2019 von Dietmar Fund

Neue Systemböden für Mehrzweck-Fahrzeuge und Umbauten für den Opel Combo sind die wichtigsten Neuheiten.

In diesem Jahr lohnt sich der Besuch der „Blaulichtmesse“ RETTmobil für Rolli-Spezialisten unter den Taxi- und Mietwagenunternehmern ganz besonders. Es treten in Fulda vom 15. bis zum 17. Mai 2019 neue Aussteller auf und im Bereich der Systemböden tut sich auch Neues. Das zeigt die Neuheiten-Vorschau, die taxi heute für die Ausgabe 5/2019 zusammengetragen hat.

Erstmals stellen dort der Fiat- und Iveco-Händler ABZ aus Jena, das Ford-Autohaus Sorg aus Fulda und MobilityReha Service aus Bestwig aus. ABZ will sich verstärkt um die Personenbeförderung kümmern, Sorg teilt sich den Stand mit dem Entwicklungsdienstleister EDAG, der seine nun serienmäßig angebotene zweistufige Trittstufe präsentiert. MobilityReha Service ist ein Umrüstbetrieb, der aus einem Fahrdienst heraus entstanden ist und jetzt seine Umrüst-Aktivitäten für Externe intensivieren möchte.

Fahrzeugseitig steht einerseits der neue Kasten-Kombi Opel Combo in beiden Längen als Rollstuhltaxi mit Heckausschnitt im Mittelpunkt einiger Stände. Andererseits sind auf der RETTmobil auch Mehrzweckfahrzeuge auf der Basis der größeren Transporter zu sehen, die teilweise auf neuen Systemböden basieren. Einen von ihnen präsentiert MobiTEC im jungen VW Crafter „Flex Van“. Der zusammen mit einem Zulieferer entwickelte „LightFLOOR“ zeichnet sich durch flexible Abstände der Lochschienen zur Aufnahme von Einzelsitzen, Rollstuhlverankerungen, Tragestühlen und Fahrtragen aus.

Da nicht alle namhaften Umrüster auf der RETTmobil ausstellen, beschränkt sich die Neuheiten-Übersicht in taxi heute 5/2019 nicht auf die für Rollstuhltaxis wohl wichtigste Messe in diesem Jahr. Sie bringt auch Informationen zu Umrüstern, die ihre Neuheiten auf keiner Messe vorstellen.

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Tribus bringt Rollitaxi auf der Basis des E-Crafter

News vom 19.03.2019 von Dietmar Fund

Der elektrisch angetriebene große Transporter von Volkswagen Nutzfahrzeuge soll mit einem Hecklift, zwei Rollstuhlplätzen und flexibel nutzbarem Sitzkonzept auf den Markt kommen.

Der Kleinbus-Umrüster Tribus aus dem niederländischen Utrecht kündigt die Umrüstung des E-Crafter von Volkswagen Nutzfahrzeuge zum rollstuhlgerechten Minibus an. Sobald der E-Crafter auf dem deutschen Markt erhältlich ist, möchte Tribus den 3,5-Tonner für die Führerscheinklasse B mit einem abgesenkten Einstieg an der Beifahrertüre und zwei entlang der linken Wand angeordneten Rollstuhlplätzen umrüsten. Sein „TriflexAIR“ genannter Systemboden mit Befestigungen für Rollstühle, Rollstuhlsicherungen und Einzelsitze soll neben den beiden Rollstühlen noch vier Einzelsitze zulassen.

Sobald kein Rollstuhlfahrer mitfährt, lassen sich anstelle der Rollstühle vier weitere Einzelsitze herunterklappen. Dadurch bietet das Fahrzeug dann acht Fahrgastsitze. Zum Ein- und Ausladen der Rollstuhlfahrer bietet Tribus optional einen Hecklift an.

Laut Tribus soll der Elektromotor des E-Crafter mit einer Leistung von 100 kW/136 PS aufwarten. Seine Akkus mit einer Kapazität von 35,8 kWh sollen für eine Reichweite von bis zu 173 Kilometer gut sein und sich über eine 40 kW-Gleichstrom-Schnelllademöglichkeit in 45 Minuten bis zu 80 Prozent aufladen lassen. Das Normalladen dauere hingegen 5 Stunden und 20 Minuten.

Tribus hat seine flexible Innenraumgestaltung bereits auf der Europäischen Taximesse Anfang November 2018 in Köln gezeigt. Deren Kombination mit einem elektrisch angetriebenen Transporter könnte für Taxi- und Mietwagenunternehmer interessant sein, die regelmäßig zweimal am Tag Behindertenwerkstätten anfahren und entweder zwischen der Hin- und der Rückfahrt laden können oder aber mit der relativ geringen Reichweite des E-Crafter klarkommen und die Akkus nachts in Ruhe laden können.

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In Mainz fällt man mit einem Rollitaxi auf

News vom 13.02.2019 von Dietmar Fund

Nach Aussage des Verkehrsüberwachungsamtes hat nach langen Jahren der erste Taxiunternehmer eine Konzession für ein rollstuhltaugliches Taxi erhalten.

Taxiunternehmer, die sich ein Rollstuhltaxi anschaffen, sollten ruhig ihre Lokalpresse darauf ansprechen. Besonders dann, wenn sie nicht verschämt auf Fördergelder hinweisen müssen. Das zeigt das Beispiel des Mainzer Taxiunternehmers Carsten Spies, über den Anfang Februar 2019 die Allgemeine Zeitung in Wort und Bild berichtet hat.

Das Lokalblatt zitiert Elke Schmitt, Leiterin für Taxikonzessionen beim Verkehrsüberwachungsamt. Ihre Aussage nach wurde ein ähnliches Angebot vor Jahren leider nicht genutzt. Laut dem Bericht setzt Carsten Spieß einen VW Caddy Maxi mit einem Heckeinstieg ein, der einen Rollstuhlfahrer befördern und dazu noch vier Sitzplätze bieten kann. Sein Umbau stammt vom Umrüster handicap mobil aus Nieder-Olm.

Wie in vielen anderen Orten Deutschlands gibt es offenbar auch im Mainz sonst nur Fahrdienste gemeinnütziger Organisationen, bei denen man eine Rollstuhlfahrt mehrere Tage im Voraus anfordern muss und die nachts gar nicht fahren. Das könnten sich findige Taxi- und Mietwagenunternehmer zunutze machen, zumal die Kasten-Kombis, auf denen die einfacheren Rollitaxis basieren, heutzutage immer mehr Pkw-Komfort für normale Fahrgastfahrten bieten.

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Mannheim gibt bis zu 10.000 Euro für Rollitaxis

News vom 19.12.2018 von Dietmar Fund

Die Stadtverwaltung will die Mobilität von Bürgerinnen und Bürgern verbessern, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Ab Anfang 2019 möchte die Stadt Mannheim den Umbau von Taxis zu Rollstuhltaxis mit bis zu 10.000 Euro bezuschussen. Insgesamt stellt sie 50.000 Euro für die Umbauten zur Verfügung. Die Zuschussrichtlinien werden noch erarbeitet. Antragsberechtigt sind alle Taxiunternehmer, die ihren Betriebssitz in Mannheim haben. Das hat die Stadtverwaltung am 11. Dezember 2018 in einer Pressemitteilung mitgeteilt.

Die Stadtverwaltung reagiert mit dem Förderprogramm auf den Umstand, dass die mehr als 300 Fahrzeuge umfassende Taxiflotte der Stadt kein „inklusives“ Taxi enthalte, wie es im Text heißt. Gemeint sind damit Taxis, bei denen der Rollstuhl über eine ausfahrbare Rampe in das Fahrzeug gefahren werden kann. Da sie auch für die Beförderung nicht mobilitätseingeschränkter Personen genutzt werden könnten, seien sie ein „Taxi für alle“.

Die Fördermaßnahme ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Einsatz von Rollstuhltaxis, die viel flexibler als Fahrdienste und auch einmal an Wochenenden und Feiertagen bestellt werden können, ein Nische mit Wachstumspotenzial darstellt. Darauf weist auch der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) immer wieder hin.

Mittlerweile haben Fahrzeuge vom Schlage eines VW Caddy Maxi, Opel Combo Life oder Mercedes-Benz Citan komfortable Innenräume und eine bessere Geräuschdämmung bekommen, sodass sie auch normale Fahrgäste am Taxistand nicht abschrecken. Den Rollstuhl-Umbau sehen Laien von außen sowieso nicht.

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In Stuttgart gibt es sehr wohl Rollstuhltaxis

News vom 13.11.2018 von Dietmar Fund

Ein Stuttgarter Mietwagenunternehmer weist darauf hin, dass Rollstuhlfahrer mit rund 80 rollstuhlgerechten Fahrzeugen bedient werden könnten und es daher keine Mietwagen von außerhalb bräuchte, um ihre Mobilität zu sichern.

In Presseberichten aus Stuttgart, die den Start von Rollstuhl-gerechten Mercedes-Benz Sprinter des Busunternehmers Schlienz aus Kernen schilderten (taxi heute berichtete), hatte es kürzlich geheißen, das Taxi-Gewerbe kümmere sich nicht um Rollstuhlfahrer. Dem widerspricht der Stuttgarter Mietwagenunternehmer Klaus Knupfer. Er war von 1974 bis 2011 selbst Taxiunternehmer und bis 2011 auch Vorstand der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart.

Laut Knupfer gibt es in der baden-württembergischen Landeshauptstadt rund 80 Rollstuhl-gerechte Taxis und Mietwagen. Eine Liste dieser Unternehmer halte die Stadtverwaltung auf Ihrer Homepage bereit. Sie ist dort unter dem Stichwort „Fahrdienst für Rollstuhlfahrer und andere Schwerstgehbehinderte“ zu finden.

Er selbst habe sein erstes Rollstuhlfahrzeug 2008 in Dienst gestellt und 2011 das zweite. Seit 2014 setzten seine beiden Unternehmen Kranken- und Rollstuhlfahrten Knupfer und Katja´s RolliMobil acht Autos ein, die allesamt vom MobiTEC umgerüstet seien. Stationiert seien vier davon in Stuttgart und vier in Filderstadt-Plattenhardt.

Knupfer fragt sich nun, wie ein 15 Kilometer außerhalb der Stadt ansässiger Busunternehmer mit seinen als Mietwagen zugelassenen Sprintern auf seine Kosten komme, weil er ja bei Aufträgen innerhalb Stuttgarts erst die Anfahrt habe und danach wieder zu seinem Betriebssitz zurückkehren müsse. Zudem seien Behindertenparkplätze schon für normale Rollstuhlfahrzeuge mit ausklappbarer Rampe zu kurz. Mit einem Sprinter müsse man in der Stadt in der Regel in zweiter Reihe halten und blockiere so den Verkehr.

Den Markt für Rollstuhlbeförderungen sieht der Unternehmer mit rund 50.000 Gehbehinderten und Rollstuhlfahrern im Großraum Stuttgart als groß genug an. Die Stadt gebe an sie Gutscheine für Taxifahrten aus.

Die Fahrdienst-Infos der Stadt Stuttgart stehen als pdf-Datei im Downloadbereich unterhalb dieser Meldung bereit.

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Rollstuhltaxis kommen on-Demand per App

News vom 03.11.2018 von Dietmar Fund

Ein Busunternehmer aus der Region Stuttgart bietet auch Taxi- und Mietwagenunternehmern eine App zur Steuerung privater Rollstuhlfahrten an.

Im Rems-Murr-Kreis, im Landkreis Esslingen und im Stadtgebiet von Stuttgart bietet das Omnibusunternehmen Schlienz-Tours GmbH & Co. KG aus Kernen im Remstal jetzt die Bestellung von Rollstuhlfahrten per App an. Seine „S-Shuttle-App“ steuert an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr Mietwagenverkehre mit Kleinbussen, die über einen Linearlift am Heck Rollstuhlfahrer aufnehmen können. Sie können mit einem Vorlauf von drei Stunden entweder über die App bestellt werden oder von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr auch telefonisch über ein Callcenter.

Die App steht für die Android- und die Apple-Welt zum Herunterladen zur Verfügung. Sie zeigt Individual-Shuttles ohne Rollstuhl-Fahrgast, Rollstuhl-Shuttles oder einen Outlet-Shuttle an, der mit großen Bussen durchgeführt wird. Außerdem kann man über sie Anruf-Sammel-Taxis bestellen.

Die App zeigt die genauen Fahrtkosten an. Für den Rollstuhl und sein Handling wird ein Zuschlag erhoben. Ein Rollstuhlfahrer kann angeben, ob er umsetzbar ist, einen Elektrorollstuhl hat oder einen Faltrollstuhl mitführt. Bezahlt wird zunächst bar. In Kürze soll aber auch bargeldloses Bezahlen mittels Kreditkarten oder PayPal möglich sein.

Schlienz setzt für seine Verkehre auch andere Mietwagenunternehmer als Subunternehmer mit ein. Außerdem möchte das Unternehmen seine Rollstuhl-App auch anderen Unternehmen anbieten. Ansprechpartner dafür ist Alexander Brüll, Leiter Shuttleservice bei Schlienz.

„Wir möchten mit unserer App eine Schwäche neuer Wettbewerber kompensieren, indem wir nicht nur die Innenstadt, sondern auch das Umland mit anschließen“, erklärte Erhard Kiesel gegenüber taxi heute. „Damit ergänzen wir den öffentlichen Personen-Nahverkehr.“ Kiesel ist Geschäftsführender Gesellschafter des Busunternehmens.

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Taxiklönabend beim Rolli-Umrüster

News vom 19.06.2018 von Dietmar Fund

Taxiunternehmer aus zwei Bezirksgruppen des GVN informierten sich bei AMF-Bruns über die neuesten Rollstuhl-Trends.

Während die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hart mit Kostenträgern über Rolli-Tarife verhandelt, haben sich zwei Bezirksgruppen des Verbandes über die einfachere, die technische Seite der Rollstuhltaxis informiert. Rund 20 Unternehmer aus den Bezirksgruppen Oldenburg und Aurich/Ostfriesland besuchten am 6. Juni 2018 den bekannten Umrüster AMF-Bruns.

Dort machte Stefan Willjes eine Werksführung mit ihnen und stellte sich ihren Fragen rund um Rollstuhl-Caddys und Smartfloor-Konzepte. Laut Hajo Agena, dem Geschäftsführer der Bezirksgruppe Oldenburg/Ostfriesland des GVN, kam die Veranstaltung auf Initiative des Verbandes zustande.

Der GVN besuche regelmäßig Firmen und sei beispielsweise auch schon beim Taxi-Entwickler und –Umrüster INTAX gewesen. Bei solchen Besuchen kämen je nach Terminlage immer 15 bis 20 Personen zusammen.

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Taxiunternehmerin sucht Rat zu Rollitaxis

News vom 17.05.2018 von Dietmar Fund

Auf der RETTmobil informierte sich eine Ingolstädter Unternehmerin, die nach vielen Gesprächen mit Ausstellern den Rat erfahrener Kolleginnen und Kollegen gebrauchen könnte.

Die Ingolstädter Taxiunternehmerin Jolanta Schmelzer und ihr Mann Hans-Jochen Kerscher möchten ihren Fuhrpark gerne um einen Mietwagen erweitern, der mindestens zwei Fahrgäste im Rollstuhl mitnehmen kann und dafür eine gute Innenhöhe bietet. Nachdem sie schon ein Jahr lang den Markt sondieren, schauten sie sich am 16. Mai 2018 auf der RETTmobil 2018 in Fulda um.

„Nach Gesprächen mit den Ausstellern sind wir jetzt so verwirrt wie zuvor“, sagte die Unternehmerin zu taxi heute. „Auf Fragen nach einem Systemboden aus Holz oder Alu, nach einer Automatik und besonders nach der Geräuschkulisse der Umbauten erhielten wir widersprüchliche Aussagen. Zu den Basisfahrzeugen und zu zukunftsgerechten Antrieben wollten sich die Umrüster lieber gar nicht äußern.“ Gerne hätte die Unternehmerin die Rollstuhltaxis auch einmal fahrend erlebt.

