Opel Meriva mit quirligem neuem Dieselmotor

Die zweite Leistungsstufe des 1.6 CDTI im Minivan gefällt durch ihr spontanes Ansprechverhalten.
Dietmar Fund

Den neu entwickelten Vierzylinder-Dieselmotor 1.6 CDTI mit 100 kW/136 PS stellt Opel im Minivan Meriva jetzt zwei weitere Leistungsstufen zur Seite. Bei der Fahrvorstellung am 10. Juli rund um Starnberg gefiel die mittlere Variante mit 81 kW/110 PS bei 3.500/min durch ihren sehr spontan ansprechenden Turbolader und ihren leisen Lauf. Wer seinen Gasfuß dem Turbolader anpasst, wird als Taxifahrer flott in die sechs Vorwärtsgänge kommen. Ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern zwischen 1.750 und 2.000 min. zeigt schon an, dass der Wagen fleißig geschaltet werden möchte – seine Gänge vier, fünf und sechs sind dem Geräusch- und Verbrauchsniveau zuliebe recht lang übersetzt. Da sich das überarbeitete Sechsgang-Getriebe gut schalten lässt, ist das aber kein Problem.

Tempo 30-Zonen legt der Meriva im dritten Gang zurück, während bei Tempo 50 der vierte Gang angesagt ist. Der fünfte passt erst oberhalb von 60 km/h so richtig, während der sechste bisweilen unter Last bei 80 km/h schon zu leichtem Brummen führte. Man kann den Meriva zwar noch mit 1.300/min bewegen, aber richtig wohl fühlt sich dieser 1.6 CDTI erst oberhalb von 1.500/min.

Den Normverbrauch der mittleren Leistungsvariante von kombiniert 4,0 Litern Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer soll auch die Version mit 70 kW/95 PS bei 3.500/min bieten. Sie stand noch nicht zum Fahren bereit. Die stärkste Variante mit 100 kW/136 PS, über die taxi heute bereits berichtet hat, zeigte sich noch etwas flotter. Für den Taxibetrieb ist aber die mittlere Variante völlig ausreichend. Sie wird wohl auch die Basis eines Modells mit Sechsgang-Wandlerautomatik werden, zu deren Einsatztermin Opel sich noch immer nicht äußern mochte.

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