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Auf der falschen Seite trägt ein Radler die meiste Schuld

Wer auf einem Fahrradweg entgegen der Fahrtrichtung fährt, muss bei einer Kollision mit einem querenden Autofahrer den höchsten Schadenanteil selbst bezahlen.
Wenn ein Radler einen Radweg entgegen der Fahrtrichtung benutzt, muss er Straßen besonders umsichtig queren. (Foto: Lupo / pixelio.de)
Wenn ein Radler einen Radweg entgegen der Fahrtrichtung benutzt, muss er Straßen besonders umsichtig queren. (Foto: Lupo / pixelio.de)
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Dietmar Fund

Entgegen der Fahrtrichtung auf einem kombinierten Geh- und Radweg zu fahren und dann einfach über eine querende Straße zu preschen, kann für einen Radfahrer teuer werden. Das musste ein Radler erfahren, über dessen Kollision mit einem Autofahrer das Oberlandesgericht München zu entscheiden hatte. In seinem Urteil mit dem Aktenzeichen 10 U 4616/15 stellte es klar, dass ein Radler in einem solchen Fall zu 75 Prozent hafte und der beteiligte Autofahrer nur zu 25 Prozent.

Laut der Urteilsbegründung hätte der rücksichtlose Radfahrer wie ein Fußgänger warten und dem Fahrzeugverkehr den Vorrang einräumen müssen. Die Haftung des Autofahrers ergebe sich im Wesentlichen aus der Betriebsgefahr (die einem Fahrzeug immer anhaftet).

Auf das Urteil vom August 2016 hat die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht mit einer Pressemitteilung vom 30. März 2017 hingewiesen.

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