Jolanta Schmelzer würde sich daher nun über den Rat von Kolleginnen und Kollegen freuen, die schon Erfahrung mit unterschiedlichen Basisfahrzeugen und Umrüstern haben. Ihre E-Mail-Adresse lautet jolanta.schmelzer@t-online.de.

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MobiTEC macht Elektro-Siebensitzer zum Rollitaxi

News vom 12.05.2018 von Dietmar Fund

Der Berkheimer Umrüster bringt trotz der Batterien einen kurzen, aber breiten Rollstuhlplatz im Mehrzwecktaxi Nissan e-NV200 Evalia unter.

Den siebensitzigen Elektro-Transporter Nissan e-NV200 Evalia rüstet der Berkheimer Fahrzeugbauer MobiTEC jetzt mit einem Heckeinstieg zum variablen Rollstuhltaxi um. Die Bodenwanne ist wegen der Batterie zwar nur 1,33 statt wie sonst 1,55 Meter lang, aber dafür hat ihre Breite von 81 auf 86,5 Zentimeter zugenommen. Die Länge soll laut MobiTEC für die meisten Rollstühle ausreichen. Weil die immer breiter werden, ist die größere Breite für das mobile Gewerbe von Vorteil, das mit einer Vielfalt von Rollstuhlmodellen klarkommen muss.

In der Bodenwanne versenkt MobiTEC die bereits vom VW Caddy und VW Caddy Maxi her bekannten Sitzaufnahmen mit Federunterstützung. Wenn man die bündig im Boden untergebrachten Aufnahmen hochklappt, kann man die beiden für die Rollstuhlmitnahme hochgeklappten und zur Seite geschwenkten Einzelsitze im Heck nutzen und das Fahrzeug damit zum Siebensitzer machen, ohne eine irgendwo gelagerte Bank wieder einbauen zu müssen, wie dies zum Beispiel beim siebensitzigen VW Caddy Maxi der Fall ist.

Die Rampe hat serienmäßig das „Balance-System“, das es erlauben soll, sie mit geringem Kraftaufwand anzuheben.

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Autohaus Bayer präsentiert drei Rollimobile

News vom 11.04.2018 von Dietmar Fund

Auf der RETTmobil enthüllt der Ford-Händler unter anderem einen neuen Ford Transit Custom als Mehrzweck-Rollstuhltaxi.

Zur RETTmobil nach Fulda bringt das Ford-Autohaus Bayer vier mehrfach verwendbare Rollstuhlmobile mit unterschiedlichen Systemböden mit. Das neueste der Kraftfahrzeuge für die Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen (KMP) ist der neue Ford Custom Kombi.
Der eben überarbeitete Konkurrent des VW T6 oder Mercedes-Benz Vito wird in der Variante L2H2 mit einem Ausbau von AMF-Bruns vorgestellt. Das Fahrzeug hat einen verstärkten Boden mit Querschienen im Fahrgastraum und eine klappbare Alu-Auffahrrampe sowie eine elektrische Trittstufe an der Schiebetüre. In dem Fahrzeug lassen sich bis zu drei Rollstuhlplätze realisieren. Die werkseitige Bestuhlung der zweiten und dritten Reihe im Fahrgastraum kann dazu je nach dem Platzbedarf für die Rollstühle herausgenommen werden.

Auf dem Ford Transit L3H2 mit Automatikgetriebe basieren zwei direkt vergleichbare KMP: Einer hat den Smartfloor von AMF-Bruns, der zweite einen Systemboden von Ambulanzmobile Schönebeck. Beide ermöglichen bis zu fünf Rollstuhlplätze, unterscheiden sich aber in Details der Innenausstattung. Noch das alte Modell des Caddy-Maxi-Konkurrenten Ford Transit Connect rundet das Aufgebot von Ford-Bayer ab. Der Modellwechsel findet hier erst im Herbst statt.

Einen ausführlichen Vorbericht zur RETTmobil bringt taxi heute in der Ausgabe 5/2018, die rechtzeitig vor der Messe erscheint.

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AMF-Bruns präsentiert elektrisches Großraum-Rollitaxi

News vom 29.03.2018 von Dietmar Fund

Das Mehrzweckfahrzeug auf der Basis des Opel Movano wird auf der RETTmobil als Weltneuheit vorgestellt.

Ein rein elektrisch angetriebenes Kraftfahrzeug für mobilitätseingeschränkte Personen (KMP) stellt der Umrüster AMF-Bruns auf der RETTmobil in Fulda als Weltneuheit vor. Das Mehrzweckfahrzeug basiert auf der Variante L2H2 des großen Opel-Transporters Movano. Er hat einen Antriebsstrang der I SEE Electric Trucks GmbH aus Offenbach.

Für die wechselweise Mitnahme von bis zu vier Rollstühlen oder Einzelsitzen hat das Mehrzweckfahrzeug einen Alu-Systemboden. Mit einem Linearlift am Heck werden Rollstuhlfahrer ein- und ausgeladen. Ein Foto oder eine Zeichnung des neuen Mehrzweckfahrzeugs können AMF-Bruns und I SEE Electric Trucks momentan noch nicht vorweisen, weil der Prototyp noch nicht umgebaut ist.

Laut AMF-Bruns wird auch der kompaktere Transporter Opel Vivaro demnächst als reines Elektrofahrzeug zu haben sein. Beide Typen seien durch Opel zertifiziert.

Die I-SEE Electric Trucks GmbH in Offenbach hat die Homepage https://i-see.plus. Das Unternehmen bietet dort schon den elektrifizierten Opel Vivaro an und spricht bei seinem „Elektroblitz eVivaro“ von einer Reichweite von 100 bis zu 220 Kilometern. Der Movano soll laut Geschäftsführer Thomas Wächter mit zwei Akkukapazitäten von 60 kWh oder 90 kWh angeboten werden und damit auf reale Reichweiten von bis zu 300 Kilometer kommen. Sein für Nutzfahrzeuge konzipierter Elektromotor leiste 100 kW und werde mit einer Zweigang-Automatik gekoppelt. Es handle sich damit um ein völlig anderes Konzept als beim Renault Master Z.E., der kürzlich als Kastenwagen der Fachpresse vorgestellt worden ist.

Die Presseabteilung von Opel konnte vor den Feiertagen kurzfristig nicht mehr intern klären, wer das Projekt bei Opel intern verfolgt.

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Schnierle bringt Kopf- und Rückenstütze für Rollitaxis

News vom 13.03.2018 von Dietmar Fund

Die Gurtsäule Safetrans bietet verstellbare Stützen für den Kopf und den Rücken von Rollstuhlfahrern.

Auf der Messe RETTmobil präsentiert die Firma Schnierle eine Gurtsäule mit integrierter Kopf- und Rückenstütze für Rollstuhlfahrer, die den Namen Safetrans bekommen hat. Die Kopfstütze ist höhenverstellbar, die Rückenstütze lässt sich in Fahrtrichtung auch horizontal verstellen. Außerdem kann man beide Stützen seitlich wegklappen, wenn sie nicht gebraucht werden. Die Gurtsäule als Ganzes lässt sich auch längs verschieben, wenn sie auf Schienen befestigt wird.

Zu haben sind Versionen für einen in Fahrtrichtung links platzierten Rollstuhlplatz und solche für einen rechts platzierten, wenn ein größerer Transporter damit ausgestattet werden soll. Schnierle denkt aber auch an den Einbau in Rollstuhl- oder Mehrzwecktaxis wie den Volkswagen Caddy Maxi, die nur einen Rollstuhlplatz haben.

Alternativ zu Schienensystemen in Boden kann man die Stützen auch auf den Radkästen längs verschiebbar befestigen. Dieses System bezeichnet Schnierle als „Sliding Bridge“. Über weitere Neuheiten der RETTmobil für das mobile Gewerbe und ganz allgemein über die Frühjahrs-Neuheiten der Umrüster berichtet taxi heute in der Mai-Ausgabe.

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LTV fordert bessere Rolli-Konditionen

News vom 06.01.2018 von Dietmar Fund

Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes hat über den Jahreswechsel hinweg die Kassen dazu aufgefordert, die Beförderung nicht umsetzbarer Rollstuhlfahrer angemessen zu bezahlen.

Taxi- und Mietwagenunternehmer, die in Thüringen nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer befördern und ihnen zusätzliche Trageleistungen anbieten, sollen nach den Vorstellungen der Krankenkassen AOK-Plus, IKK-classic und Knappschaft zusätzlich 10 Euro brutto erhalten. Die Ersatzkassen wollen dafür 15 Euro brutto bezahlen. Beide Sätze sind zeitunabhängig. Daher können die Unternehmer mit ihnen nicht den Mindestlohn abdecken, den sie ihren Mitarbeitern dafür bezahlen müssen. Das kritisierte Martin Kammer, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV), in zwei Pressemitteilungen vom 22. Dezember 2017 und vom 5. Januar 2018.

Kammer verweist darauf, dass für das Abholen nicht umsetzbarer Rollstuhlfahrer, das Beladen, Sichern, Entsichern, Entladen und das Bringen durchschnittlich 20 bis 30 Minuten pro Fahrt anfallen, die von den Kassen genauso wenig berücksichtigt würden wie die Umrüstkosten von 8.000 bis 10.000 Euro pro Rollstuhltaxi. Er kritisiert, dass sich die Kassen als Körperschaften öffentlichen Rechts als Auftraggeber seit Jahren im Bereich der Rollstuhlbeförderung gegen den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn sperrten.

Laut dem LTV hat die AOK-Plus von einer Dialyseeinrichtung verlangt, einem größeren Unternehmen, das aus Kostengründen keinen Vertrag für die Rollstuhlbeförderung mit ihr abgeschlossen hat, auch weniger Aufträge im Bereich der Sitzendkranken zu erteilen, obwohl das Unternehmen dafür einen gültigen Vertrag hat. Das wertet Kammer als weiteres Indiz für seine Einschätzung, die Kassen lebten entweder in ihrer eigenen Welt oder handelten schlichtweg bewusst.

Den Titel der Pressemitteilung („Die Kassen leben scheinbar in ihrer eigenen Welt!“) haben Thüringer Tageszeitungen bereits aufgenommen und die Botschaft des LTV damit weitergetragen.

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TaxiBus-Linie erprobt Rollstuhltaxi-Angebot

News vom 04.01.2018 von Dietmar Fund

Der Regionalverkehr Köln möchte auf einer von Taxiunternehmern betriebenen TaxiBus-Linie auch nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer befördern.

Rollstuhlfahrer unter dem Stichwort Inklusion immer mehr ins öffentliche Leben zu integrieren, findet bei Politikern immer mehr Beachtung. Das zeigt auch das Beispiel der TaxiBus-Linie zwischen Bad Münstereifel und Mechernich. Dort erprobt der Konzessionsinhaber Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) seit Anfang Januar 2018 den Einsatz von Rollstuhltaxis, die auch nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer befördern können.

Auch sie können nun mit derselben halbstündigen Voranmeldefrist von einer Haltestelle aus mit dem TaxiBus fahren, der von Taxiunternehmern betrieben wird. Der Fahrpreis ist für sie derselbe wie für alle anderen Fahrgäste. Aussteigen können die Rollstuhlfahrer nicht wie bei einem gewöhnlichen Rollstuhltaxi direkt an ihrem Zielort, aber zumindest in dessen Nähe.

Welche und wie viele Rollstuhl-taugliche Fahrzeuge eingesetzt werden, schreibt die RVK nicht. Ebenso wenig informiert sie über die genaue Dauer des Testbetriebs. Mit ihm will die RVK die Nachfrage nach einem solchen Angebot und seine Umsetzbarkeit im Kreisgebiet prüfen.

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Taxiunternehmer schreibt Pressemitteilung über Rollitaxis

News vom 19.12.2017 von Dietmar Fund

Der Taxiunternehmer Andreas Röthig aus Hoyerswerda hat eine Anregung des örtlichen Gewerberings aufgenommen und auf seine neuesten Rollstuhltaxis aufmerksam gemacht.

Zwei neue VW Caddy Maxi mit einem rollstuhlgerechten Umbau von AMF-Bruns hat der Taxiunternehmer Andreas Röthig aus Hoyerswerda Ende November 2017 in Dienst gestellt. Der Heckeinstieg und die Sicherungseinrichtungen für den Rollstuhlfahrer und seinen Rollstuhl entsprechen der DIN 75078. Das wäre an sich nichts Besonderes.

Röthig hat indes auf seine neuen Fahrzeuge mit einer Pressemitteilung hingewiesen. „Auf diese Idee hat mich der Marketingfachmann Mathias Priebe gebracht, der im Auftrag des Gewerberings über das Schreiben von Pressemitteilungen informiert hat“, berichtete der Unternehmer auf Anfrage von taxi heute. „Wir sind seit 1990 am Markt und haben dieses Instrument zum ersten Mal benutzt.“ Einen Pressetext und ein Foto, das zur Bebilderung solcher Mitteilungen immer wichtig ist, hat er danach auch an die örtlichen Pressevertreter gesandt.

Der Unternehmer hat die neuen Caddy Maxi als Fünfsitzer bestellt, weil bei deren siebensitzigen Vorgängern die Zweiersitzbank immer in der Garage gestanden habe und es nach einer Nutzungsdauer von 400.000 bis 500.000 Kilometern für den Wiederverkauf egal sei, ob es sich um einen Fünf- oder einen Siebensitzer handle. Taxi Röthig verfügt derzeit über fünf VW Caddy Maxi mit Heckeinstiegen, die regelmäßig für eine örtliche Reha-Einrichtung und häufig auch bei Fahrten für das Klinikum eingesetzt werden. Insgesamt setzt Röthig 15 Fahrzeuge ein.

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Sozialverband Deutschland: Berlin könnte Rollitaxis fördern

News vom 29.11.2017 von Dietmar Fund

Für den Sozialhaushalt sind Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro im Gespräch, um die Zahl der Inklusionstaxis deutlich zu steigern.

Für den in Kürze zu beschließenden nächsten Sozialhaushalt des Bundeslandes Berlin sind Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro im Gespräch, mit denen die Umrüstkosten von Rollstuhl-gerechten Taxis gefördert werden sollen. Der Prozentsatz, mit dem die Umbau-bedingten Mehrkosten der Fahrzeuge von bis zu 10.000 Euro gefördert werden soll, steht noch nicht fest. Diskutiert wird über 50 bis 60 Prozent dieses Höchstbetrages. Das berichteten Projektentwickler Martin Maubach und Projektleiter Lutz-Stephan Mannkopf als Vertreter des Landesverbandes Berlin-Brandenburg des Sozialverbandes Deutschland am 28. November 2017 bei einer Veranstaltung in der Toyota Motor Company in Berlin.

Wie Maubach gegenüber taxi heute erläuterte, sind bislang erst fünf „Inklusionstaxis“ auf der Basis des VW Caddy Maxi im Einsatz. Nachdem das Projekt Inklusionstaxi seit zweieinhalb Jahren laufe, habe er im Gespräch mit Taxiunternehmern die Erfahrung gemacht, dass sie gerne bereit seien, solche Fahrzeuge zu beschaffen, wenn sie dafür einen Zuschuss bekämen. Ohne ihn wären sie nicht dazu bereit. In Berlin würden 250 Rollstuhltaxis gebraucht, um Rollstuhlfahrern eine Fahrt innerhalb von rund 15 Minuten vermitteln zu können, habe die Technische Universität Berlin in einer Simulation errechnet.

