Ford bringt drei Neuheiten für seine richtig großen Taxis

Außer völlig neu entwickelten Motoren für die Baureihen Ford Custom und Ford Transit bringen die Kölner auf Wunsch eine Wandlerautomatik und eine luftgefederte Hinterachse.
Als Schaustücke hübsch aufgereiht waren die Automatik, die Luftfederung und der neue EcoBlue-TDCi. (Foto: Dietmar Fund)
Als Schaustücke hübsch aufgereiht waren die Automatik, die Luftfederung und der neue EcoBlue-TDCi. (Foto: Dietmar Fund)

Die Transporter-Baureihen Ford Custom und Ford Transit bekommen jetzt eine von Ford alleine völlig neu entwickelte Vierzylinder-Motorenbaureihe namens EcoBlue mit zwei Litern Hubraum. Sie soll unter anderem dank eines im unteren Drehzahlbereich deutlich gesteigerten Drehmoments 13 Prozent weniger als die bisher verwendeten 2,2-l-TDCi verbrauchen, die Ford mit Peugeot und Citroen zusammen entwickelt hat. Zunächst kommt der Motor in den drei Leistungsstufen 77 kW/105 PS, 96 kW/130 PS und 125 kW/170 PS. Er erfüllt die Abgasnorm Euro 6 mit Hilfe von AdBlue, das im 21-l-Tank mitgeführt wird. Die Wartungsintervalle im Nutzfahrzeug-Bereich wurden für sie auf 60.000 Kilometer gestreckt.

 

Wie Bernhard Matthes, Deutschland-Chef von Ford, auf der Nutzfahrzeug-IAA verkündete, sollen die neuen Motoren die aus der Kooperation stammenden auch in den Pkw nach und nach ablösen. Von der neuen Motorengeneration wird es auch Varianten mit 1,5 Litern Hubraum geben.

Gegen Jahresende sollen der T6- und Vito-Wettbewerber Custom und der Sprinter-Konkurrent Transit mit Frontantrieb auch mit einer Sechsgang-Wandlerautomatik geliefert werden können. Sie stammt aus einer Kooperation mit General Motors und wird mit den 130- und 170-PS-Varianten der EcoBlue-Motoren gekoppelt.

Neben dieser vom mobilen Gewerbe gerne gesehenen Neuerung könnte eine dritte vor allem die Fahrgäste erfreuen: die optionale Luftfederung für die Hinterachsen des Transit Custom Kombi 310 L1 und des Tourneo Custom 310 L1. Sie sorgt für ein einheitliches Fahrniveau unabhängig vom Beladungszustand und dürfte das bei Transportern nicht seltene Poltern der Hinterachse wirksamer verhindern als herkömmliche Stahlfedern. Sie werden immer für die maximale Beladung ausgelegt.

Laut Bernhard Schmitz, dem Leiter Nutzfahrzeuge von Ford, wurde beim Transit inzwischen die Fahrgast-Bestuhlung so geändert, dass die Sitzanordnung ausreichende Beinfreiheit auch für langbeinige Fahrgäste bietet. Daher sei die interimsmäßige Förderung der Smartfloor-Einbauten ausgelaufen, die die Kunden sehr geschätzt hätten. Als einziger Variante stehe dem 3,1-Tonner die Bestuhlungs-Änderung noch bevor.

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