Mercedes-Benz-Werk Vitoria: Bereit für Serienstart von VLE und neuen Vans
Das Mercedes Benz Werk Vitoria hat erfolgreich mit der Produktion der ersten Vorserienfahrzeuge des neuen vollelektrischen Mercedes Benz VLE begonnen und bereitet sich damit auf den Start der Serienfertigung 2026 vor. Um den Anforderungen des ersten Fahrzeugs auf Basis der neu entwickelten, modularen und skalierbaren Van Architektur in der Produktion gerecht zu werden, wurde das Werk Vitoria umfassend modernisiert.
„Der neue VLE ist das erste Fahrzeug unserer neuen, modularen und hochflexiblen Van Architektur. In Rekordzeit haben wir den VLE von den ersten Konzeptüberlegungen zur Serienreife gebracht. Wir haben dazu im gesamten Entwicklungsprozess konsequent innovative, digitale Methoden genutzt und dabei signifikante Effizienzen geschaffen“, wirbt Thomas Klein, Leiter Mercedes-Benz Vans.
In mehr als 160 verschiedenen Schulungsangeboten wurden die rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort zu neuen Prozessen und Verfahren geschult, unter anderem auch in Zusammenarbeit mit anderen Mercedes-Benz Werken. Themen waren beispielsweise die Integration neuer IT-Standards sowie der Einsatz neuer Technologien und Materialien.
Vans und Transporter auf einem Band
Das Werk Vitoria produziert ab 2026 zunächst nach Kundennachfrage den vollelektrischen VLE, die V-Klasse, später im Jahresverlauf auch den Vito und eVito. Der VLE wird in die laufende Fertigung des Werks Vitoria integriert, zunächst als Elektrofahrzeug auf der neuen Van.EA-Plattform, später, wie jüngst in Anbetracht der mauen Elektronachfrage beschlossen, auch mit hybridem Verbrenner-Motor auf der zu 70 Prozent identischen Van.CA-Plattform. Selbe modulare und prioritär elektrische Basis soll dann aber auch der nächste Sprinter nutzen. Wobei das aktuelle Modell noch weiter gebaut wird und es auch beim Vito eine Übergangsphase geben wird, in denen alte Diesel- und neue E-Modelle parallel gebaut werden.
So laufen antriebsflexibel verschiedene Fahrzeugmodelle vom selben Band. So sind am Standort ein neuer, moderner Rohbau und eine ebenfalls neue, vollflexible Lackiererei entstanden. Die Montagehalle wurde zudem während des laufenden Produktionsbetriebs modernisiert. Das Werk soll dabei Maßstabe in nachhaltiger Transporter-Fertigung setzen, die Produktion wie an anderen Standorten bilanziell CO₂-neutral sein. Zugekaufter Strom stammt bereits seit 2013 komplett aus erneuerbaren Energien. Im Werk Vitoria wurde eine PV-Anlage installiert. Für die Beheizung der Gebäude setzt das Werk zudem auf Geothermie und nutzt die Abwärme, die bei der Lackierung der Fahrzeuge entsteht. Digitale Produktionsverfahren wie Künstliche Intelligenz und die Erstellung eines digitalen Zwillings der Fertigung kamen bei den Vorbereitungen auf den neuen VLE im Werk zum Einsatz.
Erstmals wird zudem das Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) in einer Van-Serienproduktion ins Fahrzeug eingeführt. Man sei stolz darauf, dass das Werk Vitoria die Vorbereitungen in kürzester Zeit umsetzen konnte, erklärt Bernd Krottmayer, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Vitoria.
Van-Premiere für MB.OS-Betriebssystem
Der VLE soll das beste aus zwei Welten kombinieren, Fahrverhalten und Handling einer Limousine mit der Vielseitigkeit und dem Raumangebot eines MPV respektive Vans. Mit bis zu acht Sitzen reicht das VLE-Portfolio von flexiblen Fahrzeugen für Familien und freizeitaktive Kunden bis hin zu exklusiven Shuttles. Der VLE ist das erste Fahrzeug, das auf der neu entwickelten, modularen und skalierbaren Van Architektur basiert. Im Windkanal reklamiert man Bestwerte bei der Aerodynamik, bei einer Langstreckenfahrt von Stuttgart über die Alpen nach Rom benötigte der VLE zwei 15-minütige Ladestopps. Gesetzt sind auf der Plattform also 800-Volt-Technik, Allradlenkung, Leistungen bis zu 400 kW und Fahrerassistenz auf Level 2+ oder gar 3 des automatisierten Fahrens, unter freundlicher Übernahme der Drive Pilot-Fähigkeiten aus der S-Klasse und EQS.
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