Wie Mannkopf in einem kurzen Vortrag vor etwa 40 Besuchern aus dem Taxigewerbe sagte, bekommen Berliner Bürgerinnen und Bürger, die im Schwerbehindertenausweis die Markierung aG für außergewöhnlich gehbehindert aufweisen, monatlich 125 Euro für die Nutzung von Taxis bezahlt. Das sei eine „Win-Win-Situation“ für das Taxigewerbe und für die Menschen mit Behinderung. Um deren Mobilität nicht zu beeinträchtigen, habe das Bundesumweltministerium kürzlich erklärt, etwaige Emissionsbeschränkungen in den Städten würden nicht auf die Beförderung von Behinderten angewandt.

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Stadt Stuttgart: Sozialverwaltung will Rollitaxis fördern

News vom 25.11.2017 von Dietmar Fund

Statt eines Rollstuhlzuschlags sollen es für zehn Umbauten maximal 10.000 Euro geben.

Die Sozialverwaltung der Stadt Stuttgart schlägt dem Gemeinderat vor, die Umrüstung von zehn Rollstuhltaxis mit maximal je 10.000 Euro zu fördern. Dafür soll ein Rollstuhl-Zuschlag von 7,50 Euro, den die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart gefordert hatte, nicht in den städtischen Taxitarif aufgenommen werden.

Wie Sozialbürgermeister Werner Wölfle auf Anfrage von taxi heute erklärte, werden die Stadträte am 15. Dezember 2017 über diesen Antrag abstimmen. Die Verwaltung habe Angebote eingeholt und bewusst 10.000 Euro als Förderbetrag festgesetzt, um eine größere Auswahl zu bekommen, die sich nicht nur auf den VW Caddy beschränke. Noch sei man sich mit dem Taxigewerbe nicht darin einig, ob der geförderte Taxiunternehmer zehn Prozent der nachgewiesenen Umbaukosten selbst tragen müsse.

Die Zuschüsse würden nach dem Windhundverfahren vergeben. Die Förderanträge könnten aber erst gestellt werden, nachdem der Entscheid gefallen und veröffentlicht worden sei. Wahrscheinlich könne der Antrag erst 2018 gestellt werden.

Wie Wölfle ergänzte, wird die Stadt eine flankierende Maßnahme treffen: Am zentralen Schlossplatz, wo der Taxi-Halteplatz an einer Wendeschleife liegt, soll der vorderste Halteplatz eigens für Rollstuhltaxis ausgewiesen werden.

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Rolliverträge: LTV führt erste Gespräche

News vom 19.11.2017 von Dietmar Fund

Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes möchte analog zu den Rahmenverträgen für normale Krankenfahren auch einen Rahmenvertrag für nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer abschließen.

Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) hat in den zurückliegenden zwölf Monaten drei Taxi-Stammtische in Hermsdorf, Ebeleben und Ohrdruf im Landkreis Gotha speziell für Taxi- und Mietwagenunternehmer mit Rollstuhlfahrzeugen durchgeführt. Nach diesen Stammtischen hat Hauptgeschäftsführer Martin Kammer am 14. November 2017 ein erstes Sondierungsgespräch für einen Rahmenvertrag beim Verband der Ersatzkassen (vdek) geführt. Das berichtete er auf der Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Personenverkehr des LTV, die am 18. November 2017 in Erfurt stattfand.

Neben den Krankenfahrten sind für die Anbieter von Rollstuhlfahrzeugen auch selbst bezahlte Fahrten interessant. Für diesen Bereich hatte Kammer eine weitere interessante Botschaft: Im Kyffhäuserkreis sei es erstmals gelungen, einen speziellen Rollstuhltarif einzuführen. Den habe es zuvor nirgendwo in Thüringen gegeben.

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Badener und Württemberger wollen Rolli-Informationsdienst einrichten

News vom 16.10.2017 von Dietmar Fund

Der Verband des Verkehrsgewerbes Baden und der Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbesmöchten einen Rahmenvertrag für nicht umsetzbare Rollstuhlfahrer mit den Kassen verhandeln.

In Kooperation mit dem Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbes möchte der Verband des Verkehrsgewerbes Baden einen Informationsdienst für Rollstuhltransporte nicht umsetzbarer Personen einrichten. Er soll für jedes Verbandsmitglied zugänglich sein. Das berichtete Dipl.-Ing. Markus Strecker, Geschäftsführer der Badener, bei der 39. Fachversammlung Taxi und Mietwagen in Karlsruhe.

Strecker verwies darauf, dass die Mehrzahl der Rollstuhlbeförderungen mit Krankenkassen auf der Basis von Einzelverträgen abgerechnet werden. Viele Mitglieder wünschten sich aber, dass der Verband analog zu den normalen Krankenfahrten mit den Kassen einen Rahmenvertrag auch für nicht umsetzbare Rollstuhlbeförderungen abschließe. Die Verbände würden die Gesprächsbereitschaft der Krankenkassen diesbezüglich prüfen.

Die Belange seiner rund 120 in der Rollstuhlbeförderung tätigen Mitgliedsbetriebe möchte auch Martin Kammer, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV), schlagkräftig vertreten. Er hat 2017 deshalb an drei Standorten Stammtische organisiert, die auch zustande kamen und schon erste Auswirkungen hatten, während entsprechende Angebote 2014 und 2015 nicht genutzt worden waren.

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Rehacare International 2017 bietet kaum Rollstuhltaxis

News vom 06.09.2017 von Dietmar Fund

Die Düsseldorfer Messe bringt Neuigkeiten höchstens für absolute Rollstuhlspezialisten.

Vom 4. bis zum 7. Oktober 2017 findet in Düsseldorf wieder die Publikumsmesse REHACARE International statt. Laut der Messegesellschaft zeigen dort 21 Fahrzeugumrüster Lösungen, die die Mobilität gehandicapter Menschen aufrechterhalten sollen. Darunter sind neben vielen Konzepten für Selbstfahrer auch solche für die Beförderung von Rollstuhlfahrern.

Wie ein Blick ins Ausstellerverzeichnis zeigt, sind dieses Jahr nur wenige typische Umrüster von Rollstuhltaxis vertreten und das mehrheitlich nur mit Neuigkeiten, die für die mobile Branche nicht zentral sind. AMF-Bruns präsentiert mit einem Heckausschnitt für den Toyota-Transporter Proace den einzigen für Taxi- und Mietwagenunternehmer wichtigen Umbau. Die Apener zeigen außerdem erstmals ihren ultraflachen Kassettenlift K70. Einen Kassettenlift namens K90 active stellt Kirchhoff Mobility aus. ALTEC aus Singen zeigt ein breites Sortiment an Auffahrrampen für die Installation an Gebäuden oder für den mobilen Einsatz im Auto.

Als Lieferant von Heckausschnitten für Rollstuhltaxis ist auch API mit dabei. Automobile Sodermanns zeigt eine Schwenksitz-Konsole. Der Sitzhersteller Hermann Schnierle, seines Zeichens Spezialist für Mehrzweckfahrzeuge mit Systemböden, konzentriert sich in Düsseldorf auf sein Tochterunternehmen Schnierle Safety Belts und stellt dessen Rollstuhl-Rückhaltesystem Quick Secure aus. Paravan und Mobilcenter Zawatzky, von denen man auch schon Fahrzeuge mit Heckausschnitt für den Rollstuhltransport gesehen hat, zeigen nur Modelle für Selbstfahrer.

Die Messe findet jeweils von Mittwoch bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr statt und am Samstag zwischen 10 und 17 Uhr. Eine Tageskarte kostet vor Ort 14 Euro und im Online-Vorverkauf 8 Euro.

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Hausmesse mit Taxis und Rollstuhlfahrzeugen

News vom 29.08.2017 von Dietmar Fund

Der Ford-Händler Auto Bayer in Alzey veranstaltet im Oktober eine Hausmesse, auf der auch Rollstuhltaxi-Umrüster auftreten.

Vom 10. bis zum 12. Oktober 2017 jeweils zwischen 10 und 17 Uhr veranstaltet der Ford-Händler Auto Bayer in Alzey eine Hausmesse für seinen vielfältigen Kundenkreis. Für Taxi- und Mietwagenunternehmer sind dort besonders die Stände von Umrüstern wie AMF-Bruns oder Ambulanzmobile Schönebeck interessant, die am 10. und 11. Oktober Fahrzeuge für die Beförderung von Rollstuhlfahrern zeigen. Sie sind ein Schwerpunkt des gastgebenden Unternehmens. Zur Teilnahme eingeladen sind auch weitere Rolli-Umrüster wie Kirchhoff Mobility oder die Taxi-Spezialisten von INTAX.

Ebenfalls für den 10. und 11. Oktober sind Fachvorträge geplant, deren Themen und deren Referenten noch nicht feststehen. Das Verkaufsteam verspricht den Kunden einen Messebonus von bis zu 500 Euro, wenn sie während der Veranstaltung oder innerhalb eines definierten Zeitraums danach „zuschlagen“.

Ein Mondeo-Taxi und einen Ford Tourneo Connect sollen die Besucher auf jeden Fall zur Probe fahren können. Interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer sollten sich bitte per E-Mail alzey@autohaus-bayer.de anmelden.

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Rollstuhl-Taxi-Service zum Schloss

News vom 01.08.2017 von Dietmar Fund

Auf Kosten der Stadtverwaltung Tübingen können demnächst Rollstuhlfahrer gefahrlos zum hoch gelegenen Schloss und von dort wieder in die Stadt herunter kommen.

Der städtische Planungsausschuss der Stadt Tübingen hat auf Antrag des Linken-Gemeinderats Gotthilf Lorch Ende Juli beschlossen, Rollstuhlfahrern die Fahrt zum Schloss Hohentübingen und zurück zu bezahlen. Die Taxizentrale Tübingen als Partner hat zugesichert, ausreichend Taxis zur Verfügung stellen, die einen klappbaren Rollstuhl oder einen Rollator transportieren können. Auch der Transport von nicht umsetzbaren Rollstuhlfahrern mit Elektrorollstühlen soll möglich sein.

Das Angebot gilt zunächst für ein Jahr. Es steht Menschen mit den Merkzeichen G, aG, BI, H oder GI im Behindertenausweis offen. Wie die örtliche Presse berichtete, rechnen die Taxiunternehmer direkt mit der Stadt ab. Kalkuliert wird das Projekt mit durchschnittlich 20 beförderten Personen pro Monat, also 40 Fahrten, die ausgehend vom Hauptbahnhof etwa 4,30 Euro kosten.

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MobiTEC erleichtert das Aufstellen der Rollstuhlrampe

News vom 27.07.2017 von Dietmar Fund

Für Rollstuhltaxis mit Taxirampe kommt ab August 2017 das Balancesystem.

Ab August kann man beim Umrüster MobiTEC in Berkheim Rollstuhltaxis mit Taxirampe samt dem neuen Balancesystem bestellen. So nennt das Unternehmen einen neuen konstruktiven Kniff, der es erlaubt, die den Bodenausschnitt abdeckende Taxirampe mit wenig Kraftaufwand sowohl vom Heck als auch vom Innenraum aus aufzustellen.

Zunächst ist das Balancesystem für die Rollstuhltaxis auf der Basis des VW Caddy Maxi bestellbar, und zwar auch für Variante mit Flat Floor, bei der der Rollstuhl waagerecht steht. Anschließend soll das Balancesystem aber auch an andere gängige Basismodelle für Rollstuhltaxis angepasst werden.

Vorgestellt hat MobiTEC das System auf der Messe Rehab in Karlsruhe. Dort wurde ein kurzer Videoclip mit stark werblichem Charakter gedreht, den man sich auf YouTube anschauen kann.

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Krankenfahrten-Regelung gilt nicht für Rollstuhlfahrten

News vom 12.05.2017 von Dietmar Fund

Die von baden-württembergischen Verbänden mit zwei Kassen abgeschlossenen Verträge gelten nur für die Beförderung sitzender Patienten.

Die von den baden-württembergischen Verkehrsverbänden und dem TVD Baden-Württemberg getroffenen neuen Vereinbarungen mit der AOK Baden-Württemberg und der SVLFG für Krankenfahrten gelten nicht für Rollstuhlfahrten, sondern nur für sitzende Krankenbeförderungen. Das hat Peter Welling, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes des Verkehrsgewerbes Baden, auf Anfrage von taxi heute klargestellt.

Sein Verband hatte zwei Pressemitteilungen zu dem Thema versandt. Ein früher Text war nach Nachverhandlungen seitens der AOK noch einmal umfassend überarbeitet worden. Auf beide hatte taxi heute online und in der Ausgabe 5/2017 topaktuell hingewiesen.

Leider war in den Meldungen fälschlicherweise von „Kranken- und Rollstuhlfahrten“ die Rede. Die Redaktion entschuldigt sich für diesen Fehler und bedauert, dass er nicht dem Verband aufgefallen ist, sondern erst einem aufmerksamen Taxi- und Mietwagenunternehmer, der in Köngen und in Waiblingen tätig ist und die Meldung im Heft gelesen hat.

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RETTmobil 2017 bringt wieder neue Rollstuhltaxis

News vom 16.04.2017 von Dietmar Fund

Im Mai sind in Fulda wieder neue Fahrzeuge für die Beförderung von Rollstuhlfahrern und liegenden Fahrgästen zu sehen.

Vom Mittwoch, dem 10. bis zum Freitag dem 12. Mai sind auf der „Blaulichtmesse“ RETTmobil 2017 in Fulda auch wieder Fahrzeuge für die Beförderung von Rollstuhlfahrern zu sehen. Zwischen 9 und 17 zeigen folgende Umrüster Neuerungen:

AAT Alber (Treppensteiggeräte für Tragestühle und den Personentransport).

Activa Automobil-Service GmbH (behindertengerechte Fahrzeugumbauten).

AMF-Bruns (Smartfloor-Systemböden, Heckausschnitte für Rollstuhltaxis).

API (Umbausätze für Heckausschnitte in Rollstuhltaxis).

Auto-Fiegl (Behindertentransportwagen).

Autohaus Bayer (Behindertentransportwagen).

Kirchhoff Mobility (Heckausschnitte für Rollstuhltaxis, Schwenksitze).

C. Miesen GmbH & Co. KG (Behindertentransportwagen).

Autohaus Siebrecht (Opel-Fahrzeuge für Menschen mit eingeschränkter Mobilität).

Hermann Schnierle GmbH (Sitzsysteme, Rollstuhlrückhaltesysteme, Systemböden)

Stände haben auch die Marken Mercedes-Benz, Opel, Renault und Volkswagen. Mit etwas Glück kann man dort Sonderfahrzeug-Entwickler antreffen, die sich auch um Taxis und Mietwagen kümmern. Zu den Exponaten der RETTmobil könnten beispielsweise auch Umbauten der neuen Transporter Citroen Jumpy/Space Tourer alias Peugeot Partner oder Toyota Proace Verso gehören – oder Umrüstungen des neuen Fiat Talento alias Renault Trafic.

Die Besucherparkplätze auf dem etwas außerhalb von Fulda gelegenen Messegelände sind kostenlos. Wer mit der Bahn anreist, kann ab dem Hauptbahnhof Fulda einen ebenfalls kostenlosen Bustransfer nutzen. Will man auf ihn nicht warten, stehen direkt gegenüber des Haupteingangs auch Taxi-Kollegen aus Fulda bereit.

Einen Bericht von der Messe bringt taxi heute in der Ausgabe 6-7/2017.

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MobiTEC baut langes Rollstuhltaxi mit vier Klappsitzen

News vom 22.02.2017 von Dietmar Fund

MobiTEC hat einen Mercedes-Benz Vito extralang mit einem Heckeinstieg versehen und zum neunsitzigen Mehrzweck-Taxi gemacht.

Der Taxiunternehmer Wolfgang Fritz aus Warendorf hat bei MobiTEC in Berkheim einen Mercedes-Benz Vito extralang zu einem vielseitig einsetzbaren Rollstuhltaxi umrüsten lassen. Außer einem Heckeinstieg hat das Fahrzeug im Fond eine Dreiersitzbank sowie gleich vier Dreh-/Klappsitze. So lässt sich das Rollstuhltaxi auch voll bestuhlt als Neunsitzer nutzen, obwohl es keine Beifahrer-Doppelsitzbank hat. Deren Mittelplatz kann man beim Vito ohnehin eigentlich keinem Erwachsenen und auch keinem langbeinigen Schüler zumuten.

