ADAC: Ohne Auto läuft auf dem Land fast nichts

Bei einer Umfrage unter der Landbevölkerung kam heraus, dass flexible Angebotsformen des öffentlichen Verkehrs auf dem Land noch kaum eine Rolle spielen.

Dass Busse, Rufbusse und Anrufsammeltaxis zu selten fahren, hält viele Befragte von deren Nutzung ab. (Foto: Dietmar Fund)
Dass Busse, Rufbusse und Anrufsammeltaxis zu selten fahren, hält viele Befragte von deren Nutzung ab. (Foto: Dietmar Fund)
Dietmar Fund

Flexible Mobilitätsangebote wie Rufbusse oder Anrufsammeltaxis spielen auf dem Land bisher noch kaum eine Rolle. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage namens ADAC Monitor „Mobil auf dem Land“, für die der Autoclub knapp 3.400 Interviews in Gemeinden mit maximal 150 Einwohnern pro Quadratkilometern durchführen ließ.

Fast die Hälfte der Befragten gab an, den Öffentlichen Personennahverkehr gar nicht zu nutzen. Nicht einmal jeder Zehnte nutzt ihn an 100 oder mehr Tagen pro Jahr. Fehlende Direktverbindungen, zu lange Taktzeiten und eine als zu lang empfundene Fahrtdauer schreckten viele Befragte ab.

Laut der Befragung gelingt es vielen Bewohnern des ländlichen Raums gut, sich mit den dortigen Verkehrsverhältnissen zu arrangieren, was freilich meist einen eigenen Pkw voraussetzt. Diejenigen, die sich abgehängt fühlten, wünschten sich aber deutlich mehr Investitionen in innovative Mobilitätsangebote. Die Gruppe der 30 bis 64 Jahre alten Personen ist übrigens erkennbar unzufriedener mit ihrer individuellen Mobilität und öffentlichen Angeboten als jüngere und ältere Bürger.

Die Ergebnisse der Befragung hält der Club detailliert unter der Internetadresse adac.de/monitor bereit. Dort kann man auch einen 150 Seiten umfassenden Gesamtbericht als pdf-Datei abrufen.

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