Laut Harald Damaschke, dem Geschäftsführer von MobiTEC, lässt sich der Heckeinstieg sowohl mit dem Front- als auch mit dem Heckantrieb kombinieren. Daher kann man ihn sogar beim Vito mit Allradantrieb einbauen lassen. Im Falle von Taxi-Fritz hat das Fahrzeug einen Heckantrieb.

Taxi-Fritz hat vier Standorte: Warendorf, Everswinkel, Sassenberg und Beelen.

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Der Fiat Talento kann ein talentiertes Rollstuhltaxi sein

News vom 24.01.2017 von Dietmar Fund

Ein Heckeinstieg und zwei Dreh-/Klappsitze von AMF-Bruns machen den neuen Transporter zu einem sehr flexibel einsetzbaren Großraumtaxi für bis zu sieben sitzende Fahrgäste und einen Rollstuhlfahrer.

Gerade für Taxi- und Mietwagenunternehmer auf dem Land sind wirkliche Großraumtaxis interessant, die ein Maximum an Fahrgastplätzen mit ausreichend Kofferraum verbinden und womöglich noch einen Rollstuhlplatz als Alternative. Zu ihnen zählt jetzt der neue Fiat Talento Kombi L1H2. Fiat Professional bietet ihn mit einem Taxi-Paket von Intax an und zeigt mit einem Vorführtaxi, wie ein flexibel einsetzbares Mehrzwecktaxi aussehen kann.

Beim Test von taxi heute gefiel der „lange Lulatsch“, den es schon als Renault Trafic und Opel Vivaro gibt, durch seinen leisen 1,6-l-Motor von Renault. Er trat in der höchsten Leistungsstufe mit 107 kW/145 PS bei 3.500/min an und wirkte prima mit dem gut schaltbaren und gut übersetzten Sechsgang-Getriebe zusammen. Ebenso gefallen konnte die gute Fahrwerksabstimmung, die weder zu weich noch poltrig ausgefallen ist.

Während der Fahrer und der Beifahrer im höhenverstellbaren Komfort-Sitz gut unterwegs sind, ist der Sitzkomfort im Fahrgastraum recht eingeschränkt. Die starren Bänke haben weder verstellbare Lehnen noch ausziehbare Kopfstützen. Selbst wer eine zweite Schiebetüre links bestellt, kann nur auf der rechten Seite eine klappbare Armlehne zum Durchstieg nach hinten nutzen. Dasselbe gilt in der dritten Reihe, wo man nur dieselbe Sorte Bank installieren kann. Ein Volkswagen T6 und ein Mercedes-Benz Vito bieten hier mehr Vielfalt und sogar eine 2-2-3er-Sitzanordnung, die es im Talento nicht gibt.

Konsequenterweise hatte das Vorführfahrzeug gar keine dritte Sitzreihe, sondern einen Heckeinstieg. Den hat der Umrüster AMF-Bruns mit einer Easy-Flex-Rampe und zwei Dreh-/Klappsitzen sowie seiner Kopf- und Nackenstütze Easy Safe kombiniert. So kann hinter den Zusatzsitzen noch ein Rollstuhlfahrer mitfahren. Wer in einer der einfacheren Kombi-Varianten die Beifahrer-Doppelsitzbank mitbestellt, kommt so auf sieben Fahrgastsitze und einen Rollstuhlplatz. Alle Sitze hat der Taxifahrer immer dabei. Sowohl die Zusatzsitze als auch die Rampe kann er einfach handhaben.

Der ausführliche Testbericht erscheint in der Ausgabe 1-2/2017 von taxi heute. Interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer können detaillierte Testnotizen als pdf-Datei unterhalb dieser Meldung herunterladen.

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Rollstuhltaxis rollen unter ein neues Firmendach

News vom 08.01.2017 von Dietmar Fund

Die Reha Group Automotive und Jelschen treten jetzt unter dem Namen Kirchhoff Mobility auf.

Zum 1. Januar 2017 hat der Kfz-Zulieferer Kirchhoff zwei schon zuvor aufgekaufte Reha-Umrüster in einer Firma zusammengeführt. Unter dem Namen Kirchhoff Mobility GmbH & Co. KG firmieren jetzt der Umrüster Jelschen GmbH in Bad Zwischenahn und die vormalige Reha Group Automotive GmbH & Co. KG. Sie hat neben ihrem Hauptsitz in Hilden mehrere Standorte in Deutschland.

Entsprechend überarbeitet wurde auch der Internet-Auftritt des Unternehmens. Wer jetzt www.jelschen.de eintippt, wird zur Seite www.kirchhoff-mobility.com weitergeleitet. Unter den Standorten sind weiterhin die persönlichen Ansprechpartner mit Foto und Kontaktdaten zu finden, bei Jelschen zum Beispiel der in der Taxibranche wohlbekannte Jens Cordes.

Die österreichische Tochter Pruckner GmbH heißt jetzt Kirchhoff Mobility Austria GmbH. Die Schweizer Tochter trägt bereits seit 2016 den Namen Kirchhoff Mobility AG. Der Geschäftsbereich Kirchhoff Mobility umfasst insgesamt elf Umrüstbetriebe.

Die Kirchhoff-Gruppe hat ihren Sitz in Iserlohn. Sie hat insgesamt vier Geschäftsbereiche und wurde vor ihrem Einstieg in das Reha-Geschäft vor allem als Automobil-Zulieferer bekannt.

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Reha-Automobile macht Vito und V-Klasse mit Heckantrieb zum Rollitaxi

News vom 07.12.2016 von Dietmar Fund

Weil es eine Automatik im Vito und der V-Klasse nur beim Heckantrieb gibt, hat der Rollitaxi-Pionier einen Heckausschnitt auch für diese Variante konzipiert.

Reha-Automobile Bad Zwischenahn ist in der mobilen Branche für die Erfüllung vieler Kundenwünsche bekannt. Deshalb präsentierte das Unternehmern, das zu den Pionieren bei den Rollstuhltaxis gehört, auf der Europäischen Taximesse eine V-Klasse von Mercedes-Benz mit Heckantrieb und Heckausschnitt sowie einer einzulegenden Traverse für die Befestigung der hinteren Sitzbank anstelle eines Rollstuhls. Unter seinem leicht wellig profilierten Rollstuhl-Stellplatz und einer handtellergroßen Ausbuchtung verbirgt sich das Differential des Hinterachsantriebs.

 „Den wünschen sich viele Kunden, weil es die Automatik beim Frontantrieb nicht gibt“, sagte dazu der geschäftsführende Gesellschafter Markus Pacholke. „Mit dem Allradantrieb ist dieser Heckausschnitt natürlich ebenfalls kombinierbar.“

 Der Heckausschnitt ist rund 1.500 Millimeter lang und etwa 810 Millimeter breit. Er bietet eine Durchfahrhöhe von rund 1.450 Millimetern sowie eine Innenhöhe von rund 1.470 Millimetern. Bei der Umrüstung werden der Originaltank und der Originalauspuff verwendet, aber in etwas anderer Lage eingebaut. Auf Wunsch ist auch eine Taxi-Rampe lieferbar, die den Rollstuhl-Ausschnitt im Falle eines Einsatzes mit voller Bestuhlung abdeckt.

 Wie Pacholke auf der Messe in Köln berichtete, hat sein Team schon acht Fahrzeuge mit Heckantrieb umgerüstet.

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Taximesse: MobiTEC verlost Umbau zum Rollstuhltaxi

News vom 04.11.2016 von Dietmar Fund

Der Umrüstbetrieb verlost an seinem Stand drei Preise. Hauptgewinn ist der Basisumbau eines Absenkfahrzeuges.

Mit einem besonderen Kniff möchte Harald Damaschke, Geschäftsführer des Berkheimer Rollstuhltaxi-Umrüsters MobiTEC, Besucher an seinen Stand auf der Europäischen Taximesse locken: Er verlost drei Gewinne, die für den Einstieg ins Rollstuhltaxi-Geschäft interessant sind.

Hauptgewinn ist der Basisumbau eines Absenkfahrzeugs, dessen Fabrikat und Typ der Gewinner frei bestimmen kann. Der zweite Preis ist eine Standard-Auffahrrampe für die Rollstuhlbeförderung und der dritte Gewinn ein 4-Punkt-Rollstuhlhaltesystem.

Wer einen der Preise gewinnen möchte, muss auf einer Karte zwei Fragen richtig beantworten und seine Kontaktdaten eintragen. Die Antworten auf die beiden Fachfragen finden die Besucher auch am Stand. Interessierte Taxi- und Mietwagenunternehmer müssen sich beeilen, denn die Verlosung findet am 5. November 2016 um 15 Uhr am Stand statt.

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Q´Straint will Rollstuhlsicherung vereinfachen

News vom 27.10.2016 von Dietmar Fund

Das neue System InQLine kombiniert eine Winde mit einem Rollstuhlrückhaltesystem.

Der britische Hersteller Q´Straint präsentiert auf der Europäischen Taximesse am Stand des Umrüsters Activa Fahrzeugbau ein neues Rollstuhlrückhaltesystem. Seine beiden vorderen elektrischen Gurtaufroller, die unter den Sitzen befestigt werden, kombinieren eine Winde mit einem Rollstuhlrückhaltesystem.

Mit einem Handsteuergerät kann der Taxifahrer den linken und den rechten Gurtaufroller getrennt voneinander steuern. Das soll den Rollstuhl lenkbar machen und das Einladen eines Rollstuhlfahrers erleichtern, wenn er nach einer Seite hängt und sein Gewicht nicht gut verteilt. Sobald der Rollstuhl in Position gebracht ist, sollen sich die Gurte automatisch spannen. Das soll vor allem in engen Fahrzeugen mit Heckausschnitt von Vorteil sein, bei denen der Fahrer die Gurte sonst auf engstem Raum spannen muss.

Q´Straint hat sich seit rund 30 Jahren auf die Rollstuhlsicherung spezialisiert. Das Unternehmen hatte auf früheren Taximessen auch schon einen eigenen Stand.

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Bei AMF-Bruns ersetzt ein Rollstuhl-Einzug die Heckabsenkung

News vom 22.09.2016 von Dietmar Fund

AMF-Bruns ersetzt im VW Caddy Maxi mit einem elektrischen Rollstuhl-Einzug die von Taxi- und Mietwagenunternehmern ohnehin meist verschmähte Heckabsenkung.

Auf der Nutzfahrzeug-IAA präsentierte Stefan Geveke vom Umrüster AMF-Bruns in einem VW Caddy Maxi den elektrischen Rollstuhl-Einzug „Easy Pull“. Der Taxifahrer befestigt den Rollstuhl vorne an den beiden Gurten und betätigt den Einzug mit einer Fernbedienung. Vorn ist der eingezogene Rollstuhl dann bereits gesichert, während er hinten wie sonst auch noch gesichert werden muss.

Das System ist in einem flachen Gehäuse am vorderen Ende des Heckausschnitts untergebracht und kann in jedem Fahrzeug mit einem Heckausschnitt nachgerüstet werden. Mit seiner Hilfe können auch schwerere Fahrgäste im Elektro-Rollstuhl leicht ins Auto befördert werden. Weil das eine etwas steiler stehende Rampe erträglich macht, ersetzt „Easy Pull“ jetzt beim VW Caddy die nicht mehr angebotene Heckabsenkung. Sie bleibt nur beim Mercedes-Benz Citan oder Renault Kangoo noch im Angebot.

Im Gegensatz zur rund 2.000 Euro (Preise ohne MwSt.) teuren Heckabsenkung kostet „Easy Pull“ nur 1.200 Euro. Außerdem kann die neue Lösung beim Fahrzeugwechsel in ein neues Fahrzeug mitgenommen werden, während die Heckabsenkung ans Fahrzeug gebunden ist. Derzeit ist der Heckausschnitt auch mit einer Taxi-Rampe noch nicht ganz geschlossen. Der Umrüster denkt aber bereits über eine Lösung für den Mehrzweck-Einsatz in Taxi- und Mietwagenunternehmen nach.

AMF-Berater Geveke sagte auf Nachfrage von taxi heute, die seit dem Frühjahr angebotene flexible Bestuhlung des Caddy Maxi-Rollstuhltaxi mit zwei seitlich klapp- und schwenkbaren Einzelsitzen für die dritte Reihe sei nicht mit einer Taxi-Rampe kombinierbar, weil die Zusatzsitze seitlich über den Ausschnitt ragten.

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AMF-Bruns zeigt VW Crafter als Rollstuhltaxi mit Smartfloor

News vom 21.09.2016 von Dietmar Fund

Der neue große Transporter stand mit einem Smartfloor für die Beförderung von Rollstuhlfahrern auf der Nutzfahrzeug-IAA.

Ein neuer VW Crafter mit langem Radstand, Hochdach und mittlerer Länge war die erste und einzige bestuhlte Variante des neuen großen Transporters von Volkswagen Nutzfahrzeuge, die im Rampenlicht der Nutzfahrzeug-IAA gestanden hat. Stefan Geveke von AMF-Bruns erläuterte Besuchern den Umbau mit einem Smartfloor, der in diesem Fall neben dem Beifahrersitz drei Einzelsitze vorne hatte und dahinter den Rollstuhlplatz.

Rollstuhlfahrer gelangen bei diesem Umbau ein Linearlift des Typs AL1 ins Fahrzeug und können aus einer an der Wand angebrachten Lochleiste die Kopf- und Rückenstütze „Future Safe“ in die passende Position schieben.

Begleitpersonen können beim Ausstellungsfahrzeug dank einer elektrisch ausfahrbaren Trittstufe bequem einsteigen. Sie ist mit der elektrischen Schiebetüre gekoppelt. Ein vom Serienfahrzeug stammender stabiler Griff an der B-Säule beim Einsteigen.

Die Lösung mit dem Smartfloor ist auch für den kleineren T6 lieferbar.

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Fiat wacht auch bei den Rollstuhltaxis auf

News vom 19.09.2016 von Dietmar Fund

Außer auf der Europäischen Taximesse in Köln stellen die deutschen Italiener auch auf der Handicap-Messe Rehacare in Düsseldorf aus.

Bei der Fiat-Gruppe scheinen eine ganze Menge eingeschlafener Aktivitäten wieder zu neuem Leben zu erwachen. Nachdem Fiat nach einigen Jahren fast völliger Taxi-Abstinenz am 4./5. November 2016 wieder auf der Europäischen Taximesse in Köln ausstellt, kündigt die FCA Germany AG einen eigenen Stand auf der Handicap-Messe Rehacare an.

Dort präsentiert die Gruppe unter der Handicap-Dachmarke Autonomy Fahrzeuge der Marken Fiat, Jeep und Fiat Professional. Für Taxi- und Mietwagenunternehmer könnten neue Heckeinstiege mit Rampen für die Beförderung von Rollstuhlfahrern interessant sein, die zusammen mit AMF-Bruns beim neuen Transporter Talento und beim bekannten Ducato verwirklicht werden.

Generell arbeitet Fiat Autonomy mit den auch im Taxi-Bereich bekannten Umrüstern AMF-Bruns, EVS European Van Service, Kadomo, Mobilcenter Zawatzky, Reha-Group Automotive und Wolf sowie mit A.S.P. Aufbauservice zusammen.

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REHACARE International 2016 zeigt bei Rollitaxis eher Bewährtes

News vom 12.08.2016 von Dietmar Fund

Neue zum Rollstuhltaxi umgebaute Fahrzeuge sind auf der Handicap-Messe in diesem Jahr nicht zu erwarten.

Dem eingespielten zweijährigen Turnus folgend, sind auf der REHACARE International 2016 wieder einige Autohersteller mit vertreten. Was die Rollstuhltaxis angeht, werden die Umrüster aber von 28. September bis zum 1. Oktober 2016 eher Bewährtes zeigen. Das ergab eine Umfrage von taxi heute unter den Umrüstern, die sich auch an Taxiunternehmer richten.

Activa Fahrzeugbau aus Borken beispielsweise zeigt mit dem Citroen Berlingo und dem VW Caddy Maxi 4 mit Heckausschnitt zwei Fahrzeuge, die im Frühjahr schon auf der RETTmobil gestanden haben. AMF Bruns hat seine Standfläche verdoppelt und zeigt zwei Transporter mit einem Lift sowie drei Heckausschnitte im VW Caddy Maxi, Ford Tourneo Connect und Dacia Dokker. Erstmals präsentiert wird der automatische Rollstuhleinzug in einem VW Caddy mit Heckausschnitt. Die neuen Rollstuhlhalterungen für bis zu 160 Kilogramm schwere Rollstuhlfahrer sind ein weiteres Thema.

Unter dem Firmendach der Kirchhoff Mobility stellen die Reha-Group Automotive und ihre nahen Verwandten von Jelschen gemeinsam aus. Was genau, stand bis Mitte August noch nicht fest. Laut Jens Cordes von Jelschen prüft das Unternehmen gerade eine Umrüstung des neuen Transporters Traveller von Peugeot.

Kadomo will auf jeden Fall ein Fahrzeug mit einem Heckausschnitt und einer Rampe ausstellen. Es wird wahrscheinlich ein Umbau des Fiat Doblò werden. Paravan zeigt Einstiegshilfen wie Rampen und Lifte sowie Schwenk- und Drehsitze, die für das mobile Gewerbe am Rande interessant sein könnten. Auch Zawatzky, von Haus aus eher auf Selbstfahrer spezialisiert, geht nur mit einem VW Caddy Maxi mit Heckausschnitt auf die Rollstuhlbeförderung ein.

Für Spezialisten unter den Taxi- und Mietwagenunternehmern könnten die Treppensteiger für unterschiedlichste Anwendungen interessant sein, die AAT Alber ausstellt. Neu im Programm ist eine Variante für Patienten, die samt Rollstuhl bis zu 230 Kilogramm wiegen. Das ganz große Modell soll sogar 300 Kilogramm packen.

Nicht mehr auf der Messe vertreten ist übrigens der Umrüster, der die Kategorie Rollstuhltaxis als erster ins Visier genommen hat: Reha Automobile aus Bad Zwischenahn konzentriert sich inzwischen stark auf Taxibetriebe und fährt daher 2016 nur noch zur Europäischen Taximesse.

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Rollifahrer wechseln im Taxi den Bahnsteig

News vom 25.07.2016 von Dietmar Fund

Für die Stadt Rotenburg an der Fulda ersparen zwei Taxiunternehmer mit der Bahn anreisenden Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten lange Umwege.

Seit Ende Juli 2016 bietet die Stadt Rotenburg an der Fulda Rollstuhlfahrern und außergewöhnlich gehbehinderten Menschen an, am Bahnhof zwischen den Gleisen 1 und 2 im Rollstuhl-Taxi zu wechseln. Die Gleise sind zwar mit einer Unterführung verbunden, aber die ist weder mit Rollatoren noch mit Rollstühlen befahrbar. Den rund eineinhalb Kilometer langen ebenerdigen Umweg können Rollstuhlfahrer oder Menschen, in deren Behindertenausweis das Merkmal aG für „außergewöhnlich gehbehindert“ steht, jetzt auf Kosten der Stadt im Rollstuhltaxi zurücklegen.

Die Stadtverwaltung hat dazu mit den Taxiunternehmen Marggraf und Engel eine schriftliche Vereinbarung geschlossen. Sie sieht einen Pauschalpreis vor, der laut dem Unternehmer Jens Marggraf sowohl für Taxis als auch für Mietwagen gilt, um so die nötige Flexibilität sicherzustellen. Beide Unternehmen verfügen über je einen Rollstuhl-Caddy und nehmen für Rollstuhlbeförderungen normalerweise einen Zuschlag. Laut Thorsten de Weerd, der für die Verwaltungssteuerung der Stadt zuständig ist, müssen die Taxifahrer einen Blick in den Behindertenausweis werfen und für die Abrechnung mit der Stadtverwaltung den Namen des Fahrgastes, das Datum und die Uhrzeit notieren. Abgerechnet werde vierteljährlich.

„Wir wollten der Stadt eine einfache, unkomplizierte Lösung bieten“, berichtet Jens Marggraf. „Ich vermute, dass nur wenige Fahrten zustande kommen.“

Interessant ist der neue Service besonders für Rollstuhlfahrer, die per Bahn aus der Stadt Fulda anreisen und auf der Seite ankommen, die der Stadt abgewandt ist. Das Angebot wird zunächst mit Schildern an den Bahnsteigen beworben, die auch die Telefonnummern der Taxiunternehmer tragen. Es soll aber auch in den Portalen der Bahn veröffentlicht werden, damit die Taxis im Voraus gebucht werden.

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RETTmobil brachte Rolli-Neuheiten im Detail

News vom 14.05.2016 von Dietmar Fund

Mangels neuer Basisfahrzeuge für Rollstuhl-Taxis beschränkte sich das Angebot der „Blaulichtmesse“ im Wesentlichen auf neue Details rund um die Rollstuhl-Sicherung.

Vom 11. bis zum 13. Mai 2016 waren in Fulda für Besucher aus dem mobilen Gewerbe vor allem neue Bausteine von Rollstuhl-Taxis interessant. Der Umrüster Activa aus Borken beispielsweise präsentierte im VW Caddy Maxi 4 eine seitlich ausschwenkbare Kopf- und Nackenstütze von Schnierle. Sie wird auf Schienen oberhalb des linken hinteren Radkastens angebracht und soll eine preiswertere Alternative zum „Future Safe“-System von AMF-Bruns sein.

Der Apener Umrüstbetrieb wiederum zeigte eine neue Verankerungs-Alternative für sein Future-Safe-System in einem Ford Transit. Es wird in diesem Fall auf Schienen angebracht, die mit der Seitenwand verschraubt werden. In einem Mercedes-Benz Sprinter sollen die Schienen bis auf ihr Lochraster hinter der Seitenwandverkleidung verschwinden, was im rustikaleren Ford nicht geht.

Die zweite Neuheit bei AMF-Bruns waren Dreh-/Klappsitze für den VW Caddy Maxi 4. Sie wurden bisher nur im Ford Grand Tourneo aus der Not heraus verbaut, weil bei dem die serienmäßige dritte Sitzreihe nach dem Einbau eines Heckausschnittes nicht mehr nutzbar wäre. Beim VW Caddy Maxi hingegen ist die Bank nutzbar, aber die nicht ganz billigen Schwenksitze machen das Fahrzeug flexibler, weil man sie immer dabei hat. Die Bank dagegen muss man für die Beförderung eines Rollstuhlfahrers erst ausbauen und irgendwo deponieren.

Der vornehmlich als Sitzhersteller bekannt gewordene Hermann Schnierle bietet jetzt eine Radkasten-Konsole an, die über die seitlichen Radkästen gestülpt und mit dem Serienboden von Transportern verschraubt wird. Obenauf befindet sich eine Verankerungsleiste für einen längs verschiebbaren, seitlich herausschwenkbaren Sitz mit integriertem Dreipunktgurt. Seine Sitzfläche klappt man platzsparend nach oben weg und den ganzen Sitz dann zur Wand hin, wenn man ihn nicht braucht. Diese Lösung soll Transporter ohne Systemboden zu flexiblen Rollstuhl-Fahrzeugen machen.

Diese und weitere neue Detaillösungen stellt taxi heute ausführlich im Messe-Nachbericht vor, der in der Ausgabe 6-7/2016 erscheint. Eine Bildergalerie zur RETTmobil 2016 hat taxi heute auch zusammengestellt.

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Rollstuhltaxis: RETTmobil bringt Neuerungen im Detail

News vom 02.05.2016 von Dietmar Fund

Auf der Blaulichtmesse in Fulda werden auch ein paar Weiterentwicklungen vorgestellt, die für die Beförderung von Rollstuhlfahrern interessant sind.

Vom 11. bis zum 13. Mai 2016 sind auf der RETTmobil in Fulda wieder ein paar Neuheiten im Bereich der Rollitaxis zu sehen. Eine der interessantesten dürfte ein VW Caddy Maxi mit langem Heckausschnitt von AMF-Bruns sein. Er lässt sich mittels Dreh-/Klapp-Sitzen auch als flexibler Siebensitzer nutzen, bei dem man nicht wie sonst für die Beförderung eines Rollstuhlfahrers die Zweierbank im Heck ausbauen und irgendwo lagern muss. Außerdem will AMF-Bruns einen Ford Transit zeigen, bei dem die Rücken- und Kopfstützen namens Future Safe an der Seitenwand befestigt sind.

Einen Caddy Maxi 4 mit Heckausschnitt stellt auch Activa Fahrzeugbau vor, flankiert von zwei neunsitzigen Citroen-Transportern, die auch bis zu sechs Rollstuhlfahrer befördern können. Nach Möglichkeit möchte Activa auch den neuen Citroen Jumpy ausstellen.

Die Reha Group Automotive präsentiert einen mit dem Caddy Maxi vergleichbaren Grand Tourneo Connect mit einem Heckausschnitt und einer Taxirampe sowie einen Opel Movano-Transporter mit Rollstuhlrampe und Einzelsitzen. Ein ähnliches Konzept verfolgt ein Ford Transit mit Smartfloor, Linearlift und vier Rollstuhlplätzen, den das Ford-Autohaus Bayer vorstellt.

Schnierle zeigt einen ganz neuen Lift, der am Heck von Transportern angebracht wird. Wolf rundet sein Angebot für den Fiat Doblò Maxi mit Hochdach durch ein elektrisches Einzugssystem für die Rollstuhlbefestigungsgurte ab. Sie könnten wegen der je nach Länge teilweise stark ansteigenden Rampe für dieses Fahrzeugkonzept recht nützlich sein.

Auf der Ausstellerliste der RETTmobil stehen auch vereinzelte Taxi-Dienstleister wie MPC-Software, talex mobile solutions oder Abrechnungsfirmen. Über Mietberufskleidung kann man sich beim Berendsen Textilservice oder dem Anbieter „diemietwäsche.de“ informieren.

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AMF-Bruns macht den Vito zum Rollstuhltaxi

News vom 22.07.2015 von Dietmar Fund

Mit einem Heckeinstieg und zwei Klappsitzen wird der frontgetriebene Transporter zu einem Mehrzweckfahrzeug.

Der Apener Umrüster AMF-Bruns hat einen neuen Heckeinstieg für den frontgetriebenen Mercedes-Benz Vito L2 mit langem Radstand und normal langem hinterem Überhang entwickelt. Er bietet eine 810 Millimeter breite und 1.300 Millimeter lange Rollstuhlwanne, eine Durchfahrtshöhe von 1.500 Millimetern sowie einen Innenhöhe von 1.450 Millimetern im Rollstuhlbereich.

Für Taxiunternehmer bietet AMF-Bruns optional seine Easy-Flex-Rampe an, die den Rollstuhlbereich abdeckt, solange kein Rollstuhlfahrer an Bord ist. Mit zwei seitlich wegschwenkbaren Klappsitzen kann die dritte Sitzreihe immerhin noch mit zwei Fahrgästen belegt werden, sodass gegenüber dem Serienfahrzeug nur ein Sitz der dortigen Dreiersitzbank verloren geht.

AMF-Bruns bietet den Umbau zum Mehrzweckfahrzeug für rund 9.200 Euro (zzgl. MwSt.) an. In diesem Preis enthalten sind außer einem Vier-Punkt-Rollstuhlhalterungssystem und der Easy-Flex-Rampe für 350 Euro zwei je 950 Euro kostende Drehklappsitze mit integrierten Dreipunkt-Gurten.

Der Umbau ist auch in der Vito-Variante mit längerem hinterem Überhang möglich. Die Maße des Ausschnitts bleiben dabei aber gleich, sodass man bei dieser Variante höchstens einen etwas größeren Innen- und Gepäckraum hat.

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Berlin: VW Caddy Maxi 4-Umbau erweitert Sonderschau zu Rollstuhltaxis

News vom 15.06.2015 von Dietmar Fund

Parallel zu der Bewertung von 14 aktuellen Taxi-Modellen läuft eine Sonderschau mit rollstuhlgerechten Fahrzeugen, die jetzt durch einen neuen VW Caddy Maxi 4 mit Heckeinstieg ergänzt wird.

Joachim Flämig, Taxi-Ansprechpartner von Volkswagen Nutzfahrzeuge, hat lange gebangt, ob er es schaffen würde, bei der Sonderschau während der Wahl der „Taxis des Jahres 2015“ einen neuen VW Caddy Maxi 4 mit Heckausschnitt vorzustellen. Nun hat es definitiv geklappt. Flämig stellt ein „ziviles“ Fahrzeug mit Heckeinstieg von AMF-Bruns aus und Comfortline-Ausstattung aus. Er entspricht schon dem neuen Standard des Umrüsters, der sich durch ein paar Zentimeter mehr Breite und Tiefe auszeichnet. AMF Bruns liefert den Bausatz traditionell auch an andere Umrüster.

Während der von Freitag, 3. Juli bis Samstagnachmittag 4. Juli dauernden Testphase erläutern weitere vier Umrüster die Details ihrer Rollstuhltaxis. Aris Diamantidis von European Van Service aus Hannover bringt einen fünfsitzigen VW Caddy Maxi 3 mit Heckausschnitt und einer breiten Auffahrrampe mit, der auch mit der Rücken- und Kopfstütze „Future Safe“ ausgerüstet ist. Die Sicherung des Rollstuhls und des Rollstuhlfahrers kann man wie bei diesem Modell auch im Ford Transit Connect mit langem Radstand von MobiTEC aus Berkheim anschauen. Annette Schachtner, Assistentin der Geschäftsleitung und Kundenbetreuerin, erklärt den fünfsitzigen Ausbau mit einer Taxi-Rampe, die den Heckausschnitt abdeckt. Das einfachere Basisfahrzeug will MobiTEC zeigen, weil es von vielen Fahrdiensten bestellt wird.

Markus Pacholke vom Rollitaxi-Pionier Reha-Automobile aus Bad Zwischenahn bringt einen VW Caddy Maxi 3 als Taxi mit „Ultra-Ausschnitt“ mit, der besonders weit nach vorne reicht und sich damit auch für Patienten in Pflegerollstühlen eignet. Bei ihm lässt sich zwar keine Taxi-Rampe einbauen, aber dafür kann man den Heckausschnitt mit einer Abdeckung versehen, wenn kein Rollstuhlfahrer befördert werden soll.

Michael Kopitzki, Vertriebsmitarbeiter der Reha Group Automotive aus Berlin, stellt einen VW Caddy Maxi 3 mit Heckeinstieg und „Flex-Rampe“ als siebensitziges „Allround-Modell“ aus. Sein Heckeinstieg wird als Bausatz von dem in der Branche bekannten Zulieferer API bezogen. Über eine eigene Entwicklung der Kirchhoff-Gruppe für den Ford Grand Tourneo Connect wird Kopitzki auch informieren. Die Reha Group Automotive gehört ebenso wie der bekannte Umrüster Jelschen zum Automobilzulieferer Kirchhoff.

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Rolli-Taxler bereichert Seminar über Rollstuhltaxis

News vom 11.06.2015 von Dietmar Fund

Beim taxi heute-Seminar „Welche Chancen bieten Rollstuhltaxis?“ in Berlin berichtet ein erfahrener Disponent eines Taxiunternehmens aus Michendorf am 4. Juli 2015 über seine Erfahrungen mit Rollstuhltaxis in seiner Taxi-Flotte.

Der Markt für Rollstuhltaxis in Berlin ist offenbar so schwierig, dass viele Unternehmer einen großen Bogen um diese Fahrzeuge machen. Dementsprechend lange hat taxi heute nach einem Taxiunternehmer gesucht, der am 4. Juli 2015 zwischen 15.00 und 17.00 Uhr eine halbe Stunde lang über seine Erfahrungen mit dieser Fahrzeuggattung berichten kann. Durch die Vermittlung von Matthias Liebetanz von Volkswagen Automobile Berlin ist es gelungen, Peter Bürger als Referenten zu gewinnen.

Bürger ist Disponent des Familienbetriebs Ka & Pe Fahrservice GmbH. Er setzt in seinem Taxibetrieb in Michendorf seit mehr als 15 Jahren Rollstuhltaxis ein. Der Unternehmer wird beim Seminar neutral über die Vor- und Nachteile der Rollstuhltaxis in einem Taxibetrieb berichten und auch auf Unterschiede zwischen Stadt und Land eingehen. Er ergänzt damit die Vorträge des BZP-Präsidenten Michael Müller und des Handicap-Spezialisten Gerd Schmees von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Infos zum Programm und den Kosten sowie einen Link zur Anmeldung finden Sie hier.

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Seminar von taxi heute: Welche Chancen bieten Rollstuhltaxis?

News vom 18.05.2015 von Dietmar Fund

Am 4. Juli informiert taxi heute bei einem zweistündigen Seminar in Berlin über die Marktchancen von Rollstuhltaxis und die Wünsche von Rollstuhlfahrern.

Beim Stichwort „Rollstuhltaxi“ denken viele Taxi- und Mietwagenunternehmer nur an Krankenfahrten. Das ist zu kurz gedacht, denn immer mehr Menschen, die auf einen Rollstuhl oder einen Elektroscooter angewiesen sind, möchten auch außerhalb des Berufslebens gerne mehr am Leben teilhaben. Sie wollen beispielsweise zu Familienfeiern, zu Freunden, zu Festen oder ins Theater fahren und können sich die Fahrt dorthin auch leisten.

Wie man diese Zielgruppe anspricht und worauf es dabei rechtlich, technisch und menschlich ankommt, möchte taxi heute beim Seminar „Welche Chancen bieten Rollstuhltaxis?“ zeigen. Es findet am 4. Juli 2015 zwischen 15 und 17 Uhr bei der HUSS-MEDIEN GmbH in Berlin nahe des Alexanderplatzes statt. Michael Müller, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP), erläutert den Teilnehmern die rechtlichen und die technischen Grundlagen sowie die Marktchancen von Rollstuhltaxis.Seine Themen sind unter anderem:

Der aktuell gültige Stand der DIN für RollstuhltaxisVorschriften für die Sicherung von Rollstühlen und RollstuhlfahrernNotwendige, empfehlenswerte und unwirtschaftliche AusrüstungenDas Marktvolumen privat bezahlter Rollstuhlfahrten

Gerd Schmees, selbst Rollstuhlfahrer und Spezialist für Handicap-Kunden von Volkswagen Nutzfahrzeuge, zeigt die Perspektive der Fahrgäste. Er schildert, auf welche Punkte es den mobilitätseingeschränkten Fahrgästen ankommt und welche der Details, die die Umrüster gerne ins Rampenlicht rücken, wirklich wichtig sind. Er spricht unter anderem folgende Aspekte an:

Wünsche an den Einstieg über eine Rampe oder einen LiftIst ein ebener Rollstuhlplatz besser als ein geneigter?Welche Sicherungen wünschen sich die Rollstuhlfahrer selbst?Wünsche an die Taxifahrer

Peter Bürger, Disponent des Familienbetriebs Ka & Pe Fahrservice GmbH in Michendorf, berichtet seinen Kolleginnen und Kollegen über seine langjährigen Erfahrungen mit dem Einsatz von Rollstuhltaxis in einem Taxibetrieb. Er schildert neutral deren Vor- und Nachteile und geht auch auf Unterschiede zwischen der Stadt und dem Land ein, die man bei einer Investitionsentscheidung berücksichtigen muss.

Parallel dazu können sich die Seminarteilnehmer in einer Sonderausstellung über die neuesten Rollstuhl-gerechten Fahrzeuge von MobiTEC, Reha Automobile Bad Zwischenahn, REHA Group Automotive und European Van Service informieren. Als Sponsoren sind mobile GARANTIE Deutschland, TE Taxiteile Berlin, der Internet-Reifenhändler Delticom AG, der Entwickler und Umrüster Intax sowie das Taxizentrum Berlin-Brandenburg mit dabei.

Das Seminar ist eingebettet in die Veranstaltung „Taxi des Jahres 2015“. Für deren Teilnehmer ist der Besuch im Preis eingeschlossen.

Das Seminar kann aber auch separat gebucht werden. Nähere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

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Opel Combo-Rollstuhltaxi zum Aktionspreis

News vom 12.05.2015 von Dietmar Fund

Schoon Fahrzeugsysteme rüstet den Hochdach-Kombi für 1.900 Euro um.

Einen Rollstuhlumbau des Opel Combo Kombi mit Hochdach in beiden Längen bietet die Schoon Fahrzeugsysteme & Metalltechnik GmbH zum Aktionspreis von 1.900 Euro (zzgl. MwSt.) an. Der Umbau enthält eine 2.400 Millimeter lange und 800 Millimeter breite Auffahrrampe aus Aluminium, geprüfte Aufbauzurrschienen zur Verriegelung eines Rollstuhls, ein „Quick Secure“-System zur Sicherung des Rollstuhls und des Rollstuhlfahrers mit vier Retraktoren und einen Schulterschräggurt. Die Abnahme durch den Dekra samt einem Gutachten ist im Preis ebenfalls inbegriffen.

In der kurzen Variante L1H2 kann das Fahrzeug entweder als Fünfsitzer oder als Dreisitzer mit einem Rollstuhlfahrer genutzt werden. Beim langen Radstand L2H2 passt ein kleinerer Rollstuhl hinter die fünf Fahrgastsitze, während beim kurzen Radstand je nach den Abmessungen des Rollstuhls mindestens die in Fahrtrichtung links angeordnete Zweier-Sitzbank umgeklappt werden muss.

Verkaufsberater Christopher Kreklau nennt als Umbauzeit 15 bis 20 Arbeitstage nach dem Eingang des Basisfahrzeugs. Das dürfte übrigens trotz dessen jüngster Modellpflege auch ein Fiat Doblò mit Hochdach sein, weil Opel den Combo von Fiat bezieht und es sich ohnehin um ein Zwei-Rechnungs-Geschäft handelt. Der Aktionspreis gilt für Bestellungen bis zum 31.12.2015.

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Oberpfälzer Taxiunternehmer scheitern mit Rollstuhlzuschlag

News vom 17.04.2015 von Dietmar Fund

Eine Organisation für Menschen mit Behinderung und die Behindertenbeauftragte würden einen Zuschlag als Diskriminierung empfinden, schreibt das Landratsamt.

Matthias Renner, dessen Frau die Inhaberin von Taxi Renner aus Eschenbach in der Oberpfalz ist, führt derzeit Verhandlungen über einen neuen Taxitarif mit dem Landratsamt Neustadt a.d. Waldnaab. Der 1. Vorstand der Interessengemeinschaft Taxi-Mietwagen NEW-WEN musste dabei erfahren, dass der beantragte Zuschlag für den Rollstuhltransport abgelehnt wird. Jürgen Biller, Arbeitsbereichsleiter Verkehrswesen, begründet das mit Stellungnahmen der Vereinigung kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern e.V. (VKIB) und der Behindertenbeauftragten des Landkreises. Beide würden einen Rollstuhlzuschlag als diskriminierend ansehen.

Die Interessengemeinschaft Taxi-Mietwagen NEW-WEN wurde im September 2014 gegründet. In ihr sind 34 Taxi- und Mietwagenunternehmer aus dem Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab und der kreisfreien Stadt Weiden organisiert, deren Autokennzeichen sich im Namen widerspiegeln. Der 2. Vorstand neben Matthias Renner ist der Weidener Taxiunternehmer Georg Feiler. Als Schriftführer fungiert Harald Bernhardt, Prokurist der neu gegründeten Taxi Zentrale Weiden GmbH. Nach ihren Angaben sind nur drei Einzelunternehmer aus dieser Region nicht in ihrer IG.

Die Interessengemeinschaft, die nicht als Verein ins Vereinsregister eingetragen ist, wurde gegründet, um den Internet-Ausschreibungen der Krankenkassen Paroli zu bieten. Neben den Verhandlungen über die Taxitarife redet die IG gerade mit der Bahn, die für einen sanierungsbedürftigen Parkplatz am Bahnhof Weiden plötzlich hohe Monatsbeiträge verlangen wollte. Mittelfristig denkt die IG daran, gemeinsame Konditionen für das Tanken und für Reifen auszuhandeln.

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RETTmobil bringt neue Rollstuhltaxis

News vom 23.03.2015 von Dietmar Fund

Auf der Sonderfahrzeug-Messe in Fulda könnten Taxi- und Mietwagenunternehmer wieder Spezialitäten zur Erschließung neuer Nischen finden.

Vom 6. bis zum 8. Mai 2015 findet in Messezelten am Rande Fuldas zum 15. Mal die Messe RETTmobil statt, bei der auch Umrüster von Rollstuhltaxis ausstellen. Activa zeigt dort sechs Fahrzeuge, von denen eines für bis zu sechs Rollstuhlfahrer geeignet sein soll.

AMF-Bruns möchte seinen längeren und breiteren Heckausschnitt für den VW Caddy 4 als neuen Bausatz präsentieren. Als weitere Neuheit steht ein Behindertentransportwagen (BTW) auf der Basis des großen Opel-Transporters Movano am Stand von Opel. AMF-Bruns hofft, einen neuen Ford Transit mit Smartfloor, Linearlift und Trittstufe zeigen zu können. Beim Ford-Händler Fiegl soll ein Vertreter der bekannten Connect-Baureihe stehen.

Für die Reha Group Automotive, die zur Kirchhoff-Gruppe gehört, wird auf der RETTmobil der nahe Standort Schlitz ausstellen. Der Spezialist der Gruppe für Heckeinstiege, die Firma Jelschen, wird selbst nicht in Fulda vertreten sein.

Schnierle präsentiert eine Gurtsäule für die Sicherung von Rollstuhlfahrern mit einem integrierten Beckengurt und einer Kopfstütze. Die Säule ist für die Verankerung in Lochschienenböden gedacht.

Wolf ringt noch um Basisfahrzeuge des neuen Fiat Doblò, des neuen VW Caddy 4 und des neuen Ford Transit. Sie sollen mit Rollstuhl-gerechten Umbauten präsentiert werden.

Die Messegesellschaft veröffentlicht ihre Ausstellerliste laut Petra Dehler-Udolph, Geschäftsführerin der Messe Fulda GmbH, erst Mitte April auf ihrer Homepage (www.rettmobil.org).

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BAO macht günstige Transporter zu Rollstuhltaxis

News vom 11.02.2015 von Dietmar Fund

Der Oldenburger Umrüster versieht den Hyundai H1 Travel und den Ford Transit Custom mit einem Heckausschnitt.

Als Alternative zu den viel teureren Basisfahrzeugen VW T5 und Mercedes-Benz Vito stattet die BAO Behinderten-Automobile Oldenburg GmbH den Ford Transit Custom mit einem Heckausschnitt aus. Er ist 1.300 Millimeter lang und 790 Millimeter breit. Die Durchfahrhöhe beträgt 1.470 und die Innenhöhe 1.460 Millimeter. Der Umbaupreis beträgt 6.429 Euro (ohne MwSt.).

Beim Ford bietet BAO zwei Adapter für die Verankerung der Serien-Bank im Heckausschnitt. So bleibt die Möglichkeit erhalten, vollbestuhlt zu fahren, solange der Rollstuhlplatz nicht gebraucht wird. Die Rampe steht auch in diesem Fall senkrecht hinter der Heckklappe. Weil der hintere Überhang beim langen Radstand derselbe ist wie beim kurzen, könnte der Heckausschnitt bei ihm auch nicht länger ausfallen.

Weniger flexibel einzusetzen ist der ebenfalls recht preiswerte Hyundai H1 Travel. Ihn stattet BAO nach eigener Aussage als europaweit einziger Umrüster mit einer Heckwanne für einen Rollstuhlfahrer aus. Der Ausschnitt ist rund 1.400 Millimeter lang und 700 Millimeter breit. Die Durchfahrhöhe beträgt 1.430 Millimeter, die lichte Höhe über dem Rollstuhlplatz nur 1.340 Millimeter, weil das Differential des Hinterradantriebs Platz braucht. Der Umbaupreis ist derselbe wie beim Ford.

Da der TÜV den Einbau der schweren Sitzbank der dritten Reihe anstelle des Rollstuhlplatzes nicht zulässt, ist der H1 nach dem Umbau ein Fünfsitzer. Dennoch hat ihn BAO auch schon an zwei Taxi- oder Mietwagenunternehmer geliefert.

Geschäftsführer Andreas Prause antwortet mit den beiden Umbauten auf eine Nachfrage aus Familien, die das Raumangebot eines Transporters samt einem Rollstuhlplatz zu einem erschwinglichen Preis haben wollen. Für Nutzwert-orientierte Taxi- und Mietwagenunternehmer könnte vor allem der Ford-Umbau interessant sein.

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Zwei Vermieter halten Rollifahrer mobil

News vom 26.09.2014 von Dietmar Fund

Bei der Rehacare International in Düsseldorf zeigten Europcar und AVIS je einen VW Caddy Maxi mit Heckeinstieg, die auf Selbst- und auf Passivfahrer eingerichtet sind. Europcar vermietet solche Fahrzeuge seit drei Jahren und hat derzeit 20 Stück in der Vermietung. Zehn laufen über die Station Düsseldorf, der Rest ist auf „Special Mobility Stationen“ in sechs Großstädten verteilt, wo den Kunden die Autos und die Rollstuhlsicherung erklärt werden. Laut Peter Schriever, Stationsleiter in Düsseldorf, werden die Fahrzeuge gerne von Familien für ein Wochenende oder für Ausflüge mit Heimbewohnern genutzt, aber auch als Unfallersatzfahrzeuge eingesetzt.

AVIS vermietet seit fünf Jahren von Paravan umgerüstete Rollstuhlmobile. Laut Sven Bischoff, der momentan 15 solcher Fahrzeuge für das gesamte deutsche Netzwerk betreut, werden die Fahrzeuge oft von Familien gebucht. AVIS bekomme aber auch immer wieder Anfragen von Touristen, die über die Homepage auf ihr Angebot stoßen würden.

Dass sich beide Vermieter für die Mobilität körperlich gehandicapter Menschen einsetzen sollten Taxi- und Mietwagenunternehmer mit Rollstuhlfahrzeugen als Indiz für einen kleinen privaten Markt werten. Schließlich werden Menschen, die nur gelegentlich einen Ausflug mit einem Rollstuhlfahrer machen möchten, ziemlich unsicher sein, was die Sicherung des Rollstuhls und des Rollifahrers angeht.

Rollstuhlspezialisten sollten daher ruhig in der Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass sie Experten für solche Beförderungen sind und den Kunden alle Sorgen im Umgang mit dem Rolli abnehmen. Bei ihnen müssen Rollstuhlfahrer auch nicht wie bei den Hilfsorganisationen tage- oder sogar wochenlang im Voraus buchen.

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Flexibles Rollstuhltaxi von Tripod Mobility

News vom 26.09.2014 von Dietmar Fund

Der niederländische Umrüster und sein deutscher Vertriebspartner Kadomo zeigten auf der Rehacare International einen Ford Grand Tourneo Connect, der sich als Rollstuhltaxi und als Siebensitzer nutzen lässt.

Die einzige richtige Neuheit der Düsseldorfer Publikumsmesse Rehacare International stellten Udo Spieker bei Kadomo und sein niederländischer Umrüstpartner Tripod Mobility vor: einen Ford Grand Tourneo Connect mit Heckausschnitt. Sein Rollstuhlplatz ist 78 Zentimeter breit, setzt hinter der asymmetrisch im Fußraum versenkbaren Serien-Bank der zweiten Reihe an und bietet eine Länge von rund 1,42 Metern bei installierter Bank. Wenn man den breiteren linken Teil absenkt, kommt man auf 1,49 Meter Länge.

Für die dritte Reihe kann man zwei falt- und schwenkbare Einzelsitze mit integrierten Dreipunktgurten bestellen. Sie ruhen an der Wand und werden nach der Entriegelung mit einem Handgriff eingeschwenkt. Arretiert sind sie, sobald man die Sitzfläche heruntergeklappt hat. Sowohl in der dritten als auch in der zweiten Reihe haben rund 1,85 Meter große Fahrgäste viel Beinfreiheit. Gute Kopffreiheit herrscht im Ford ebenfalls. Auf Wunsch gibt es auch eine nach innen klappbare Rampe, die den Bodenausschnitt abdeckt.

Kadomo in Hilden ist der deutsche Vertriebspartner der Niederländer. Wie Udo Spieker von Kadomo erläuterte, hat das Unternehmen vor einem Jahr das kernsanierte Betriebsgebäude des ehemaligen Standortes Hilden der Reha Group Automotive bezogen. Nach deren Verkauf an die Kirchhoff-Gruppe hatten einige Mitarbeiter vor fünfeinhalb Jahren Kadomo gegründet. Das Unternehmen hat seit kurzem drei Standorte in Hilden, Berlin und in Schwarzenbach am Wald bei Hof. Dort ist der bisher vor allem über seine Seilzug-Doppelbedienungen für Fahrschulen bekannte Unternehmer Gerhard Röttger als Vertriebs- und Umbaupartner hinzugekommen.

Tripod Mobility versieht die Ford Grand Tourneo Connect mit einem selbst entwickelten Heckausschnitt. Das dauere im Schnitt 18 Arbeitstage, berichtete Spieker auf der Messe. Laut Tripod Mobility ist Scheffler Mobilität in Hattingen ein weiterer Vertriebspartner in Deutschland.

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Außendienstler stellt Rollstuhltaxis vor Ort vor

News vom 25.08.2014 von Dietmar Fund

Der Umrüster Jelschen führt seine Rollstuhltaxis auf Anfrage auch direkt bei Taxiunternehmern vor.

Rollstuhltaxis sind mit ihren Rampen, beweglichen Teilen und Rollstuhlsicherungs-Einrichtungen ein erklärungsbedürftiges Produkt. Daher setzt der Bad Zwischenahner Umrüster Jelschen GmbH seit diesem Jahr den Verkaufsberater Frank Venekamp im Außendienst ein.

Er fährt mit einem Rollstuhltaxi vor und erläutert in aller Ruhe alles, worauf es bei einem solchen Fahrzeug ankommt. Einen Vorführtermin mit ihm kann man telefonisch unter Tel. 04403 9389-26 oder per E-Mail frank_venekamp@jelschen.de vereinbaren.

Derzeit führt Venekamp einen VW Caddy Maxi mit Heckeinstieg vor. Da Jelschen die Grundkonstruktion jeweils nur an neue Basisfahrzeuge anpasst, kann der Verkaufsberater auch über Umbauten anderer Fahrzeugtypen informieren.

Der Außendienstler unterstützt die Jelschen-Verkaufsberater, von denen mindestens einer an jedem der neun deutschen Standorte der REHA Group Automotive GmbH & Co. KG stationiert ist. Sie gehört wie die Jelschen GmbH zur Dachgesellschaft Kirchhoff Mobility.

Jelschen ist in der Gruppe der Spezialist für Heckeinstiege, die rund 80 Prozent der jährlich etwa 500 Umrüstungen in Bad Zwischenahn ausmachen. Laut Verkaufsleiter Jens Cordes sind darunter rund 50 Rollstuhltaxis. Für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten können Jelschen-Kunden jeden der Standorte ansteuern.

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VdTÜV-Forum dreht sich auch um Rollstuhltaxis

News vom 25.08.2014 von Dietmar Fund

In Berlin ist einer von drei Schwerpunkten der Beförderung von Fahrgästen im Rollstuhl gewidmet.

Die sichere Beförderung von Rollstuhlfahrern durch Fahrdienste, die Sicherung von Rollstühlen im Fahrzeug sowie das schöne Thema „Theorie und Praxis bei der Rollstuhlbeförderung“ gehören zum Programm des 3. Forums Mobilität für Menschen mit Behinderung. Der Verband der TÜV (VdTÜV) veranstaltet es am 10./11. November 2014 im nhow-Hotel in Berlin.

Am Vorabend stehen nur eine Podiumsdiskussion und ein Get-together auf dem Programm. Die wesentlichen Inhalte werden am 11. November zwischen 9.30 und 16.45 Uhr in mehreren Sektionen vermittelt.

Schirmherrin der Veranstaltung ist die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die bekannte blinde Sportlerin Verena Bentele. Die Teilnahme kostet 169 Euro (zzgl. MwSt.). Das Programm und ein Anmeldeformular sind unter der Internet-Adresse www.vdtuev.de/behindertengerechte-mobilitaet hinterlegt.

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Jelschen macht Ford Tourneo Connect zum Rollstuhltaxi

News vom 22.08.2014 von Dietmar Fund

Beide Längenvarianten werden mit einem Heckeinstieg und eine Rampe versehen.

Der Bad Zwischenahner Umrüstbetrieb Jelschen GmbH hat für den Ford Tourneo Connect sowie den Transit Connect und ihre verlängerten Varianten Heckeinstiege für Rollstuhlfahrer entwickelt. Sie sind beide 810 Millimeter breit. Die kurze Version hat einen 1.390 Millimeter langen Bodenausschnitt, bei der längeren ist er 1.450 Millimeter lang. Die Innenhöhe im Rollstuhlbereich beträgt bei beiden Radständen rund 1.450 Millimeter. Die Durchfahrtshöhe beläuft sich auf 1.400 Millimeter. Die mit 300 Kilogramm belastbare Rampe kann man in zwei Längen von 1.100 und 1.480 Millimeter bestellen.

Beim kurzen Radstand bleibt in der zweiten Sitzreihe nur der Einzelsitz an der rechten Schiebetüre erhalten. Jelschen prüft, ob man auf linken Seite einen weiteren Einzelsitz einbauen könnte. Beim langen Radstand ist es umgekehrt: Bei ihm bleibt die Dreiersitzbank je nach Rollstuhlgröße nutzbar. Der Umbau kostet für beide Längenvarianten ab 5.750 Euro zuzüglich MwSt. und TÜV-Abnahme.

Eine Variante mit sieben Sitzen gibt es derzeit noch nicht, sie soll aber kommen. Für beide Längen wird eine Taxirampe entwickelt, die den Bodenausschnitt abdecken kann, wenn der Rollstuhlplatz nicht benötigt wird. Jelschen möchte sie auf der Europäischen Taximesse in Köln vorstellen.

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Rollstuhltaxis springen bei Bahn-Baustellen ein

News vom 19.08.2014 von Dietmar Fund

Der Karlsruher Verkehrsverbund realisiert mit der örtlichen Taxizentrale barrierefreie Ersatzverkehre.

Während der Sommerferien verkehren auf mehreren Bahnlinien des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) Busse statt Bahnen, während die Schienen instandgesetzt werden. Weil nicht alle Ersatzbusse Rollstuhlfahrer mitnehmen können, hat der KVV mit der Karlsruher Taxizentrale eine Lösung mit Rollstuhltaxis verwirklicht.

Die Fahrgäste müssen ihr Rollstuhltaxi am Ende der Fahrt normal bezahlen und auf ihrer Quittung notieren, auf welcher S-Bahn-, Straßenbahn- oder Regionalbahnlinie sie sonst gefahren wären. Diese Quittung müssen sie dann unter Angabe ihrer Kontoverbindung per Post oder per E-Mail an den KVV schicken, der die Kosten zurück überweist. Intern verteilt er sie dann je nach Fahrstrecke auf die drei Partner Verkehrsbetriebe Karlsruhe, Albtal-Verkehrs-Gesellschaft und Deutsche Bahn.

Taxi- und Mietwagenunternehmer, in deren Region die Bahnen weitgehend barrierefrei verkehren, könnten die dortigen Verkehrsträger auch einmal auf diese kundenfreundliche Lösung aufmerksam machen.

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Wolf bietet schwenkbare Rollstuhlrampe

News vom 04.04.2014 von Dietmar Fund

Die seitlich wegklappbare Rampe erleichtert das Einladen von Gepäck anstelle eines Rollstuhls oder hinter dem Rollstuhlplatz.

Der Backnanger Fahrzeugbauer Wolf GmbH bietet für Rollstuhltaxis auch eine zur Seite schwenkbare Auffahrrampe an. Sie wird mit zwei Gurtschlössern klapperfrei verriegelt. Mit einem Handgriff kann man sie 90 Grad zur Seite schwenken, sodass man bequem Gepäck in sein Rollstuhltaxi einladen kann.

Das Bauteil kostet je nach der gewünschten Länge und Breite zwischen 1.500 und 1.600 Euro (Preise ohne MwSt.) zuzüglich Einbau. Samt Einbau müsse man mit etwa 2.600 bis 2.700 Euro netto rechnen, sagt Vertriebsmitarbeiter Holger Kurzer.

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AMF macht Transit Connect zum Rollstuhltaxi

News vom 18.03.2014 von Dietmar Fund

Mit der „Easy-Flex-Rampe“ und zwei Zusatzsitzen macht der Ford dem VW Caddy Maxi ernsthaft Konkurrenz.

Der Rollstuhltransport-Spezialist AMF-Bruns macht seit neuestem den kompakten Transporter Ford Transit Connect zum Mehrzweck-Taxi. Als Basis eines Fünfsitzers verwendet er den kurzen Radstand, während ein Siebensitzer auf dem langen Radstand aufbaut. Die Dreier-Sitzbank des Originals und der Auspuff bleiben beim Umbau erhalten. Der Heckausschnitt für den Rollstuhlplatz ist jeweils 810 Millimeter breit und bis zu 1.600 Millimeter lang. Die Durchfahrthöhe beträgt bei Fahrzeugen mit Heckklappe 1.470 Millimeter, während bei Hecktüren nur 1.420 Millimeter möglich sind.

Den Heckausschnitt können Taxi- und Mietwagenunternehmer mit der optionalen Easy-Flex-Rampe abdecken. Beim langen Radstand können sie zwei Drehklappsitze für die dritte Reihe bestellen. Sie machen den langen Connect zum Siebensitzer, während er mit einem Rollstuhlfahrgast an Bord noch vier Fahrgastplätze bietet. Beim kurzen Radstand können neben einem Fahrgast im Rollstuhl maximal zwei weitere Fahrgäste mitfahren.

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5 Euro Taxi-Zuschlag für den Rollstuhl

News vom 17.12.2013 von Redaktion (allg.)

Mit einem rechtlich ungerechtfertigten Gepäckzuschlag für einen Rollstuhl sorgten mehrere Essener Taxifahrer für negative Schlagzeilen.

Wie die Westfälische Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtete, hatte eine Rostocker Rollstuhlfahrerin bei Taxifahrten in Essen mehrmals 5 Euro Zuschlag für die Mitnahme ihres klappbaren Rollstuhls bezahlen müssen. Die Öffentlichkeit, aber auch große Teile der Taxibranche selbst, reagieren laut WAZ mit Empörung.

Albert Mertes, Vorstand der Essener Taxigenossenschaft, habe sich beispielsweise „beeilt, sich von solchen rufschädigenden Praktiken zu distanzieren“. In seiner Genossenschaft gäbe es einen Verhaltenskodex, dessen Missachtung mit Geldbußen bestraft wird.

Deutliche Worte gegenüber der WAZ findet auch ein Geschäftsleiter eines Unternehmens mit 20 Taxis in Borbeck. Er spricht von einer „Sauerei“. In seinem Taxibetrieb würden größtenteils alte und kranke Menschen befördert werden, egal ob mit Rollator oder Rollstuhl. Davon würde man leben.

Ein unmittelbar betroffener Taxiunternehmer hat sich mittlerweile für das Fehlverhalten seines Fahrers ausdrücklich entschuldigt, dabei aber auch klargestellt, dass es sich um einen Einzelfall handle, hinter dem weder Boshaftigkeit noch Abzocke stecke.

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Sonderausstellung für Rolli-Taxis

News vom 04.04.2013 von Redaktion (allg.)

Parallel zu Europas größtem Taxi-Vergleichstest „Taxi des Jahres“ organisiert der veranstaltende Huss-Verlag eine Sonderausstellung. Diverse Umrüst-Spezialisten werden am 24. und 25. Mai 2013 in Fulda Umbaulösungen für Rollstuhltaxis präsentieren.

Die Mitnahme von im Rollstuhl sitzenden Fahrgästen ist ein interessantes und wichtiges Zusatzgeschäft für Taxi- und Mietwagenbetriebe. Die Sonderausstellung „Behindertengerechte Fahrzeuge“ bietet daher allen in diesem Bereich tätigen oder daran interessierten Taxi- und Mietwagenunternehmen die Möglichkeit, sich über die dazu passenden Fahrzeuge sowie die aktuellen Umbau-Entwicklungen und deren Preise zu informieren. Anerkannte und im Taxigewerbe etablierte Unternehmen wie die Helmut Jelschen GmbH, AMF Bruns (zeigen bereits eine Umrüstlösung auf Basis des neuen Dacia Dokker), Reha-Automobile, MobiTec und Handicap Mobil haben ihr Kommen fest zugesagt.

Die Sonderausstellung kann bei freiem Eintritt am Freitag, 24.5.2013 von 11 bis 18 Uhr und am Samstag, 25. Mai von 9 Uhr bis 15 Uhr besucht werden. Die Fahrzeuge werden im Parkhaus des Hotel Esperanto in unmittelbarer Nähe des ICE-Bahnhofs von Fulda ausgestellt (siehe dazu auch unsere Terminübersicht).

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Frankfurt startet erstes zentral vermitteltes Rollstuhltaxi

News vom 18.10.2012 von Redaktion (allg.)

Kurzfristig ein rollstuhlgeeignetes Taxi zu bekommen, ist für Fahrgäste mit Handicap in vielen Städten immer noch schwer. In Frankfurt am Main können diese Kunden ab sofort spontan und über eine zentrale Rufnummer ein umgebautes Caddy-Taxi ordern.

Ermöglicht haben den Start dieses Rolli-Taxis die Taxizentrale "Taxi 68", die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) sowie die finanziellen Mittel des VW-Autohauses Luft.

„Taxi-Unternehmen sind wichtige Gewerbevertreter und ein fester Bestandteil der verkehrlichen Infrastruktur in Frankfurt. Sie sind auf einem guten Weg, als positive Visitenkarte unserer Stadt für die nationalen und internationalen Gäste wahrgenommen zu werden“, sagte der für das Taxigewerbe zuständige Ordnungsdezernent Markus Frank bei der Präsentation des Rolli-Taxis. Der Wagen stehe nicht nur einer kleinen Stammkundschaft zur Verfügung, sondern allen Anrufern – Frankfurtern und Besuchern der Stadt.

Thomas Schmidt, Geschäftsführer der Zentrale, hob hervor: „Die potentiellen Fahrgäste können dieses Service-Taxi bei uns kurzfristig und rund um die Uhr buchen und müssen ihre Aktivitäten nicht mehr mehrere Tage im Voraus planen.“

Ordnungsdezernent Frank dankte Schmidt für sein Engagement zur Verbesserung des Taxikunden-Services in Frankfurt und dem Sponsor, dem VW-Autohaus Luft aus Eschborn und Kronberg, das mehr als 5.000 Euro netto für den rollstuhlgerechten Umbau des VW-Caddy-Taxis gesponsert hatte. Auch eine zukünftige Wartung habe man zugesichert.

„Ich bin mir sicher, dass das Rolli-Taxi bei den potentiellen Kunden gut angenommen wird und hoffe, dass diesem Beispiel noch viele weitere folgen werden“, unterstrich der Vertreter der Stadt Frankfurt.

(sk)

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Mercedes Citan als Rollstuhlfahrzeug

News vom 12.10.2012 von Redaktion (allg.)

Beim Besuch der diesjährigen Fachmesse „Rehacare“ stieß die taxi heute-Redaktion nicht nur am Mercedes-Stand auf einige interessante Neuheiten.

Jedes Jahr veranstaltet die Düsseldorfer Messegesellschaft eine internationale Fachmesse für Rehabilitation, Pflege, Prävention und die Integration behinderter Menschen. Unter letztgenannten Begriff fällt auch die Mobilität behinderter Menschen, weshalb sich auf der Rehacare zahlreiche Fahrzeughersteller  und Umrüster präsentierten. Deren Mobilitätslösungen für im Rollstuhl sitzende Personen decken zwei Bereiche ab: Den Aktiv- und den Passivfahrer. Für das Taxigewerbe interessant sind Umrüstungen für Passivfahrer, also diejenigen Personen, die sich im Rollstuhl sitzend befördern lassen.

Die dabei verwendeten Umrüst-Verfahren reichen vom klassischen Heckausschnitt inklusive Luftfederung bis zum vollautomatischen Hublift.  Umgerüstet werden Modelle verschiedener Hersteller, wobei der Volkswagen Caddy nach wie vor am häufigsten rollstuhltauglich gemacht wird.

Auf der Messe allerdings überraschten die Umrüster mit etlichen anderen Modellen. Das italienische Unternehmen „Fiorella“ ermöglicht den Zugang in einen Fiat Doblo mit Hochdach  über eine Elektrorampe und spart sich somit den Heckausschnitt. Diesen wiederum hat die Firma Jelschen aus Bad Zwischenahn erstmals im neuen Opel Combo bewerkstelligen können. Und nur wenige Wochen nach dem Marktstart präsentierte Mercedes an seinem Stand den Citan mit Rollstuhlzugang. Der erste Prototyp verfügte über einen Heckausschnitt. Den Umbau verantwortet die Firma Mobitec.

Einen ausführlichen Bericht zu dieser und anderen Lösungen finden Sie in der nächsten Printausgabe von taxi heute, die am 27. Oktober erscheinen wird.

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Vergütungen für Rollstuhltransporte sind zu niedrig

News vom 05.04.2012 von Redaktion (allg.)

Der Niedersächsische Landesverband „GVN“ hat ein aktuelles Angebot der Krankenkassen für den Bereich der Rollstuhlbeförderung als nicht akzeptabel abgelehnt.

Wie die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen im Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) mitteilt, wurde dem Verband vor wenigen Tagen von den Krankenkassen ein Angebot für die noch verbleibenden sieben Rollstuhlvereinbarungen vorgelegt.

Dieses sieht Kilometersätze vor, die denen für Sitzend-Beförderungen entsprechen. Das Grundentgelt beträgt demnach ca. 15 Euro für eine Fahrstrecke von 10 Kilometern, was in etlichen Fällen eine Absenkung der bereits heute geltenden, zu niedrigen, Entgelte bedeuten würde. „Dies können und wollen wir selbstverständlich nicht akzeptieren“, so die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen des GVN. Man dränge stattdessen auf einen landesweiten Entgeltvertrag für Rolli-Beförderungen.

Alle der Fachvereinigung angeschlossenen niedersächsischen Unternehmer, die Rollstuhlbeförderungen mit nicht umsetzbaren Fahrgästen durchführen, werden deshalb zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen, in der es darum gehen soll, die aktuelle Situation zu erörtern und Möglichkeiten für die Realisierung eines landesweit gültigen Vertrages für Rollstuhlbeförderungen zu klären.

Die Veranstaltung wird am 16. April voraussichtlich in Hannover stattfinden. (siehe auch unsere Terminübersicht). Unternehmer, die teilnehmen möchten, müssen sich aus organisatorischen Gründen schriftlich anmelden (das Fax-Formular zur Anmeldung haben wir dieser Meldung angehängt) und erhalten dann detaillierte Informationen zur Veranstaltung.

Die Fachvereinigung weist darüber hinaus erneut darauf hin, dass Unternehmer, die auf Grundlage von GVN-Vereinbarungen Rollstuhlfahrten mit nicht umsetzbaren Fahrgästen durchführen, der vdek-Vertretung Niedersachsen sowie der AOK Niedersachsen und der Knappschaft Bahn-See zwingend Nachweise über hierfür geeignete Fahrzeuge vorlegen müssen, um nicht auf ihrem Geld sitzen zu bleiben.

(sk)

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Elektro-Taxi mit Rollstuhlrampe

News vom 01.12.2011 von Redaktion (allg.)

In Klagenfurt fährt ein erstes Elektro-Taxi, in dem auch Rollstuhlfahrer mitgenommen werden können.

Während in deutschen Städten (München, Hagen) elektrisch angetriebene Taxis nur als praxisferne Kleinwagen zum Einsatz kommen, starten im österreichischen Klagenfurt demnächst erste Minibusse mit dem Namen „Delta-2Shuttle“. Entwickelt wurden diese Modelle von der Firma E-Wolf auf Basis eines Nissan NV 200. Sie erreichen eine elektrische Reichweite von 160 Kilometern. Der erste Prototyp fährt bereits, bis Januar sollen vier weitere Fahrzeuge folgen. Eines davon wird dann sogar für die barrierefreie Beförderung von Kunden mit Rollstühlen ausgestattet. Den Umbau dafür nahm das das deutsche Umrüstunternehmen „Jelschen“ vor (wir berichten in der Dezember-Printausgabe von taxi heute.
Die E-Taxis sind Teil des E-Mobilitätsprojekts „Cemobil“, das die Stadt Klagenfurt im Jahr 2010 gestartet hat. Mit diesem Projekt wird demonstriert, dass Elektro-Mobilität in europäischen Städten wie Klagenfurt am Wörthersee funktioniert und dadurch eine effektive und nachhaltige Verbesserung der Umweltqualität möglich ist, ohne die individuelle Mobilität gravierend einschränken zu müssen.

Gleichzeitig soll gezeigt werden, dass dadurch ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz und zur Erreichung des Kyoto-Ziels geleistet wird, indem der für die E-Fahrzeuge benötigte Strom zur Gänze aus erneuerbaren Energiequellen kommt.

Neben den erwähnten Taxis werden insgesamt über 60 weitere Elektro-Fahrzeuge (44 PKW, 10 E-Bikes, 10 Scooter, 1 E-Bus und sogar 1 Solarschiff für den Lendkanal) angeschafft und getestet sowie die dafür notwendige Infrastruktur aufgebaut. 50 Elektro-Ladestationen werden vom Projektpartner Land Kärnten im Raum Klagenfurt errichtet. Weitere 50 Lademöglichkeiten sollen durch Privatinitiativen (z.B.: Wohnbauträger, Einkaufszentren, etc.) hinzukommen.

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Rollstuhlbeförderung mit Haftungsrisiko

News vom 24.11.2011 von Redaktion (allg.)

Ein in Berlin durchgeführtes Forum zur sicheren Beförderung von Menschen mit Behinderung machte deutlich, dass in einem Wust von Verordnungen der Fahrdienst mit Haftungsrisiken alleine gelassen wird.

Die sichere Beförderung von Menschen mit Behinderung stand im Mittelpunkt eines vom Verband der TÜV e.V. organisierten Forums „Mobilität für Menschen mit Behinderung". Dabei diskutierten Experten aus Verbänden, Unternehmen und Behörden über die Herausforderungen einer sicheren und gleichzeitig barrierefreien Mobilität.

Im Mittelpunkt der Vorträge standen dabei jene Fragen, die sich aus den seit April 2010 geänderten Vorschriften und Anforderungen für die Beförderung von Rollstuhlfahrern ergeben. Umfangreiche Crashtests der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) als auch des TÜV zeigen, dass sowohl die bis dahin üblichen Sicherungssysteme für die Rollstühle als auch die Gurte für die Behinderten nur eingeschränkten Schutz boten. Rudolf Gerlach vom TÜV Rheinland demonstrierte anhand einiger Videofilme, wie schnell Insassen von Rollstühlen bei unsachgemäßer Sicherung schon bei kleinsten Auffahrunfällen zum Spielball der Fliehkräfte werden - oft mit tödlichen Folgen. Er ermahnte die BAST, beim Thema Sicherheit nicht nur auf den Kraftknoten zu setzen. Beim Kraftknoten handelt es sich um ein am Rollstuhl befestigtes Adaptersystem, bei dem die Abspanngurte den Rollstuhl mit möglichst geringen Kräften halten. Dr. Thorsten Adolph, Vertreter der BAST, hatte das Forum mit einem Vortrag eröffnet. Er berichtete über die für Mitte 2012 geplante Überarbeitung der DIN-Norm 75078 Teil II und stellte dabei klar, dass dort weiterhin der Kraftknoten im Mittelpunkt stehen solle.

Das Problem dabei: Aufgrund einer Änderung des sogenanten Medizinproduktegesetzes (MPG) dürfen Rollstühle, die nicht den Anforderungen der europäischen Norm ISO 7176-19 entsprechen, bei der Personenbeförderung nicht mehr eingesetzt werden. Neu verkaufte Rollstühle müssen die Beförderungstauglichkeit anhand einer Kennzeichnung nachweisen.

Verfügt die mobilitätseingeschränkte Person über einen Rollstuhl, dessen Kennzeichnung die Mitnahme im Fahrzeug untersagt, müsste jeder Beförderer vom professionellen Fahrdienst bis zum Taxiunternehmer die Fahrt verweigern. Andernfalls stünde er in voller Haftung für die aus einem möglichen Unfall resultierenden Verletzungen des Rollstuhlfahrers. Das bestätigte in aller Deutlichkeit ein Experte eines Zertifizierungsunternehmens in seinem Vortrag zum Ende der Veranstaltung.

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„Rollstuhltaxis sind ständig ausgebucht“

News vom 05.11.2009 von Redaktion (allg.)

Die Taxizugänglichkeit für behinderte Menschen wurde bei einem Forum während des Norddeutschen Taxi-Tags von verschiedenen Experten diskutiert. Dabei formulierte auch eine im Rollstuhl sitzende Dame ihren Wunschzettel an das Taxi- und Gewerbegewerbe.

Vorher allerdings machte Thomas Grätz vom BZP in einem Vortrag deutlich, dass die Thematik Behindertenzugänglichkeit in Taxis längst auch weltweit in Kreisen der International Road Union (IRU) diskutiert wird. So habe man erst kürzlich drei Empfehlungen ausgesprochen, in denen zum einen die technischen Anforderungen an ein behindertengerechtes Taxi formuliert werden und zum anderen auch geeignete Baumaßnahmen an Taxistandplätzen durchgeführt werden sollten, damit auch dort ein barrierefreier Einstieg für Rollstuhlfahrer ins Taxi möglich ist. Als dritte Empfehlung sei last but not least eine entsprechende Fahrerausbildung nötig. Dort wiederum könnten dann genau die Punkte vermittelt werden, die Heike Witsch vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) in ihrem Vortrag als Wunschzettel formulierte: So sollten Fahrer zwar Hilfe anbieten, sie aber niemals aufdrängen. Das Rollstuhlsicherungssystem sollte für den Fahrgast erkennbar überprüft werden und den nicht bekannten Kunden auch sachkundig erklärt werden. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sollten ebenso wie ein ausgeglichener Fahrstil selbstverständlich sein. Frau Witsch ist selbst seit Geburt körperbehindert und auf den Rollstuhl angewiesen. In ihrer Funktion als Landesvertretung für Schleswig-Holstein ist sie immer viel unterwegs. Dabei muss sie ihre Reisen minutiös planen. Das Taxi zum oder vom Bahnhof ist dabei das erste bzw. letzte Glied in ihrer Reisekette. „Alle Taxibetriebe, mit denen ich fahre, sind ausgebucht“, schildert Frau Witsch ihre eigenen Erfahrungen. Was für sie bedeutet, dass sie immer vorbestellen muss. Spontane Freizeitaktivitäten, vor allen Dingen in den Abendstunden, seien nicht realisierbar. Sie wünsche sich daher, dass mehr Taxibetriebe rollstuhltaugliche Fahrzeuge vorhalten. „Taxi ist der Weg für uns, Freizeitgestaltung wahrzunehmen.“

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Rollstuhlfahrgast bei Unfall verletzt

News vom 14.05.2009 von Redaktion (allg.)

In Münster wurde in der vergangenen Woche eine Frau in einem Rollstuhltaxi bei einer Vollbremsung verletzt, weil sie nicht richtig gesichert war. Und das ist nicht der einzige Unfall dieser Art.

Zum Glück wurde der Fahrgast in Münster nur leicht verletzt. Bei einem anderen Unfall in der Nähe von Paderborn vor wenigen Monaten hingegen entwickelte sich eine Rollstuhl-Auffahrrampe zu einem fatalen Geschoss und tötete ein 16-jähriges Mädchen. Solche Vorfälle zeigen, wie wichtig es für Taxler, die Rollstuhlbeförderung anbieten, ist, ihre gehandicapten Fahrgäste richtig zu sichern. In unserer Printausgabe Juni 2009 erläutern wir am Beispiel eines VW T5 sehr ausführlich, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt, diesen für die Behindertenbeförderung umzurüsten und worauf es in punkto Sicherheit zu achten gilt. Foto: Schoon Fahrzeugsysteme

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Rollstuhltaxi: Allgemeine Informationen

Ein Rollstuhltaxi ist speziell dafür ausgerüstet, Personen im Rollstuhl sicher zu befördern. Fahrzeuge dieser Art verfügen über Rampen oder Hebelifte, ausreichend Innenraumhöhe sowie Vorrichtungen zur sicheren Fixierung des Rollstuhls während der Fahrt. Neben klassischen Limousinen kommen häufig Großraumtaxis oder Kombis zum Einsatz, die entsprechend umgerüstet werden.

Die Ausstattung orientiert sich an gesetzlichen Vorgaben und technischen Normen, damit ein barrierefreier Zugang gewährleistet ist. In vielen Städten gibt es eine Pflichtquote für barrierefreie Taxis, die den Einsatz von Rollstuhltaxis sicherstellen soll.

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Häufige Fragen zum Rollstuhltaxi (Q&A)

Was ist ein Rollstuhltaxi?
Ein Rollstuhltaxi ist ein Taxi mit barrierefreiem Zugang, in dem Fahrgäste im Rollstuhl befördert werden können – ohne dass sie den Rollstuhl verlassen müssen.

Welche Fahrzeuge eignen sich als Rollstuhltaxi?
Geeignet sind in der Regel geräumige Kombis, Vans oder Kleinbusse. Sie werden durch Umrüstungen mit Rampen, Liften und Sicherungssystemen ausgestattet.

Wie sicher ist die Beförderung im Rollstuhltaxi?
Die Fahrzeuge sind mit speziellen Haltesystemen und Sicherheitsgurten ausgestattet, die den Rollstuhl während der Fahrt fixieren. Damit gelten die gleichen Sicherheitsstandards wie bei herkömmlichen Fahrgästen.

Gibt es Förderungen für Rollstuhltaxis?
In manchen Regionen unterstützen Kommunen oder Länder die Anschaffung barrierefreier Taxis, um ein flächendeckendes Angebot zu sichern. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Standort.

Wie kann man ein Rollstuhltaxi bestellen?
In größeren Städten sind Rollstuhltaxis über normale Taxi-Zentralen buchbar. In ländlichen Regionen empfiehlt es sich, die Fahrt im Voraus zu reservieren.

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